Beiträge von Karl

    @Ronaldo+Meteo: Also: ich hab eine ausführliche Stellungnahme und Begründung durch den entscheidenden Spielleiter (die womöglich auch noch auf Hannings sachlichen Kern der Kritik eingeht) noch nicht gelesen - freilich auch nicht das Internet durchgewühlt (wäre sinnvoll, das zu verlinken)

    Soll und sollte jetzt auch keinerlei Kritik an irgendwelchen Berichterstattern, Zeitungen oder Handballportalen sein, sondern nur eine Feststellung

    Naja, da kann man natürlich gut spekulieren, ob der Niedergang der mit der SG eng verbundenen Flensburger Sparkasse (incl. Frerichs Eilts) da eine gewichtige Rolle spielt.

    Das die SG Schwieigkeiten hat, ihren Etat zu halten, konnte man auch ohne genauere Umfeldkenntnisse annehmen.

    Der offene Umgang ist ein ganz gutes Zeichen (hoffentlich war das jetzt auch alles) - die Kürzung erscheint ja auch noch im akzeptablen Rahmen, einen großen Fall für die Lizensierungskommission und die HBL sehe ich da jetzt nicht auf der Basis des Artikels.

    Die Kosten bei der SG müssen halt reduziert werden: auf der Geschäftstelle ist das ja schon geschehen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe - jetzt bleibt halt nur der Spielerbereich als einzige Einsparungsmöglichkeit. Die Mannschaft personell durch Abgabe von Spielern zu schwächen, ist auch keine gute Lösung (die SG muß zumindest in CL-Nähe bleiben) - und auch nicht im Interesse der dann verbleibenden Spieler. Zudem kommt bei Förderern (vor allem im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld, das ja so bei vielen Vertragsabschlüssen der Spieler nicht absehbar war) eine Kooperationsbereitschaft der Spieler auch bestimmt gut an.

    Ronaldo schreibt:

    Zitat

    @ZeeBee: Wie bewertest Du vor diesem Hintergrund die Aussage Hannings laut handball-world.com, dass die Spielberechtigung durch die HBL überprüft und Ziebert ein Bundesliga-Paß ausgestellt wurde? Diese Entscheidung wurde zudem dem HC Neuruppin mitgeteilt. Damit konnten doch die Füchse von einer wirksamen Spielberechtigung ausgehen und könnten sich auf Vertrauensschutz berufen?

    Will nix bewerten - aber HBL ist HBL - die hat doch eigentlich mit der Oberliga Berlin-Brandenburg (genauso wie Thiel) nix zu tun. Auch der HC Neuruppin hat mit der HBL doch eigentlich wenig zu schaffen. Inwiefern sind denn irgendwelche Entscheidungen des HBL-Justitiars für DHB-Landesverbände bindend? (ist Thiel eigentlich in irgendeiner Form durch die DHB-Vereine demokratisch legitimiert/gewählt worden, für DHB-Gliederungen außerhalb des Bundeslgaspielbetriebes bzw. HBl-Bereiches Entscheidungen zu treffen?)

    Bei so einer schwierigen Geschichte sichert man sich doch beim zuständigen Verband und beim Spiellleiter ab. Das haben die Füchse anscheinend nicht gemacht

    Naja Alf, der EPIA ist, wenn ich das recht sehe, ein Interessenverband der Solarindustrie.

    'Wissenschaftliche' Expertise in dem ganzen Bereich ist so vermachtet (oder schlicht käuflich, nicht unbedingt immer direkt, aber z.B. durch die Zwänge der Projektmitteleinwerbung) und Medienberichterstattung (die ja darauf Bezug nimmt) propagierend (pro oder contra): das ist ganz schwer, da irgendwie eine fundierte Meinung zu haben.

    Da kann man nur 'ethisch' argumentieren: ist schon verdammt schlecht, wenn son AKW mal wirklich 'hochgehen' sollte.

    Achja, etliches ist aber bei den KN auch im gewohnten Tonfall (das kann man als Außenstehender alles praktisch nicht durchschauen - z.B.. auch die Rolle der Miteigentümerschaft an der defizitären Ostseehalle oder auch, was eigentlich die Provinzial/Rüther genau beabsichtigt). Schade, daß sich die überregionale Presse zurückgezogen hat und so wieder die KN (bzw. deren verlag) das quasi-Informationsmonopol über dern THW Kiel hat.

    So die ganz großen Namen konnte der THW jetzt aber wahrlich nicht für den Aufsichtsrat gewinnen (naja, gut: ein Vorstandsvorsitzenden der örtlichen Sparkasse- jaja, die verdeckte Finanzierung von Bundesligisten aus quasi-öffentlicher Hand wird wirklich zum Ärgernis, zumindest, wenn das eine Hauptfinanzierungsquelle ist, aber: altes Thema und nicht nur THW spezifisch)

    Ein bißchen schmunzeln muß man vll., daß der neue Vorsitzende Vater (nicht allzu bescheiden nennt sich die Firma Vater-Unternehmensgruppe) SAP-Lösungen verkauft Link

    Das ausführliche und lesenswerte Interview (kein Marketing-Blabla) mit Bredemeier ist jetzt online; Textauszug:

    Zitat


    Frage: Klesniks war sehr lange an der Schulter verletzt. Birgt die Verpflichtung nicht große Gefahr? Droht da sogar ein neuer Fall Patrekur Johannesson?

    Bredemeier: Nein, wir sind abgesichert. Sollte Klesniks nicht spielen können, dann kostet er uns keinen Pfennig. Allerdings wäre das sportlich ein Rückschlag. Dieses Risiko gehen wir aber bewusst ein. Denn Alternativen gibt es auf dieser Position im halbrechten Rückraum momentan nicht. Wir haben um Klesniks gekämpft und den Kampf gegen Magdeburg gewonnen.


    Link zum Interview

    Nu gut, das Problem bei Johanneson war natürlich nicht, daß er gar nicht spielen konnte, sondern nur hin und wieder bzw. unter starken Einschränkungen. Aber okay, ist einen Versuch wert - es ist vollkommen illusorisch, einen mit Klesniks Leistungsniveau aus Essener Tagen vergleichbaren RR zu verpflichten.

    Naja, auch sonst alles recht optimistisch (RL und Abwehr machen mir schon Sorgen - viel Arbeit kommt auf Richard Ratka da auf jeden Fall zu: und was passiert bei Verletzungen?)

    Interessant noch diese Graphik zur Etatzusammensetzung: Link

    Mopo:

    Zitat

    Auch Gummersbach hat für diesen Vorschlag von Andreas Rudolph votiert“, erklärt Bohmann.


    Nöö, soweit ich das verstanden habe, ist Krämer nicht in seiner Eigenschaft als Vertreter des VFL Gummersbachs Aufsichtsratsmitglied des HBL, sondern als 'Persönlichkeit' . Er ist von der Ligaversammlung nun nicht in den Aufsichtsrat gewählt worden, um dort die Interessen des VFL Gummersbachs zu vertreten.

    Hab jetzt keine Lust das nachzugucken, aber ist doch bestimmt so, daß die AR- und Präsidiumsmitglieder in der Ausübung dieser Funktion keine Vereinsvertreter sind? Witte ist ja auch nicht zum Vorsitzenden der HBL gewählt worden als Vereinsvertreter des TV Gramke (oder Haben hausen oder welchen verein er auch immer angehört). Da wird in dem Bohmann-Zitat aber schon eine interessante Grundmentalität der HBL-Funktionäre offengelegt....

    Der Kernpunkt der Kritik bleibt natürlich: das Unterordnen des sportlichen Sinn des Supercups (Pokalvertreter gegen Ligavertreter) unter Vermarktungsgesichtspunkten. Das ausgerechnet der HSV davon profitieren könnte war schon im Februar nicht unwahrscheinlich (waren ja nun heißester Anwärter auf Platz 2). Der THW ist wahrscheinlich auch an einem finanziell lukrativen Gegner interessiert, da ich einfach mal annehme, daß die Honorare der teilnehmenden Mannschaften nicht gänzlich unabhängig von den Einnahmen des Spieles sind.

    Zu 100% erfährt man auch nicht, wer den Beschluß gefällt hat (das Präsidium hat nur "bekräftigt' - den eigenen Beschluß vom Februar?)

    Eigentlich wären die Modi der Supercupaustragung doch auch eine Sache der Ligaversammlung - es kann ja nun nicht angehen, daß der THW und der HSV im Präsidium der HBL dies in iherem eigenen Interesse und zu ihrem eigenen Nutzen auskungeln: in (weitgehender) Abwesenheit und zu Lasten von Dritten.

    Vll. liegt aber auch ein Ligaversammlungsbeschluss vor ? (an wen richtete sich der Rudolph-Antrag vom Februar?) Wär auch vorstellbar, daß da diese Pokalwettbewerbe schon längst als Privatangelegenheit des HSVs und des THWs 'abgehakt' sind und das durchgewunken wurde.

    Naja, das Ganze hat ja nicht nur Rudolph zu verantworten: mit Witte und Schwenker stellen die Kieler ja (de facto ;) ) den Präsidenten und den Vizepräsidenten. Naja, was ist von einem Ligaverband mit der Führungsspitze schon zu erwarten...(das Rudolph zudem anscheinend ein knallharter 'pro domo' -Vertreter in Gremien ist, qualifiziert ihn auch nicht gerade für den HBL-Vorstand)

    Interessant übrigens, daß die Sache jetzt durch einen Bericht einer Lokalzeitung (!) öffentlich wird. Mildernd kann man anführen, daß der Beschluß vor der Bestechungsaffäre getroffen wurde - bei einem Funken Sensibilität hätte man das Vorhaben dann aber einfach unter dem Tisch fallen lassen können.

    Soso, Vermarktbarkeit steht für die HBL-Spitze also über der sportlichen Qualifikation (durch die entsprechenden Wettbewerbe) - gilt das eigentlich generell? Wieviel Spielausgänge in der HBL sind eigentlich geschäftsschädigend? (z.B. eine Niederlage von einem Arenenverein bringt gleich 3000 Zuschauer weniger und womöglich noch TV-Minuten - sowas muß doch eigentlich verhindert werden).

    Ich denke, da steht der HBL noch einige Arbeit bevor, die Spielergebnisse in der Bundesliga vermarktungstechnisch zu optimieren - beim Pokal gelingt das ja schon ganz gut (dieser Verdacht muß einfach entstehen, wenn man die geradezu entlarvende Mentalität sich überlegt, die hinter diesem HBL-Beschluß steht).

    Naja, es werden sich bestimmt wieder ein paar 'Deppen' (vor allem aus mangelnder Information) finden, die sich nicht entblöden, dieses Premium-HBL-Event mit ihrer zahlenden Anwesenheit zu finanzieren.

    Schade, der VFL kann wohl nicht viel Ärger machen - der hat ja nun allen Grund, es mit der HBL sich nicht zu verderben.

    @Klesniks und Thoustrup nach Dankersen

    Tja, bei Klesniks muß man mal gucken nach der sehr schweren Schulteroperation am Wurfarm - das ist alles doch ungewiss. Allerdings bestehen auf den Linkshändermarkt kaum Möglichkeiten (in Lübbecke mit seinen erheblichen finanziellen Möglichkeiten wird ja auch von Jurasik/Alvanos und Hermann nur geredet bzw. angefragt, aber da wirklich zum 'Zuge zu kommen' ist halt sehr schwer, da gehört auch mehr als die Finanzen zu - naja, die haben auch schon 2 RRs unter Vertrag: aber sowas war da noch nie ein Hindernis für weitere Verpflichtungen).

    Ausschlaggebend für das Interesse an Klesniks werden wohl seine Abwehrqualitäten sein - der hat doch in Essen Mittelblock gespielt - oder? Ich denke, das ist ein Versuch wert - bringt ja nichts irgendeinen Rückraum Rechts zu verpflichten, von dem man von vornerein weiß, daß er in der 1.BL erhebliche Schwierigkeiten bekommen wird

    Spieler (dazu noch deutsche!) der Qualität von Haaß (der wird in Göppingen groß einschlagen!) und Hegemann sind halt nur unter spezifischen Umständen dafür zu gewinnen bei GWD zu spielen - sie dauerhaft zu halten, ist sehr schwierig. Wleklak muß man mal abwarten, hat schon Auge: wenn es nicht so laufen sollte, könnten auch die ganzen alten Nettelstedter Namen in seinem Umfeld (Tluczynski als Trainer in Hard, Czok als sein Berater, Wenta als Nationaltrainer und irgendwie mit Czok zusammen 'Chef' des polnischen Handballs) Aversionen beim Publikum hervorrufen. Mag zwar ungerecht sein, die Befürchtung ist aber nicht völlig aus der Luft gegriffen.

    Von Madsen hab ich bei Torrevieja ein bißchen was gesehen - kann wohl keine Abwehr spielen - und nuja, im Angriff auch ein etwas 'spezifischer' Spieler. Wäre in dieser Saison eine ordentliche Ergänzung hinter Hegemann gewesen.

    Mag jemand, der sich bei der SG gut (na, muß schon sehr gut sein bei seinen Einsatzzeiten) auskennt, noch was von Thoustrup erzählen? (Deckungsverhalten, Wurtrepertoire usw.)

    Mag durchaus sein, daß die Niemeyer-Geschichte (der ist echt Geschichte!) hilfreich bei der Refinanzierung des BL-Handballs ist und auch das regionale Interesse erhöht (die laufende Saison war doch recht ruhig - dieser Einkauf von N-L bzw 'einkaufen lassen' von Niemeyer schafft auf jeden Fall auch Aufmerksamkeit bei nicht ganz so stark Handballinteressierten im Mindener Raum) - freilich nicht im Rahmen eines Wettrennens mit Armin Gauselmann, sondern daß überhaupt wieder eine voll wettbewerbsfähige Mannschaft ins BL-Rennen geschickt wird (bei der Struktur der GWD-Gesellschafter und Sponsorenschaft kann man annehmen, daß der Verein potentiell besonders stark von der Wirtschaftskrise betroffen ist). Und das hat ja schon häufiger gereicht, um sich gegen Lübbecke durchzusetzen oder zumindest zu behaupten:
    Überblicksartikel des Mindener Tageblatts von heute:

    Zitat

    "Reaktion sorgt für Gegenreaktion"

    Minden (kn). Sorgt die Verpflichtung von Arne Niemeyer durch den Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke für eine Trotzreaktion bei Niemeyers Ex-Klub GWD Minden? Es hat ganz den Anschein. Im Rahmen einer "Elefanten-Runde" der Mindener Hauptsponsoren Anfang letzter Woche soll es entsprechende Signale gegeben haben.

    "Auf eine Reaktion folgt immer eine Gegenreaktion", äußerte sich GWD Mindens Manager Horst Bredemeier nach dem jüngsten Derby-Sieg der Mindener über den TBV Lemgo (30:26) jedenfalls optimistisch. Offenbar hat Bredemeier nach seinem sportlichen und wirtschaftlichen Situationsbericht grünes Licht in diese Richtung erhalten...


    Hier gehts weiter

    Schön - Henriksson macht sich sehr gut - bemerkenswert ist seine Spielintelligenz und taktische Disziplin. damit kompensiert er seine noch verbesserungsfähige Durchsetzungskraft. Da Apollo Just im nächsten Jahr auch im Rückraum und als LA gebraucht wird (und in der Abwehr nur so gerade auf der Halbposition einsetzbar ist), war die Verlängerung nach den Komplikationen und neuerlicher Fußoperation von Auerswald fast unumgänglich.

    Einen Mittelblock Ingimundarson/Henriksson sehe ich trotzdem eher skeptisch - I. (bzw. H.) haben sich doch sehr stark an Hegemann orientiert - der Verlust wiegt sehr schwer. Zudem ist da das Problem mit den Angriffs-Abwehr-Wechseln...(beide Mittelblockspieler auszuwechseln, ist doch etwas viel in der 1. BL)

    Naja, und eine Etatlücke von 600 000€ bedeutet ja noch nicht, daß der Rest des Etats schon auf dem Konto des SCMs ist.

    Ist Kaiser eigentlich von irgendeinem seiner 'Netzwerker' (im Networking zum eigenen Nutzen scheint er ja ganz groß zu sein) oder Studienfreunde (per Firmengeld) der Job in Flensburg 'gekauft' worden?

    Was ist denn eigentlich mit der kolportierten Abfindung von 120 000€ durch den Aufsichtsrat - ist das offiziell? Im SCM-Forum ist das Allgemeingut, bin aber überhaupt nicht sicher, ob das stimmt (immerhin ist er vor einem Jahr mit Oesterhoff und Meyer schon zurückgetreten - und ein eigener materiellen Schaden für Kaiser ist durch die freiwillige Jobaufgabe in Md auch nicht zu erkennen)

    Jau, wenn man sich z.B. die PK zusammen mit Kempmann angeguckt hat, kommt man aus dem Staumen nicht mehr raus - jeden Vorwurf gegen BUH von diesen Leuten würde ich mit ganz,ganz spitzen Fingern anfassen.

    Ps. Ob da eine richtig hohe Ablösesumme für Sprenger zu realisieren ist, das weiß ich nicht. Beachtet werden muß auch, daß Sprenger nun kein Sklave ist, sondern ein Wechsel seiner Zustimmung bedarf. Und wenn er sagt: ich will nur nach Kiel - dann wirkt das nicht ablöseerhöhend (der SCM ist unter Druck). Und: jeder €, den der THW bei der Ablöse sparen kann, ist frei für Sprengers Gehalt...

    Äh - hier werden feststehende Wechsel diskutiert: 'Gelaber' vermag ich eigentlich nicht im außergewöhnlichen Umfang erkennen (und sach-kontextbezogen ist es doch auch ?( - und wenn Du Gelaber nicht erträgst, dann kann man nur nur raten, Foren zu meiden)

    Ps. Empfehle Dir handball-world ;) (ohne scrollen gehts da aber auch nicht), da kriegst Du die meisten Essentials/Fakten, die hier dann halt diskutiert werden.

    2. Ps. Um das Posting noch konstruktiv zu machen: Link auf Interview mit Niemeyer in der NW: hier anklicken (die Überschrift in dem Hauptartikel: "Mit neuem Trikot nach Hause" finde ich übrigens lapidar-witzig - der Placke hat schon eine feine, größtenteils fast unmerkliche, Art der Ironie: wirklich bemerkenswert. Das MT hat die leider nicht und 'verfälscht' die Überschrift in ihrer Artikelübernahme durch ein 'schwarz-rotes Trikot' und nimmt den 'stilistischen Witz' bzw. die 'stilistische Eleganz' damit raus)

    Aha, danach also offiziell 'ablösefrei'. Von wem ist denn das Zitat?

    Naja, Schwalb sitzt in Hamburg nun auch nicht grad fest im Sattel (die Lackovic/Hens-Problematik bleibt natürlich) - aber es ist Mai, vieles im Fluß (z.b. wen verpflichtet Gummersbach denn für Ilic?), da hätte sich schon irgendwas interessantes außer Lübbecke ergeben (unmittelbarer Handlungsdruck ist für Niemeyer auch nicht gegeben: bald Sommerpause und das Gehalt beim HSV ist bis 2011 garantiert).

    Frohwein schreibt:

    Zitat

    Laut Darstellung von Wolfgang Gütschow (Lübbecker Ausgabe der Neuen Westfälischen) hat sich außer dem TuS niemand um Arne Niemeyer bemüht.

    Nö, das gibt das Zitat nicht her: Gütschow nach dem Artikel

    Zitat

    Der TuS N-Lübbecke war der einzige Verein, der sich ernsthaft um Arne bemüht hat“, schob Gütschow hinterher


    Ist jetzt die Frage, was Gütschow unter 'ernsthaft' versteht - das ist ja ein Begriff, der einen recht großen Interpretationsspielraum offenläßt. Wenn von Anfang an z.B. eine Tendenz pro Lübbecke da ist, dann braucht sich keiner zum Kasper zu machen und (enorme) Anstrengungen zu unternehmen (das ist ja auch eine Sache der Fairness gegenüber potentiellen Finanzierern, die es zu großen Teilen angesichts der Wirtschaftslage auch nicht leicht haben) ne These, wie es gewesen sein könnte, hab ich ja schon im letzten Posting aufgestellt.

    Warum Lemgo und Flensburg-Handewitt (nur um mal 2 ganz willkürliche Namen zu nennen) zumindestens öffentlich kein Interesse angemeldet haben, wird auch seine Gründe haben

    Achja übrigens: von Ablösefreiheit stand nirgendwo was? Das würde dann auch noch mal ein Ausgabeposten sein.

    Kai. Jau, das ist im Prinzip richtig. Hottis (wiederholt geäußertes) Zitat bedeutet, daß, wenn Arne Niemeyer signalisiert, aus seinem bis 2011 laufenden Vertrag auszusteigen und Interesse an einen Wechsel zu GWD hat, man sich dann etwas 'einfallen' läßt. Dieses Interesse haben er und sein Vater anscheinend nicht gegenüber Bredemeier geäußert (Möglichkeiten dazu gabs ja nun reichlichst). Niemeyer wußte, daß er einen Ton sagen muß, dann wird nach Möglichkeiten gesucht...(so interpretiere ich Hottis Standpunkt). Meine Meinung, daß es richtig war, kein 'Wettbieten' mit Lübbecke aktiv zu suchen, habe ich ja schon in den vergangenen Postings dargelegt. Wenn Niemeyer nach Lübbecke wechseln will, dann soll er es tun...

    Naja gut, wenn andere Vereine mit der Höhe des Lübbecker Angebot durch Spielerberater Gütschow konfrontiert wurden, dann kann ich mir schon gut vorstellen, daß sie erst gar nicht in einen Bieterwettstreit eintraten, wenn ihnen deutlcih gemacht wurde, das Lübbecke eine echte 'Option' ist (kann man auch davon ausgehen, daß die sich darüber auch ein wenig 'gewundert' haben, denn Lübbecke hat ja schon eine etwas spezifische Konstellation - nuja, und wenn Niemeyer da offensichtlich hinwechseln will, dann erlischt das Interesse schnell - und wird bei anderen Bundesligisten zu den 'Akten gelegt)

    Ich glaub übrigens, daß das 'Übel' der recht neu in den Mittelpunkt getretende Sohn Armin Gauselmann ist, zu Paul Gauselmann passt das alles so recht nicht. Seit der Quasi-Integration vpn Lübbecke in den Gauselmann-Konzern nach der Insolvenz Anfang des Jahrtausends war es eigentlich eher so ein 'Nebeneinanderherleben' im Handballkreis, auch ohne so die ganz großen Berühungspunkte zu haben (Paul Gauselmann war/ist in der Mindener Kampa-Halle übrigens durchgehend mit prominenten Werbeflächen vertreten).

    Naja, der ist jetzt auch schon deutlich über 70 (wie etliche GWD-Förderer übrigens auch) - mit Armin scheinen neue Zeiten anzubrechen.

    In der neuen Ausgabe des "Sportjournalist" (der Mitgliederzeitschrift des Verbandes Deutschher Sportjournalisten) findet sich eine sehr interessante Analyse des Umgangs von Sportjournalisten mit der THW-Problematik - und auch der Rolle des Onlinejournalismus

    Lohnt sich unbedingt!!

    Zitat

    Der Kieler Handball-Skandal und die Medien: Wenn der Spiegel kommt, wird ernst
    von Lukas Natusch

    Die Kronzeugin kommt aus Kiel, heißt Meike B. und arbeitet als Lehrerin. Sie ist mit einem Journalisten zusammen. Wie es sich für einen Akademiker-Haushalt gehört, werden mehrere Zeitungen gelesen. Der Spiegel. Die Zeit. Die Kieler Nachrichten (KN). Und das Flensburger Tageblatt (FT). Als Frau B. Anfang März ein paar Tage lang die Texte aus Kiel und Flensburg zum sich anbahnenden größten Skandal der deutschen Handball-Geschichte gelesen hatte, fragte sie ihren Mann, warum denn derart unterschiedlich berichtet würde über die vermeintlichen Schiedsrichter-Bestechungen beim Champions-League-Finale 2007 zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt. Frau B. ist keine Medien-Expertin, sie ist auch keine Handball-Fachfrau. Ihr fiel nur auf, dass die Flensburger Zeitung die Sache ganz anders bewertete und größer aufmachte als die Kieler. Als FT schon längst davon schrieb, dass man dem THW den Titel aberkennen müsse, sollten sich die Gerüchte als wahr herausstellen, schrieb der Chefredakteur der KN noch schnell einen Kommentar, in dem er die Westen der Kieler Verantwortlichen wieder weiß wusch. So unterschiedlich können die Meinungen ausfallen, wenn eine Kieler und eine Flensburger Zeitung über denselben Sachverhalt berichten…


    Ganze Ausgabe mit dem Artikel hier als PDF runterladbar

    Auch ganz interessiert: Armin Gauselmann am Tag der (Quasi-) Bekanntgabe der Niemeyer Verpflichtung:

    Zitat

    Neben dem Eintrag ins Gästebuch der Stadt bekamen die Handball-Asse auch noch den Ehrenteller der Stadt überreicht für einen Erfolg, den Armin Gauselmann als »Reparatur eines Betriebsunfalls« bezeichnete: »Im vergangenen Jahr sind wir an der Ehre gepackt und im Stolz verletzt worden durch Ergebnisse aus dem Umkreis. . .« In der neuen Saison bietet sich die Gelegenheit zur weiteren Revanche an einem Team aus dem »Umkreis«. . .


    Westfalen-Blatt

    Jaja, zunächst hat er sich jetzt an dem damaligen Teammitglied aus dem Umkreis 'gerächt' , indem er ihn gekauft hat ;) (durchaus ernst gemeint: ich sehe eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, daß sich das als Rache entpuppt - freilich nicht intendiert)

    Naja, war schon klar, daß GWD erst gar nicht mit dem Wettbieten richtig anfängt, kann mir auch schwer vorstellen, daß sich ein Gesellschafter dafür hergegeben hätte - ne gewisse Primitivität hat sowas ja auch -und wenn Niemeyer unbedingt für Gauselmann spielen will - okay, dann soll er es halt. Sähe ich auch nicht ein, da nur 1€ extra (über das Anbieten von 'seriösen' Konditionen hinaus) zu finanzieren um gerade das zu verhindern.

    Gauselmanns 'Rivale' Harting (bei dem war Paul Gauselmann Leiter der Entwicklungsabteilung, bevor er sich mit seinen Patenten selbständig machte) hat bei seinem Einstieg bei GWD im letzten Jahr ja auch deutlich gemacht, daß er solche 'Kriege' nicht beabsichtigt zu führen und auch jeden Seitenhieb gegen seinen Espelkämper 'Fabrikantenkollegen' vermieden.

    Tja, es gibt halt Niveauunterschiede... Da ist der Niemeyer jetzt halt in Lübbecke/Espelkamp beim 'Spielothekensohn' Armin Gauselmann angelangt...

    Kuhne schreibt:

    Zitat

    Lehnt über einen längeren Zeitpunkt finanziell bessere Angebote ab.

    Nach Kronau-Östringen wollte Niemeyer doch wechseln - hat nur keine Freigabe bekommen. Arne Niemeyer hat bei GWD übrigens auch keinen 400€ Vertrag gehabt.

    Also eigentlich: Altenhagen-Heepen (na gut), Kronau-Östringen und HSV: das waren die 3 Gelegenheiten GWD zu verlassen - und die hat (bzw. wollte) er alle drei wahrgenommen. Hm, ist mir noch gar nicht aufgefallen ;)

    Die Entlassung seines Vaters als Trainer war ja nun wirklich unumgänglich. Kann übrigens auch ganz lustig werden, wenn sich Rainer Niemeyer (wie in Hamburg) mal bei den Gauselmännern über fehlende Spielanteile seines Sohnes beklagen sollte (oder so) - die werden ihm seine soziale Stellung dann schon in gewohnter Unverblümtheit deutlich machen...