Original von Lothar Frohwein
Es muss demnächst so laufen, dass der komplette Spieltag von Freitag bis Sonntag abgearbeitet wird und die Termine (egal was kommt) unumstößlich feststehen!
Viele Faktoren sind schon angesprochen worden. Handball ist einfach nicht in der Lage, samstags um 15 Uhr gegen Fußball und eigenen Sport (um diese Zeit ist man selber oder die Kinder auf dem Fußballplatz oder sonstwo oder man schaut Premiere) zu bestehen.
Wer kauft sich denn bitteschön noch eine Dauerkarte, wenn er nicht Kieler ist?
In Nettelststedt ist nahezu jedes Heimspiel verlegt worden. Teilweise mehrfach. Darauf kann man sich nicht einstellen. Das Argument Fernsehen schlägt alles!
Fernsehen gut und schön, aber: Die Lokalzeitungen schaffen bei jedem einzelnen Verein mehr Medienkontakte als HBL-TV am ganzen Spieltag ligaweit.
Wie viele Leute schauen HBL-TV? Wieviele Leute lesen dann in der Lokalzeitung, dass die Halle nur halbvoll war??? Wieviele Leute ärgern sich, dass in ihrer Lokalzeitung kein oder nur ein oberflächlicher Spielbericht steht, weil die HBL meint, 20.15 Uhr sei unter der Woche die ideale Anwurfzeit und diese selbst dann vorschreibt, wenn Ruckel-TV nicht vor Ort ist?
Welchen Sponsor interessiert das dauerhaft, wenn für das Fernsehen (HBL-TV mit wenigen Zuschauern) die volle Halle geopfert wird?
Man darf da die Wertigkeiten nicht aus dem Auge verlieren.
Kaufen sich die Leute keine Dauerkarte, verlieren sie schnell den Überblick, wann die Mannschaften spielen, kommen aus dem Trott und am Ende gar nicht mehr. Erst recht bei dem herrschenden Verlegungschaos durch die HBL.
Wie oft habe ich schon so einen Satz gehört wie: "Oh, ich wäre gerne zum Spiel gekommen, als ich die Zeitung aufgeschlagen und den Vorbericht gelesen habe. Aber wir waren schon verabredet. Da blickt doch keiner mehr dran lang, wann die spielen!"
Ein hausgemachtes Problem.
Weniger ist oft mehr!