Beiträge von Tobi75


    Richtig, ein Profi versucht immer im Grenzbereich zu agieren. Ein Amateur pfeffert den Ball meterweit weg.

    Ich bin der Meinung, dass Schneider hier zu offensichtlich den Ball deutlich nach dem Abpfiff aufnimmt und ihn danach schön mit einem kleinen Dreher aus der Hand garniert Richtung Mittellinie abtropfen lässt,...


    ...und das darf er nicht??? Ihn aus dem Handgelenk nach unten fallen lassen? Und wenn er ihn fallen lässt, muss er dann dafür Sorge tragen, dass er nicht wegrollt? Je mehr man sich mit den Regeln beschäftigt, umso koplexer wird der Sachverhalt.

    Interessante Diskussion.
    Unstrittig denke ich, ist dass das Verhalten von Schneider als "besonders grob unsportlich" einzustufen ist und damit 8:10 c) gilt. Jetzt bleibt die Frage, nach welchen Regeln die Schiedrichter diese bestrafen sollen.
    Legt man die int. Handballregeln mit DHB Zusatzbestimmungne (Stand 01.07.2013) link zugrunde, folgt eine Disqualifikation mit Bericht. Folge: Schneider geht runter und die RNL haben Freiwurf. Dies gilt nur für die letzte Spielminute. Ein 7m ist nicht zu geben.

    Die IHF hat jetzt eine Regeländerung angeregt. Diese verkürzt den Zeitraum auf 30 Sekunden und verschärft bei 8:10 c) dahingehend, dass zusätzlich ein 7m zu geben ist. Dafür erhält der Spieler lediglich eine Disqualifikation, ohne Bericht. Diese Änderung wurde aber nicht ins Regelwerk eingeführt. Lediglich für die "1. und 2. Bundesliga (Männer & Frauen) bei Supercup- und Meisterschaftsspielen" wird diese Änderung zur Erprobung eingeführt. Ausdrücklich gilt sie nicht für den "...DHB-Pokal sowie Spiele unterhalb der zweiten Bundesliga...". link

    Was haben nun die SR gestern entschieden? Es gab 2min und 7m, was weder nach den originären Regeln noch nach den (in der Bundesliga) zur Erprobung eingeführten Änderungen richtig ist. Richtig wäre gewesen, nach den unmodifizierten Regeln zu entscheiden, also Disqualifikation mit Bericht und Freiwurf RNL. (Folge für das Spiel, wahrscheinlich eine Verlängerung mit ungewissem Ausgang).

    Dass die Regeländerung einen gewissen Sinn macht und hinsichtlich des sportlichen Umgangs die bessere Lösung ist, möchte ich ja gar nicht abstreiten. Wenn man sich da aber so sicher gewesen wäre, hätte man sie auch endgültig einführen können und nicht nur in Teilen und zur Erprobung. Ich würde dem Protest der Melsunger durchaus gute Chancen einräumen. Die Schiedsrichter und die Spielaufsicht sollten schon wissen, auf Basis welcher Regeln sie pfeifen und nicht nach gefühlter Gerechtigkeit.

    Ich glaube, jetzt ist der Wechsel nicht mehr ganz so einfach. Wenn ich mich nicht täusche, ist jetzt der bestellte Insolvenzverwalter zuständig. Der kann, gaube ich, jetzt auch Ablöseforderungen stellen.

    Ist jemand da, der Ahnung von Insolvenzrecht hat und kann das bestätigen bzw, dementieren. Würde mich auch mal interessieren.


    Ablöseforderungen müsste m.E. den Ausgleich offener Gehaltsforderungen voraussetzen - nur dann wäre ja die Grundlage einer Ablöse (gültiger Arbeitsvertag mit beidseitigen Verpflichtungen) gegeben. Inwiefern ein Insolvenzgeld da als gleichwertig gilt, weiß ich nicht. Selbst wenn, gibt es das ja nur für 3 Monate. Geht man von 2 Monaten Rückstand des HSVH aus, dürfte der Zeitpunkt ablösefreier Wechsel recht nahe rücken.

    Das ändert aber nichts daran dass man insolvenzrechtlich die Bürgschaft "ziehen" kann....im übrigen kann man die Insolvenzfälle die in "Eigenverwaltung" ablaufen an einer Hand abzählen, die Hürden sind da sehr hoch und das Insolvenzgericht prüft das sehr genau


    Wenn der, der die Bürgschaft aktuell ziehen kann und dies nicht tut dann auch der Eigenverwalter wäre, was sollte ihn dazu bewegen, seinen Ansatz zu ändern?

    capitano....
    wenn bürgschaften dafür gezogen werden müssen-was fitzek bis jetzt nicht gemacht hat-
    dann kann auch das durchaus sein und damit weiterhelfen, sogar die ganze saison durchzufinanzieren
    und durchzuspielen - das ist dass, was bohmann auch mehrfach gesagt hat.

    So müsste es sein. Fitzek zieht die Bürgschaft und der Spielbetrieb ist bis Februar, März, April, ... gesichert. Die bestehende Unterdeckung aus Mindereinnahmen kann man in der Zwischenzeit immer noch versuchen auszugleichen. Genau dazu ist diese Bürgschaft doch ins Lizensierungsverfahren eingegangne. Warum Fitzek das nicht tut und warum die HBL für eine solch elementare Forderung keine Handhabe hat, ist ja schon ausreichend spekuliert worden. Sollte es am Ende so kommen, dass ein Bestandteil der Lizenz nicht aktiviert wird obwohl man es könnte, sollte das Lizensierungsverfahren in diesem Punkt angepasst werden, beispielsweise maximal zulässiger Anteil einer Bürgschaft am Etat = 10%.

    so ganz blicke ich nicht mehr durch, wer beim hsv wem was schuldet und wer wem gegenüber für was gerade steht.

    interpretiere ich es richtig, dass rudolph hauptgläubiger ist? dann würde es auch sinn machen, bürgschaften nicht zu ziehen, weil die dann nur von der linken in die rechte tasche fliessen und nicht für liquidität im laufenden betrieb sorgen.

    tatsächlich halte ich es mit dem von mir wenig geschätzten k73. man hat sich in hamburg vom ersten moment an immer auf die reichlich fliessende (bzw. geflossene?) kohle von rudolph verlassen und nichts dazu beigetragen, den verein wirtschaftlich breiter aufzustellen. daran hat sich ausser unmengen an lippenbekenntnissen bis heute nichts geändert.

    Würden nicht vor der Bedienung der Verbindlichkeiten zuerst die offenen Gehälter, Berufsgenossenschaften, Sozialversicherung etc. bedient werden? Dann wäre es für die "Betroffenen" nicht mehr egal.

    zweistellig im Minus...da würde mich dann tatsächlich die Grundlage der Lizenz noch mal interessieren... 8o

    Das Problem wird hier sein, wie groß die Differenz zwischen Bürgschaftshöhe und Liquditätslücke ist. Es kann ja durchaus sein, daß AR für (rein hypotetisch) 1 Mio. bürgt, die Lücke aber 2 Mio beträgt. Da reicht dann die Bürgschaftshöhe nicht aus um die Lücke zu schließen. (Ich bin aber kein Fachmann und lasse mich ggf. gern korrigieren).

    Wie darf ich mir das vorstellen? Mal fiktiv: der HSVH plant mit einem Etat von, sagen wir mal 6Mio. Davon ist ein Teil gesichert, ein Teil über Einnahmen avisiert (variabel, Zuschauer) und ein Teil über geplante Akquise (Sponsoren in spe). Einfach nur mal hypothetisch ... Das ganze soll für 12 Monate reichen um die Ausgaben zu decken. Weil bei den Einnahmen Unwägbarkeiten bestehen, gibt es eine Bürgschaft, die einen Ausfall oder das nicht Erreichen der Akquise absichern soll. Das müsste doch das Szenario sein, das in der Lizensierung geprüft und für tragfähig befunden wurde. So hoch muss die Bürgschaft sein.
    Jetzt tritt der Fall ein, dass einige Einnahmen und Sponsorengelder nicht in der erwarteten Höhe erzielt werden können. Dann könnte ich verstehen, dass im letzten Drittel der Saison die Puste ausgeht und mann die Bürgschaft ziehen muss. Passiert das im ersten Drittel, kann es doch nur bedeuten, dass die gesicherten Einnahmen der Etatplanung sehr minimal waren und man sich auf die Zuschüsse bzw. die Bürgschaft verlassen hat. Anders ausgedrückt, der planmäßige Etat war für die Ausgaben bei weitem nicht ausreichend. Die Bürgschaft war quasi Bestandteil des planmäßigen Etats.
    Sollte sich die HBL auf ein Szenario eingelassen haben, bei dem die Bürgschaft die vakanten Positionen des Etats nicht abdeckt, dann wäre das fahrlässig. Daran glaube ich aber nicht. Ich denke eher, dass die Bürgschaft alles abdeckt, Rudolph nur nicht mehr bereit ist, alles zu zahlen und der GF traut sich nicht seinen Gönner zu belangen. Das ist für mich der eigentliche Skandal. Die HBL ist offensichtlich nicht in der Position den HSVH zur Einhaltung seiner der Lizenzerteilung zugrunde liegenden Angaben zu zwingen.
    Was hätte man davon? Naja, zumindest Zahlungen an Spieler und die Beschäftigten. Eine reguläre Abwicklung der Saison 15/16 und einen kontrollierten Rückzug. Verlierer wäre AR. Da könnte ich gut mit leben.

    Kann es denn nicht auch sein das Onkel Rudi den verbürgten Betrag längst überwiesen hat, die Kohle aber trotzdem hinten und vorne nicht reicht und er jetzt nur kein Bock hat noch mehr( über die zugesagte Bürgschaft hinaus) abzudrücken?


    Auch in dem Fall wäre die Lizensierung ein Witz. Es reicht doch nicht aus, für 3,50€ zu bürgen, wenn der Rest nicht abgesichert ist. Es muss doch vielmhr so sein, dass ein Grundbetrag durch solides Wirtschaften abgedeckt ist und die ggf noch offene Lücke durch eine Bürgschaft gesichert wird. Alles andere wäre ja geradezu absurd. Obwohl, ...

    Genau das sind so Berichte wo ich mich manchmal frage ob der Schreiber noch alle Tassen im Schrank hat
    Gummerbach hat mehr für Pfahl bezahlt als der HSV der in einer Finanzikrise steckt

    Ich denke, Du beziehst Dich auf die folgende Passage aus dem Artikel:

    Zitat

    Pfahl, 33, hatte nach seinem Wechsel vom VfL Gummersbach 2013 bereits in seiner ersten HSV-Saison auf Geld verzichtet, um den damaligen Champions-League-Sieger vor der Insolvenz zu bewahren.


    Da steht aber nicht, dass er für den Wechsel auf Geld verzichtet hat, sondern lediglich in seiner ersten Saison in HH, also nach dem Wechsel und bezogen auf seinen Vertrag in HH. Einen Vergleich zum VfL kann ich da nicht erkennen.

    Erkläre mir mal folgendes,warum ein Profispieler der seinen Verein des Geldes wegen verlassen hat
    zu seinem alten Verein zurückkehren könnte ausser wieder das berühmte Geld.((Es gibt sicherlich ein paar Spezialfälle)) aber die werden wohl die Ausnahme sein.MfG

    Vielleicht hat er ja erkannt, dass Geld nicht alles ist...soll vorkommen, auch im Profisport.

    Um mal auf den heutigen Artikel auf Handballecke einzugehen, in dem davon die Rede ist, dass Jens Schöngarth unterstellt wurde, dass er mit anderen Vereinen verhandeln würde: Ist da was dran? Wenn ja, mit welchen Vereinen steht/stand er in Kontakt?
    Das würde mich schon mal interessieren; auch aus dem Hintergrund, dass wir beim VfL dringend frischen Wind auf seiner Position gebrauchen könnten..

    Nicht nur Schöngarth hat offensichtlich mit dem SCM gesprochen. Auch Langhans war/ist wohl ein Kandidat.

    Zitat

    Womöglich gehört dazu die Position im rechten Rückraum, wenngleich Jure Natek ein Bewerbungsspiel abgeliefert hat für die Verlängerung seines Kontraktes, der ebenso im Sommer 2016 ausläuft wie der des langzeitverletzten Andreas Rojewski (Knie). Der SCM war bereits mit vier Akteuren als kurzfristige Verstärkung in Gesprächen, darunter auch Gabor Langhans und Jens Schöngarth (beide N-Lübbecke).

    kurzfristig könnte also grundsätzlich auch für die laufende Saison gelten, um die Verletzng von Rojewski zu kompensieren. Jan Fiete-Buschmann war dann wohl Nr. 3. Der hat auch vorgespielt, heißt es. Wer Nr. 4 war, bleibt offen. Möglicherweise doch noch der Versuch Zelenovic vorzeitig zu bekommen?

    Quelle

    ja tatsächlich: "Alles weitere wird man sehen" ist schon ganz klar das Gegenteil von Lob. Für mich klingt das eher danch, dass man schaut, was nach dem Jahr kommt. Ansonsten habe ich nichts verkürzt, sondern die für mich wichtigen Teile hervorgehoben. Die Aussagen
    - unglaubliche körperliche Voraussetzungen
    - vielleicht das größte Talent auf seiner Position
    - von den Qualitäten überzeugt
    - im Training einen sehr guten Eindruck hinterlassen
    - wird...dem Bundesliga-Kader angehören
    hab ich mir leider nur ausgedacht, weil mir gerade in den Kram passte. Sorry dafür. Kommt nicht wieder vor.

    liebe Juuna, wenn Du schon den :wall: benutzt, dann solltest Du nicht nur Teile aus dem Zusammenhang reißen. Danke!
    Und ansonsten solltest Du schon auch in der Lage sein, Meldungen aus dem Juni 2015 und September 2015 in den richtigen zeitlichen Kontext zu setzen. Das ist nicht zu viel verlangt. Und wenn man das tut, wird man feststellen, dass der Spieler möglicherweise die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen konnte. Die Blumen gebe ich also gern zurück.


    Hast Du einen Link dazu? An große Lobeshymnen kann ich mich nicht erinnern. Es war immer klar, dass er zum lernen hinter den beiden arrivierten kommt....

    O-Ton seinerzeit:

    Zitat

    Der 2,04 Meter große Rogerio Moraes Ferreira hatte Anfang Mai ein Probetraining beim THW Kiel absolviert und dabei THW-Trainer Alfred Gislason überzeugt: "Handball ist in den vergangenen Jahren in Brasilien sehr populär geworden. Ich stehe im engen Austausch mit dem brasilianischen Nationaltrainer Jordi Ribera, der mich auf Rogerio aufmerksam gemacht hat. Rogerio bringt unglaubliche körperliche Voraussetzungen mit und ist vielleicht das größte Talent auf seiner Position."
    Auch THW-Geschäftsführer Thorsten Storm ist von den Qualitäten des am 11. Januar 1994 geborenen Brasilianers überzeugt: "Rogerio hat hier im Training einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Für beide Seiten ist der Wechsel zum THW Kiel eine spannende Aufgabe. Rogerio ist ein großes Talent, wird mit unseren Spielern trainieren und dem Bundesliga-Kader angehören.

    Das klingt nicht nach Altenholz und dritte Liga.