Beiträge von Karl

    @Frohwein: Ich zitier mich mal selbst von gestern (passt jetzt genau rein):

    Zitat

    Denkansatz: HBL-Vorstand und Aufsichtsrat sollten den DHB-Vorstand bitten, die Angelegenheit zu übernehmen, diesen mit allen Vollmachten in dieser Angelegenheit versehen - und sich selbst aus der Sache zurückziehen

    Der deutsche Handball kann es sich nicht leisten zu sagen: ist Sache der EHF (die ja durchgehend in der Presse verdächtigt wird, koruptionsdurchtränkte Wettbewerbe zu veranstalten) und der Justiz.

    Der DHB steht sauber da - er kann der Fels in der Brandung sein (aber ob er sich das selbst aufbürden möchte?)

    Ps. Und sehr interessant ist es, ob einzelne Gesellschafter des THW Bescheid wußten (falls es was zu wissen gab): es geht hier um Existenzen und Lebenswerke.

    Wenn sich die Vorwürfe bestätigen, dann ist das wahrscheinlich das Ende der Spielbetriebsgesellschaft (man denke nur z.B. an die Schadensersatzansprüche...)

    Lothar schreibt:

    Zitat

    Und aufklären heißt, die Schuld zu beweisen, nicht die Unschuld!

    Ja, die Spiegel-Printgeschichte ist jetzt der Maß der Dinge. Praktisch muß nun nicht mehr die Schuld, sondern die Unschuld von den Beteiligten 'erarbeitet' werden. Es muß konkret jeder Punkt abgehandelt werden - pauschales (wae bislang kam: ich geb mein Wort und so) reicht nicht mehr.

    Briilliant geschrieben der Artikel (auch für den Nichthandballinteressierte) mit netten Milieuschilderungen (z.B. eine gewisse Tendenz zur 'Selbstbesoffenheit' können ja vll. auch THW Fans nicht allen im Umfeld/Pressewesen/Fans des Kieler Handballs absprechen). Erstmal sehr überzeugende Wiedergabe von Aussagen - wenn sich einige davon bestätigen (woran ich nicht zweifle): nuja...

    Ob das nun bei jedem Verein und bei jedem SR so abläuft im Europacup will ich mal ganz stark anzweifeln. Das ist im Moment relativ egal - das sind Pauschalbehauptungen, nicht detailliert begründete Beschuldigungen so wie gegenüber dem THW.

    hab ich schon bedacht ;), deshalb ging das Posting ja so weiter:

    Zitat

    Kann aus Zeitgründen geschehen sein ...mit der bürgenden Unterschrift eines (oder einiger) Gesellschafters wäre es aber (noch) überzeugender.

    Naja, in Zeiten der Telekommunikation spielen unterschidliche Orte ja keine so große Rolle mehr. Vielleicht setzt z.B. ein Willi Holdorf, Hubertus Grote etc. (oder natürlich naheliegend: wieder Wegner) ja noch seinen Namen nachträglich drunter (das hätte schon Gewicht).

    Ps. Die PM des THW bezieht sich ausdrücklich auf "Spiegel-Online" - damit also nicht auf den Print-Artikel.

    2. Ps.: Meinst Du, daß der Schriftsatz der PM allein von Schwenker (im spanischen Hotelzimmer) verfasst wurde? Nuja, er hat ihn auf jeden Fall alleinig unterschrieben.

    Für die Diskussion von Organisationsänderungen kann man ja einen eigenen Thread aufmachen. (Denkansatz: HBL-Vorstand und Aufsichtsrat sollten den DHB-Vorstand bitten, die Angelegenheit zu übernehmen, diesen mit allen Vollmachten in dieser Angelegenheit versehen - und sich selbst aus der Sache zurückziehen)

    Was zunächst mal auffällt, ist, daß die Pressererklärung des THWs nur der Geschäftsführer unterschrieben hat (diesmal kein Gesellschafter...).

    Kann aus Zeitgründen geschehen sein ...mit der bürgenden Unterschrift eines (oder einiger) Gesellschafters wäre es aber (noch) überzeugender.

    Bohmann wird zitiert, daß die HBL noch mal "nachfragen" will:

    Zitat

    "Es sind neue Informationen da, die wir alle noch nicht kannten. Wir werden in Kiel und bei den Rhein-Neckar Löwen auf jeden Fall noch einmal nachfragen", erklärte Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), angesichts der neuen Lage. "Die Anzahl der Spiele und der Betrag sind für uns neu", so Bohmann.


    NDR-Online

    Frohwein schreibt:

    Zitat

    Bestenfalls ist das auch alles wieder eine Ente. Beweise gibt es nach wie vor nicht. (Allerdings haben die Indizien jetzt eine andere Qualität als vor einer Woche

    So wie es ausschaut, wird das mit der Ente ein frommer Wunsch bleiben. Tja, da bahnt sich eine 'Katastrophe' für den Kieler Handball und die HBL an (nee, ich befürchte und nehme an: sie ist da)...Es ist aber nur eine Katastrophe im Umfeld des Sports ;)

    Tja, entweder läuft das auf 'gegenläufige' eidesstattliche Versicherungen raus (und da bleibt dann ganz, ganz mächtig was zurück) - oder die 'Verteidigungsfront' bricht zusammen.

    Soviel zum ersten Eindruck - im Montagsheft (in einigen Gegenden gibt es das schon Sonntag?) gibts ja vll. auch Faksimiles).

    Edit: editiert, während Lothar das folgende Posting verfasst hat - war aber nur formales

    ojessen 13.41h: Du argumentierst (selektiv) formal. Es gibt natürlich (auch informell sich herausgebildete) 'Verfahrensroutinen' und auch wirksame Prinzipien wie das Subsidiaritätsprinzip. Das hängt natürlich auch von der 'Grundmentalität'/Selbstverständnis/Aufgabenverständnis - interpretation des zu bearbeitenden Staatsanwaltes ab. Das es prinzipiell ein Fall ist, der in die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft fällt, ist unstrittig - die Frage ist nur, welches eigene Engagement dort in dieser Sache im Moment für angemessen gehalten wird (so in etwa kurz und knackig: lass erstmal die Sportler machen...)

    Das Interview wäre natürlich wünschenswert - glaub aber nicht, daß das kommen wird

    UlfN. Damit meinte ich diesen Komplex mit dem Subsidiaritätsprinzips. Der Staat soll (vereinfacht gesagt) die Arbeit des Sports machen. Auf Dein Spezialgebiet angewendet: im Radsport erklärte sich so u.a. ja auch dadurch die anfängliche Zurückhaltung der Justiz... (soweit ich das mitbekommen habe). Und: es geht hier ja nicht um Mord...., sondern nur um Vorwürfe im Rahmen von ein (oder ein paar) Handballspielen.

    @Lord, GB u.a. Puh...sorry wird jetzt echt zu viel, kann nicht alle Diskussionsstränge weiterführen ;)

    Edit: 14.22: Kleinigkeit - Posting auf Stand von 14.06h

    Für die Kieler Staatsanwaltschaft ist das natürlich auch eine unangenehme Geschichte - und: auch im Recht gilt ja (implizit bzw. in auszulegendem Rahmen) das Subsidiaritätsprinzip. Erst soll der Sport seine eigenen Angelegenheiten regeln - alle Möglichkeiten sind da ja noch nicht ausgeschöpft (Nielsen). Dann kommt der Staat...

    Die Sache ist eigentlich (aus dieser Perspektive) noch nicht Staatsanwaltschaftsreif - und wird es hoffentlich auch nie werden.

    Edit:
    kar: das ist auch eine Antwort auf Dein zunächst zeitgleiches Posting ;) (im Hinblick auf die Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft - das 'kleben bleiben' kommentier ich nicht, das ist keine Diskussionsebene)

    ojessen: Selbstverständlich. Aber es scheint so zu sein, daß die Staatsanwaltschaft nur den Brief kennt - und ihre Entscheidung auf der Basis von diesem getroffen hat (ohne Zeugenvernehmungen usw.)

    Befriedigend ist das nicht...

    @LordVader: Wieso? Erst nach Nielsen... (und selbst dann nicht ganz unbedingt...)

    Nuja, das der Brief keine Fakten enthielt (bzw. sehr wahrscheinlich nicht die Namen von Personen, die diese angeblich haben - die wären doch wohl von der Staatsanwaltschaft vorgeladen worden). Davon konnte man aber auch schon vorher von ausgehen.

    Das ist nicht viel - und bedeutet nicht viel. Ist schon komisch (i.S. von 'amüsant'): nach jeder 'Entlastung' stellt man bei kurzem Nachdenken fest, das sie nicht viel bedeutet. ;)

    edit 15.40: Wortbedeutung in diesem Kontext von' komisch' klargestellt

    Tja, nun wissen wir etwas mehr über den Inhalt des Briefes - aber ich würde die sehr prompte Entscheidung der Kieler Staatsanwaltschaft nicht überbewerten.

    Alles hängt jetzt von Nielsen ab... Storms Distanzierung würde ich jetzt auch nicht so überbewerten, er möchte vermutlich halt nicht die Verantwortung dafür übernehmen, daß die Existenz von ihm vermutlich gut bekannten Personen vernichtet/gefährdet wird (bzw. diese ungerechtfertigt diskreditiert werden). Das ist auch ein Aspekt: selbst wenn an der Geschichte was dran wäre - Wiederholungsgefahr ist nicht gegeben: und von 'Strafe: wer hat was davon? Bei 'diskreter Erledigung' durch die HBL hätten sich halt ggfs. die betroffenen Personen unauffällig aus dem Handballgeschehen zurückziehen können....Aber das war ja nicht möglich (auch weil es vll. gar nichts zu erledigen gab). Die Ansetzung der Sitzung der Runde am Montag sickerte durch... Naja, ist natürlich eine Unterstellung/Theorie (aber: wenn es darauf hinausgelaufen wäre - hätte man dann jemanden Verantwortlichen im Handball deshalb einen Vorwurf machen können?)

    Aber: wenn von Nielsen nichts konkretes kommt, ist es sehr ratsam, daß er sich vom Handballsport zurückzieht (bzw. dazu genötigt wird)

    Ps.
    Frohwein:

    Zitat

    Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Kieler Staatsanwalt nur mal einen Blick auf die "Fragen" werfen wollte, damit er beim nächsten THW-Heimspiel in seinem Block was zu erzählen hat Augenzwinkern


    Das ist mir schon klar, dachte, die etwas saloppen Formulierungen im letzten Posting durch die Anführungszeichen und den Smiley deutlich gemacht zu haben.

    War schon klar, wie Frohwein das meinte... (wollte die enggeführte Perspektive des natürlich sinnvollen/weiterführenden Beitrags von ihm etwas erweitern).

    Aber jetzt ist erstmal für die Staatsanwaltschaft Wochenende... Ich glaub nicht, daß die Aufklärung durch die Behörden erfolgt (allenfalls eine evtl. notwendige Aufarbeitung). Da wird der Herr Nielsen schon schneller sein... (gibts von dem eigentlich was neues? Aktuell ist doch immer noch: 'Aufklärung' bis Anfang nächster Woche?! Nun denn...)

    So ganz uninteressant/irrelevant ist das aber eigentlich nicht (abseits der rein formalen Ebene).

    Ist ja schon was anderes, wenn die Initiative von Bohmann bzw. der HBL ausgegangen ist (der Bild-Artikel legt das nahe, das dortige Bohmannzitat ist aber nicht eindeutig), die sich vll. verpflichtet fühlten/aus Ratlosigkeit als zweckmäßig erachteten, die Staatsanwaltschaft einzuschalten und der Brief dann angefordert wurde - oder ob in der Staatssanwaltschaft Kiel halt der Sportteil der Zeitung gelesen wird: und einer 'neugierig' geworden ist und sagt: das 'interessiert' mich ;). Oder ob ein (möglicherweise interessanter) Mister X die Staatsanwaltschaft durch eine Anzeige zu der Aktivität veranlasst hat.

    Ps. Ach ja übrigens: Zitat von dpa im Artikel über einen traditionellen 'Presselieblingsfeind' einiger Forenmitglieder:

    Zitat

    Er (Bohmann - K.) bestätigte damit entsprechende Informationen der «Hamburger Morgenpost».


    Kann man ja auch mal erwähnen.

    @GroßerBruder: Ich bezog mich (indirekt) auf Deine Quellen-Bewertung:

    Zitat

    na endlich steigt die B*ld in die Berichterstattung ein. Jetzt wird alles aufgeklärt. Die Rettung ist nah.


    Aber laß uns vll. den Thread (den ich für Forenverhältnisse als angenehm und weitgehend konstruktiv empfinde) nicht durch privates Gelaber kaputt machen.

    Der Bild-Artikel (von der Bundessportredaktion?) ist durchaus interessant, konkret und relativ wenig reißerisch aufgemacht - sollte man durchaus zur Kenntnis nehmen. Ein Auszug:

    Zitat

    Denn: Nach der Sitzung telefonierte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann mit Jesper Nielsen. Der Gesellschafter der Rhein-Neckar Löwen hatte Dienstag erklärt: „Wir wissen um Unregelmäßigkeiten um die Champions-League-Spiele des THW Kiel.“ Diese Informationen habe der Däne von Personen aus dem THW und seinem Umfeld. Besonders komisch: Kiel reagiert gar nicht auf diese Anschuldigungen. In dem Telefonat blieb Nielsen bei seinem Standpunkt. Bohmann zu BILD: „Es stimmt, er hat seine Aussage wiederholt.“ Da sagt doch eine Seite die Unwahrheit. Bohmann: „Das möchte ich nicht kommentieren.“ „Allerdings“, so Bohmann weiter, „habe die Staatsanwaltschaft jetzt Kenntnis von dem Fall. Sollten sie Ermittlungen aufnehmen, haben wir nichts dagegen. Wir als HBL werden erst wieder aktiv, wenn neue Fakten da sind.“


    Ganzer Artikel bei bild.de

    Es geht hier nicht um irgendwelche Außenwahrnehmungen, es geht um die Klärung der Angelegenheit. Warum sollte es nicht unterschiedliche Auffassungen zum weiteren Vorgehen innerhalb der Führungsspitze der RNL geben? Ist doch nicht schlimm, wenn es so wäre (es gibt Anzeichen, daß es in Flensburg so ähnlich ist).

    Haben denn hier alle nur die Perspektive von irgendwelchen PRler, die sich um Image und Außendarstellung usw. von irgendwas sorgen ? :) - Hauptsache 'gut dastehen': die Sache und Substanz ist egal.