Beiträge von jfherden

    Das musst du sowieso zivilrechtlich tun, das hat mit der Versicherung wenig zu tun. Dafür brauchst du eh Zeugen. Eine Eintragung "Spieler XY vom Verein Z hat in der 24. Minute einen Kieferbruch erlitten" hat da wenig Wert.
    Ich werd mich hüten, eine Wertung da rein zuschreiben als SR.

    Für Ruhe und Ordnung bin ich verantwortlich, aber nicht für die Verletzungen der Spieler. Natürlich gabs schon Verletzungen, in Spielen, die ich geleitet habe. Aber es hat noch nie jemand verlangt, dass ich es eintrage.
    Welche Versicherung soll denn überhaupt nachfragen? Doch allenfalls eine Vereinshaftpflicht, falls im Verein so etwas existiert. Unser Verein hat so etwas nicht, ansonsten reicht für die Versicherung ein Unfallbericht (wie wenn es beim Training passiert).
    Die private Haftpflichtversicherung interessiert nicht, wo und wann es passiert ist. Der wird eine Verletzung angezeigt, meist ebenfalls mit einem Unfallbericht.

    Also: Welche Versicherung interessiert sich für den Spielbericht? Weiß jemand was genaues? Sprich, irgendwelche konkreten Fälle, keine Spekulationen?

    Zitat

    Original von JOGI73
    Du bist als SR für die Gesundheit der Spieler verantwortlich!

    Die sind dafür verdammt noch mal selbst verantwortlich. Warum sollte ich dafür verantwortlich sein, wenn die sich gegenseitig die Rübe einkloppen?

    Dany: Auf dem SR-Bericht (rechter Teil des Bogens) steht u.a. "gemeldete Verletzungen". Das bedeutet, dass du als SR die Verletzungen einträgst, die dir gemeldet werden. Du von dir aus kannst sicherlich jeden eingerissenen Fingernagel eintragen, musst aber nicht. Bis jetzt ist bei mir noch nie jemand auf mich zugekommen und wollte eine Verletzung eingetragen haben.

    Zitat

    Original von ChrisG
    Die neue 10:3 ist doch köstlich, oder ?


    Wie soll man denn den Anwurf ausführen, wenn man sich nicht bewegen darf, sobald der Fuß die Linie berührt ? ?( Klar, der Sinn ist, dass der Fuß stehen bleiben soll und der Anwurf im stehen und nicht im laufen ausgeführt wird, aber die Regel sagt eindeutig, dass sich der Spieler nicht bewegen darf. Demnach muss er den Ball an der Stelle fallen lassen und ein anderer Spieler muss den Ball dann aufnahmen. :wall:


    Wobei der Spieler zum fallen lassen des Balles auch seine Finger bewegen muss, um die Hand zu öffnen. Es sei denn er wartet solange, bis der Harz den Ball freigibt. Nur da muss man halt mit den 3Sekunden aufpassen. :lol:

    Aber im Ernst: Redaktionelle Änderungen gabs bei den letzten Regeln von '01 auch in letzter Minute per "Flugblatt".

    Zitat

    Original von TLpz
    Erstmal würde ich dem Angreifer A mangelnde Cleverness unterstellen ;-), wenn er unter diesen Umständen das leere Tor nicht trifft. Dafür noch belohnen?

    [ironie]
    Lösung: FW für B und Rot wegen Dummheit für Angreifer A
    [/ironie]

    Fritz: Hast du irgendwas gegen mich? Was ich damit nur aussagen wollte, ist dass die Texte, die du hier reingestellt hast, nicht die endgültigen Regeltexte sind. Die endgültigen Regeltexte muss man als "normalsterblicher" Mensch (auch als SR, falls du die Anspielung machen wolltest) 3x durchlesen, damit man sie versteht.

    Bei uns wird schon seit Jahren kein Pass mehr eingezogen. Die etwaige Sperre greift, der Schuldige kriegt Info darüber. Wenn er wieder aufläuft, ist es sein Problem, die spielleitende Stelle wirds schon rausfinden. Und dann ist die Kacke am dampfen.

    Nr. 7 finde ich wie berndo schon beim ersten Mal FW-würdig

    Nr. 9 ist doch schon länger so gehandhabt, oder?

    Nr. 8 finde ich äußerst interessant, nicht wahr Todde, berndo und TNT ;)

    Nr. 14 ist wirklich ein wenig krumm übersetzt, wobei ich denke, dass die Texte nicht die künftigen Regeltexte sind, sondern für "normalsterbliche" Spieler geschrieben wurden.

    Ansonsten vermisse ich teilweise auch die Parallelen zu den IHF-Vorschlägen/Texten

    EDIT: Hier wurde mal die deutsche Übersetzung der IHF-Texte gepostet, nochmal als Anhang hier

    Zitat

    Original von berndo
    Ich bin mir aber nicht sicher, wie es aussieht, wenn der TW auf der Linie steht (ein Fuss innerhalb der andere ausserhalb des Torraums - TW oder Feldspieler?)

    Feldspieler: Regel 5:3: "den Torraum ohne Ball zu verlassen und im Spielfeld mitzuspielen. Er unterliegt in diesem Fall den Spielregeln für die im Feld spielenden Spieler.
    Der Torraum gilt als verlassen, sobald der Torwart mit irgendeinem Körperteil den Boden außerhalb der Torraumlinie berührt."

    Aber ansonsten: Abwurf, solange er keine Regelwidrigkeit begeht. Wenn er eine Regelwidrigkeit begeht, 7m.

    Aber ich frage mich: Wenn TW B am 9m Angreifer A begegnet, warum wirft A nicht kurz vor dem Zusammentreffen den Ball aufs Tor, meinetwegen als Heber. Wenn das Tor doch frei ist.

    @TNT:
    Es geht mir auch nicht primär um die Zeit, es geht nur darum, eine direkte Wirkung des Vorteils abzuwarten. So wie du die direkte Wirkung eines 7m abwarten musst. Die direkte Wirkung ist aber ganz sicher nach 2-3 Sekunden eingetreten, deshalb die Hilfe mit der Zeit.

    Zitat

    Original von T.N.T.
    Fraglich ist doch vielmehr, ob derjenige, der dann durch das Vorteil gewähren, den Ball bekommen hat, kontrolliert weiterspielen konnte.

    Eben genau das denke ich ist in dieser Situation nicht möglich (situationsbedingt kann es sicher anders aussehen). Denn stell dir vor, du wirst in der Luft gefoult. Meinst du, dass du normalerweise einen Pass spielst, den dein Mitspieler kontrolliert weiterspielen kann? Ich glaube kaum, das dass funktioniert.

    BerndO: Aufgabe von SR ist unter anderem, unpopuläre Entscheidungen durchzusetzen.

    Zitat

    Original von berndo
    Wie Todde schon schrieb: Es ist hypothetisch, da nicht klar ist, ob RR den Ball ohne Probleme (die evtl. aus dem Vergehen an RL resultieren) hat fangen können. Davon bin ich zugegebenermassen ausgegangen.
    Ansonsten definiere "gewisse Zeit"! Wenn ich der Meinung bin er hätte den Ball ohne Probleme fangen können und er fällt ihm auf den Fuss gibts auch FW gegen den Angreifer.


    Klar kann man alles irgendwie totdefinieren und auf die Situation kommt es auch an, klar. Dennoch ist die Vorteilsregel dafür da, einem Angriff trotz klaren Regelverstoßes des Gegners die Möglichkeit zu einem erfolgreichen Abschluss zu ermöglichen. Und da sehe ich in strittigen Situationen eher eine Lösung des Problems zu Gunsten der Angreifer.
    Wenn du die Situation so pfeifst, wie du beschrieben hast, dann kommt es für alle so rüber (und ist auch faktisch so), dass du das erste Foul bewusst nicht gepfiffen hast. Das wäre ein Regelverstoß, und ich glaube auch nicht dass du dich damit rausreden kannst: "Ich wollte ihm doch den Vorteil lassen." Eben genau den pfeifst du ihm dann weg.

    Nochmal zur Zeit: Klar gibt es keine feste Zeit, aber einen Zusammenhang zwischen den Aktionen erkennt man nach 5 Sekunden "herumgespiele" nicht mehr. Also so in etwa 1-2 Sekunden.

    Allgemein zur Situation: Die ist sicherlich nicht bis in alle Einzelheiten beschrieben, aber wie ich es schon geschrieben habe: Eine Attacke in der Luft führt meist zum Verlust der Körperkontrolle. Wer dann noch einen Ball so genau spielt, dass das dann auch noch passgenau gefangen werden kann: Bravo. Das kommt doch so gut wie nie vor. Also ist der Pass eines in der Luft gefoulten Spielers sehr ungenau.
    Um diesen ungenauen Pass fangen und verwerten zu können, muss der Angreifer sich auf den Ball konzentrieren. Wenn er in dieser Konzentration auf den Ball den Gegenspieler umrennt oder anspringt, dann gehe ich davon aus, dass er das nicht gemacht hätte, wenn er sich nicht um die erschwerte Annahme des Balls hätte kümmern müssen.

    Zitat

    Original von berndo


    Davon war doch überhaupt nicht die Rede, oder doch?


    Nein, aber die Progression kann man durchaus geben, je nachdem, ob er fahrlässig gehandelt hat oder nicht, etc.

    Durch eine Attacke in der Luft verlierst du in 99,8% aller Fälle die Körperkontrolle. Es sei denn du rechnest damit, was ich aber eher weniger glaube.

    Und dass ein Pass auf einen Gegenspieler von einem (in der Luft) gefoulten Spieler genau kommt, ist wiederum wieder sehr unwahrscheinlich.

    Aber wie du gesagt hast: Es kommt auf die Situation an. Aber wenn wir das bei jeder nicht ganz ausgefeilten Beschreibung schreiben, haben wir bald nix mehr zum Schreiben.

    Wie ich auch geschrieben habe, hängt es von der Situation ab. Als SR hat man schon so ne Nase dafür, wem man was erzählen kann und wem nicht. Bei der letzteren Kategorie hält man lieber die Klappe.

    Da bin ich nicht mit dir nicht ganz einer Meinung.

    Wenn zwischen den Aktionen eine gewisse Zeit liegt, also beide Aktionen getrennt voneinander gewertet werden können, dann ist es sicherlich Stürmerfoul.

    Aber wenn die beiden Aktionen so nahe beieinander liegen, dass sie sich gegenseitig beeinflussen, ist denke ich der Vorteil nicht ausgeschöpft.
    Hätte der RR das Stürmerfoul ebenfalls begangen, wenn er einen vernünftigen Pass vom RL bekommen hätte? Ich denke nicht, es sei denn er hat es absichtlich begangen.

    Wenn der Vorteil immer so konsequent interpretiert würde, wie du es geschrieben hast, dann auch in der folgenden Situation:

    Spieler wird während des Sprungwurfes attackiert, kann aber den Ball (mehr leidlich als alles andere, weil er gefoult wurde) noch Richtung Tor am TW vorbei werfen. SR gibt Vorteil, weil der Ball ja ins Tor gehen könnte. TW ist aber schnell und vereitelt das Tor noch rechtzeitig vor der Linie und lenkt den Ball ins Toraus.

    Deiner Auslegung zu Folge würde es hier (weil der Vorteil konsequent laufen gelassen werden) Abwurf geben. Kann es aber nicht, sonst wäre der Vorteil kein Vorteil sondern ein Nachteil.

    So auch hier, wie ich meine. Der Vorteilsgedanke würde ja sonst zu einem Nachteil für die Angreifer werden. Denn die erste Attacke würde nicht geahndet werden, vielmehr folgt noch der Ballverlust. Denn wenn du die erste Attacke in der Luft bereits gepfiffen hättest, wäre das zweite Foul nicht als spielrichtungsentscheidend zum Tragen gekommen (selbst wenn er noch in den Gegenspieler gesprungen wäre).

    Über Progression für den RR, der das "Stürmerfoul" begangen hat, kann man sicherlich reden.

    Meine Lösung sieht in dieser Situation gänzlich konfliktfrei aus: Pfiff und TO bei der ersten Attacke. Das Gefährdungspotenzial wäre mir hier viel zu groß, denn ein unkontrollierter Sturz auf den Hallenboden ist nie schön. Je nach Situation (klare Torchance oder nicht) 7m oder FW und abschließend eine "Duschmarke" für den Abwehrspieler: ROT wegen 16:6c.

    Klingt in der Tat wenig nach Regionalliga-Niveau, eher nach Selbstdarstellern mit ein paar Konzentrations- und Persönlichkeitsproblemen.

    Zitat

    Original von HVS-SR
    RL MG geht hoch, wird in der Luft geschubst, kann den Ball aber zur RR abspielen, der vorgeht und den vor dem Kreis stehenden Abwehrspieler umrennt. Entscheidung: 7m und 2 min. Tor für MG

    Wobei ich die oben zitierte Entscheidung nachvollziehen kann. Man kann sicher darüber diskutieren, ob der Angreifer nen 7m oder nur nen Freiwurf kriegt. Aber Stürmerfoul ist es irgendwie gar nicht. Denn das Abwehrfoul wurde als erstes begangen. Nach versuchtem Vorteil ist das erste Foul zu geben. Wie gesagt: Ob es 7m ist oder FW, darüber kann man sich streiten, außerdem hängt es von der Situation ab.

    An sich fasst diese Liste genau das zusammen, wie sich ein SR verhalten sollte (also genau das was man im Hinterkopf hat, nur noch nicht aufgeschrieben hat), nur beim folgenden Punkt ist es nicht immer leicht, deshalb sollte man von Situation zu Situation unterscheiden, denn sonst macht man sich selbst zum Affen.

    Zitat

    Original von JOGI73

    Nicht selten wird man als Besserwisser abgestempelt. Denn oftmals wollen die anderen Zuschauer nicht "belehrt" werden, teilweise wissen sie es besser und wollen es durch die rosarote Vereinsbrille sehen.

    Gegen meckernde Zuschauer ist kein Kraut gewachsen, da sollte man sich lieber zurückhalten

    Ich denke, dass Punktabzug und Verlust der Spiele völlig ausreicht. Denn auch ein gegnerischer Trainer hat nichts davon (außer vielleicht persönlicher Genugtuung), wenn der Trainer, der soetwas "verbockt" hat auch noch eine persönliche Sperre erhält. Nur weil er aus Vorsatz handelt.
    Da sollte man gewissen Vorschriften doch einmal hinterfragen. Das mit der goldenen Ananas ist gut.