Beiträge von jfherden

    Jede Angriffssituation im Rückraum ist verschieden. Ein Durchlaufen des Kreises ist immer gleich.

    Zitat

    Original von T.N.T.
    Alles andere geht mir hier zu sehr in die Richtung "Du bekommst jetzt eine Strafe, weil Du nicht das machst, was ich will!" - oder auch "Willkür", die nicht im Regelwerk verankert ist.


    Vorsicht, als Willkür bezeichne ich Regelverstöße.

    Warum ist das wiederholte Betreten des Abwehrspielers nach Erl.5 unsportlich, das wiederholte Betreten des Angreifers aber nicht?

    Nicht dass ihr mich hier falsch versteht: Ich bestrafe nicht grundsätzlich, aber ich sehe durchaus die Möglichkeit, bei hartnäckigen Wiederholungstätern zu bestrafen.

    whv-handballer:
    Moment, wir sprechen hier von zwei verschiedenen Dingen:
    1) Vortäuschen einer Regelwidrigkeit: Spieler hakt sich - wie schon beschrieben - beim Gegner ein. Der Gegner hat damit aber keinen Regelverstoß begangen.
    2) Herbeiführen einer Regelwidrigkeit (meinetwegen auch provozieren einer Regelwidrigkeit): Hier stellt sich ein Spieler bspw. einem in der Bewegung befindlichen Spieler in den Weg und nimmt eine regelkonforme Abwehrstellung ein. Als Folge begeht der Angreifer ein Stürmerfoul.

    Außerdem wäre ich vorsichtig mit solchen Strafen: Handball ist schnell und sehr emotionsgeladen. Da "überreagiert" schon mal der eine oder andere Spieler und regt sich auf, wenn er was "abbekommen" hat. Das würde ich nicht per se als Schauspielerei werten. Oft kristallisiert sich aber heraus, dass einige wenige Spieler sehr oft schauspielern.

    In Holland hatten wir mal eine Situation, da hat ein Spieler einen "auf die Nase" bekommen, krümmte sich 2-3 Minuten vor Schmerzen. SR pfiffen TO, irgendwann stand er wieder auf, SR pfiffen wieder an. Er stürmte sofort auf den Ballführenden zu und wollte ihn attackieren, als ob nichts passiert wäre. Den SR war das zu bunt, pfiffen erneut ab und gaben ihm Rot. Gut, das ist gut 10 Jahre her, passt aber gut zu der Regel.

    Zitat

    Original von Arcosh


    dann müsstest du eigentlich auch jeden Angreifer bestrafen, der 4 Schritte macht um zum Torerfolg zu kommen oder einen Außenspieler der von ausserhalb des Spielfeldes anläuft um einen besseren Wurfwinkel zu bekommen.
    [/quote]
    Nein, weil jede Angreifersituation anders gelagert ist und keine definitierte Wiederholsituation (wie es Erl. 5 ja fordert) erkennbar ist. Wenn der gleiche KL aber immer wieder durch den Kreis läuft, dann ist das eine solche Wiederholsituation.

    Die meisten Kempas, die ich bislang gesehen habe, sind aus TG heraus entstanden. Und das auch nur bei sehr wenigen Spielen, die schon sehr klar entschieden waren.

    EDIT: Aber ich würde einen Kempa nicht in dem Sinne abpfeifen ;)

    Zitat

    Original von SteamboatWillie
    Wofür genau bekam sie die 2min?


    Allein das "schauspielern" reicht dafür schon aus:

    Zitat


    5:2
    c) Versuch, die Schiedsrichter durch "Schauspielerei" zu irritieren (z.B. Vortäuschen einer Regelwidrigkeit);


    Und die Bestrafung des KL sehe ich analog zu zur Erläuterung 5:1, die Eisbeer ja schon zitiert hat:

    Zitat


    5:1 Wenn Abwehrspieler grundsätzlich den Torraum für ihre Abwehrposition nutzen (nicht gemeint ist das zufällige Betreten des Torraums im Rahmen der Abwehraktion gegenüber einem in Wurfposition befindlichen Angreifer).


    Die Aufzählungen sind alle nicht abschließend, und ich finde ein Verhalten des Angreifers, der absichtlich den Kreis durchquert, um sich einen Vorteil zu verschaffen, genauso unsportlich wie den Abwehrspieler, der absichtlich den Kreis nutzt.

    Ich schätze mal, dass er auf eine Nebendiskussion im anderen Thread abzielt, der darauf aufbaut, dass Regel 7:12 folgenden Inhalt aufweist:

    Zitat


    In besonderen Situationen (z.B. bewusstes Auslassen einer klaren
    Torgelegenheit) können die Schiedsrichter auch ohne vorheriges
    Warnzeichen auf Freiwurf gegen die ballbesitzende Mannschaft entscheiden.


    Und dem Kempa geht i.a.R. eine klare Torchance des abspielenden Mitspielers voraus.

    Zitat

    Original von SteamboatWillie
    Das hört sich für mich fast schon so an als würdest du bewußt nach Gründen suchen einen Spieler bestrafen zu können. Das hat für mich nichts mit pfeifen zu tun.


    Für mich hört es sich nicht so an. Ich persönlich halte es durchaus für unsportlich, gegen die Regeln zu verstoßen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Am Anfang steht sicher immer die Ermahnung an den Spieler, dies zu unterlassen. Aber wenn der Spieler daraus nichts lernt, sehe ich keine Probleme mit der Progressionsreihe. Spätestens nach der ersten Hinausstellung wird er es unterlassen.

    Zitat

    Original von SteamboatWillie
    Aber kannst du dem Spieler wirklich absicht unterstellen


    Naja, wenn der Spieler durch den Kreis läuft und danach den Ball kriegt oder den Weg für einen Mitspieler freisperrt, ist die Vorteilsnahme klar und deutlich erkennbar.

    Zitat

    Original von berndo
    Achja: In BaWü gibt es bis zur BWOL (mithin auch in der darunter angesiedelten Württembergliga) KEINE neutralen Z/S (es sei denn es handelt sich um Ausnahmefälle, weil mal was vorgefallen ist)


    Und erst recht keinen Technischen Delegierten, oder?

    Zitat

    Original von Dany
    diese stand auch schon weiter oben im Thread wenn du alles liest


    Das fett markierte ist das große Problem. ;)

    Mal ganz provokant gefragt: Wo steht, dass die SR nicht entscheiden dürfen, dass die 2. HZ erneut angepfiffen wird? Sie haben die Zeithoheit und stellen diese Zeit auf Grund eines Faux-pas des KG auf Null zurück. So what?

    Ich sehe da weniger Probleme, da die SR nach Regel 17:9 die "Zeithoheit" haben:

    Zitat


    17:9 Beide Schiedsrichter sind für die Kontrolle der Spielzeit verantwortlich. Entstehen Zweifel über die Richtigkeit der Zeitmessung, treffen die Schiedsrichter eine gemeinsame Entscheidung (siehe auch 2:3).

    Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und sage, dass dem Spieler nichts anzulasten ist. Die genaue Zeit haben die SR und das KG. Wenn ein ZN den Spieler zu früh hineinschickt, hat er zwar einen Regelfehler begangen, aber analog zu Regel 15:5 (vorletzter Satz):

    Zitat


    Pfeift der Schiedsrichter den Wurf trotz falscher Aufstellung der Spieler an, so sind diese Spieler voll aktionsfähig.


    hat der Spieler nichts falsch gemacht.

    Worauf soll der Spieler sich denn verlassen können, wenn nicht auf Angaben vom KG.

    Auf der anderen Seite: Wenn es so "einfach" wäre (und keine Strafe nach sich ziehen würde), würde in der Basis jeder Zeitnehmer seine eigenen Leute 10 Sekunden früher reinschicken. ?(

    Ich sehe nicht nur einen Unterschied zwischen "parteiischem"/unparteiischem Kampfgericht, sondern auch zwischen Zeitnehmer und techn. Delegierten. Der letztere ist ja so etwas ähnliches wie der vierte Offizielle bei internationalen Fußballspielen, also quasi ein weiterer Schiedsrichter.

    Solch eine Dq durch "Hörensagen" halte ich i.Ü. für äußerst zweifelhaft. Denn damit wird der Manipulation Tür und Tor geöffnet. Wie schnell geht ein Spiel für Mannschaft A den Bach runter, wenn der Trainer so "rausfliegt"?

    EDIT: Wenn weitere Zeugen für die Beleidigung (z.B. bei einem "unparteiischen" KG der Sekretär) existieren, sehe ich i.Ü. keine Bedenken an einer Dq.

    EDIT2: Und zu langsam ;)

    So hätte ich es auch gehandhabt. Da ich selbst keine Beleidigung gehört habe, kann ich nur den Einwand in den Spielbericht eintragen. Die spielleitende Stelle wird sich schon drum kümmern, wenn so etwas öfters vorkommt (also bei verschiedenen Kampfgerichten mit dem gleichen Trainer). Ansonsten: Pech gehabt. Wobei ich als SR (wenn der Trainer die Beleidigung nicht gerade geflüster hat) auch immer ein (halbes) Ohr für Äußerungen der Trainer habe.

    Zitat

    Original von Kreislegende
    Also wäre das sogar von Vorteil, weil es ja das letzte Spiel ist und danach ja die Pause ist... cool... dann kann ich ja genüsslich draufhauen :lol:... ist nur spass


    Es soll auch schon Einzelfälle gegeben haben, bei denen eine längere Sperre verhängt wurde, wenn so etwas erkennbar ist.

    Aber findet jemand einen Regelbezug zu Frage 1? Ich finde in der Regel 13:1 nur, dass die SR das Spiel für den FW unterbrechen. Wie sie das tun, steht dort nicht . Theoretisch (!) könnte man auch sagen, dass sie gar nicht zu pfeifen haben, dazwischenbrüllen würde auch reichen ;)

    Zitat

    Original von Postfan
    Ein Pfiff für die Gelbe Karte muss nicht sein, würde ich aber fast immer dazufügen, auf Grund der schon genannten Aufmerksamkeit. Vielleicht pennt das Kampfgericht oder ...


    Wenn du den zusätzlichen Pfiff für die Gelbe Karte (da halte ich ich zwei oder mehr kurze Pfiffe übrigens für eindeutiger) vom eigentlichen Pfiff "absetzt", kann es wieder eindeutig sein.

    Genau deshalb sind 2 Pfiffe im ersten und 3 Pfiffe im zweiten Fall falsch.

    Stell dir vor, dass ein Angriffsspieler gefoult wird, beim Torwurf im Kreis steht und der Ball noch reingeht. Da durch das Betreten des Kreises Freiwurf folgen muss (kein Tor gegeben werden darf), ist ein Doppelpfiff irritierend und falsch.

    Und wenn du bei einem anerkannten Tor dreimal pfeifst, stoppt der Zeitnehmer die Zeit, wenn der denkt, dass er das Handzeichen übersehen hat und das Tor wird nicht eingetragen. Hier ist ein Dreifachpfiff ebenso irritierend und falsch.

    Oder zeigst du mir noch irgendwelche Anweisungen oder Regelzitate, die deine Meinung belegen?