Beiträge von Karl

    Ahh, danke, bin ganz erstaunt, dass hier (vermutlich) Ortsunkundige noch mitlesen, ist ja schwere Kost.

    Jo, dann scheint in Balingen die Sparkasse von Anfang an als Namenssponsor im Boot gewesen zu sein und damit zumindest (indirekt) Teile der Baukosten refinanziert zu haben (leider werden keine Summen genannt)

    Find ich jetzt auch keineswegs problematisch. aber der Grad der Involviertheit von solchen halb-staatlichen Unternehmungen ist halt regional unterschiedlich, in Minden gibts halt keine erkennbare große Finanzierungstradition von öffentlich-rechtlichen Unternehmen im Handball, in Lübbecke auch nicht. In Lemgo sah es da z.B. in vergangenen Zeiten ja schon ganz anders aus, auch zur Spielbetriebsfinanzierung....

    tclip schreibt:

    Zitat

    minden hätte das vor 10 jahren durchziehen müssen....


    2010 wäre jeder in Minden für bescheuert erklärt worden, der eine Multihalle angestrebt hätte, damals gab es noch die Stadthalle (Doppelaula, glaub ich auch) und der große Kampahallenausbau war ja auch erst 10 Jahren her....

    Die erst Ende der 1980er Jahre errichtete Stadthalle war sicherlich eine ganz unselige Sache, Stadtdirektor in Minden war damals übrigens Erwin Niermann, der Vater des jetzigen Landrats. Tja, mit Entsetzen hab ich neulich gelesen, dass der jetzige Landrat Ralf Niermann auch ein Kind hat... :lol:

    Hat sich denn in Balingen nicht die Sparkasse an der Finanzierung der erst 2006 in Balingen gebauten Halle beteiligt? (ist eine Informationsfrage)

    In Minden waren Namensrechte und Übernahme von Umbaukosten miteinander verknüpft (8 Mio durch Kampa), in Lübbecke bei den Teilnamensrechten (anscheinend nur bei Spielen von N-Lübbecke) auch.

    Mit Einzugsgebiet meinte ich natürlich den Handball bzw. GWD...(das betrifft nicht unbedingt andere Veranstaltungen). Man könnte überspitzt sogar sagen, dass GWD den Sprung von Dankersen nach Minden noch nicht komplett geschafft hat ;) Die Vielzahl von Veranstaltungen in der eigentlich ungeeigneten Kampahalle (oder die sehr erfolgreichen Open-Airs mit Acts wie Tote Hosen), beweisen ja, das Publikum da ist (die geplante Lage direkt am Bahnhof ist ja auch nicht direkt nachteilig) Die Innenstadt hat natürlich viel an ihrer einstigen Anziehungskraft bis weit in den niedersächsischen Raum verloren.

    Da ist die Landesgrenze, die Presselandschaft, da ist Burgdorf in der Nähe (mit Erstaunen habe ich am letzten Wochenende wahrgenommen, dass im 90 km von Hannover entfernten Göttingen das örtliche Lokalblatt einen 3/4 seitigen Vorbericht zum Auftritt der Burgdorfer in Minden hatte) , N-Lübbecke und Lemgo und auch eine Vielzahl kleinerer Handballvereine, die vielen Handballinteressierten durchaus als Hauptidentifikation dienen.

    Ob eine Multihalle neue Publikumsschichten zu GWD ziehen würde, das kann man nicht sicher voraussagen....selbst in einem nahen Einzugsbereich gibts da sicher Riesenpotenzial (aber auch die Gefahr, dass dem Stammpublikum die Gegebenheiten einer 'Arena nicht gefallen)

    GWD ist übrigens der aktuelle Bundesligaverein, der nach dem THW Kiel die meisten Hallenhandballbundesligajahre auf dem Buckel hat (41) - Vergleiche mit Vereinen aus den auch wesentlich kleineren Städten Balingen und Nordhorn hinken da wirklich....(obwohl ich da die Verhältnisse natürlich kaum kenne)

    Nuja, Nordhorn hat z.B. die AOK (ich werde nie verstehen, dass es keinen großen Wirbel gibt um das breite Finanzieren von Profisport durch Krankenversichertengelder) und die Sparkasse auf dem Trikot. Ist richtig, dass die großen Zeiten der Sparkassenfürsten wie Krämer (Gummersbach) und Eilts (Flensburg) vorbei ist. Aber wenn es z.B. Zuschüssen zu Bauvorhaben gibt, dann sind das doch immer noch Kandidaten, die dann unter Wirtschaft fallen. Kleine Informationsfrage: wie war das eigentlich in Lemgo bei den Hallenausbauten, wie hoch war der Anteil des Wirtschaftsbeitrages durch kommunale oder staatlich beeinflusste Unternehmen? (war doch 1/3 Land NRW, 1/3 Kommune und 1/3 'Wirtschaft?).

    Sind dir schonmal Sparkassenarenen begegnet? Warum heißen die wohl so? In Balingen steht z.B. eine (um den anderen BL-Standort zu erwähnen, den du neben Nordhorn angeführt hast)

    Nordhorn und Balingen sind übrigens nicht so recht mit GWD vergleichbar, man gucke sich nur die Titelsammlungen an und die Zeitdauer, in der dort Leistungshandball betrieben wird......außerdem kann man die Stadt Minden nicht als ländlich bezeichnen mit ihren 83 000 Einwohnern (mit den nicht eingemeindeten Vororten in Porta kommt man auf eine knapp sechsstellige Einwohnerzahl). Eine Spezifik von GWD ist sicherlich das sehr kleine Einzugsgebiet, das gilt auch für die Hauptsponsoren, von denen ein Großteil im Radius von 3 km um die Kampahalle angesiedelt ist. die Inselllage der Stadt Minden hat aber auch Vorteile. allesrdings verlassen Inselbewohner ungern ihre Insel ;) Und der Handball hat noch das Problem, dass er seit jeher eine Insel innerhalb der Stadt ist...

    Übrigens: ein (vll. sogar der) Hauptnutzer der neuen 28 Mio-Halle in Dortmund ist die sehr ambitionierte Frauenhandballmannschaft von Borussia Dortmund. Finanzierungsbeitrag des Profivereins oder irgendwelcher mit ihm verbundenen Firmen: 0 € (soweit ich weiß).

    tclip schrieb:

    Zitat

    refinanzierung-denn bei einem avisierten verlust von mind. 700 tsd jedes jahr, der sich aber auch schnell auf deutlich
    über eine millionen schieben kann

    Äh, das Betriebsdefizit der Kampahalle, das in Eigenregie des Kreises betrieben wird, wird nicht geringer sein....es war ja ein grosser Streitpunkt zwischen Stadt und Kreis, das der Kreis sich weigerte das Defizit zu benennen (ich glaub, offiziell hat er das immer noch nicht getan).

    Nein, von einem Abriss der Kampahalle war nie die Rede (allenfalls als Gedankenspiel, wenn die Multihalle denn mal stehen sollte) bis in den Oktober 2019 hinein, beschlossen wurde er ja auch erst am 16. Dezember 2019.

    In der Kampahalle sind übrigens Künstler wie Udo Jürgens und Chris de Burgh aufgetreten, in Minden gibt es schon einen spezifische Nachfrage nach Veranstaltungen. Es ist ja auch erstaunlich, was in der Halle so alles veranstaltet wurde, obwohl sie für Konzerte usw. allein von der Akustik her nicht gerade super geeignet ist (im Dezember war erst Nuhr dort). Lokale Besonderheiten wurden in dem Gutachten nicht berücksichtigt, geht ja auch nicht, das von Ortsfremden erstellte Gutachten basiert natürlich auf quantifizierbaren Erahrungswerten in anderen Gegenden, deren Übertragbarkeit fraglich ist. Ich fand es aber trotz allem interesant, war kein rausgeschmissenes Geld...Letztendlich kommt es natürlich auch immer drauf an, wie 'schön' oder besucherfreundlich denn nun die Halle sein wird

    Die Multihalle soll auch die ebenfalls geschlossene Stadthalle ersetzen - es gibt in Minden keinen größeren Versammlungs - oder Veranstaltungsraumraum mehr, .....natürlich ist es förderlich, dass ein Handballbundesligist vorhanden ist (der eng verbunden ist mit möglichen Mitfinanziers der Halle).

    Eine Besonderheit in Minden ist sicherlich, dass die Hauptlast der Finanzierung des Handballs traditionell von Eigentümern von Privatfirmen getragen wird (die teilweise schon seit Generationen den Handball fördern). Da gibt es keinen Sparkassenchef, der mal schnell ein paar Millionen fremdes Geld ausgeben kann...Geschäftszweck dieser Firmen ist übrigens nicht die Finanzierung von Sport oder Handballhallen, sondern das Hauptaugenmerk liegt auf den Erhalt der Firmen in zu Teilen problematischen Branchen. Neben dieser ganzen Hallenproblematik geht ja die Finanzierung des Handballs weiter.....jeder € in Beton oder Umzüge sind ja uneingeplante Extrakosten

    Ganz klar, die Multihalle soll ein Leuchtturmprojekt in einer zum Teil (nicht ökonomisch!!) im Niedergang befindlichen Stadt werden (es gibt in Minden z.B. kein Kino mehr, das aktuelle Filme zeigt, Kommunalpolitik ist daran in hohem Maße beteiligt). Natürlich spielt auch auch das Interesse der recht zahlreich in Minden vorhandenen großen Firmen eine Rolle, dass die Stadt als solche bei Personalrekrutierungen usw. attraktiv erscheint

    Angesichts der Geheimniskrämerei des Kreises ist ja nun wirklich Misstrauen angesagt hinsichtlich jeder nicht nachprüfbaren Behauptung zum Bauzustand der Kampahalle, ich erinnere nur beispielsweise an die eigentlich unfassbare Äffare um den ehemaligen Kreisbaurat Striet und den Umgang der Verwaltungsspitze und Kreispolitik damit. Bei dem Bauamt des Kreises handelt es sich übrigens um die Behörde, die beim Neubau des Kreisklinikums eine Kostenüberschreitung von 'nur' 70 Mio € zu verantworten hat."interessanter Link"

    Und nicht nachprüfbaren Angaben aus diesem Milieu soll man vertrauen? Zumal die Verhaltensweisen der kollektiven Geheimniskrämerei usw. beibehalten wurden...

    Sorry für den kommunalpolitischen Exkurs, aber die ganze Angelegenheit ist vom Kontext her halt recht voraussetzungsvoll

    In Minden ist allerdings keine Großsporthalle geplant, sondern eine multifunktionale Halle, in der Sportveranstaltungen nur eine von vielen Nutzungen sind. Die Halle würde nicht primär für den Handball oder sonstigen Sport gebaut werden.

    Als Modell wird immer wieder die Ratiopharm-Arena in Ulm genannt (durch googlen kann man sich da schnell einen guten Eindruck verschaffen) - für eine Großsporthalle wie in Heidelberg sehe ich in Minden keine Finanzierungsmöglichkeit (da würde schon die Stadt streiken - kann mir auch nicht vorstellen, dass die Mindener Wirtschaft einen fast zweistelligen Millionenbetrag in eine Kampahalle II, nur halt moderner, reinstecken würde)

    Bis zum September 2019 gab es keinerlei Anhaltspunkte für einen möglichen Abriss der Kampahalle (im Raum stand, dass es irgendwann mal erforderlich sein könnte, die Halle zu Renovierungszwecken einige Monate zu schließen, am besten in der Sommerpause)....Auf welche Planungen kann denn z.B. der THW Kiel zurückgreifen, wenn ihm mitgeteilt werden würde, dass ihm binnen weniger Monate die Ostseehalle abgerissen werden würde?

    Übrigens kriegt man für 11 bus 15 Mio garantiert heute keine bundesligataugliche Halle, das Neubauprojekt in Dortmund mit 3250 Zuschauerplätzen, das jetzt vom Rat beschlossen wurde, soll 28 Mio kosten (für eine reine Sporthalle mit fest installierten Tribünen). Finanziereren wird die Stadt Dortmund die Halle im Herzen von Dortmund (und Ergänzung, aber keine Konkurrenz zur Westfalenhalle) Fertig wird die beschlossene Sporthalle erst 2025! Da fragt man sich natürlich, ob 35 Mio € für eine Halle nach dem Muster der Ratiopharm-Arena in Ulm (die hat 2010 schon 28 Mio € gekostet) ausreichend sind....

    Außerdem wird ja vom Kreis eine kleinere Variante auf dem Kampahallengelände gebaut - genaueres ist nicht bekannt, von 200 Zuschauerplätzen oder so ist die Rede und von 10 Mio € Kosten! (da sollen dann wohl auch die Handballleistungsstützpunkte und so untergebracht werden, aber ob die dann noch existieren?)

    Die Halle gehört dem Kreis, nicht N-Lübbecke....auch die Bürger der Stadt Minden und Umgebung wie auch deren Sportvereine sind vollwertige Einwohner des Kreises Minden-Lübbecke.

    Schwierig könnte das Ganze natürlich dadurch werden, dass Vip-Raum und der direkt gegenüberliegende Raum für das gewöhnliche Volk durch Gauselmann finanziert wurden (aber m.W. im Eigentum des Kreises sind - oder?). Keine Ahnung, wie da vorhandene vertragliche Regelungen aussehen.

    Aufgabe von GWD kann es nicht sein, Eigentum des Kreises zu sanieren, zumal der Gebäudekomplex der Kampahalle vielfältige andere Nutzungen hat (allein Namenssponsor Wilfried Kampa hat übrigens den Ausbau 2000 mit meiner Erinnerung nach 8 Mio Mark mitfinanziert; der Ausbau wurde auch quasi von GWD bzw. ihm verbundenen Personen organisiert).

    Eine Multifunkstionsarena mit einem Kostenvolumen in einem mittleren zweistellgen Millionenvolumen kann ein Handballverein ja nun wirklich nicht stemmen, Sinn und Zweck eines Handballvereins ist ja nun nicht, Hallen mit vielfältigen Nutzungen zu errichten und zu betreiben, sondern einen Handballspielbetrieb zu organisieren und Handball zu spielen.

    Witzig ist übrigens, dass N-Lübbecke und GWD jetzt in einer Halle spielen sollen, die Halle aber bei den jeweiligen Spielen unterschiedliche Namen haben wird - bei Heimspielen von GWD wird sie dann wohl Kreissporthalle Lübbecke heißen, bei denen von Lübbecke 'Merkur-Arena'.

    Na, da werden die Fernsehreporter aber arg überfordert sein :lol: (manche kennen ja noch nicht mal den Namen von GWD Minden und setzen den falschen Artikel mit 'die GWD Minden')

    Tja, mit der Platzzuweisung für Dauerkarten in der KSH Lü wird es relativ einfach sein, aber an vielen Stellen ist ja das 'Branding' von Lübbecke zu finden (z.B. hier die Photos im VIp-Bereich, der zudem 'geschmackvoll' noch sehr exponiert vor der Halle gelegen ist: 301 Moved Permanently) Das provoziert ja fast Vandalismus :lol: (na gut, wäre in früheren Zeiten so gewesen)

    Da N-L quasi der absoluter Hauptnutzer der KSH ist (in der Kampahalle fanden ja noch viele andere Veranstaltungen statt), scheint dort alles auf N-L ausgerichtet zu sein.

    Auch so Sachen wie Getränkeversorgung......Interessant wäre es auch zu erfahren, ob GWD in der kreiseigenen Halle nur 'geduldet' ist, vielleicht sogar nur in einzelnen Bereichen der Halle, oder mit N-L gleichberechtigter Mieter sein wird (nicht ganz einfach, da laufende Mietverträge, Verpachtung der Verpflegung usw. ja voll auf N-L ausgerichtet sein werden).

    Übrigens ist ja auch ein Aufstieg von N-L (auch in der noch laufenden Saison) keineswegs ausgeschlossen....

    Zitat

    ...Die GWD-Profis sind ab sofort heimatlos. So empfindet es zumindest Carstens, der das Trainingszentrum Kampa-Halle „für einen Klub dieser Größenordnung überragend“ fand. Zwei Hallen, Kraftraum, Schwimmbad, Sauna, Laufbahn, Lagerflächen, Besprechungsräume: „Wir haben das alles genutzt“, sagt Carstens und fügt hinzu: „Jetzt werden wir zu Nomaden, die durch Stadt und Kreis ziehen, um auf Bundesliga-Niveau trainieren zu dürfen....“

    ganzer Artikel (paywall): https://www.mt.de/sport/gwd_mind…ampa-Halle.html

    Die Handballeinheiten sind immerhin gesichert durch Hallenzeiten in Stemmer, der Kreissporthalle 2 und Unterlübbe (die Hallen sind auch nicht grad benachbart, Unterlübbe in der Gemeinde Hille liegt 12 km von der KSH 2 entfernt) für den vereinseigenen Kraftraum (bzw. dessen Geräte) in der Kampahalle gibt es keinen neuen Standort, den stellen Stadt bzw. Kreis offensichtlich nicht zur Verfügung, die Geräte werden eingelagert.

    Wie sagte doch der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Detlef Beckschewe aus dem Altkreis Lübbecke: "Die Kampahalle zu erhalten ist die schlechteste Lösung für alle da draußen" (nuja, allein das Selbstverständnis, dass sich hinter der Formulierung "da draußen" widerspiegelt :rolleyes: )

    ...dann halt statt Förderer nunmehr Sponsoren/Werbepartner...(wobei Förderer und Sponsoren ja nunmal praktisch kaum zu trennen sind)

    ändert aber wirklich Null an der Meinungsaussage, um die es im Posting ging...(das der BVB-Handball nicht unbedingt auf Fussballmillionen angewiesen sein muss bei einem eventuellen Weg in den großen europäischen Handball)

    Immerhin war hier übrigens ja zu lesen, dass Oberbürgermeister Sierau gegen Bietigheim in der Halle war, ist beim Frauenhandball in einer 600 000 Einwohnerstadt schon nicht selbstverständlich.

    @ netter: Na, die Halle nahe des Dortmunder Zentrums wird ja auch erst 2025 bezugsfertig sein - vielleicht kämen rasche Titel für den BVB jetzt auch zu früh.

    Der BVB braucht gar nicht groß Fussballgelder in den Frauenhandball pumpen, denke schon, dass Frauenhandball so preiswert ist, dass er sich selbst refinanzieren könnte. Zudem hat Dortmund durchaus große Sporttradition jenseits des Fussballs (gerade auch im Handball nicht nur über die Westfalenhalle) und ne Menge kommunaler Unternehmen (einen Neubau für 28 Mio stemmt die Stadt auch nicht ohne Grund, da soll dann auch was ablaufen). Der Niedergang des Sports in Dortmund jenseits des Fussballs wird da durchaus als schmerzhaft empfunden. sowas bietet Möglichkeiten...Jetzt im Moment in Wellinghofen ist schon weit weg 'vom Schuss' (wenngleich im Süden in einer traditionellen Handballgegend).

    Das wird schon interessant werden, wie die neue Halle sich da auswirken wird, bei gutem Zuschauerzuspruch (den ich für wahrscheinlich halte), würde die Handballabteilung gar nicht groß auf Fussballkohle angewiesen sein (könnte aber vll. Infrastruktur usw. nutzen).

    Aber halt: Fertigstellung 2025...

    Dortmundsson: Ist doch alles klar in Dortmund mit der neuen Halle, okay, dauert ein bißchen bis zum Einzug - optimaler Standort am Herzen der Stadt, Supergröße für den BVB, die Stadt finanziert die Baukosten von 28 Mio€ für die 3000 Zuschauerhalle alleine!

    301 Moved Permanently

    Da braucht man kein Prophet zu sein, dass der Frauenhandball in Dortmund glänzende Perspektiven hat, zumal große Presseunterstützung vorhanden ist.

    Insbesondere für den THC ist diese Entwicklung in Dortmund natürlich problematisch....(dauerhaft nicht in der CL zu sein und auch keine deutsche Titel zu gewinnen, das würde schon eine Umstellung verlangen)

    Das hier ist das Wesentliche:

    Zitat

    "Das Mindener Bauamt als Aufsichtsbehörde war an der Schließung der Halle nicht beteiligt. Das sei ein Entschluss des Betreibers gewesen, sagt Mindens Beigeordneter Lars Bursian. Geprüft worden sei lediglich ein Betrieb bis Jahresende, für die Zeit danach habe es keine Anfrage gegeben. Dasselbe gelte für eine mögliche Übergangstechnik. Die Bauaufsicht ist laut Bursian aber bereit, jeden möglichen Weg zu prüfen, sofern jemand diese Prüfung beantrage."

    Auszug aus dem Bericht des Mindener Tageblattes vom 16.12.2019

    Der Kreis schließt die Kampa-Halle aus freien Stücken - warum wurde bei der zuständigen Bauordnungsbehörde (das der Stadt Minden) nicht angefragt, ob ein Betrieb nach dem 1.1.2020 möglich wäre? (vermutliche Antwort: dann hätten die Unterlagen transparent gemacht werden müssen und wären vor allen Dingen von der zuständigen Behörde überprüft worden. Man hätte dann wohl auch den Kampahallenbau zugänglich machen müssen für die Bauordnungsbehörde.)

    Keine richtige Erklärung gibt es auch dafür, warum die Halle heute ausverkauft ist, ab 1.1.2020 sich aber noch nicht mal dort 20 Personen fürs Training aufhalten dürfen.

    Nuboy fragte:

    Zitat

    Wie sieht die doch recht große und kritische aktive Fanszene die Hallenproblematik (Fanclub und C24)? Oder gibt's die gar nicht mehr?


    C24 gibt es ja leider nicht mehr (vor allem in diesem Zusammenhang sehr bedauerlich, da die schon Fragen gestellt hätten), Fanszene, naja....die gemeinsame Verbindung ist halt lediglich Handbal, die Stammzuschauer sind halt im Gros unverbunden (zur Fanszene kann man natürlich auch Ex-Spieler, in den Hauptverein involvierte Personen, Kleinsponsoren usw. zählen, ganz unterschedliche Einzelpersonen).

    Hochgradig verunsichert sind diese sicherlich durch das Vorgehen der Melitta-Werke (seit 60 Jahren GWD-Förderer, über sehr lange Zeiträume Hauptförderer) als 'Antreiber' der Multihalle - die Frage ist, ob andere Gesellschafter die Priorisierung der Multi-Halle teilen - man kann es sehr stark bezweifeln, zumal es sogar vor der Schließungsangelegenheit deutlich unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Weiterentwicklung von GWD gegeben hat, die es sogar in das Mindener Tageblatt geschafft haben). Zudem gibt es einfach keine detaillierten Informationen, die Basis für eine Bewertung oder auch Protest sein könnten - das Gebaren der Verwaltung (und der als Blockparteien auftretenden SPD und CDU) erinnert in dieser Angelegenheit schon an totalitäre Staaten (hier mal ein Fragenkatalog: Katalog)

    Die 'Fanszene' (blödes Wort) ist orientierungslos, die Gesellschafter (offizielle Linie: wir wollen in der Kampa-Halle bleiben - bei diesem Statement bleibt es aber auch) schweigen sich aus, klar, wer legt sich auch schon mit der Kommunalpolitik und Verwaltung an? (deren zwei Hauptparteien zudem mit der Verwaltung als Block erscheinen). Zudem wirkt ja das Gerede (auch von Geschäftsführerseite) um eine Übergangshalle als 'Beruhigungsmittel' - tja, mehr als Gerede ist da bislang nicht ersichtlich - einziges öffentlich ersichtliches Faktum ist, dass die Stadt Minden sich nicht an einer Finanzierung beteiligen würde (und ein Unternehmen in Barkhausen bei Minden sich vorstellen könnte, dass eine Übergangshalle auf ihrem Gelände errichtet werden könnte - Stellungnahmen der Kommunalpolitik, in diesem Falle Stadt Porta-Westfalica, dazu gibt es nicht, Proteste gegen diesen Standort wären vorprogrammiert)

    Eine 'Basisinitiative' einer Einzelperson zur Rettung der Kampahalle gibt es übrigens, eine Online-Petition (peinlicherweise ist dort Nettelstedt falsch geschrieben worden, zeigt ja irgendwie den Grad der Professionalität der Aktion), immerhin über 2000 Unterschriften:
    https://www.change.org/p/kreistag-min…der-kampa-halle

    Achja, zur Multihalle gibts bisher nur ein Grundstücksbereich, indem diese gebaut werden könnte und grobe Finanzierungszusagen....kein Architektenentwurf, nix...(völlig unklar ist, ob es das im Kreistagsschließungsbeschluss angegebene Betriebs- und Betreiberkonzept, das zwischen der Stadt Minden und Melitta angeblich vereinbart wurde, überhaupt gibt - laut des unabhängigen Stadtverordneten Tomaschewski liegt ein solches der Stadt Minden nicht vor)

    Dir ist aber auch klar, dass der Bürgermeister der Stadt Minden bei einem Auftritt vor dem Kreistag, wo er um eine finanzielle Beteiligung des Kreises an der Multihalle wirbt, natürlich nicht die jahrelangen Klagen über die faktische Blockadepolitik des Kreises wiederholt?

    Zudem hat 2016 die Stadt Minden die Federführung bei der Multihallenthematik u.a. übernommen, weil unter der Federführung des traditionell zuständigen Kreises nix konkretes passierte.

    Landrat Niermann ist zum tatkräftigen (!) Multihallenfan geworden, als sich für ihn die Chance ergab, die Kampahalle abreissen zu können (bzw. er eine solche Chance herbeigeführt hat)

    In welcher vergleichbaren Stadt hat sich denn der Verein um eine "Spielstädte" (Tcip-Rechtschreibung - GWD brauch eigentlich nicht gleich eine ganze Spielstadt, sondern nur eine Spielstätte) selbst bekümmert und diese finanziert, wenn er eine eigene akzeptable Halle hat. Die Kampahalle wird nun wirklich unterschätzt, das ist ein gut ausgestatteter Riesenkomplex - der freilich im Innenraum v.a. auf der alten Tribüne im oberen Bereich für Zuschauer seine Schwächen hat.

    Übrigens ist die Halle zu guten Teilen fast ein Neubau - 2000 wurde die Gegenseitentribüne. mit Sozialräumen, Gastronomie usw. erst errichtet; damals stand schon eine größere Lösung zur Diskussion (GWD peilte damals noch die absolute deutsche Spitze an, mit Spielern wie Talant Dujshebaev), der Kreis als Bauherr wollte die jetzige Lösung, die natürlich schon arg verbaut ist im Übergang vom alten zum neuen Teil (aber das ist ja kein Abrißgrund)

    Nicht unterschätzen sollte man auch die (natürlich nicht eingestandene) Identifikation mit der Halle beim (nicht allzu großen, aber hartnäckigen) Stammpublikum, sie kennen nichts anderes, teilweise aus Jugendzeiten, GWD spielt seit fast 50 Jahren in der Kreissporthalle, wurde dort Deutscher Meister und Pokalsieger.

    Aber noch viel spannender als auf irgendwelchen Kram von Tclip einzugehen, ist es aber, ob es noch ernstzunehmende Rettungsinitiativen geben wird. Solange die Bagger nicht angerollt sind, ist das denkbar...(keine Ahnung, ob es vll. auch rechtliche Möglichkeiten gibt, GWD ist immerhin Mieter)

    Vom zum größten Teil eingelullten Publikum wird es die nicht geben, sowas wäre auch vollkommen gegen Mindener Mentalität (das irgendwas von der Politik aus den beiden Herrschaftsaufteilungsparteien kommt, kann man wirklich völlig vergessen), die einzige Hoffnung ist, dass einige GWD-Gesellschafter initiativ werden....(und dann käme die "Zerreissprobe" von GWD, ein Wort das von Behren im Hallenheft gegen Erlangen unter einer einlullenden Überschrift ("GWD spielt auch noch 2030 Bundesliga") verwendet hat ("Wir brauchen eine bundesligataugliche Halle. Das ist sicherlich die größte Veränderung für GWD seit 40 Jahren. Für uns ist das eine Zerreissprobe")

    Ps. Fragen oder so, sind hochwillkommen, ich weiss, dass das für HE-User, die nicht ortskundig sind, nicht nachvollziehbare Diskussionen sind (aber 'dumme Fragen' können dabei helfen, das Ganze vll. etwas nachvollziehbarer zu machen). Die Auswirkungen können übrigens auch in kürzester Zeit sehr wirkungsmächtig sein, GWD hat z.B. für das nächste Jahr noch keine Lizenz (geht ja auch gar nicht) - wie soll man eigentlich bei den Unklarheiten einen Etat aufstellen?

    GWD-Geschäftsführer Kalusche spricht im aktuellen Hallenheft gegen Erlangen von einer Planungs- und Erstellungszeit für ein Provisorium von etwas mehr als einem Jahr.

    Zur Finanzierung ist bislang nur bekannt, dass die Stadt Minden sich nicht beteiligen wird (ich denke mal, der Kreis hielte eine Beteiligung für völlig abwegig), überhaupt klingt alles sehr vage...

    Viel konkreter ist übrigens, dass die Trainingssituation von GWD ab dem 1.1.2020 ungeklärt ist, man darf gespannt sein, ob die Stadt Minden Trainingszeiten in einer geeigneten Halle zur Verfügung stellt, am Freitag machen die Behörden erstmal dicht, die unkonkreten Pressemeldungen der Stadt lassen durchaus die Vermutung zu, dass dies nicht der Fall sein wird....(der Kreis könnte eigentlich nur die Kampahalle II zur Verfügung stellen, die nicht abgerissen wird - ist aber die Frage, ob diese jetzt nicht völlig durch Schulsport belegt ist bzw. während der Abrissarbeiten überhaupt nutzbar ist).

    So wird jetzt also die Kampahalle abgerissen (mir ist völlig unklar, ob dies notwendig ist und welche Sanierungsarbeiten erforderlich wären, die Stadt Minden als zuständige Bauaufsichtsbehörde kann das ja auch nicht beurteilen, da sie aktuell nicht herangezogen wurde - die Halle gehört dem Kreis) und auf dem Grundstück wird ab 2021 eine neue Kreis-Schulsporthalle gebaut

    Ob dann mal irgendwann eine Multihalle kommt, tja...auch noch unklar und ein sehr weiter und vor allem langer Weg (für eine kleine Hallenlösung a la Coburg und Lingen würde sich sicherlich keine Finanzierung finden, bei der Multihalle steht der Handball nicht im Vordergrund)

    So wie im Moment der Sachstand ist, war der gestrige Tag der Todesstoß für eine 85jährige Handballtradition im deutschen Spitzenhandball (inklusive Hindenburg Minden). Die Vernichtung wäre total, weil es in Minden auch keine Zweit- oder Drittligahalle gäbe (die Dankerser Sporthalle ist für eine 1. Mannschaft mit irgendwelchen Ambitionen sicher nicht geeignet). Landesstützpunkt Handball ist jetzt sicherlich auch bald weg (eine Halle brauchen die halt)

    Das Ganze ist völlig absurd..., schaut so aus als hätten die großes Mehrheitsfraktionen und Niermann (und Konsorten) immerhin schon etwas bleibend und gründlich abgeschafft....

    (Ps. auf TCLIPs Postings von Ende November geh ich mal jetzt nicht ein, das würde nur wieder zu Postinglöschungen führen ;) )

    Danke Germanicus, da ist jetzt aber die Perspektive ungünstig (man bräuchte eigentlich ein Bild auf Höhe der Kreisline - die Perspektive auf dem Bild fördert die Version "im Kreis", das könnte aber auch einzig und allein an der Kameraposition bzw.- perspektive liegen). Die Bs werden zudem eine ganz andere Perspektive gehabt haben als auf dem Bild..

    Hat jemand schon Bewegtbild?