Beiträge von Tobi75

    So lange wir keinen Impfstoff haben wäre m.M.n. der Test das wichtigste. King Markus I. wird jetzt wieder angefeindet wegen seinem Alleingang mit der Testerei in Bayern. Wäre mir auch scheißegal, ob der das aus Wahlkampfgründen macht, aber er macht wenigstens was.


    Ernsthaft? Es ist egal ob sinnvoll oder nicht, Hauptsache nicht untätig sein und irgendwas machen. Irgendwas. Massenhafte Tests, von denen 99% ohne verwertbare Aussage sind und die restlichen 1% auch noch fehlerbehaftet? Wenn ein kranker Mensch mit Symptomen getestet wird, um die Krankheitsursache zu diagnostizieren, mag das sinnvoll sein - auch um Schutzmaßnahmen zu veranlassen. Anlassfreie Massentests um Aktionismus vorzutäuschen und Maßnahmenrechtfertigung zu generieren, sind diese ganz sicher nicht.


    Genehmigt mit der Voraussetzung, den Mindestabstand einzuhalten. Dass das oft nicht passiert ist ist offensichtlich, aber Demonstrationen mit mehreren Tausend Leuten löst man wohl kaum nur durch freundliches Bitten auf, und bei Demonstrationen gegen Polizeigewalt kommen entsprechende Maßnahmen sicher nicht so gut. Da muss man dann auch abwägen.
    Wenn keine Demonstrationen zugelassen werden, wird wieder auf die Grundrechte hingewiesen, man wird es wohl kaum allen recht machen können. In einer Halle, einem Stadion o. Ä. mit 100 % Auslastung besteht aber ja nicht einmal die theoretische Möglichkeit, den Mindestabstand einzuhalten. Das halte ich für einen nicht ganz unwesentlichen Unterschied. Nichtsdestotrotz würde auch ich gerne wissen wie es weitergehen soll und bin der Meinung, dass man nicht einfach alle professionellen Sportligen durch dauerhafte Zuschauerverbote gegen die Wand fahren lassen kann, schon gar nicht im Kontext der bereits beschlossenen Lockerungen.


    Zahlreiche Demos mit erheblichen Unterschreitungen der Abstandsregelungen. Ja, das kann man wohl so feststellen. Gab es im Ergebnis der Demos irgendwelche Ansteckungsexplosionen? Ich bin dafür, die dahinter stehende Theorie an der praktischen Erfahrung zu kalibrieren. Wenn diese Art der Veranstaltung offensichtlich nicht kritisch in Bezug auf Infektionen sind, muss man wohl die Maßnahmen daran anpassen. Anders formuliert: Es gab ja s.g. hotspots in Göttingen, in Schlachtbetrieben...welche Systematik kann ich daraus ableiten? Muss man nicht zu dem Schluss kommen, dass Veranstaltungen (meinetwegen auch Demos) unter freiem Himmmel offensichtlich unkritisch sind, während dies in anderen Lebensbereichen nicht der Fall ist? So wie man erkannt hat, dass kritische Bereiche eines besonderen Schutzes bedürfen (Altenheime, Pflegeheime) muss es auch hier möglich sein, differenziert zu öffnen, wenn es keine Indizien für eine besondere Gefährdung gibt.
    Auf der politischen Ebene sieht das schon anders aus. Wenn ich da sehe: Hygienedemos=schlecht und gefährlich; BLM-Demos=gut und gewünscht, frage ich mich wie das Killervirus das unterscheiden soll. Aber was weiß ich schon.

    Die zeitliche Komponente geht aus TCLIPs Beitrag nicht hervor. Mitte Mai gab es bei Tönnies am Standort in Rheda-Wiedenbrück umfassende Tests nachdem es in deutschen Schlachtereien gehäuft zu Coronafällen gekommen war. Damals waren fasst alle Proben negativ. Jetzt - einen Monat später - gibt es offensichtlich einen massiven Corona-Ausbruch unter den Angestellten an demselben Standort.


    Gab es wirklich einen Ausbruch, oder hatte Tönnies einfach auch die Möglichkeit, die Testergebnisse, die nicht genehm waren, verschwinden zu lassen? Hat er sich quasi selbst bescheinigt sauber zu sein (um den Laden am laufen zu halten; Gewinnmaximierung auf Kosten der Gesundheit der Angestellten) oder ist das irgendwie behördlich überwacht worden - also was sind die Testergebnisse aus dem Mai wert? TCLIPs Beitrag lese ich so, dass das eine Interpretationsmöglichkeit wäre. Insofern interessiert mich immer noch die Grundlage.


    Wie geht das denn? Tönnies testet selbst und hat keine positiven Ergebnisse und wenn die Behörden dies veranlassen, dann sieht es anders aus? Das würde ja den Schluss zulassen, dass entweder die Testergebnisse manipuliert wurden oder die Infektion plötzlich und sprungartig gestiegen sind. Nach meinem Verständnis müssten die Gesundheitsämter ja die Nachverfolgung der Kontaktpersonen und deren Tests (Einzelfälle gab es ja früh und damit auch Veranlassung) in der Hand haben. Wie kann es denn sein, dass das dem Unternehmer überlassen wird? Dürfen sich die jetzt auch selber Genehmigungen ausstellen? Das interessiert mich, ich würde das gern nachlesen. Hast Du eine Quelle/einen link für die Aussagen oben?

    swr.de: Corona-Genesener erneut positiv getestet

    Auf eine große Immunität kann man sich scheinbar nicht verlassen... :/:


    Statt zu spekulieren, können wir uns doch einfach auf das RKI beziehen:

    Zitat

    Studien haben gezeigt, dass Personen nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion spezifische Antikörper entwickeln, die gegen das N- oder S-Protein gerichtet sind. Bei der Mehrzahl der Patienten findet diese Serokonversion in der zweiten Woche nach Symptombeginn statt (188). Erste Studien zu neutralisierenden Antikörpern, die auf eine protektive Immunität hindeuten, zeigen, dass diese am Ende der zweiten Woche nach Symptombeginn nachweisbar sind (46, 189-197). Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt noch, wie regelhaft, robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird. Die Erfahrungen mit anderen Coronaviren-Infektionen (SARS und MERS) deuten darauf hin, dass die Immunität bis zu drei Jahre anhalten könnte (198-201). Um dies genauer zu bestimmen, sind serologische Längsschnittstudien erforderlich, die die Immunität der Patienten über einen längeren Zeitraum beobachten (202). Durch Tierversuche an Rhesusaffen (203), früheren Erkenntnissen zu SARS sowie Plausibilitätsannahmen gehen Experten davon aus, dass genesene Patienten ein nur sehr geringes Reinfektionsrisiko haben.

    Dass ein positiver Test nicht mit einer Erkrankung einhergehen muss und wie der Test bei überstandener Erkrankung immer noch positiv ausfallen kann, wurde ja beschrieben und selbst WENN, er denn reinfiziert wäre, wäre es ein Einzelfall. Wie man daraus Zweifel an der Immunität ableiten kann, erschließt sich mir nicht.

    Nein, eine Nummer kleiner geht es beim bonecrusher nicht. Mitunter fehlt dann imho auch die Fähigkeit oder gedankliche Flexibilität,Korrekturen in der einmal gefassten Meinungsbildung vorzunehmen. Die Wortwahl ist allerdings schon sehr überraschend. Aber wenn er das nunmal so sehen will, sei es ihm unbenommen gegönnt.

    @mods: Sollten die letzten 2 Dutzend Post nicht ggf. In den Corona-thread verlegt werden? Das wenigste hier hat noch einen unmittelbaren Bezug zum Handball

    War heute das erste mal wieder im Fitnessstudio, müssen die nen Aufwand betreiben. Hätten sie mal einfach ne Anti-Rassismus-Demo angemeldet, dann wären Regeln Wurst gewesen :irony:


    Bei uns geht das seit knapp zwei Wochen wieder, sogar mit Duschennutzung. Die Einschränkungen sind gering. Die Geräte sollen nach jeder Nutzung mit Desinfektionsmittel abgewischt werden, bei den eng stehenden Geräten ist jedes zweite gesperrt aber kein Problem, da genug Alternativen da sind. Die Duschen sind auch nur zu 50% nutzbar um Abstände (warum auch immer) einzuhalten. Für mich funktioniert das prima.

    In diesem Zusammenhang sind sie es.

    Etwas als richtig zu klassifizieren, setzt die Kenntnis der Wahrheit voraus. Der zugrunde liegende Sachverhalt bedarf da sicher noch der Diskussion, insofern reden wir über Meinungen und ich bin an verschiedenen Stellen anderer Meinung als Herr Lauterbach und scheinbar auch als Du. Das muss möglich sein, ohne dass es als falsh abgewertet wird.

    Hmm, Kiel wird durch Sagosen verstärkt, die Löwen durch Patrail. Das sieht nicht nach Angriff auf den Deutschen Meister aus. Vielleicht kommt ja doch noch Nilson von Kiel. Ansonsten wird das wohl wieder eine Übergangssaison.


    Hmm, die Löwen geben Mad Mensah Larsen ab und bekommen Mait Patrail. Ich denke, das ist eher der Vergleich der zu führen ist.

    schwedens corona chef....tegnell......räumt ein :
    zu viele tote
    wir hätten früher und intensiver maßnahmen ergreifen sollen......


    hat er das so gesagt? Ich finde von ihm nur die Aussage:

    Zitat

    Ich glaube, dass es sicherlich Verbesserungspotenzial bei dem gibt, was wir in Schweden gemacht haben, klar. Und es wäre gut gewesen, wenn man exakter gewusst hätte, was man schließen soll, um die Infektionsausbreitung besser zu verhindern.

    Kacid: nein, das ist nicht zynisch gemeint. Blocker hat eine Aussage getroffen und das Argument dazu, ist nicht stichhaltig.

    Hintergrundimmunität: Ich hatte die Aussagen von Drosten ja schon mal wiedergegeben. Es geht nicht um das aktuelle Virus sondern um den Kontakt mit anderen Viren vorher, die auch eine Antikörperreaktion in Bezug auf Corona ergeben. Und das dürfte für das KH-Personal insbesondere gelten.

    Wir haben in Deutschland bisher insgesamt 8.123 Tote. 61 Mitarbeiter aus dem Gesundheitsbereich ergeben also 0,75 Prozent. Das ist in meinen Augen sehr, sehr gering. Zusätzlich muss man noch bedenken, dass diese Mitarbeiter besonders stark gefährdet sind. NICHT, was die Mortalitätsrate betrifft, sondern diese Mitarbeiter haben sicherlich deutlich mehr Berührungspunkte mit dem Virus und erkranken viel häufiger.


    blocker: Wie alt waren denn die Mitarbeiter aus dem Bereich des Gesundheitssystems? Und welche Vorerkrankungen hatten sie oder eben auch nicht? Ich nehme an, sie wurden nicht obduziert. Also ist das doch ein Nullargument, weil auch diese Menschen eben nicht zwangsläufig jung und gesund gewesen sein müssen. Oder hast Du da noch Details nachzulegen?

    Zeitzi: ja, richtig. Der Anteil ist gering. Die Auswertung der Antikörperteste von Rettungspersonal zeigt eine unterdurchschnittliche Infektionshäufigkeit (noch unter Vorbehalt und unsicher, aber zumindest auch nicht exorbitant höher als der Durchschnitt). Es ist davon auszugehen, dass diese Personen häufigen Kontakt mit Erregern haben, auch zu Corona. Erklärungsmodell ist, dass diese Menschen eine ausgeprägte Hintergrundimmunität deshalb haben, weil sie eben intensiven Kontakt zu diversen Erregern haben und das Immunsystem damit umgehen kann. Das dürfte für KH-Personal auch gelten.

    dann hätte man jetzt die Kontrolle über die Weiterverbreitung.

    wir hatten vorgestern 224 und gestern 242 neue Fälle - bundesweit. Infiziert sind aktuell ca. 11.500 - bundesweit. Wir haben seit mehr als 6 Wochen stetig sinkende Fallzahlen. Ab wann haben wir es denn unter Kontrolle? Bei 0 Neuinfektionen? Sind wir wirklich außer Kontrolle?

    Das Virus hat also die Fähigkeit die Menschen nicht repräsentativ auszuwählen ? Dafür habe ich bisher nirgendwo eine Quelle gefunden.


    Die Frage müsstes Du schon etwas spezifischer formulieren. Was meinst Du mit repräsentativ und für welche Vergleichsgruppe und was ist "auswählen"? Bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind die dem Virus zugeschriebenen Folgen im Sinne einer Stichprobe ganz sichern nicht repräsentativ, denn dann müssten alle Vergleichsgruppen entsprechend ihres Anteils auch repräsentiert sein. Das sind sie ganz sicher nicht - zumindest hinsichtlich der dargestellten Folgen. Und noch eins: Ein Virus wählt keine Opfer aus. Es sucht eigentlich einen Wirt, um zu überleben. Denn das kann es ohne Wirt nicht. Es wäre also eine ziemlich dämliche Überlebensstrategie, sich seiner Grundlage zu berauben. Der Tod des Wirts ist aus Sicht des Virus also eher ein Unfall in jedem Falle aber unbeabsichtigt. Es ist demnach ziemlich egal, welche Vergleichsgruppe Du nimmst, sterben werden die mit schwacher Immunabwehr und das trifft dann auch innerhalb der Vergleichsgruppe der 80+ zu. Wenn Deine Frage so zu verstehen ist, dann: ja, das Virus hat die Fähigkeit Menschen nicht repräsentativ auszuwählen.