Ich habe mal einen ganz anderen Denkansatz jetzt... Wir diskutieren ja in schöner Regelmäßigkeit, nicht nur jetzt während der WM über die Leistungen der Referees. Mir ist mal aufgefallen, dass die IHF fast zu jedem Tunier irgendwelche neuen Anweisungen raus gibt. So soll ja zu dieser WM nochmal eindringlich auf die Bestrafung von Trikotzupfern hingewiesen wurden sein.
Wäre es nicht mal an der Zeit, sich auf Seiten der IHF zu besinnen und endlich das Regelwerk zu entschlacken und zu vereinfachen? Vor allem Kontinuität wäre dringend von Nöten! Ständige Veränderungen machen den Handball nicht besser...
Wir sehen es doch, was passiert, wenn es nur noch ein WirrWarr von Regeln ist. Keiner weiß mehr so Recht, wie man richtig pfeifft.
* Beispiel Foul an Gigou in der 80 Minute. Im Vorfeld durch den Deutschen eindeutiges Foul wegen Trikozupfer, ergo: Die Schiedsrichter pfeiffen ab und geben Freiwurf. Ausgang ungewiss, Ärger möglich. Zweite Möglichkeit, die sie gehabt hätten: Die Schiedsrichter lassen Vorteil laufen. Ebenso Ausgang ungewiss, Ärger möglich.
Es ist wie mit der passiven Abseitsregel beim Fußball: Die Vorteilregelung in solchen Situationen kann die Schiedsrichter nur vor Probleme stellen. Es ist eine Gratwanderung. Was also machen?
* Nächste Beispiel: Schritte... Ich zähle inzwischen nicht mehr die Tore mit, wo die Schützen 4 oder mehr Schritte auf dem Weg zum Tor benötigt haben, oder wo sie bereits eineindeutig im Kreis standen.
* Stichwort: Abwehr durch den Kreis... Die Abwehrspieler, auch unsere, laufen bei der WM munter und flux durch den Kreis. Eigentlich ja klare Sache, aber es wird doch relativ selten gepfiffen.
Alles in allem können sich die Schiedsrichter nur unbeliebt machen. Pfeiffen sie knallhart alles, was nicht den Regeln entspricht, so ist nachher eventuell das Ergebnis gerecht, aber das Spiel zerstört. Pfeiffen sie aber eine seichte Linie, so wird immer irgend eine Seite etwas zu schimpfen haben.