Je nach Brisanz des Spieles und je nachdem wie gut man die Spieler kennt, kann ein guter Spruch zur rechten Zeit die Atmosphäre deutlich entkrampfen.Bestes Beispiel ist doch unser glatzköpfiger Fussballschiri aus Italien ( Name fällt mir nicht ein).
Ich habe z.B. mir einmal vor einem entscheidenden Meisterschaftsspiel verbeten als "schwarze Sau" bezeichnet zu werden, sondern politisch korrekt als "farbige Sau", damit ich den entsprechenden Spieler wg. Schiribeleidigung und nicht wegen politisch falschen Verhalten die rote Karte geben könne.
Die Stimmung entkrampfte schlagartig und die Botschaft kam durchaus an.
Beiträge von b738
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Lasst euch nicht von aussen durch Äusserungen wie etwa du hast gut gepfiffen, aber dein Partner.. , auseinanderdividieren.Tragt alle Entscheidungen, auch wenn ihr intern unterschiedlicher Auffassung ward, gemeinsam.
Sprecht vor dem Spiel über zu erwartende Besonderheiten wie bekannte Foultaktiken bestimmter Spieler, Verhalten bei Manndeckung etc. ab,das heisst die Einstellung auf das Spiel beginnt nicht erst mit dem Anpfiff und man ist schneller im Spiel.
Pfeift nicht aus 20 Meter Entfernung, wenn euer Partner nur 5 Meter weg ist.Auch wenn es gut gemeint war, machst du damit deinen Partner angreifbar.
Sprecht euch noch einmal bei Gelegenheiten wie Time-out oder Siebenmeter ab.
Sucht den Blickkontakt zum Partner bei möglichst jedem Pfiff und übernehmt die Entscheidung desjenigen, der gepfiffen hat, falls es kein eklatanter Regelverstoss ist.
Legt euch eine kleine Zeichensprache für besondere Situationen zu.Benutzt immer die offiziellen IHF-Handzeichen, damit sowohl euer Partner als auch die Spieler wissen, was ihr gepfiffen habt.
Lasst euch möglichst nicht auf Diskussionen mit Spielern und Trainern ein.
Falls es Theater gibt, nehmt den Spielbericht mit in die Kabine, geht erst Duschen und füllt ihn dann in aller Ruhe und dem nötigen Abstand zum Spiel aus.
Nach dem Spiel solltet ihr das Ganze noch einmal reflektiern und vor allen Dingen, die eigenen Schwächen und Fehler gegenüber dem Partner zu geben.
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Wir fahrn bei uns im Verein mehrgleisig.Wir dürfen auf Kreisebene alle angesetzten Spiele aus unserem Vereinsschiripool umbesetzen.
Unser Vereinsschiriwart kann so noch Brisanz der Spiele umbesetzen.
Jungschiedsrichter werden grundsätzlich von einem erfahrenen Kollegen unentgeldlich je nach Bedarf betreut.
Probleme mit Eltern habe ich noch nie gehabt, weil ich meine Rolle in den unteren Jugendklassen anders interpretiere:Ich sehe mich mehr in der Rolle des Regellehrers als des Spielleiters, da gerade in diesen Klassen so gut wie keine Regelkenntnis sowohl auf Spieler als auch auf Elternseite gibt.
Das heisst für mich, des öfteren auch einmal das Spiel zu unterbrechen, um den Kids zu erklären, weshalb ich gepfiffen habe und das auch so laut das es die Eltern auch noch hören.
Bisher war das Feedback von Elternseite nur positiv.
Das Aha-Erlebnis bei den Spielern genauso. -
Wäre das schön,wenn das Niveau der sr sich genauso steigern würde wie die Fähigkeiten der Spieler.
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Ich habe das Saufen vor dem Spiel auf Kreisebene schon erlebt Diese just-for-fun-Truppe genehmigte sich vor dem Spiel regelmässig eine Kiste Bier und auch Schnaps.Folge war auf Grund fehlender Koordinationsföhigkeit wurde u. anderem einem Gegenspieler das Nasenbein gebrochen.
Das ganze war sogar Theme auf der Kreisschiriversammlung.Rechtlich gesehen so die Aussage dort,hat man keine Chance.
Als ich das nächste Mal dort pfeifen musste,habe ich die Hallle durch ihre Kabine betreten und konnte die erwähnten Alkoholica sehen.
Daraufhin habe ich den Mannschaftskapitän unter 4 Augen daraufhin gebeten, diese Getränke zum Kühlen bis nach dem Spiel in unserer Kabine unterzubringen mit einem diskreten Hinweis, das ich auch schon mal ein Spiel abgebrochen hätte,weil nur noch der Torwart und ein weiterer Feldspieler wg. Rotwut meinerseits spielberechtigt waren.
Meiner Bitte wurde selbstverständlich entsprochen.