Beiträge von Tobi75

    ... Gislason in der Form von gestern ist schon sehr stark.

    Das fand ich allerdings auch. Das was der da gestern gemacht, hat war großes Kino. Knorr war ein ums andere mal entnervt und angeknockt. Sicher haben das die Schiedsrichter auch großzügig zugelassen, aber er hat es eben auch gut ausgereizt. Hut ab.

    Wollen wir mal ehrlich sein, die beiden Spiele bisher waren gut für das Mannschaftsgefüge und die Stimmung. Ansonsten waren es doch mehr oder weniger "Vorbereitungsspiele". Diese konnten gut zum Einspielen und Varianten erproben genutzt werden.

    Wo die Mannschaft wirklich steht wird sich morgen im Spiel gegen Frankreich zeigen. Ich glaube nicht, daß Frankreich noch so eine durchwachsene Leistung wie gestern zeigen wird.

    Ein Gegner wie z. B. Portugal hat uns in den ersten Spielen leider gefehlt und damit gab es auch keine richtigen Streßsituationen die das Team durchmachen musste und bewältigen konnte.

    Ich freue mich über das bisher erreichte, aber am Ende haben doch meistens (nicht immer) Mannschaften solche Turniere erfolgreich beendet, bei denen es zwischendurch auch mal gehakt hat.

    Morgen Abend wissen wir mehr und ich hoffe auf einen Sieg, der der Mannschaft dann den Push für alles weitere gibt.

    Den ersten Absatz würde ich teilen, wenn Frankreich gestern gegen die Schweiz mit 10 Toren gewonnen hätte. Einem Gegner, der offensichtlich leistungsfähig ist (CH), so chancenlos dastehen zu lassen, lässt bei mir einen positiven Hoffnungsschimmer zurück. (Gut es könnte auch sein, dass sich Frankreich leistungstechnisch soweit nach unten orientiert hat, dass es nicht mehr für ganz nach oben reicht. Das glaube ich aber nicht. )

    Ansonsten sind wir tatsächlich nach dem Frankreichspiel schlauer.

    Was mir aber unabhängig davon gefällt, ist das Auftreten der Mannschaft und das scheinbar intakte Gefüge. Schauen wir mal, ob das nur Fassade ist und auseinanderbricht, wenn mal etwas Druck entsteht oder ob da mehr geht. Bisher sieht das für mich aber sehr gesund aus.

    Soweit ich es in Erinnerung habe, war der Ball sogar im Tor von Eisenach...

    Aber zumindest daran, dass Eisenach einen technischen Fehler begangen hat , Leipzig im Ballbesitz und im Konter war, hast nichts auszusetzen?

    nein, nein...völlig d'accord, nur dass es eben kein Tor war und dass man einen Ball der die Torlinie nach Spielende überquert als tatsächlich, faktischen Torerfolg bezeichnet bedarf nun mal einiger Annahmen und Zwischenschritte, die den Sachverhalt des faktischen interpretationswürdig machen. Für den einen ist das eben faktisch, objektiv und sehr sicher ein Tor und für andere vielleicht die längste Praline der Welt - ganz sicher, wer weiß das schon?

    Sehe ich genauso. Wenn man die "verlorenen" Sekunden eindeutig nachweisen und nachvollziehen kann, gibt das bestehende Regelwerk nichts anderes her. Auch der Spielverlauf in den letzten Sekunden belegt eindeutig, dass Leipzig in innerhalb dieser 6 Sekunden einen Treffer erzielte, der aber nicht mehr anerkannt wurde. Damit wäre ein spielentscheidender Fehler eindeutig vorhanden. Das Regelwerk sieht in einem solchen Fall nur die Möglichkeit einer Spielwiederholung vor. Wenn hier von Eisenacher Seite immer wieder angeführt wird, man sei an diesem Vorgang "unschuldig" und könne demnach nicht bestraft werden, so ist das in dieser Form nicht richtig. Wenn Eisenach einen Fehler gemacht , der eine wirkliche "Bestrafung" zur Konsequenz hätte, würde das Spiel im Nachgang für Leipzig gewertet werden. In diesem Fall steht aber gegebenenfalls eine Spielwiederholung mit offenem Ausgang zur Debatte, bzw. zum Gerichtsentscheid. Dies wäre dann keine Bestrafung sondern die logische Konsequenz aus einem Fehler des Kampfgerichtes, der letztlich eine Mannschaft bevorteilte und die andere benachteiligte.

    Wäre ich Eisenacher, würde ich argumentieren, dass man wusste, dass mit der verbleibenden Spielzeit der Außen keine/eine geringe Chance hat, innerhalb der Spielzeit abzuschließen. Man hat die Abwehr darauf ausgelegt und den Wurf außerhalb der angezeigten Spielzeit in Kauf genommen. Wären 6 Sekunden mehr auf der Uhr gewesen, hätte man anders verteidigt. Ob das valide ist, kann dahingestellt bleiben. Allein die Behauptung, dass eine Bundesligamannschaft ihr Abwehrverhalten nicht auf die konkrete Spielsituation anpassen würde oder gar kann, ist ja abwegig. Insofern ist es doch völlig klar, dass mit 6 Sekunden auf der Uhr eine andere Spielsituation entstanden wäre. Leipzig hätte anders angegriffen und Eisenach anders verteidigt. Da jetzt zu sagen, das Tor ist ja nach Spielende gefallen und soll rückwirkend zählen, ist m.E. schon ziemlich absurd. Und auch die Argumentation, man hätte ja aus dem Spiel erkennen können, dass dieses oder jenes passiert wäre, weil Eisenach so und Leipzig so (in anderen Szenen oder der Schlussphase) agiert hätten... naja, dann braucht man Spiele auch nicht mehr spielen. Dann soll der Algorithmus ermitteln, was mit hoher Wahrscheinlichkeit passiert wäre oder auch nicht.

    Dass man das Kampgericht für dessen Fehler bestraft sehen will, kann ich ja nachvollziehen. Ein Wiederholungsspiel sehe ich bei Leipzig. Ich glaube nicht, dass der underdog den coup wiederholen kann oder wird. Dass Eisenach dann von geklauten Punkten sprechen würde, ist wohl klar. So oder so, wird das Thema nicht "friedlich" enden. Ich persönlich würde die Punkte in Eisenach lassen.

    Es gab mal vor Jahren einen Fall in der 2. Liga, wo in der Schlussphase während laufender Zeitstrafen ein Spieler zu viel spielte. Die benachteiligte Mannschaft legte Einspruch ein.

    Das Bundessportgericht wies den Einspruch ab. Begründung: Tatsachenentscheidung. Das Kampfgericht hat den Fehler nicht wahrgenommen, also konnten sie auch nichts ahnden lassen.

    Das Bundesgericht widersprach dem und entschied auf Spielwiederholung. Begründung: Das Kampfgericht hat seine Aufgabe vernachlässigt. Sie hätten es sehen müssen!

    Genauso wie das Bundesgericht damals seh ich das hier auch. Sie müssen das sehen, dass die Zeit weiterläuft! Dafür sitzen sie da.

    Und hier ist sogar zusätzlich ein Delegierter dabei - mit der Hauptaufgabe, Regelverstöße zu verhindern.

    Das mag ja in der Begründung vergleichbar sein, nicht aber in den Folgen. In dem o.g. Fall wird richtigerweise diejenige Mannschaft bestraft, die den Fehler gemacht hat. Hier hat die zu bestrafende Mannschaft aber nichts falsch gemacht und das Kampfgericht wäre eigentlich zu sanktionieren. Das geht aber nicht. Dass Leipzig in den letzten Sekunden auch nichts falsch gemacht hat, ist mir dabei bewusst. Dieses Dilemma gerecht aufzulösen ist nicht möglich.

    Danke, da kann ich in vielen Punkten folgen und weil es eben eine Kritik an den Entscheidungen der sportlichen Leitung ist, die hier vorgetragen wird, ist es kein "gebashe" gegen die Spieler oder gar die Menschen. Das würde ich gern noch mal hervorheben. Diese Kritik muss sagbar sein, ohne dass sie mit Begriffen wie "ekelhaft" belegt wird.

    Inhaltlich würde ich zwischen Weber und Lagergren noch mal deutlich unterscheiden, da der eine eben gerade die Erwartungen (über-)erfüllt und der andere nicht. Ob das so bleibt weiß man nicht und sollte Lagergren vielleicht in ein oder zwei Jahren leistungsmäßig abfallen, wird die Kritik an der langen Vertragslaufzeit ganz sicher aufploppen.

    Was ich in Bezug auf die Lagergren-Verlängerung noch mal andenken würde, wäre die Position insgesamt. Möglich wäre auch, dass es hinsichtlich OIM Begehrlichkeiten gibt und der Club Sorge oder Gewissheit hat, dass OIM absehbar geht. Dann wäre die Kontinuität über Lagergren auf RR abgesichert. Das scheint für Benno wichtig zu sein und könnte diese Entscheidung zumindest erklären.

    Dass man mit Janus den besseren Weber als Notlösung verpflichtet hat, ist fast schon tragisch. Ob man allerdings den Handlungsspielraum hätte, ihn zu halten und er das auch wollen würde, weiß man gar nicht. Dass man ihm keine Perspektive bieten kann, weil die Position im Kader langfristig blockiert ist mag valide sein, reduziert die Entscheidungsfindung allerdings auf nur einen einzelnen Teilaspekt.

    Die Definition ist, mein ich, dass das Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne den Regelverstoß anders ausgegangen wär.

    Wenn (!) das stimmt mit den 6 Sekunden, find ich schon, dass das hier der Fall war.

    Das ist doch rein hypothetisch. Die Möglichkeit, dass es anders ausgehen könnte, bestünde grundsätzlich. Ob dies mit "hoher Wahrscheinlichkeit" eintritt weiß man doch gar nicht, kann man auch gar nicht wissen. Mehr Zeit erhöht die Handlungsoptionen und die Wahrscheinlichkeit zu einem guten Abschluss zu kommen. Dass das dann funktioniert hätte, ist eine Behauptung ohne Beleg. Und wo zieht man da die Grenze zwischen "hoher Wahrscheinlichkeit", höchster, niedriger oder kleinster? Bauchgefühl? In Zahlen wird man das kaum packen (können).

    Anders wäre es, wenn ein Tor zu unrecht aberkannt wurde. Da ist das klar und in solch einem Fall könnte ich mir auch eine entsprechende Entscheidung vorstellen. Hier aber nie und nimmer.

    Wir sind ja hier bei Gerüchten, also auch nicht weit weg von Spekulationen. Es kann aber durchaus so sein, wie du glaubst. Ich kann mich erinnern, dass der Club sich öffentlich bei Stuttgart bedankt hatte, dass sie den Wechsel von Bergendahl ermöglicht haben. Sie hatten zu der Zeit 3 gesunde KM. Gut möglich, dass Meister wegen seiner Leistungen hier für Stuttgart interessant wurde. Allerdings stand zum Zeitpunkt von Bergendahls Wechsel auch fest, wann in Stuttgart der Vertrag von Maric ausläuft und wie lange Meister beim SCM Vertrag hat.

    Kein Widerspruch zu möglichen Überlegungen seinerzeit bzw. aktuell. Nur glaube ich eben nicht, dass "...bei den damaligen Vertragsgesprächen schon Einigkeit über den Wechsel von Meister zu Stuttgart bestanden hatte..." Alles andere passt ja zumindest aus heutiger Sicht ganz gut zusammen.

    Daher halte ich es für gut möglich, dass bei den damaligen Vertragsgesprächen schon Einigkeit über den Wechsel von Meister zu Stuttgart bestanden hatte bzw. dass dieser Wechsel schon mit in die damaligen Gespräche aufgenommen wurde.

    Ich glaube nicht, dass Meister Bestandteil des Bergendahl-Wechsels war. Meister hatte bis dahin nicht den Leistungsnachweis, den er jetzt hat. Die Entwicklung so zu prognostizieren, wäre maximal Spekulation. Außerdem wusste zu dem Zeitpunkt auch niemand, ob der Oscar bei bei uns einschlägt oder verpufft. Hätte das nicht funktioniert, hätte man sich ggf. von Bergendahl getrennt und mit Meister verlängert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man derartig spekulativ agiert haben soll. Aus meiner Sicht, versucht Stuttgart die sich gerade ergebende Chance zu nutzen - was völlig legitim ist - aber nicht von langer Hand vorbereitet sein muss.

    Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

    Den Sieg haben auch nur wir verdient.

    Du musst kein Mitleid haben, der Ton sollte dennoch gewahrt bleiben können. Dummheit kommt dabei (für mich) als Begriff nicht vor. Dass wir den Sieg AUCH verdient haben, stelle ich nicht in Abrede. Dass NUR wir ihn verdient hätten, schon...

    ... 2 Spiele hintereinander zu dumm zu sein, den Buzzer zu bedienen, "respekt" dafür.

    Das würde ich nicht so stehen lassen wollen - kein Grund zur Häme. Berlin hat bockstark gespielt und hätte den Sieg auch verdient gehabt. Dass der SCM das noch mal so dreht (trotz zwischenzeitlich -5), hätten wohl die wenigsten erwartet. Dass da ordentlich Druck auf dem Kessel ist - wenn der Gegner doch noch mal rankommt - ist klar. In dieser hektischen Phase den Überblick zu behalten ist schwer und fehleranfällig. Da hat Siewert daneben gegriffen - tut mir leid für ihn und gut für uns. Auch und gerade als Sieger sollte man respektvoll agieren.

    Wiegert hat das schon mal erklärt, warum er sehr viel Wert darauf legt, einen eigespielten Stamm zu entwickeln und dass die Ergänzungen dann eben zurückstehen müssen, selbst in entschiedenen Spielen. Ob das nun insbesondere hinsichtlich Belastungssteuerung so klug ist, mag dahingestellt sein. Auch haben wir ja schon erleben dürfen, dass dem Team einfach die Puste ausging (ich meine, das war in der Saison vor der Meisterschaft). Die Erfolge der Mannschaft geben dem Trainer und seinem Konzept aktuell recht. Sollte es mal nicht mehr so gut laufen, wird man ihm aber genau dies vorhalten - ganz sicher. Was an dem Konzept eben völlig schleierhaft ist (mir zumindest), sind die Kriterien nach denen man Kern und Ergänzung einteilt und einsetzt. Da spräche doch für den Laien vieles für das eine oder andere Up- bzw. Downgrade.

    Die Argumentation passt nicht. Haben es die Schiedsrichter selbst gesehen, ist überhaupt keine Aktion/Geste durch den Spieler notwendig. Haben es die Schiedsrichter nicht gesehen, worauf sollen sie dann ihre Bewertung aufbauen? Sollen sie sich hier auf den Torwart verlassen? Wenn ja, welche Regel würde es abdecken, dass nach Hinweisen von Spielern ggf. ein Videobeweis durchgeführt wird? Nächste Woche greift sich dann ein Spieler an seine Kronjuwelen, um anzuzeigen, dass die Unparteiischen einen Griff in die Eier nicht gesehen haben? Spielen wir dann: Schiri, rate meine Geste und geh' gefälligst zum Monitor?

    Nein. Dieses mit dem Finger auf den Kopf zeigen dient einzig dazu, die Schiedsrichter auf die richtige Spur zu bringen, also eine Strafe für den Gegenspieler zu verhängen.

    Die Regeln sind deshalb auch bewusst allgemein gehalten und sprechen nur von "nonverbale(n) Aktionen, um eine bestimmte Entscheidung der Schiedsrichter herbeizuführen". Jeder weiß, dass ein Kopftreffer aus freier Position zur Zeitstrafe führt. Da muss ich nicht das Zeichen für die Zeitstrafe bemühen.

    Umgedreht geht es übrigens genauso: Daumen hoch gilt als das international anerkannte Zeichen für "Okay". Mit deiner Argumentation würde also ein Spieler, der eine Zeitstrafe mit Daumen hoch quittiert, Zustimmung zur Strafe signalisieren. Er meint es ja offensichtlich positiv. Nun, ich habe selbst erlebt, wie es dafür die Blaue Karte gab, weil sich der Schiedsrichter durch diese Geste beleidigt fühlte.

    Man muss die Spieler hier nicht unnötig in Schutz nehmen. Die wissen ganz genau, was sie mit welcher Geste erreichen wollen.

    d'accord und ergänzend dazu war es sowieso unnötig, da der Werfer direkt angezeigt hat, was los war. Er hebt den Arm schon unmittelbar nach der Landung. Selbst wenn es die SR nicht gesehen hätten, war alles klar.