Tkaczyk und Bielecki bitten beim SC Magdeburg um sofortige Freigabe
Magdeburg (dpa/sa) - Der krisengeschüttelte Handball-Bundesligist SC Magdeburg kommt einfach nicht zur Ruhe. Nur zwei Wochen nach der Entlassung von Trainer Bogdan Wenta haben die polnischen WM-Zweiten Grzegorz Tkaczyk und Karol Bielecki um sofortige Auflösung ihrer Verträge bei den Elbestädtern gebeten. «Ja, die beiden Spieler haben dies thematisiert und es steht bei uns auf der Tagesordnung», sagte SCM-Präsident Rolf Oesterhoff am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Das Vereinsoberhaupt bestätigte jedoch, dass es mit dem künftigen Verein der beiden Polen, den Rhein-Neckar Löwen, noch keine Verhandlungen gegeben hat.
Im Verlauf der Hinrunde hatten Tkaczyk und Bielecki beim ambitionierten Verein von Nationaltorhüter Henning Fritz bereits Verträge ab der kommenden Saison bis 2011 unterschrieben. SCM-Sportdirektor Stefan Kretzschmar, der derzeit mit Helmut Kurrat als Interims-Trainer den EHF-Pokalsieger trainiert, hatte noch in den vergangenen zwei Wochen betont: «Beide haben mir in die Hand versprochen, dass sie bis zum Saisonende alles für den Verein geben werden.»
Die polnischen Nationalspieler, die im Zusammenhang mit der Affäre um den ehemaligen SCM-Manager Bernd-Uwe Hildebrandt bereits mit ihren angeblich verschwundenen Verträgen Anfang der Saison für Unruhe gesorgt hatten, konnten jedoch in den vergangenen Spielen wenig überzeugen. Ihr langjähriger Mitstreiter Kretzschmar hatte sich jedoch demonstrativ vor sie gestellt und an die Ehre der Leistungsträger appelliert. Tkaczyk gewann bereits 2002 mit dem SC Magdeburg als erstes deutsches Team die Champions League. Der 2,02 Meter große Bielecki ist seit 2004 im Verein und gewann mit den Bördeländern im Frühjahr den EHF-Pokal.
dpa