Für den in den mehr als zwei Jahrzehnten als Aktiver mit allen Handballwassern gewaschenen SCM-Kapitän Steffen Stiebler, der als WM-Botschafter allgegenwärtig war, bleiben " viele wundervolle Erinnerungen an ein ausverkauftes Haus, spannende Spiele und sympathische Mannschaften, vor allem die Australier ".
Deren Coach, der Däne Morten Fjeldstad, hatte sich zum Abschied an die versammelte Fangemeinde mit den Worten gewandt : " Ich habe an keinem anderen Ort der Welt Zuschauer und Fans wie euch getroffen. Ich hoffe, wir haben die Möglichkeit, wiederzukommen, um euch wiederzusehen und auch euren SC Magdeburg zu unterstützen. " Der Rest der Lobeshymne ging in tosendem Jubel für den " Weltmeister der Herzen " unter.
Ein ehemaliger SCM-Spieler, der Isländer Sigfus Sigurdsson, der nach vier Jahren in Magdeburg jetzt in Spanien aktiv ist und nach seinem ungewollten Weggang erstmals wieder an alter Wirkungsstätte auftauchte, fand kaum Worte : " Wenn du diese Zuschauer im Rücken hast, kannst du nicht verlieren. "
" Publikum einfach toll "
Sein isländischer Teamkollege, Ex-SCM-Star Olafur Stefansson, ergänzte : " Die Stimmung bei unseren WM-Auftritten in Magdeburg machte aus jedem Spiel für uns ein Heimspiel. "
Und selbst Magdeburgs Torwartlegende Wieland Schmidt konstatierte nach den drei tollen WM-Tagen : " Magdeburg hat sich super verkauft. Das Publikum war, wie es immer ist – einfach toll ! Wir haben hier ein Handballfest erlebt wie schon lange nicht mehr. Und die Isländer, die es noch förmlich auf der Zielgeraden in die nächste Runde schafften, werden sich wohl noch in 100 Jahren an unsere Stadt erinnern. "
Mehr noch : Die Menschen in der Region um Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt haben an kalten Wintertagen einmal mehr gezeigt, dass sie sich mit " ihrem " Sportangebot identifizieren und die vielen neuen oder umgebauten Magdeburger Sportstätten mit Leben und Wärme erfüllen. Es steht zu erwarten, dass das " Magdeburger Wintermärchen " auch noch viele Sommer überstehen wird. An der A 14 zwischen Halle und Dresden weisen zwei der bekannten braunen Hinweisschilder auf die " Sportstadt Riesa " hin. Magdeburg, an der A 2 und der A 14 gelegen, würde demnach vier Schilder benötigen – das sollte doch zu machen sein …