whv-handballer:
Moment, wir sprechen hier von zwei verschiedenen Dingen:
1) Vortäuschen einer Regelwidrigkeit: Spieler hakt sich - wie schon beschrieben - beim Gegner ein. Der Gegner hat damit aber keinen Regelverstoß begangen.
2) Herbeiführen einer Regelwidrigkeit (meinetwegen auch provozieren einer Regelwidrigkeit): Hier stellt sich ein Spieler bspw. einem in der Bewegung befindlichen Spieler in den Weg und nimmt eine regelkonforme Abwehrstellung ein. Als Folge begeht der Angreifer ein Stürmerfoul.
Außerdem wäre ich vorsichtig mit solchen Strafen: Handball ist schnell und sehr emotionsgeladen. Da "überreagiert" schon mal der eine oder andere Spieler und regt sich auf, wenn er was "abbekommen" hat. Das würde ich nicht per se als Schauspielerei werten. Oft kristallisiert sich aber heraus, dass einige wenige Spieler sehr oft schauspielern.
In Holland hatten wir mal eine Situation, da hat ein Spieler einen "auf die Nase" bekommen, krümmte sich 2-3 Minuten vor Schmerzen. SR pfiffen TO, irgendwann stand er wieder auf, SR pfiffen wieder an. Er stürmte sofort auf den Ballführenden zu und wollte ihn attackieren, als ob nichts passiert wäre. Den SR war das zu bunt, pfiffen erneut ab und gaben ihm Rot. Gut, das ist gut 10 Jahre her, passt aber gut zu der Regel.
Zitat
dann müsstest du eigentlich auch jeden Angreifer bestrafen, der 4 Schritte macht um zum Torerfolg zu kommen oder einen Außenspieler der von ausserhalb des Spielfeldes anläuft um einen besseren Wurfwinkel zu bekommen.
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Nein, weil jede Angreifersituation anders gelagert ist und keine definitierte Wiederholsituation (wie es Erl. 5 ja fordert) erkennbar ist. Wenn der gleiche KL aber immer wieder durch den Kreis läuft, dann ist das eine solche Wiederholsituation.