Beiträge von Tobi75

    "Mehr Freiheit, aber mehr Tote"


    als Momentaufnahme, möglicherweise. Sollte Schweden wirklich durch sein, haben sie alles richtig gemacht. Bei uns kommt das dicke Ende noch, entweder durch einen rebound (was ich persönlich für nicht sehr wahrscheinlich halte) oder durch die indirekten Opfer. Schauen wir mal am Jahresende, wer wo steht.

    Mit dem Bericht, den die SZ, der NDR und der WDR laut MOPO vorliegen haben, kann ich nicht dienen.

    Vielleicht hilft dir ein Link zum betreffenden Artikel aus der Hamburger Morgenpost :)

    https://www.mopo.de/hamburg/alter-…en-ist-36588782


    ja, danke. Da steht zumindest ma, dass 61 an den Folgen von Corona starben, wobei ich jetzt wiederum nicht weiß, ob sich das auf die alte Zahl 66 bezieht, oder auf die neuere "mehr als 100". OK, nehmen wir mal an, es sind tatsächlich die 66 als Bezug und dann wäre tatsächlich der überwiegende Teil an Corona verstorben. Danke!

    -so hab ich es gelesen-

    ja, gelesen habe ich das auch - allerdings nicht direkt von ihm. Was er jedoch tatsächlich sagt, ist: "In nicht wenigen Fällen haben wir auch festgestellt, dass die aktuelle Coronainfektion überhaupt nichts mit dem tödlichen Ausgang zu tun hat, weil andere Todesursachen vorliegen, zum Beispiel eine Hirnblutung oder ein Herzinfarkt." Damit kann er nicht die 5 Fälle meinen. Seine direkten Aussagen in diversen Interviews stützen das. Daher die Vermutung, dass es einfach missverständlich formuliert ist.
    Ich würde gern den Bericht lesen, den Püschel verfasst hat.

    bei 61 von 66 habe er diagnostiziert, dass die todesursache corona war


    Sicher, dass ER corona als Todesursache diagnostiziert hat. Ich habe diese Meldung auch gelesen und halte sie für missverständlich wiedergegeben. Nach meiner Wahrnehmung waren das Fälle, die nach den Maßstäben des RKI als Coronatote eingestuft wurden und er bei der Obduktion z.T. schwere Vorerkrankungen festgestellt hat. Mit der Aussage, dass diese sowieso zeitnah gestorben wären hat er reichlich Gegenwind erhalten. Hätte er Covid als Ursache bestätigt, hätte es ja keinen Aufschrei gegeben.

    Ich sehe keinen MEDIALEN Gegenpol. Bei Lanz ist Streek zu Wort gekommen und sonst? Nix. Und das Gericht? Ja, was machen denn Gerichte? Die urteilen auf der Basis der Expertenmeinung. Auf welcher Expertenmeinung? Die die unilateral durch die Medienlandschaft gepeitscht wird. Zu welchem Ergebnis können die Damen und Herren Richter denn kommen?

    Der Politik geht es da übrigens nicht besser. Was sollen die denn entscheiden? Ich verweise mal auf Mausfeld und den öffentlichen Debattenraum. Wir sind soweit eingeschränkt, dass wir nur noch darüber reden ob nun erst die Grundschüler und dann die Oberstufe wieder dürfen oder andersrum. Die großen Fragen werden nicht gestellt.

    Und dazu noch eins. Es ist nicht so, dass wir nur noch ein bisschen durchhalten müssen und dann wird das schon. Wir werden dafür einen Preis zahlen - sowohl gesellschaftlich als auch gemeinschaftlich. Es geht nicht darum, dass wir auf Party und Freizügigkeit verzichten, dann noch homoffice und alles ist gut. Nur mal eine kurze Geschichte aus meinem direkten Umfeld: Mein Nachbar ist ca. 80 (so genau weiß ich das gar nicht), seine Frau ähnlich - beide mobil und vital bis zum vergangenen Jahr. Sie hatte dann einen Schlaganfall und weil er gerade Chemo bekam und mit sich genug zu tun hatte, musste sie in eine Pflegeeinrichtung. Anfang diesen Jahres wollte/sollte sie wieder nachhause. Pustekuchen. Nicht mal sehen können sie sich jetzt, möglicherweise auch NIE wieder. Wie wird es den Leuten gerade gehen? Wie geht es den Kindern, die da hilflos zusehen? Da bleiben Narben und sollte sich herausstellen, dass es am Ende doch nur eine Grippe war? Kann ein Einzelfall sein, geht mir aber nahe und bringt mich zu der Frage der Angemessenheit der Maßnahmen.

    Und die Frage der Angemessenheit hängt unmittelbar an der Frage der Risikobeurteilung. Sollten wir ein hööögscht anstechendes Virus haben, das auch noch sautödlich ist, kann man nicht vorsichtig genug sein. Mit dem Kenntnisstand Anfang/Mitte März, als das BMI von 1,2Mio Todesfällen im worst case ausgeht und als Kommunikationselement die Schockwirkung durch genau diese Bilder und Szenarien empfiehlt, mag das vertretbar gewesen sein. Die Leute sollten Angst haben und ja alle Anweisungen brav befolgen. Heute wissen wir vielleicht etwas mehr und sind zumindest weit entfernt von diesen Szenarien. Und auch damals gab es schon Alternativen. Ich zitiere mal in Bezug auf Südkorea, die das Thema routiniert und unaufgeregt erledigt haben:

    Zitat

    Die Abschätzung der Sterblichkeitsrate kann am besten mit den Daten aus Südkorea geschehen. Dort wurden mit minimalen Ausgangsbeschränkungen, vor allem durch effizientes Testen und Isolieren, die verschiedenen Ausbrüche erfolgreich unter Kontrolle gebracht. Bei einer erheblichen Dunkelziffer von nicht gefundenen Fällen wäre dies nicht möglich gewesen. Es erging nie ein Aufruf zur Selbstisolierung bei milden Symptomen, der in der Grippesaison und bei einem Virus, das sehr lange ansteckend ist, auch nicht viel gebracht hätte. Auch wurden dort durch die systematische Kontaktsuche sehr viele Personen getestet, die überhaupt keine Symptome hatten. Daher ist in Südkorea mit einer sehr kleinen Dunkelziffer zu rechnen.

    Die 25k sind im Nachgang statistisch ermittelt worden. Direkt der Grippe zugeordnet wurden damals ca. 1800 Tote. Zeitraum damals, ca 6 Monate.
    Und jetzt nochmal mit der heutigen Situation vergleichen.


    Das ist doch die Crux. Du wirst heute überfahren, anschließend auf Corona getestet und gehst in die Statistik ein. In 17/18 wurde einfach nicht gesucht. Wenn da ein 82-jähriger verstorben ist, wurde nichts getestet. Also was willst Du vergleichen, Fische und Vögel? Das einzige was man vergleichen kann, ist die Übersterblichkeit. Wie die 25k zustande gekommen sind, ist mir klar. Daher kannst Du nur am Ende der Grippe-Saison die Summe bilden und dann schauen, über dem Durchschnitt oder drunter. Und im übrigen ging es mir auch nicht darum zu ermitteln, ob Corona schlimmer oder weniger schlimm als eine übliche Grippe ist, sondern unsere emotionale Empörung zu hinterfragen. Alles was wir die letzten Jahre akzeptiert haben, wird jetzt benutzt um grundrechteinschränkende Massnahmen zu rechtfertigen und alle nehmen das hin, ist ja für einen guten Zweck.

    Und ja, die Bilder aus Italien und New York emotionalisieren uns. Das ist ja auch der Sinn dieser Bilder. Und wir wollen nicht, dass es hier genauso wird wie dort. Also schlucken wir die Kröte und zwar ohne Widerspruch oder darüber nachzudenken. Wie war es denn im letzten oder vorletzten Jahr in Italien? Die Zahlen kenn ich. Kann ja jeder mal suchen. Und die Bilder? Ein Bekannter hat mir berichtet, dass in Italien üblicherweise erdbestattet wird und seit Corona nur noch verbrannt werden darf. Die gestapelten Särge könnten also auch ein Kapazitätsproblem der Krematorien sein, weil die darauf nicht eingerichtet sind. Ob es stimmt, habe ich nicht geprüft - kann auch jeder selber machen. Wir hatten mal einen journalist of the year, der ähnlich bildreich und emotional berichtet hat. Ich versuche vorzugsweise die verfügbaren Zahlen zu interpretieren, nicht die Bilder.

    Übrigens, auch der Blick nach Island oder Schweden ist hilfreich. Ja, ich weiß, das kann man nicht direkt vergleichen, andere Altersstruktur, anderes Gesundheitssystem, andere Bevölkerungsdichte...aber mit Italien, Spanien oder USA machen wir es ja auch. Also, nur Mut. Sollte sich die Mortalität aus den systematischen Untersuchungen auf Island bestätigen (aus Asien kommen jetzt auch ähnliche Zahlen), liegen wir auf dem Niveau einer normalen Grippe.

    Ich maße mir nicht an, die Wahrheit zu kennen, nicht ansatzweise. Ich denke aber, es muss erlaubt und erwünscht sein, kontrovers zu diskutieren - in alle Richtungen. Da fehlt mir in den Medien ganz klar ein kritischer Gegenpol.

    @ Zeitzi
    Nach der Logik bräuchte man doch gar kein Geld mehr in die medizinische Versorgung stecken, denn irgendwann stirbt jeder an irgendwas und manchmal wird es durch Krankheiten eben abgekürzt, dann kann man sich den ganzen Zauber natürlich sparen.
    Die teilweise an den Tag gelegte Hysterie ist sicher übertrieben, aber diese Argumentation mit den alten vorerkrankten Opfern ist ethisch auch nicht haltbar.


    ethisch nicht haltbar? Die 25k in 17/18 haben doch auch keinen interessiert. Warum jetzt? 20k infolge Krankenhauskeime, jedes Jahr in Deutschland. Alle 10 Sek verhungert ein Kind. Interessiert keinen. Mit Ethik muss da keiner kommen. Die Frage, und so hatte ich Zeitzi verstanden, ist doch: Warum gerade jetzt, so drastische Maßnahmen und ist das tatsächlich verhältnismäßig? Ich für meinen Teil bin da unentschlossen und wünschte mir eine bessere Datenbasis (siehe oben).

    P.S. fehlende Obduktionen sind nach den Aussagen, die ich gelesen habe, kein Kapazitätsproblem, sondern der fehlende Wille, dies zu machen - (in)direkt gestützt auf der Empfehlung des RKI nicht zu obduzieren. Hamburg hat angefangen. Ich bin auf die Ergebnisse gespannt und verwundert, dass man damit nicht bereits Mitte März angefangen hat.


    So kann man natürlich rechnen wenn man annimmt, dass es nie einen Impfstoff geben wird.
    Aber selbst wenn deine Annahme hier zutrifft, vermisse ich einen konkreten Gegenvorschlag, den man dann prüfen könnte.


    Wie wäre es denn mal damit, das Zahlenkonfetti zu sortieren und ein Grundlage zu schaffen.
    1. Repräsentative Tests durchführen, um die echte Verbreitung in der Gesellschaft zu ermitteln.
    2. Antikörpertests, ebenfalls repräsentativ, um zu ermitteln, wie hoch die Immunisierung tatsächlich ist.
    3. Todesursachen aufklären, um zu ermitteln, wer ist mit Corona und wer ist an Corona verstorben.

    Auf der Basis kann man dann Risiken beurteilen und entscheiden, ob die Krankheit oder die Medizin die größere Gefahr ist.

    Achja und die Hoffnung auf den Impfstoff: drei Jahre hat man postuliert, wenn man nicht Abstriche bei den Tests und Zulassungsbedingungen macht. Ich wünsche frohes konsumieren im Herbst und empfehle mal den Blick auf die Geschehnisse rund um die Schweinegrippe 2009. Da gab es auch einen Schnellschuss mit geringem Nutzen und vielen Schäden.

    Selbst wenn nur Patienten mit Vorerkrankung gestorben sind, dann liegt das vielleicht gerade an den Maßnahmen?


    Nimmt man die Daten des RKI und die Inkubationszeit von 14 Tagen, findet man keine Auswirkungen aus den Schulschließungen oder den Maßnahmen vom 22.03., die diesen Schluss belegen. Am Ehesten noch eine Red. um ca. 1000 Fälle ab dem ca. 07.04. Das scheint also eher so eine gefühlte Verbesserung zu sein.

    Und ansonsten, weil das BMG auf der Bundespressekonferenz eben gerade darauf hinwies, dass aktuell mit beide Augen zu und Dunkelziffer round about 1% der Bevölkerung als immunisiert gelten könnte und man daher am Anfang steht und keinesfalls nachlassen dürfte: mit den positiven Tests in der Größe 4-6T/d und dem Ziel 2/3 Immunisierung bedeutet dies: 82Mio Einwohner*2/3=55 Mio ; 55 Mio Einwohner /6T/d=9111Tage=25Jahre bis zur Immunisierung. Ich bin dafür, dass die aktuelle Strategie noch mal geprüft werden sollte.

    Ich erinnere mich an die einstimmigen Verisse aus MD seinerzeit - ob berechtigt oder nicht, der Mann hatte bei den derzeitigen Foristen nie den Hauch einer Chance. Seltsam, dass er in FL wohl ganz gute Arbeit geleistet hat. Der Erfolg war jedenfalls nicht "gerade woanders"...


    Ja, richtig. Diese Chance hatte er nie und konnte sie aufgrund der Umstände seiner Inthronisierung auch nie haben. Das ist selbst im Geschäftsleben nicht ungewöhnlich. Da ist dann die Leistung sekundär und auch unabhängig davon was man als eigene Leistung postuliert. Und zum Karriereverlauf: mag sein, dass es einfach nirgends gereicht hat, vielleicht hat er aber auch für sich entschieden, seine Prioritäten anders zu legen. Wer weiß?

    Spielerische Entwicklung (oder auch das Ausbleiben ebendieser) und der sportlich messbare Erfolg in der Tabelle lassen sich ja aber nicht komplett voneinander trennen. Es liest sich hier momentan wieder verstärkt so, als würde der SCM mit einem anderen Trainer (der dabei gar kein Genie sein muss, sondern eben nur nicht so schlecht wie Wiegert) deutlich besser abschneiden. Spielerisch mag das ja noch in Ansätzen stimmen, aber doch nicht auf die Tabelle bezogen. Die Konkurrenz mag ja auch teilweise schwächeln, aber es laufen doch in der Bundesliga nicht nur Idioten rum!


    Ich habe das andres verstanden. Wiegert spielt ein System, das der Stamm kann. Im Rückraum mit den "Zwergen" Damgaard, Bezjak und Lagergren - schnell, passsicher, Tempo in die Lücke oder wie auch immer man das zusammenfassen will. Jetzt werden zur neuen Saison große Jungs geholt, vermeintlich um ein alternatives Konzepte zu erarbeiten (so die Interpretation der gemeinen, laienhaften Fans hier). Das passiert aber nicht, weil entweder die Spieler nicht können oder der Trainer nicht kann (vlt. auch nicht will?). Letztlich passt das verpflichtete Personal nicht zum Verein. Das kann einmal so sein, oder auch zweimal, in MD ist das aber Serie. Ob der GF-Sport die falschen Jungs verpflichtet hat oder der Trainer das Konzept nicht reintrainiert bekommt, bleibt dabei an der selben Person hängen und hat nichts mit grundsätzlich "schlecht" zu tun. Es werden offensichtlich falsche Entscheidungen getroffen, immer und immer wieder.

    Freundschaft!

    Ob Kuzmanovski überhaupt schon weiß, dass er gehen wird? Schließlich kann der ja kein Deutsch. :D


    :lol:

    vlt. winkt zarabec ja beim scm nicht ab...


    das kam mir gestern auch so in den Sinn oder vielmehr in den Bauch.

    Rl/RM wäre dann: Damgaard, Sully, Gisli, Marko und Zarabec->1,92/1,90/1,91/1,84/ 1,77->1,87 im Schnitt

    Wenn einige Spiele vor Zuschauer gespielt werden und andere nicht, ist das klare Wettbewerbsverzerrung. Da musst notfalls auch die HBL Eingreifen.


    Das wird die hbl tunlichst nicht machen. Ordnet sie die Durchführung aller Spiele an, trägt sie Verantwortung für Gesundheit, Leib und Leben. Schließt sie Besucher aus, machen die Vereine die entgangenen Einnahmen geltend. Dieser Verantwortung wird die hbl sich nicht an Land ziehen.

    Am Ende ist es doch so, dass zur neuen Saison zwei Spieler für den Rückraum geholt wurden, die Alternativen bzw. gegensätzliche Typentwürfe zu Lagergren und Damgaard sein sollen. Steinert und Kuzmanovski haben nicht funktioniert und funktionieren nicht. Entweder hat man sich also verscoutet oder der Trainer ist nicht in der Lage diese Spielertypen einzusetzen. Da stehen wir gerade und die Frage ist: An welcher Schraube justiere ich jetzt (und wer dreht)?

    ich halte beide Entscheidungen für sehr riskant. Und auch die übrige Kaderplanung sehe ich mit Bauschmerzen. Man scheint keine der genannten Positionen wirklich überzeugend besetzt zu haben und versucht mit Masse statt Klasse zu kompensieren.