Beiträge von camelot

    Zitat

    Original von Ronaldo
    Man möge mich für diesen Vergleich steinigen, aber wenn ich Deine Argumentation etwas verlagere, dann gilt:


    "Er hat "Jehova" gesagt!" (s. "das Leben des Brian" :D)

    Zitat

    Wenn ich als Serienmörder aktiv werde, dann werde ich für die ersten beiden Morde nicht bestraft, wenn der Staat dank mangelnder Kontrolle meiner täglichen Aktivitäten mich erst nach dem dritten Mord verhaftet.


    Nein, eben nicht. Aus genau diesem Grund habe ich immer wieder betont, dass ich von einem fahrlässigen Fehler und nicht von einem vorsätzlichen Fehlverhalten ausgehe.
    Sollte ein MV/Verein/Spieler ABSICHTLICH betrügen (Vorsatz), dann ist er auch für vergangene Taten entsprechend zu bestrafen.
    Passiert der Fehler unabsichtlich, dann kommt er aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr vor, wenn der MV/Verein/Spieler unverzüglich kontrolliert und bestraft wird. Somit dürfte/sollte es keine fahrlässigen "Serientäter" geben können (wenn doch, dann sind sie natürlich für fortschreitende Blödheit zu bestrafen, klar).

    Zitat

    Aber bei einer Minderjährigen, die volljährig wird, da kann man schon erwarten, dass darauf geachtet wird - oder eben die Konsequenzen getragen.


    Offensichtlich kann man es doch nicht erwarten. Ergo: Kontrolle tut Not.

    @ Ronaldo zum zweiten
    Ich befürchte, ich drücke mich unklar aus, denn du missverstehst mich:
    ich fordere keinen generellen Überwachungsstaat - auch nicht im HBVF.
    Aber wenn für ein Vergehen drakonische Strafen drohen (hier: Nicht-Aufstieg), es sich also entsprechend des Strafmaßes um KEIN Bagatellvergehen handelt, dann kann der Verband doch nicht hingehen und im schlimmsten Fall KEINERLEI Kontrollmöglichkeiten vorhalten!!!
    Das würde im Bild deines Serientäters bedeuten: Wenn wir einen kriegen, dann sperren wir ihn lebenslang ein. Aber eine Polizei brauchen wir nicht; wir vertrauen erstens darauf, dass keiner killt, und zweitens, dass uns - wenn´s schon einer macht - ein anderer das schon irgendwie sagt.

    Einlass-kontrollierende Grüße
    Camelot

    Zitat

    Original von meteokoebes
    Das Urteil muss meines Wissens dem TuS erst in schriftlicher Form vorliegen, bevor die Einspruchsfrist beginnt.


    OK, dann war ich wohl etwas flott bei der Ad-acta-Legung des Falles.


    Zitat

    Es ist immer eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Im Bereich der HBVF wurden in diesem Jahr um die 500 Spiele durchgeführt. Dort jeden einzelnen Spielbericht auf offensichtliche Fehler zu überprüfen, kostet schon Zeit. Wenn man dann noch ein falsches Datum einträgt und die Spielerin auf einem Landespass zum Einsatz kommt, dann kann das in meinen Augen der Spielleitenden Stelle gar nicht ohne Tipps auffallen. Dafür unterschreiben aber auch die MVs die Richtigkeit dieser Angaben.


    Genau das ist der Punkt: Wenn ich dich richtig verstehe, kann der Verband nicht jede Kleinigkeit kontrollieren, richtig? Ich stimme dieser Aussage auch komplett zu, denn wo wollen wir dann anfangen und wo aufhören.
    Wenn diese "Kleinigkeiten" aber für Auf- und Abstieg, für Punktabzug und Geldstrafen, und was weiß ich noch für was alles verantwortlich werden können, dann sind sie eben keine Kleinigkeiten mehr. Dann sind es wichtige Details, auf deren Kontrolle jeder Verein des HBVF ein Recht haben sollte.

    Insofern stimme ich dir vollkommen zu: Es ist eine Frage der Verhältnismäßigkeit!
    Und in meinem - absolut subjektiven - Rechtsempfinden bedeutet das zwei Möglichkeiten:
    Entweder
    - es sind relevante Sachverhalte, die berechtigterweise bei Fehlverhalten mit entsprechenden Strafen zu ahnden sind - dann muss aber auch entsprechend kontolliert werden
    oder
    - es sind Nebensächlichkeiten, Kleinigkeiten, deren Kontrolle die Möglichkeiten eines jeden Verbandes sprengen würden - dann dürfen aber auch nicht derartige Strafen drohen.

    Zitat

    Gerade das würde mich brennend interessieren ;)


    Ok, eh ich nachher für einen Feuerwehreinsatz verantwortlich bin:
    Warum Teilschuld des Verbandes?
    Nun, hätte die Kontrollstruktur des Verbandes funktioniert, dann wäre Metzingen nach dem ERSTEN Vergehen bestraft worden. Folge: Abzug von 2 Punkten.
    Wie ich bereits an anderer Stelle sagte: Ich gehe immer noch von einem fahrlässigen, nicht aber absichtlichen Fehler der TuS aus. Also wäre dieser Fehler nach einer sofortigen Bestrafung (wie z.B. im Fall "Nellingen") nicht wieder aufgetreten.
    Konsequenz: Metzingen wäre in den Playoff-Rängen verblieben und hätte um den Aufstieg in die 1. Buli gespielt.

    (Ehe es jemand missversteht: Wären in der offensichtlich "hervorragenden" Metzinger Organisation weitere Fehler passiert, hätte man diese selbstverständlich wieder entsprechend bestrafen müssen.)

    @ ronaldo
    Das mit der Ehrenerklärung war i.d.T. ironisch gemeint.
    Aber genauso wenig wie die Dopingfahnder ihre Arbeit nach der Erklärung der Tour-de-France-Fahrer einstellen (hoffentlich), genauso wenig darf doch ein Verband pur darauf vertrauen, dass die Angaben (auch die, die durch eine Unterschrift irgendwelcher MV bestätigt werden) in Spielberichten, etc. schon korrekt sein werden.

    Denn die MV sind nicht - wie du schreibst - ein Kontrollorgan des Verbandes, sondern zeichnen lediglich verantwortlich für die Richtigkeit der Angaben der jeweiligen Vereine. Anderenfalls wären die MV ja ihre eigenen Kontrolleure.

    @ Gino
    Du hast es nicht verstanden. Es ging nicht darum, der TuS Metzingen einen Freibrief für etwaige Schweinereien auszustellen oder sie ihrer Verantwortung zu entheben, sondern um eine offensichtlich dringend notwendige Kontrolle solcher Vorgänge.

    Höchstrichterliche Grüße
    Camelot

    Zitat

    Original von Ronaldo
    Die unterstellst, dass es ein unabsichtlicher Fehler war und hinterfragst die Kontrollstrukturen der HBVF.


    Solange niemand den Vorsatz nachweist: ja, da gehe ich von einem unabsichtlichen Vergehen aus.

    Zitat

    Die Kontrollstrukturen der HBVF hätten funktioniert, wenn bei Artschwager das korrekte Alter angegeben worden wäre. Ob die Angabe des falschen Alters Absicht oder Versehen war - diese Frage bleibt wohl unbeantwortet. Aber daraus der HBVF einen Vorwurf zu machen geht für mich am Thema vorbei..


    Vielleicht verstehe ich es ja miss, aber so wie du es beschreibst, bedeutet das, dass die Kontrollen des Verbandes genau solange funktionieren, bis jemand etwas Kontrollwürdiges tut (z.B. falsche Geburtsdaten in den Spielbericht einträgt).
    Natürlich wäre alles in bester Ordnung, wenn Metzingen keine falschen Daten eingetragen hätte.
    Aber es geht doch nicht darum, dass alles funktioniert, solange KEIN Fehler begangen, sondern darum, wie effektiv kontrolliert wird, OB jemand einen Fehler begangen hat.

    Zitat

    Soll die HBVF künftig auch noch alle Personalausweise einfordern? Dafür gibt es eigentlich ein Passwesen, das auch grundsätzlich funktioniert.


    Das habe ich ja auch gar nicht verlangt. Aber dass man (der Verband) sich nicht darauf verlassen kann, dass immer alle "schön brav" sind und keine Fehler machen, genau das zeigt der Fall "Metzingen" - egal, ob unabsichtlich oder vorsätzlich gehandelt wurde, da sind wir uns einig.
    Und im Sinne ALLER Vereine ist es nunmal wichtig, dass man sich auf die Kontrollfähigkeit seines Verbandes verlassen kann.

    Ob effektive Kontrollen nun über das Vorlegen von Personalausweisen oder aber mit anderen Massnahmen durchgeführt werden können, dass sei einmal dahingestellt (*Ironie-Modus on* vielleicht lassen wir die Vereine auch lieber eine Ehrenerklärung unterschreiben. So bekommt die Tour de France ja gerade des Dopingproblem in den Griff. Die brauchen in 1, 2 Jahren bestimmt auch keine Kontrollen mehr. :nein: *Ironie-Modus off*)

    Aufsichtsführende Grüße
    Camelot

    Hallo TLpz,

    ich glaube, du hast mich missverstanden: Ich habe die genannten Begegnungen schon mit Absicht ausgewählt, um darzustellen, dass dadurch nicht zwangsläufig eine HÖHERE Attraktivität ausgelöst wird.

    Zu den von dir genannten Alternativen: Natürlich mögen diese Begegnungen nicht so attraktiv sein wie die Erstgenannten.
    Aber auch in einer eingleisigen Liga wird es vermeintlich schwächere Partien geben und nicht nur "Kracher-Spiele", ganz egal, wie die handelnden Mannschaften nun heißen oder wo sie herkommen.
    DAS wollte ich damit sagen.

    Ergänzende Grüße
    Camelot

    Zitat

    Original von Jens M.
    Aber irgendwas müssen sich die Leute doch dabei gedacht haben ?( ?( ?(

    Nur was, da können wir alle herzhaft spekulieren. Haben die etwa den 1.April verpasst und da dachten die sich, sorgen wir doch mal in der Handballlosen Zeit für etwas Verwirrung unter den Handballliebhabern.

    Tja, natürlich ist es müssig, über die Gründe für die Entscheidung zu spekulieren, ohne alle Hintergründe zu kennen.

    Aber einige Szenarien sind schon denkbar:
    - man verspricht sich durch die Eingleisigkeit eine höhere Attraktivität der 2. Liga
    (Ich persönlich sehe zwar keinen Grund, warum Sponsoren von einer Begegnung Celle - Nellingen mehr haben sollten, als von Nellingen - Markranstädt, aber bitte)

    - das Leistungsniveau der 2. Liga steigt (Achtung Provokation!! Der umgekehrte Effekt ist ebenfalls möglich!!).

    - einigen Vereinen, die z.Zt. einerseits das Abenteuer 2. Liga nur unter erheblichen finanziellen Verrenkungen mehr schlecht als recht schaffen, andererseits aber Sponsoren, Mitglieder und Fans aber mit einem frewilligen Rückzug nicht verprellen wollen, bietet der neue Modus eine willkommene Ausstiegsmöglichkeit nach dem Motto: "Wir hätten ja gerne weitergemacht, aber leider, leider haben wir den Einzug in die 16er Liga nicht geschafft."

    - kann fortgesetzt werden

    Wer weiss....

    Spekulierende Grüße
    Camelot

    Nachdem nun fast 14 Tage seit der Entscheidung der Sportgerichts vergangen sind, kann man wohl davon ausgehen, dass Metzingen keine weiteren rechtliche Schritte unternimmt. Oder hat jemand anderslautende Infos?

    Was bleibt (neben der somit wohl rechtlich einwandfreien Bestrafung der TuS) ist aber auch ein fahler Beigeschmack:
    - Wie ist es um die Kontrollfähigkeit des HBVF hinsichtlich der Einhaltung seiner Statuten bestellt? Ohne den anonymen Hinweis wäre der vorliegende Fall doch wahrscheinlich nie entdeckt worden, oder?
    Die Frage muss erlaubt sein, wieviele "Leichen da noch unentdeckt im Keller liegen"?
    Im Großen und Ganzen ein unbefriedigendes Gefühl für alle Beteiligten.

    - Unterstellen wir einmal allen Vereinen eine gewisse Ehrenhaftigkeit, also dass niemand versucht den Verband, andere Vereine, etc. absichtlich zu betrügen (vorsätzliches Fehlverhalten sollte meiner Ansicht nach - analog zum BGB - auch härter bestraft werden als fahrlässiges *subjektives Rechtsempfinden*).
    Dann bedeutet das vorliegende Urteil in letzter Konsequenz, dass ein Fehler, der z.B. zu Beginn der Saison passiert, noch im Nachhinein (mindestens aber während der gesamten Saisondauer) zu Punkteverlust, Geldstrafen, Abstieg, etc. führen kann.

    Nicht dass ich irgendein Vergehen bagatellisieren möchte! Dennoch bleibt für die Vereine ein unkalkulierbares "Rest-Risiko", dass aufgrund eines (betont: unabsichtlichen) Bagatell-Fehlers die gesamten Bemühungen einer Saison mit einem (nachträglichen) Schag zunichte sein können.
    (Ich sehe sehr wohl die Gefahr, dass, wenn man nach dem Motto verfährt "wenn der Verband nach x Wochen nix gemerkt hat, ist´s verjährt und straffrei", der ein oder andere "Verantwortliche" möglicherweise das Risiko einer Entdeckung eingeht - und doch einmal absichtlich "was dreht".)

    Und ehe jetzt alle über mich herfallen: Ja, ich gehöre zu den wenigen, die die Bestrafung der TuS Metzingen als nicht gerecht empfinden - ich sehe eine Teilschuld beim Verband (weiteres würde hier aber zuweit führen).

    Verfahrene Grüße
    Camelot

    Wenn man den Infos auf http://www.hbvf.de glauben darf, dann hatte Smits erst Anfang 2006 für 2 weitere Jahre bei der TuS Metzingen verlängert.

    Dass sie jetzt wohl doch nach Sulzbach wechselt, KÖNNTE darauf hinweisen, dass ihr alter Vertragspartner nicht mehr existiert, sprich dass die neue Metzinger Abteilung noch keine neuen Verträge abgeschlossen hat.

    Wie dem auch sei, Fakt ist, dass min. 4 Spielerinnen den Verein verlassen, die evetuell geblieben wären, wenn Metzingen ohne Probleme aufgestiegen wäre.

    Unabhängig davon, dass der ursprüngliche Fehler bei der TuS liegt: man stelle sich nun nur einmal vor, dem Metzinger Einspruch wird stattgegeben und das Sportgericht genehmigt nachträglich den Aufstieg!!
    Dann geht die Karussellfahrt ja erst richtig los!
    Dann drohen ja u.U. Schadenersatzforderungen, etc.!!

    Gegen den Wirbel, der dann losgehen würde, wären die derzeitigen Querelen ein sanftes Sommerlüftchen. (*Spekulation Ende*)

    Ich muss zugeben, jetzt bin ich erst recht auf die Entscheidung gespannt.

    Ungeduldige Grüße
    Camelot

    Na, mein Wunsch, den Celler Spielerinnen möge wenigstens noch einmal ein passables Spiel hinlegen, scheint in Erfüllung gegangen zu sein:

    Celle verliert in Markranstädt gerade einmal mit einem Tor. Endstand 25:24

    Ich vermute aber auch, dass die Gastgeber einen Gang rausgenommen haben, um für die Final-Spiele nicht zuviel Kraft zu verlieren.

    Dann wollen wir morgen mal sehen, wie der Gegner heißt (ich wette, er fängt mit "B" an :D).

    Gespannte Grüße
    Camelot

    Das Folgende ist ohne Häme gemeint, aber:

    Ich habe das Gefühl, in Celle wäre man heute Abend froh, es hätte keine neuen Play-Offs gegeben.
    3 * gespielt, 3 * hohe Niederlagen bezogen. Was soll da jetzt noch beim Rückspiel folgen?
    Ich habe nix gegen die Piranhas, aber angesichts solcher Ergebnisse wünscht man den Spielerinnen wenigstens in Markranstädt beim Rückspiel ein einigermassen passables Resultat.

    Und Beyeröhde gewinnt mit 6 Toren in Bensheim? Obwohl laut Manager 8 Spielerinnen fehlen würden? Na, das war ja wohl ein Sturm im Wasserglas.
    Der Mannschaft sei es nixdestotrotz gegönnt; dennoch scheint mir angesichts der Äußerungen in der Presse und auf der Homepage des TV nicht nur in Metzingen das Management seltsame Gedankengänge zu pflegen.
    Schauen wir also auf die Rückspiele. Denn das es nochmal spannend werden kann, hat ja der TuS Weibern in Sulzbach bewiesen, als die fest eingeplante Aufstiegsfeier der HSG um ein Haar noch ins Wasser gefallen wäre.

    Gespannte Grüße
    Camelot

    Es ist schon interessant, wenn man einmal die unterschiedlichen Äußerungen der Vereine zu ihren Chancen in den heute beginnenden "Neu"-Play-Offs verfolgt.

    Da wird so etwas von tiefgestapelt. Wenn sich die Sporthallen auf gleichem Niveau wie die angeblichen Chancen der eigenen Mannschaft befinden würden, müsste heute abend unter Tage gespielt werden!

    Aber wie sagte schon ein prominenter Vertreter einer weiteren Randsportart in Deutschland: "Die Wahrheit liegt auffem Platz!"

    Den teilnehmenden Mannschaften und ihren Fans seien interessante und sportliche Spiele gewünscht. Und dass sie nicht um die "goldene Ananas" spielen (s. laufender Protest aus Metzingen).

    Glückwünschende Grüße
    Camelot

    Tja, so einfach ist das manchmal. Ganz ohne bösen Willen und auch nicht, weil man einem Aufstiegskonkurrenten Steine in den Weg legen will.
    Sondern einfach weil´s nicht anders geht.

    Verständnisvolle Grüße
    Camelot

    Zitat

    Original von eisbeer

    Welche Frist denn? - Die Spielleitende Stelle muss innerhalb 14 Tagen nach Bekanntwerden des Verstoßes reagieren.


    Genau das ist der Punkt: Ab wann gilt der Verstoß als bekannt? Ab dem Zeitpunkt, ab dem der Verstoß (durch Anonym) gemeldet wurde (= 14-Tages-Frist eingehalten) oder ab dem Zeitpunkt, ab dem es dem Verband hätte auffallen können/müssen (wenn falsche Daten ab Saisonbeginn vorlagen UND der Verband eine Kontrollmöglichkeit hatte = 14-Tages-Frist abgelaufen). So wohl die Metzinger Argumentation.

    Zitat

    Das was der TuS versucht ist einzig und allein die Schuld auf die Spielleitende Stelle abzuwälzen, indem er Ihr eine Pflicht zur Kontrolle unterstellt.


    Damit ich nicht missverstanden werde: nichts liegt mir ferner als den Fehler der TuS zu verteidigen. Aber wenn - WENN - der Verband eine Pflicht und die Möglichkeit zur Kontrolle hat, dann trifft ihn in der Tat zumindest eine Teilschuld.
    Denn es kann ja auch nicht sein, dass der Verband dann seine Kontrolle nicht oder nicht regelmäßig durchführt.

    Jemand hat an anderer Stelle schon gesagt, dass, wenn der Fehler nach dem ersten Spiel der mittlerweile 18-Jährigen aufgefallen wäre und man die TuS Metzingen sofort bestraft hätte, es zu dem jetzigen "Skandal" und seinen Folgen nie gekommen wäre.

    Weiter wurde gefordert, das gleiche Vergehen auch gleich bestraft werden müssen. Das bedeutet aus Metzinger Sicht eine sofortige oder zeitnahe Bestrafung nach dem ERSTEN "falschen" Spielbericht.

    Ich stelle aber nochmal fest, dass auch aus meiner Sicht der ursprüngliche Fehler bei den Verantwortlichen von Metzingen liegt.

    Mir geht es nur darum, dass man sich erst dann ein Urteil erlauben und fällen kann, wenn man alle Aspekte und Fakten kennt. Und gerade hier zeigt sich meiner Ansicht nach einmal mehr, dass es kein Schwarz-Weiß im (Handball-)Leben gibt, sondern jede Menge Grautöne.

    Wahrheitssuchende Grüße
    Camelot

    Hallo,

    also ich weiß ja nicht, ob es nur mir so geht, aber je mehr Infos, Artikel, etc. erscheinen, desto größer wird meine Verwirrung.

    Man möge mich bitte korrigieren, wenn ich irre, aber:
    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann bestand/besteht für die betroffene Spielerin KEIN Bundesliga-Pass (weil sie zu Saisonbeginn noch 17 war und keinen Vertrag benötigte). Richtig soweit?

    Daraus folgt (wie hier im Forum schon ausgeführt), dass sie mit ihrem Landesligapass gespielt hat.
    In dem elektronischen Datensystem, welches die Grundlage für die jeweiligen Spielberichte liefert, werden aber nur Spielerinnen MIT Bundesligapass erfasst - alle anderen Spielerinnen werden am Spieltag "von Hand" eingetragen, ja?
    Dies würde dann auch auf Artwanger zutreffen, richtig?

    Wenn sie also einerseits nicht in der EDV erfasst wurde, andererseits aber der Landesligapass dem HBVF nicht vorgelegt werden musste, wie kommt dann der RA Krause zu seiner Argumentation?

    Um das zu beantworten, stellen sich aus meiner Sicht folgende Fragen:

    1.) Werden zu Beginn der Saison DOCH Passdaten von ALLEN Spielerinnen zum HBVF gesandt (dann hätte der Verband nämlich wirklich bereits am Anfang der Saison Kenntnis von den falschen Daten gehabt oder haben können - und Metzingen könnte sich auf die inzwischen abgelaufene Frist zur Bestrafung berufen)?

    2.) Ist es nun eine Aufgabe der Schiris, Pässe zu kontrollieren (und damit in dieser Frage zum Kontrollorgan des HBVF zu werden), oder nicht? Unabhängig von der Antwort auf diese Frage halte ich eine Argumentation über den Begriff einer "Tatsachensachenentscheidung" für - nennen wir es - "gewagt".

    Zu der moralischen Verantwortlichkeit der Metzinger Führung und ihrer Darstellung nach aussen will ich mich frühestens äußern, wenn ich mehr Infos habe.

    Stirnrunzelnde Grüße
    Camelot

    Zitat

    Original von lothar2
    hallo
    bodypainting das wäre mal ne super idee
    wo gibts das schon?
    wer hat so was von handballerinnen?

    Schau mal bei den Flames nach. Die haben einen eigenen Kalender produziert, auf dessen Seiten die Spielerinnen von einer Künstlerin bemalt worden sind.

    Malerische Grüße
    Camelot

    Stimmt schon, aber dieser Anwalt hier riskiert schon etwas mehr, wenn er wirklich auf Sportrecht spezialisiert ist und aus diesem Bereich mehr und öfter Klienten hat bzw. haben möchte.

    Als Verein, vor allem mit Profi- oder Semiprofi-Abteilung, schaue ich schon genauer hin, wer mich da in Rechtsfragen vertritt.
    Und wenn der gerade einmal mit fliegenden Fahnen und vollmundigen Sprüchen in eine aussichtslose Verhandlung gestürmt ist, mag das schon eine zukünftige Beauftragung beeinflussen...

    Juristische Grüße
    Camelot

    Zitat

    Original von Frauenpower
    Wie auch immer - die Sache ist entschieden, oder? ?(

    Nach dem Einspruch der TuS eben nicht. :nein:

    Lediglich die aufschiebende Wirkung für die neuen Playoffs fehlt.

    Ich bin aber mal gespannt, ob die Argumentation des RA hinsichtlich der Frist/Verjährung zieht.
    Andererseits: wenn´s gänzlich und zweifellos aussichtslos wäre, würde ein FACHanwalt für Sportrecht wohl kaum seinen Ruf riskieren. Aber wer weiß schon, was Anwälte denken....? ?(

    Grübelnde Grüße
    Camelot

    Zitat

    Original von SilverSurfer
    Das falsche Datum im Pass hat nur verhindert, dass es der spielleitenden Stelle, so wie in den anderen Fällen, bereits nach dem ersten Spiel aufgefallen ist. Das ist der Casus Knaxus an der Geschichte ...

    Moment, ich dachte im Pass hätte das richtige Datum gestanden und im Spielbericht das falsche? Nein, liege ich falsch?

    Verwirrte Grüße
    Camelot

    Hallo nochmal,

    danke für die Infos.
    Damit ich nicht missverstanden werde, es geht mir NICHT um die Zuweisung irgendwelcher Verantwortlichkeiten!
    Ich möchte mir lediglich auf der Grundlage weiterer Infos ein eigenes Bild machen.

    Zitat

    Original von Nocheinmainzlarer
    Wie schon an anderer Stelle geschrieben:
    Es gibt keine
    Verpflichtung und auch keine Möglichkeit für die Spielleitende Stelle das zu bemerken, da ihr ja kein Passantrag vorliegt ( der liegt wohl bein Würtembergischen Handballverband!!!! ) und sie also nicht vergleichen kann.
    Dort sind auch die Daten gespeichert.


    Moment bitte. Verstehe ich das richtig? Der HVBF hat keine Möglichkeit (von Verpflichtung will ich ausdrücklich eben nicht sprechen) zu überprüfen, ob die Daten im Spielerpass mit denen im Spielberichtsbogen übereinstimmen?

    Zitat

    Die Mannschaftsverantwortlichen bestätigen mit ihrer Unterschrift die Richtigkeit der Angaben und tragen somit auch die Verantwortung dafür.
    Festgestellt werden kann nur, ob eine Spielerin über 18 ohne DHB-Pass mehr als 2x als Spielerin eingetragen wurde.
    Unter 18-Jährige haben ein Doppelspielrecht und spielen ebenfalls mit Landesverbands-Pass.Diese können aber uneingeschränkt eingesetzt werden.


    Soweit ok, das mit der Verantwortlichkeit ist damit geklärt. Aber nur damit ich es auch weiter begreifen kann: WER kontrolliert denn die Angaben im Spielberichtsbogen normalerweise?

    Zitat

    Es hängt also alleine davon ab ob das Geburtsdatum richtig eingetragen wurde.

    Die Schiedsrichter kontrollieren nur ob jede Spielerin einen gültigen Pass hat, nicht von wem der Ausgestellt wurde oder was drinsteht.


    Dann lasse ich doch mal meinen kriminellen Energien freien Lauf (obwohl ich mir meinen Einstieg ins Forum so nicht vorgestellt hatte :D):
    Gesetzt den Fall, ich trage als MV zu Beginn der Saison eine Spielerin mit den falschen Daten in die Liste ein und weiter angenommen, mich erwischt nicht auch ein - wie nennen es die Metzinger? - "Maulwurf", dann gibt es kein Kontrollorgan, keine Stelle, der meine Machenschaften auffallen würde?
    Schiris? Die kontrollieren diese Angaben ja wohl nicht?
    Zeitnehmer oder Sekretär? Habe ich noch nichts zu gehört.
    gegnerische Mannschaft? Tschuldigung, jetzt ging´s Pferdle mit mir durch.
    Verband? Dem scheinen offensichtlich die Kotrollorgane und vor allem die -MÖGLICHKEITEN zu fehlen.

    Aber wer denn dann?

    Oder anders gefragt: Wie sind denn die anderen Fälle aus dieser Saison (z.B. Nellingen) aufgeflogen?
    Weiß jemand dazu etwas?

    Viele Grüße
    Camelot

    N´abend allerseits,

    dann will ich mich auch einmal hier in der Handballecke verewigen :D
    Vorab aber einen herzlichen Gruß an alle Foren-Teilnehmer. :hi:

    Nun aber zum Thema "Metzingen":
    Was mich einmal interessieren würde, ist die Frage, ob die Daten der fraglichen Spielerin von Saisonbeginn an falsch in die Liste des Verbandes eingetragen waren und von dort in die jeweiligen Spielberichtsbögen übertragen wurden.

    Die entsprechenden Formulierungen, die man bislang so gehört/gelesen hat, sind da nämlich nicht eindeutig.
    Frau Petersen spricht wohl davon, das "mehrfach" falsche Daten eingetragen wurden (was für mich danach klingt, dass zu Beginn der Saison möglicherweise das richtige Geburtsdatum notiert wurde und später dann halt das falsche).

    Der RA der TuS äußert sich aber anders: Demnach wäre das falsche Geburtsdatum von Beginn an falsch notiert worden und dann "lediglich" analog ebenfalls falsch in die Spielberichte übertragen worden.

    2. Frage: Wenn schon keine Passkontrollen mehr vor Spielbeginn gefordert sind, werden denn die Pässe wenigstens zu Saisonbeginn überprüft (und dann auch mit der Meldeliste für die Spielerinnen abgeglichen)?

    3. Frage: Wenn, wie der RA sagt, im Zeitalter der EDV alle Daten elektronisch gespeichert und verarbeitet werden (SIS läßt grüßen), warum erfolgt dann kein Datenabgleich mit Spielberichtsbogen und Datenbank? Ein entsprechendes Programm sollte heutzutage jeder Informatik-Student im ersten Semester schreiben können.
    Dann würden Differenzen sofort oder zumindest zeitnah auffallen und nicht auf Zuruf eines anonymen Melders.

    Insgesamt ist dieser Vorgang nämlich genauso wenig ein Ruhmesblatt für die TuS Metzingen und ihre Verantwortlich als auch für den HVBF.

    Viele Grüße aus der Eifel
    Camelot