Beiträge von ciemalla

    also das mit der Schweiz ist ne andere Sache, in Europa hat der Ostblock einfach dei Stimmenmehrheit nach dem die Blockstaaten in viele kleine zerfallen sind, da läßt sich einfach nichts gegen machen, wenn die einer Meinung sind ...

    eine andere Sache ist, daß Europa, trotz des Rückzuges von Rußland, Norwegen etc. nicht in der Lage ist mit einer Stimme zu sprechen. Ich denke nicht, daß sich einer der Europäer hat kaufen lassen, in Sachen Afrika und Asien könnte ich mir das vielleicht schon eher vorstellen, in Europa gibt es meiner Meinung nach zwei Punkte:

    1.) Viele Delegierte wollen sich ihren Posten sichern oder sich bei Moustapha für einen zukünftigen Posten empfehlen und dieser favorisierte ganz klar Tunesien. Punkt 1 also reines Machtinteresse und angeschleime an den Präsidenten.

    2.) Ich glaube, daß auch einige Länder Angst davor haben, daß Deutschland im Handball eine noch dominierendere Rolle einnimmt. Wer das tägliche Geschäft hier nicht mitbekommt, ist doch anhand der Zahlen doch beeindruckt und hat u.U. Angst, daß sein Land dem nicht folgen kann. Ist natürlich schwachsinnig, weil andere Ländere an dem Boom natürlich auch partizipieren würden.

    Auf jeden Fall wurde nicht nur für Deutschland, sondern für den Handballsport allgemein eine Riesenchance vertan, denn nun Tourismusland oder nicht, ich bin mir sicher, die bekommen zumindest so ne WM wie Ägypten hin, auf jeden Fall wird der Handball nicht nur nicht die TV-Präsenz haben wie bei einer WM in Deutschland, man stelle sich Deutschland im Finale in der Arena auf Schalke vor, in den Tagen könnte man die entscheidende Rolle in den Medien, noch vor Fußball, einnehmen, sondern auch die Sponsoren werden in Tunesien die Gelder nicht so fließen lassen wie in Deutschland. Unverständlich übrigens auch, daß meines Wissen in Tunesien zuvor auch noch keine IHF-Veranstaltung, wie Junioren-WM oder so als Testlauf stattgefunden hat...

    Strombach hin oder her, die Bewerbung war jedenfalls aller erste Sahne, nicht nur der Film und die geweckten Emotionen, auch die Unterstützer, Grußwort des Kanzlers, Bundespräsidenten international bekannter Größen wie Beckenbauer und Nowitzki, internationale Handballpaten wie Yoon und Souza etc. etc. da steckte richtig was dahinter, für die Leute die dran gewerkelt haben tut es mir richtig leid, aber: Kopf hoch und die EM 2006 holen... Ob wir im EM oder im WM-Finale spielen ist doch eh egal, dafür muß man keine Vorrundengruppe mit Spielen Qatar gegen USA durchführen, da ist eine EM doch wesentlich interessanter ...

    In diesem Sinne ...

    Da sieht man mal wieder den Stellenwert des Handballs in den überregionalen Medien, nicht Stefan Kretzschmar, langjähriger Nationalspieler, Vizeeuropameister, Deutscher Meister und Championsleague-Gewinner, sondern der Freund von Franzi überlegt einen Boykott der WM in Tunesien, davon ab, daß das nur in einem Nebensatz gefallen ist und gleich zur Überschrift aufgebauscht wird ...

    => Focus

    Franzis Freund droht mit Boykott


    I m deutschen Handball herrscht großes Entsetzen: Es sei eine „einzige Katastrophe“, dass Tunesien bei der Vergabe der WM 2005 bevorzugt worden sei. Der Weg der Sportart führe nun „ins Nichts“, zitierte „sport1“ am Montag DHB-Präsident Ulrich Strombach. Nicht die Qualität der Bewerbung habe den Ausschlag gegeben, sondern „reines Machtdenken“.

    Die deutschen Nationalspieler glauben sich einer Riesenchance beraubt. „Ich bin sprachlos, einfach nur sehr enttäuscht“, sagte Kapitän Daniel Stephan, der Welthandballer von 1998. Auch Superstar Stefan Kretzschmar ist verbittert. „Das ist das Allerletzte“, so „Kretzsche“ in „sport1. „Diese Entscheidung ist dumm.“ In seiner Enttäuschung forderte der Freund von Franziska van Almsick sogar: „Man sollte die WM boykottieren!“

    Hotelpools statt Perspektiven

    „Für den Handball weltweit ist das ein Schlag ins Gesicht. Und für den Handball als olympische Sportart desaströs“, urteilte auch DHB-Präsidiumsmitglied Heinz Jacobsen.

    „Die Tunesier haben schöne Bilder gezeigt von Hammamet und Djerba, von den Stränden, den Hotels und Restaurants. Unsere Konzeptvorstellung hat gegen den Tourismus verloren“, so auch Strombach.

    Unter dem Motto „Celebrate the Game“ hatte der DHB mit großen Hallen in zehn Städten inklusive dem Finale in der Fußball-Arena „AufSchalke“ vor mehr als 35 000 Zuschauern die Wirtschaftskraft und das Vermarktungspotenzial der „stärksten Liga der Welt“ angepriesen. „Was wir präsentiert haben, war aller erste Wahl“, meinte Jacobsen.

    Anfangs schien die Rechnung des DHB aufzugehen. Russland, Norwegen und Rumänien zogen kurzfristig ihre Bewerbung zurück, um als „Europa-Kandidaten“ Deutschland größere Chancen zu eröffnen. Während aber die Russen anschließend mit der Frauen-WM im Dezember 2005 getröstet wurden, stand die elfköpfige DHB-Delegation zum Kongress-Abschluss am Samstag mit leeren Händen und dem Gefühl da, verschaukelt worden zu sein. „Hier ist wie in den vergangenen Jahren falsch gespielt worden“, konstatierte Strombach ernüchtert.

    Von der ursprünglichen Sektlaune blieb nur Katerstimmung. „Ganz großer Frust hat sich bei uns breit gemacht, eine Demotivierung ohne gleichen“, gestand Jacobsen.

    So wird der Weltmeister vom 24. Januar bis 6. Februar 2005 in Tunesien und damit sechs Jahre nach Ägypten zum zweiten Mal in Afrika ermittelt. Allerdings ließen die Tunesier bei ihrer Präsentation offen, in welchen Spielstätten die Partien der 24 Mannschaften ausgetragen werden sollen. „Von Tunesien haben wir uns bei der Präsentation nur einem Tourismusfilm gegenüber gesehen. Das hatte aber wenig Informationsgehalt“, monierte Strombach.

    „Jeder will nur seine Pfründe sichern“

    Für die DHB-Funktionäre ist die Abstimmungsniederlage ein Beleg für die generelle Haltung unter einigen Mitgliedsländern des vom Ägypter Hassan Moustafa geführten Weltverbandes. „Jeder versucht nur, seine Pfründe zu sichern. Und wir sind wieder einmal zu kurz gekommen. Es geht darum, dass Leute Posten haben oder behalten wollen. Darunter hat die Fachkompetenz zu leiden. Da geht es nicht in erster Linie gegen Deutschland, sondern um machtpolitische Interessen einiger Verbände“, erläuterte Jacobsen. Und Strombach bedauerte: „Leider steht dagegen kein geschlossenes Europa.“

    naja harter Kern hin und her, von der menschlichen Sicht war es echt kein schlechtes Interview, jedenfalls fiel der Name Franzi gar nicht so häufig... Zwischenzeitlich ging mir das Gelaber über die Tatoos aber ganz schön auf den Senkel und im Sinne des Handballs hätte man anstatt Handball-Punk auch mal einblenden können CL-Sieger etc., ein kleiner Verweis auf das nächste Heimspiel oder die bevorstehende WM wären auch nicht schlecht gewesen um neue Fans für den Handball zu gewinnen ...

    also laut dpa-Bericht waren es echt nur 20...

    laut EHF-Seite waren es 150 ...

    naja, vielleicht waren das eine die zahlenden Zuschauer und das andere Mal haben die Betreuer und Spieler sowie Hallenwart etc. mitgezählt... sowie die Statistiken der EHF geschönt könnte zwanzig sogar vielleicht stimmen ;)

    Will ja selbst nicht kleinkariert sein, aber der DHB hat damit gar nix zu tun, auf dem Fax steht als Absender Heinz Jacobsen und der Ligaausschuß der Herren ... die dürften sich auch das Logo gesichert haben...

    Meiner Meinung sollten die Herren allerdings froh darüber sein, daß das Wappen so häufig wie möglich zu sehen ist, denn nur so prägt es sich ein...

    Verbieten würde ich es dann, wenn damit bewußt der Eindruck erweckt werden soll, daß diese Seite etwas mit der HBVM zu tun hat oder eine offizielle Seite der HBVM ist, wenn aber jemand in einem Link oder aber in der Berichterstattung oder Diskussion über die Ligen das Logo verwendet, wär es meiner Meinung nach o.k. Aber wenn interessiert schon meine Meinung ;) Das Rundschreiben ist ja deutlich genug und rechtlich sind die auf der sicheren Seite ...

    hmmh, also auf dr HP des THW ist er auch unter den Spielern aufgeführt, in den Vorberichten war aber zu lesen, daß er nicht mit dabei sein wird, kann mir nicht vorstellen, daß er gespielt hat, aber vielleicht war er nach den Fortschritten im Training zumindest mit in Kiel und hat auf der Bank gesessen, wäre ja schon einmal ein erster Schritt zur Rückkehr

    Sind, laut der Tabellen von handball-world.de nur knapp hinter Japan auf dem dritten Platz in ihrer Gruppe gelandet, aber die Mongolei hat zum Abschluß, oder steht noch ein Plazioerungsspiel aus, noch mal richtig einen überbekommen, die zweite Halbzeit: 0:25, am Ende: 62:05 und zwar, genau, von Bahrain ;)

    für das nächste Spiel sind nicht nur das 1.000 Karten von Sponsor Lucy gekauft worden und werden verlost, sondern 1.000 weitere Karten hat der Hamburger Handball-Verband gekauft um den HSV zu unterstützen ...

    Bin gespannt, ob die ihre 1.000 verlosten Karten überhaupt loswerden ...

    Naja, so lsutig wie der Autor es anscheinend gefunden hat, finde ich es nicht, aber wenn man schon so was schreibt, sollte man sich doch auch kurz über die Vornamen informieren ... Ich meine Strombach ist doch noch immer unser Ulli oder ;)


    Berliner Zeitung:
    Sprungwurf - Klaus Hoeltzenbein

    In Celle in Niedersachsen fand an diesem Wochenende der wichtigste Termin für den deutschen Fußball statt: Dort wurde der Präsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB) bestätigt. Für drei weitere Jahre bleibt Klaus Strombach aus Gummersbach im Amt, sein Programm ist ehrgeizig wie eingängig: "Wir haben schwere Jahre hinter uns, aber viele Ziele vor uns!" Befreien wollen sich die Handballer vom Turnhallen-Mief, sie wollen hipp und hopp und high und chic sein, und als ob dies als Aufgabe nicht genügen täte, müssen sich Strombachs Event-Manager plötzlich mit einer neuen Situation befassen: Die Fußballer biedern sich an. Sie bringen mehr und mehr Hände ins Spiel, und ihre Juroren wirken überfordert im Versuch, Erlaubtes und Verbotenes zu trennen.

    Noch wurde kein Rechtshilfegesuch an den DHB gestellt, aber allein, so scheint es, kommen die Fußwerker nicht weiter. Mal schraubt sich einer der Ihren zum Sprungwurf in die Luft (Herthas Beinlich zuletzt in Bielefeld - kein Elfmeter), dann drückt ein anderer den Ball wie ein Kreisläufer ins Netz (Schroth von München 1860 gegen Hertha - Tor zum 1:0-Endstand). Am 8. Spieltag gab es nun quasi ein Demonstrationsspiel, wurde beim 3:0 der Dortmunder in Hannover gezeigt, wie wild Fußball-Finger fuchteln können. Zunächst flog der Ball ans Schultereckgelenk des Hannoveraners Diouf (Handelfmeter - falsch), später erwischte er den Arm des sich wegdrehenden Dortmunders Dede (kein Elfmeter - richtig). In indirekter Folge führte dies zur Eskalation, sah sich doch Diouf herausgefordert, die Hände kneifzangenartig um die Kehle des Spielers Kehl zu legen - eine Woche zuvor hatte Nationaltorwart Kahn seinen "Karnickelgriff" gegen Leverkusens Brdaric nur mit der Rechten ausgeführt. Selbstjustiz, die fälschlich mit zweierlei Maß geahndet wurde: Gelb dem einhändigen Kahn, Rot für Beidhänder Diouf.

    Natürlich spielen beim DHB keine notorischen Würger, aber die Qualität von Handarbeit wissen sie dort besser einzuordnen. Das soll bewiesen werden durch die WM-Kandidatur für 2005. Das Finale ist in der Arena AufSchalke vorgesehen. Bis dahin könnte der deutsche Handball-Meister anstatt THW Kiel schon Hannover 96 heißen.

    Assauer hat erklärt, daß man in der Arena, wohl auch für Konzerte und so noch eine zusätzliche Tribüne hat. Die würde ungefähr auf Höhe der Mittellinie quer über das Spielfeld gebaut. Neben der halben Stadionkapazität hätte man dort dann noch weitere Plätze.

    Ist also nichts wildes, sondern eine Sache, die beim Bau das Stadions, wenn auch wohl nicht unbedingt für Handball, mit bedacht wurde. Da der Rasen rausgefahren werden kann, gibt es auch keine Probleme, daß man den kaputt macht, scheint alles recht einfach zu gehen und die Atmosphäre wird sicherlich richtig genial...