Beiträge von jfherden

    Naja, wie ulle schon geschrieben hat, ist das Sportgericht hier zu einem ziemlich komischen Ergebnis gekommen.

    Zitat

    Original von ALausH
    [...] da sie nach Aussage der Zeugen erst nach dem Platzverweis erfolgten (und dass sie als Begründung für den Platzverweis eingetragen waren, fand das Sportgericht nicht sonderlich witzig).....

    Nach Regel 16:12 wird bei mehreren Verstößen in Folge vor dem Wiederanpfiff nur der schwerwiegendste bestraft. Das ist in dem Fall ganz klar die SR-Beleidigung. Dass der Spieler vorher schon Rot gesehen hatte, ist in dem Fall doch völlig irrelevant. Für die SR-Beleidigung hätte er spätestens Rot sehen müssen, und für evtl. Strafen ist eben diese am interessantesten, weil das Revanche-Foul weniger Sperre nach sich ziehen müsste, als SR-Beleidigung.

    Ja gut, die Idee mit dem Foto ist vielleicht ein wenig komisch. (Insbesondere stell ich mir Wollis Beschreibung gerade bildlich vor)

    Aber die vorherige Prüfung ist einfach die beste Möglichkeit, sich vor solcher Sch... zu schützen.
    Man muss ja auch nicht mit Maßband usw. auflaufen. Das wird wohl jeder Handballer im Auge haben, ob da ein Ball durchpasst oder nicht. Und im Zweifelsfalle mit nem Ball ausprobieren.

    Außerdem wird kein SR vorher verweigern, dass ein Loch zugemacht wurde. Im beschriebenen Beispiel war es doch nur so, dass es den beiden peinlich war, einen Fehler zuzugeben.

    Das ist aber immerhin schon mal ein Ansatz. Ich denke auch nicht, dass man den SR, die durch den Test durchfallen, den Schein wegnehmen will. Oftmals tut gerade den älteren Kollegen ein klein wenig Nachhilfe in modernen Regeln gut, denn die haben teilweise noch die Regeln von vor 30 Jahren im Kopf.

    Wenn man erstmal rauskriegt, wer wo Schwächen hat, dann kann man gezielt was gegen machen. Solche Regeltests in Verbindung mit sporadischen objektiven Beobachtungen und regelmäßigen Mannschaftsbewertungen wären glaub ich sinnvoll, um unsere Leistungsquote aufzubessern.

    Denn Spurtstärke kann Erfahrung nicht unbedingt ersetzen. Viele ältere Kollegen haben halt nur die alten Regeln im Kopf.

    Und wenn es an das Lernen von neuen Regeln geht, streichen sicher auch einige die Segel, die sich das nicht mehr antun wollen. Damit wollen sich sicher einige nicht mehr belasten...

    Also haben wir hier eine Auslese... Zwar mehr zufällig, aber immerhin...

    Schiri und Gegner-Trainer mit draufstellen... Wenn die SR der Meinung sind, dass das Tor in Ordnung sei, dann haben sie damit auch kein Problem.

    Mal abgesehen von den Handykameras kenn ich viele Trainer (schon im Kreis), die die Spiele ihrer Mannschaft auf Video aufzeichnen.

    Mal abgesehen von der Manipulierbarkeit des Fotos ist die Frage, was mir das Foto bringt, wenn ein Einspruch eh keine Aussicht auf Erfolg hat. Nur, um den SR einen reinzuwürgen? Ein riesiger Aufwand, den kaum einer treiben wird.

    Schließlich bleibt es wieder daran hängen: Vorher anschauen und bemängeln. Notfalls darauf bestehen, dass der SR das in den Bericht mit aufnimmt. Ich denke, im Vorhinein wird kein SR etwas dagegen haben, wenn man ihn freundlich darauf hinweist. In dem geschilderten Beispiel war es den beiden sicherlich peinlich, dass sie es übersehen haben.

    Wer einmal solche Erfahrungen gemacht hat, wird sich angewöhnen, vorher darauf zu achten. Das ist der kleinste Aufwand. Notfalls nimmt man selbst etwas Tape zur Hand und macht das Loch zu. Da wird auch keiner was gegen haben, der nicht manipulieren will.

    Ich halte das nicht für so toll, denn wie Bernd schon geschrieben hat, gibt es etliche Kollegen in dem angesprochenen Altersbereich, die super pfeifen (auch durchaus auf dem Stand von heute sind). Sicherlich gibt es auch einige, die sollten es lieber lassen. Aber die gibt es auch mit 25, 30 oder 35 oder in egal welchem Alter.

    Ich denke man sollte eher eine anders geartete Leistungskontrolle einführen. Beobachter auf Kreisebene loszuschicken kann sich sicherlich der reichste Kreis in Deutschland nicht leisten. Oder es läuft alles Ehrenamtlich... Ich denke eher an Mannschaftsbewertungen.

    Mit der Altersgrenze schubsen wir nur einen Teil unserer Kollegen über Bord (und stoßen ihnen damit vor den Kopf), allerdings kriegen wir keine bessere Leistungsquote, denn wir schubsen sehr gute und schlechte Kollegen über Bord. Ob uns damit geholfen ist?

    Also erstmal würd ich als MV selbst vorher die Tore kontrollieren, auch wenn ich Gast bin. Den Heimverein und die SR dann darauf hinweisen, dass da ein Loch ist. Als Heimverein sowieso drauf achten, dass die Netze in Ordnung sind.
    Im Nachhinein wäre ein Foto sinnvoll, wenn die SR allen Ernstes davon überzeugt sind, dass das Netz in Ordnung ist. Dann ein schriftlicher Bericht. Ich denke aber auch, dass ein Einspruch keine Aussicht auf Erfolg hat.
    Wie gesagt: Vorbeugen ist besser als das Nachsehen haben...

    Die normalen runden Stoppuhren sind ja das kleinste Problem, die kann ja fast jeder bedienen, aber diese öffentlichen Zeitmessanlagen funktionieren ja eh alle anders... Deswegen soll ja der Heimverein den Zeitnehmer stellen, damit sich wenigstens einer mit der Uhr auskennt.

    Zitat

    Original von Schwaniwolli
    Gehen wir einmal davon aus, für beide Spieler wäre es die dritte Hinausstellung und die Spieler werden daraufhin disqualifiziert. Jeder einigermaßen regelsichere Offizielle legt nach Spielende sofort Einspruch gegen diese D ein. Bei zwei D, die eindeutig nicht im Einklang mit den Regeln stehen, gehen diese Einsprüche auf alle Fälle durch.

    Gut, was sind die Konsequenzen der durchgegangenen Einsprüche? Eine Aufhebung der evtl. auferlegten Sperren (die bei 3x2 sowieso nicht kommt :pillepalle: ) Also ist doch die Frage ob jeder Offizielle Einspruch einlegt, denn Einsprüche kosten Geld, oder nicht?

    Zitat

    Original von Schwaniwolli
    Gehen die Rechtsinstenzen davon aus, dass der SR diese Zeitstrafen bewußt wg. Haftmittelbenutzung ausgesprochen hat, kann dies zur Folge haben, daß die Kosten für das Wiederholungsspiel dem betreffenden SR unter Vereinshaftung auferlegt werden.

    Wiederholungsspiel? Weil die Roten Karten wegen 3x2 spielentscheidend waren? Außerdem bin ich der Meinung, dass die Rechtsinstanzen alle Beteiligten anhören (üblicherweise schriftlich) müssen. Dass da die Beteiligten Spieler sich rumwinden und (um es vorsichtig auszudrücken) Halbwahrheiten (oder teilweise (selbst erlebt) glatte Lügen) erfinden, ist doch nix neues.

    Wenn ich eine Rote Karte wegen 3x2 (wiederholte Unsportlichkeit) gebe, muss ich die nicht mal explizit begründen, oder hab ich da was falsches gelernt? Und entscheiden die Rechtsinstanzen auf Grund von Aussagen von subjektiven Offiziellen oder Spielern, warum die 3. Zeitstrafe gegeben wurde, auf Stattgebung des Einspruchs?

    Zitat

    Original von Schwaniwolli
    Spätestens beim zweiten Mal hören die Mannschaften damit auf, da z.B. im BHV eine Erststrafe von 200,00 EURO bei jedem weiteren Eintrag der SR sich bis auf 1.600,00 EURO erhöht. So viel Harz kann man in vielen Jahren nicht aufbrauchen.

    Naja, sagen wir in einer Saison wird bei Mannschaft A (dreimal Heimmannschaft) von einem SR jedes Mal im Bericht die Haftmittelbenutzung eingetragen. Obwohl die Gastmannschaft B geharzt hat. Da wird der falsche bestraft, zumal er nicht damit aufhören wird.

    Wie oft muss denn eingetragen werden, dass 1600€ erreicht werden?


    auch nen guten Rutsch ins Neue Jahr....... ;)

    BerndO: Bislang spreche ich hier hypothetisch, denn bislang haben entsprechende Anweisungen, das Harzen sein zu lassen und Androhungen, die Dosen einzukassieren, gewirkt. Vom Eintrag ins Spielformular rede ich gar nicht, der ist selbstverständlich.
    Ich sehe keinen Grund dafür, in Teufels Küche zu kommen, vielleicht erläuterst du das mal genauer, was du damit meinst. Es ist bei einem anderen Thema etwas deutlicher durchgedrungen als hier: Ich kann jeden Scheiß bestrafen, sofern ich eine gute und nicht gelogene Begründung dafür schreibe. Und sofern ich damit oder mit der Strafe nicht gegen die Regeln verstoße, komme ich auch nicht in Teufels Küche, denn da kann mir keiner was.
    Auch wenn ich jemandem für die Dauer des Spiels die Harzdose wegnehme, fürchte ich keine Konsequenzen. Wie bereits angesprochen, muss es erst eine Anzeige/Klage geben, und selbst dann wird sich wohl jeder Staatsanwalt über die Klage schlapplachen.
    Dass eigentlich alle SR die Regeln und Ordnungen gleich auslegen sollten, ist auch klar. Aber dass das in der Realität unmöglich ist und sogar in der Bundesliga total differieren kann, sollte jedem bewusst sein. Da halte ich ein Drängen auf Einheitlichkeit bei relativ hypothetischen Themen für unangebracht. Ich denke jeder von uns kann mindestens 10 Themen aufzählen, die von verschiedenen SR unterschiedlich bewertet werden. Es kommt dabei sehr auf die Frage an, was sich einzelne SR gefallen lassen.
    Noch eine Frage: Wieso sollten "insbesondere solche Sachen" von allen SR gleich gehandhabt werden? Und wieso werden nicht andere (wichtige) Themen wie schneller Anwurf usw. nicht von allen SR gleich gehandhabt? Weil Theorie und Praxis durchaus unterschiedlich sein können.
    Ich schreibe hier, was ich mir als maximale Stufe der Handlung beim Haftmittel-Vergehen vorstellen könnte. Meistens reicht die Androhung von weiteren Konsequenzen schon aus.

    @HC: Ich gebe Lasse Recht, dein Vergleich zwischen Brustnummern und Haftmittel hinkt deutlich. Denn die Wiederholung, von der du sprichst (nach vier Wochen), ist für uns SR völlig bedeutungslos, schließlich endet die Aufsicht über das Verhalten der Spieler mit dem Verlassen der Wettkampfstätte (Regel 17:2). Zumal ist die Beflockung der Trikots und das Benutzen von Haftmitteln vom Aufwand her schon ein kleiner Unterschied (Haftmittel kannst du mit entsprechenden Mitteln wie z.B. Duschgel relativ leicht entfernen, bei Brustnummern sieht die kurzfristige Änderung während des Spiels etwas schwieriger aus).
    Und dass ich über Ordnungswidrigkeiten keine persönlichen Strafen vergeben kann, ist auch klar. Ich bestrafe ihn ja nicht fürs harzen, sondern dafür, dass er meiner Anweisung, kein Harz zu benutzen, im Wiederholungsfalle nicht folge leistet.

    ALausH:
    Ja eben weil wir Spielleiter sind, haben wir andere Aufgaben, als unmotivierte Jungs in der Halbzeitpause anzulernen, die eigentlich gegen ihren Willen dort hingesetzt wurden, weil kein anderer sich den Job antun wollte.
    Dafür gibt es Z/S-Lehrgänge und ich erwarte als SR, dass ich jemanden dort sitzen habe, der bis 2 zählen kann und ein paar Knöpfe an der Uhr bedienen kann. Ich habe nebenbei immer mal wieder an den Z/S-Tisch geschaut, weil ich so etwas befürchtet habe. Und siehe da: Er hat mehr in der Gegend Löcher in die Luft gestarrt als dass er auf das Spiel geschweige denn die Uhr geschaut hat. Zumal hat er vor dem Spiel relativ von sich selbst eingenommen abgewunken mit den Worten: "Weiß ich alles".
    Dass es auch anders geht (auch mit unerfahrenen Z/S) hat das Spiel an dem gleichen Tag direkt davor gezeigt. Sowohl Z als auch S haben vor dem Spiel Fragen gestellt, die erkennen ließen, dass eine gewisse Leistungsbereitschaft da ist. Bei der ersten 2-Min-Strafe bin ich auch zum Tisch hin und habe denen nochmal ganz genau erklärt, wie das einzutragen ist und worauf sie zu achten haben. Das Spiel lief völlig reibungslos ab. Und der Z war mit Sicherheit 4 Jahre jünger (etwa 12).
    Wenn ich ein Kampfgericht habe, das seine Aufgaben nicht nachkommen kann, dann kann ich das Spiel auch gleich alleine leiten. Da hab ich weniger Arbeit, als wenn ich irgendwelchen unmotivierten Jugendlichen erklären muss, dass eine 2-Minuten-Strafe nach 2 Minuten abgelaufen ist.

    Zum Thema Wechselfehler denke ich, dass von jeder Mannschaft ein Vertreter am Zeitnehmertisch sitzt, so dass jeder Vertreter die gegnerische Mannschaft im Auge behalten kann.
    Hatte neulich auch nen relativ jungen Zeitnehmer und eine etwas erfahrene Sekretärin. Der Junge hat zwar, als ich ihm alles erklären wollte, abgewunken und gesagt: "Weiß ich alles". Aber bei der ersten Zeitstrafe hab ich die Zeit mit genommen und siehe da: Verpennt. Gott sei Dank war es seine eigene Mannschaft, die er da benachteiligt hatte. Also ich ihn und seine Beisitzerin ermahnt, dass sie auch ein Auge auf seine Arbeit hat und weiter gings.
    Der Rest der ersten Halbzeit verlief ruhig, zur Pause hat er vergessen, nach der Stoppuhr, die vor ihm stand, abzupfeifen. Seine Mannschaft hat uns SR dafür verantwortlich gemacht: "Ey Schiri, die Spielzeit ist doch schon längst vorbei". Zu allem Überfluss hatte der Zeitnehmer wohl ein Time-Out übersehen/überhört, also stimmte seine Zeit nicht einmal. In der Halbzeitpause habe ich mich mit meinem Partner abgestimmt, den Jungen auszuwechseln.
    Naja, beim Wechselfehler fällt mir noch der IHF-Brief 5 ein. Darin steht auch, dass bei der Bewertung gesunder Menschenverstand eingesetzt werden sollte. Sprich dass es nicht auf einen oder zwei cm ankommt.