das stimmt! ![]()
Beiträge von B.Onkel
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hmm, der momentane vorsprung von kiel schmeichelt Gummersbach eigendlich noch, also spielerisch Kiel um Klassen besser! Ohne Nassis würde in Gummersbach ja garnix gehen!
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;(na toll schon das 4. spiel diese saison wo wir mindestens 45 min führen und dann doch noch verliueren!...... 
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dankeschön! werd ich mir merken!
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weiß wer wies steht, die liveticker beider vereine sind bisher tot!
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Gummersbach gewinnt mit 2 Toren 34:32
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HOK). Mit der MT Melsungen stellt sich am Samstag (19.15 Uhr) ein starker Aufsteiger in der Kreissporthalle vor. Die „Melsunger Turngemeinde“ (=MT) dominierte in der letzten Saison die Südstaffel der zweiten Liga und verwies die SG Kronau/Östringen auf den Relegationsplatz.
Das Markenzeichen der Nordhessen (Melsungen liegt grob gesagt 30 Kilometer südlich von Kassel) ist die in der Bundesliga ungewöhnliche 4:2-Deckung, an der die Mannschaft auch nach dem Aufstieg in die Bundesliga mit Erfolg festhält. Trainer Rastislav Trtik, bis zu Saisonbeginn gleichzeitig Coach der Tschechischen Nationalmannschaft und somit auch von Danel Kubes, ist ein großer Freund offensiver Deckungsvarianten.
Mit der besagten 4:2-Abwehr stellte Melsungen die zweite Liga auf den Kopf und auch in der Bundesliga finden sich hinreichend Gegner, die mit dieser konsequent gespielten Formation nicht klarkommen:
Während über 60 Minuten zwei „Vorgezogene“ mächtig für Unruhe sorgen, spekulieren die hinteren Abwehrspieler auf Kreisanspiele, die sie zu unterbinden versuchen. So erarbeitet sich der Aufsteiger viele Gegenstoßmöglichkeiten.
Folgerichtig hat der Liga-Neuling bereits mehr als respektable zwölf Punkte auf dem Konto. In eigener Halle wurden Pfullingen, Delitzsch, Minden, Göppingen und Hamburg besiegt, auswärts gelang ein Erfolg in Wetzlar. In Magdeburg und Kiel musste sich die MT jeweils nur knapp geschlagen geben. Lediglich Tabellenführer Gummersbach (21:38) und der TBV Lemgo (26:35) fanden das passende Mittel, um die Melsunger Abwehr zu zerlegen.
Demnach ist ein äußerst spannendes Spiel zu erwarten, denn bekanntlich behagt dem TuS Nettelstedt-Lübbecke eine offensiv ausgerichtete Deckung nicht unbedingt.
Der bekannteste Spieler der MT ist sicherlich Torhüter Zoran „Pascha“ Djordjic, der sich zuvor im Trikot der Wallauer über lange Jahre heiße Schlachten mit dem TuS geliefert hat. Der Serbe ist der große Rückhalt seiner Mannschaft und hat trotz seiner 39 Jahre noch nichts von seiner Klasse verloren. Wenn Djordjic mal eine Pause braucht, springt mit Radek Musil mehr als ein Ersatzmann in die Bresche. Somit verfügen die Melsunger über ein sehr starkes Torhütergespann.
„Strippenzieher“ ist für gewöhnlich Petr Hazl, 107-fache Nationalspieler Tschechiens. Hazl ist ein ausgebuffter Mittelmann, der viel Torgefahr entwickelt. Im linken Rückraum spielt Grigorios „Otto“ Sanikis. Der Grieche kam zu Saisonbeginn pikanterweise vom großen Aufstiegskonkurrenten aus Kronau und avancierte zum erfolgreichsten Torschützen der Melsunger. Der Slowake Daniel Valo, aus Bern gekommen, ist Sanikis Partner auf der rechten Seite. Der 2,03-Meter-Hüne ist an einem guten Tag kaum zu bremsen. Petr Hruby (100 Länderspiele für Tschechien) ist ein mehr als ausgeschlafener Kreisläufer, dessen Kreise es für den TuS einzuengen gilt.
Letztlich haben aber außer Djordjic nur Markus Pregler (ganz früher mal in Düsseldorf), Sead Kurtagic (Gummersbach) und Karsten Wöhler (bekannt aus Eisenach) Bundesligaerfahrung.
Mit sechs Tschechen, einem Slowaken, zwei Serben, einem Griechen, einem Weißrussen und sechs Deutschen wirkt die Mannschaft nur auf den ersten Blick zusammengewürfelt, denn tatsächlich ist die mannschaftliche Geschlossenheit eine der großen Stärken der MT.
Ähnlich wie beim TuS ragt kein Spieler als Haupttorschütze heraus, die erzielten Treffer verteilen sich beinahe gleichmäßig über alle Positionen, was das Team schwer ausrechenbar macht.
Es ist heute übrigens nicht das erste Aufeinandertreffen beider Vereine in einem Pflichtspiel. Im Jahr 1995 unterlag der TuS im DHB-Pokal in der engen Melsunger Sporthalle mit 28:23.
Die Nordhessen kegelten danach noch Minden und Rheinhausen aus dem Wettbewerb und fuhren zum Final-Four nach Hamburg. Nach dem Aufstieg der zweitgrößte Erfolg der MT Melsungen.MT Melsungen
Gründungsjahr: 1861
Internet: http://www.mt-melsungen.de
Größte Erfolge:
2004 Aufstieg in die Bundesliga; 1996 Teilnehmer am Finale-FourHalle: Meirotels-Halle (2400 Plätze), Rothenburg/Fulda
Karten: 0 56 61 / 9260-0
Kader:
12 Zoran Djordjic (Tor)
24 Radek Musil (Tor)
2 Ivan Brouko (LA)
3 Markus Pregler (Kreis)
4 Karsten Wöhler (LA)
6 Michal Kraus (RA)
7 Predrag Kontic (RR)
8 Petr Hazl (RM)
9 Daniel Valo (RR)
10 Daniel Holl (LA)
11 Petr Hruby (Kreis)
15 Benedikt Hütt (LA)
17 Marcus Hock (RL)
18 Grigorios Sanikis (RL)
19 Alexandr Radcenko (RM)
21 Sead Kurtagic (RA)
22 Jiri Hynek (RL)Trainer: Rastislav Trtik
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So, scheint n spannendes Spiel zu sein! Naja,leider liegt die MT hinten! Aber schonmal Glückwunsch an Kronau für den wirklich ertklassigen Liveticker wenn auch leifder erst 2. Hälfte,aber dann vollkommen perfekt!
So Auf MMMMMTTTTTTT!! -
Tja, da häten wir wohl malm die Deckung ändern müssen, das war ja wie ein Spaziergang für Flensburg, sind nach vorne gegangen und haben einfach draufgeworfen und drinne wars!
Und ein Wöhler ,der schon seit mehreren spielen im Angriff garnix bringt.....Waurum kommt unser Brouko wenn überhaupt erst die letzten 10 minuten und macht in der Zeit mehr gute Aktionen wie Wöhler im ganzen Spiel nicht zusammenbekommt!!!??? Und das schon öfter in letzter Zeit!!!
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Ja max ist noch dabei! Die Einsätze werden aber immer weniger!
Mal schaun was morgen gibt, hoffe wir gewinnen bei euch!
Komme auch,zwar nicht mit dem Fanbus aber Privat, danach noch etwas anderes vor! Hoffe kann da gut gelaunt nach einem Sieg hingehen! -
Melsungen zur Halleneinweihung nach Düsseldorf (03.11.2005 )
In Düsseldorf wird ein neues Kapitel der Handballgeschichte aufgeschlagen. Nach jahrelangen Bemühungen erhält der rheinische Traditionsclub (Europapokalsieger von 1989) nun eine neue sportliche Heimat. Mit der Mehrzweckhalle Reisholz im südlichen Düsseldorfer Stadtteil Benrath wird am Samstag das neue Domizil eingeweiht. Mit von der Partie: Die MT Melsungen (05.11., 18.00 Uhr).
Präsente zum Einzug sind zunächst aber nicht vorgesehen. Im Gegenteil - die Melsunger Handballer möchten liebend gerne etwas mitnehmen. Selbstbewusst, für einen Aufsteiger fast ein bisschen keck, peilen die Männer von Trainer Trtik die Bundesligapunkte 10 und 11 an.
Woher die Zuversicht kommt, ist beim Blick auf die letzten Wochen durchaus verständlich: Sieg in der 2. Pokalrunde in Hüttenberg; Siege in der Meisterschaft gegen Minden, in Wetzlar, gegen Göppingen und in der 4. Pokalrunde in Willstätt! Das sieht eindeutig nach Höhenflug aus, Fachleute haben die MT gar schon als Überflieger tituliert. Keine Frage, der auf Platz 9 liegende Aufsteiger fährt nicht unbedingt als Außenseiter zum Tabellendreizehnten HSG Düsseldorf.
Dennoch dürfte die Mannschaft von Nils Lehmann unter dem größeren Druck des Gewinnenmüssens stehen. Zum einen, um sich tabellenmäßig wieder etwas nach oben zu schieben, zum anderen, um die neue Halle gebührend einzuweihen.
Rückblickend betrachtet spricht die Statistik der bisherigen Vergleiche zwischen Melsungen und Düsseldorf eher für die Rheinländer. Melsungen gelang es bislang erst einmal, beide Punkte von dort mit zu bringen. Wenn sich die beiden Kontrahenten am Samstag gegenüber stehen, wird sich das Melsunger Erfolgserlebnis fast auf den Tag genau zum siebten Mal jähren: Am 4. November 1998 gewann Melsungen mit 24:17 in Düsseldorf.
Melsungen tritt die Reise also mit der zusätzlichen Motivation an, die «sieben mageren Jahre» bezüglich der Gastspiele in Düsseldorf endlich zu beenden.
Dabei freuen sich zwei aus dem MT-Team besonders auf den Tripp an den Rhein: Markus Pregler, der früher einmal selbst die Farben der Düsseldorfer trug und Grigorios Sanikis, der dort mit Nikos Kokolodimitrakis und Alexandros Vasilakis gleich zwei seiner Kameraden aus der griechischen Nationalmannschaft trifft.
«Düsseldorf gehört zu den Mannschaften, die unsere Kragenweite haben. Da fahren wir sicher nicht chancenlos hin», gibt sich MT-Trainer Trtik zuversichtlich. Er wird voraussichtlich den kompletten Kader zur Verfügung haben, falls Daniel Valo seine Oberschenkelprellung aus dem Pokalspiel in Willstätt verwunden hat.
Die Melsunger Mannschaft wird von den beiden Fanclubs «RotWeiss» und «Bartenwetzer» begleitet, die traditionell bei Spielen in Düsseldorf einen Abstecher in die Altstadt geplant haben. Natürlich in der Hoffnung, dass es nach der Partie etwas zu feiern gibt.
MT-Pressestelle
(03.11.05)
Alle bisherigen Vergleiche zwischen Melsungen und Düsseldorf auf einen Blick:
Von 1997 bis 2004 spielten beide Teams 7 Jahre gemeinsam in der 2. Bundesliga = 14 Spiele, davon 4 Siege, 3 Unentschieden, 7 Niederlagen.
Höchster Melsunger Sieg: 27:16 (09.02.03), höchste Melsunger Niederlage: 24:33 (25.04.04).
Zuvor gab es in der Saison 91/92 ein Pokalspiel.
Saison 91/92
4. DHB-Pokalrunde:
TG Melsungen (Regionalliga) - TURU Düsseldorf (1. BL) 21:22
Saison 95/96
Düsseldorf 1. BL
Melsungen 2. BL Nord
Saison 96/97
Düsseldorf 2. BL Nord
Melsungen 2. BL Süd
Saison 97/98
09.11.97 Melsungen - Düsseldorf 28:27
01.03.98 Düsseldorf - Melsungen 22:20
Saison 98/99
04.11.98 Düsseldorf - Melsungen 17:24
28.02.99 Melsungen - Düsseldorf 17:19
Saison 99/00
31.10.99 Düsseldorf - Melsungen 24:17
12.03.00 Melsungen - Düsseldorf 18:22
Saison 00/01
12.11.00 Düsseldorf - Melsungen 21:21
25.03.01 Melsungen - Düsseldorf 20:20
Saison 01/02
15.12.01 Melsungen - Düsseldorf 19:17
28.02.02 Düsseldorf - Melsungen 22:18
Saison 02/03
06.10.02 Düsseldorf - Melsungen 21:21
09.02.03 Melsungen - Düsseldorf 27:16
Saison 03/04
13.12.03 Düsseldorf - Melsungen 27:23
25.04.04 Melsungen - Düsseldorf 24:33
(Düsseldorf steigt anschl. in die 1. BL auf) -
Dritter Streich in Folge:Melsungen auch gegen Göppingen siegreich (20.10.2005 )
2.021 Zuschauer in der MEIROTELS-Halle in Rotenburg sahen erneut ein rassiges Bundesligaspiel ihrer MT Melsungen, die die Gäste von Frisch-Auf! Göppingen am Ende einer in der Schlußphase noch einmal spannend gewordenen Partie völlig verdient mit 35:33 (19:14) niederhalten konnte.
Die Melsunger begannen da, wo sie vor drei Tegen in Wetzlar aufgehört hatten. Göppingen erging es in der ersten Halbzeit nicht besser als am Sonntag der HSG, denn die nordhessische Offensivabteilung mit den nicht zu bremsenden Sanikis links und Valo rechts neben Ideen- und Paßgeber Petr Hazl überrannten den Gegner förmlich in den ersten 30 Minuten. Dabei sah es in den ersten 10 Minuten gar nicht so schlecht aus für den Gast, als Regisseur Michael Kraus und seine Nebenleute von MT-Flüchtigkeitsfehlern und rot-weißer Anfangsnervosität profitierten, und mit 4:2 und 5:3 in Führung gehen konnten. Aber urplötzlich sprang der Melsunger Motor an, wirbelten die Bartenwetzer in bester Offensivmanier über das Parkett. Gerade Grigorius Sanikis sprühte vor Spielfreude, lochte entweder selbst ein oder legte auf für Valo. Frisch-Auf! kam phasenweise bei den Tempogegenstößen gar nicht mehr mit nach hinten, so schnell schaltete die MT nach eroberten Bällen auf Attacke um. Sanikis, Valo (2), Kurtagic und Kraus drehten das 3:5 binnen nur knapp vier Minuten in eine eigene 8:5-Führung, zwangen Gästecoach Velimir Petkovic, über ein TimeOut nach nur 13 Minuten die Reißleine zu ziehen.
Aber es nutzte nicht viel. Während Zoran Djordjic in der ersten Hälfte mit acht Paraden glänzen konnte, kam sein Gegenüber Martin Galia kaum einmal an den Ball. Melsungen spielte in dieser Phase Katz' und Maus mit dem Gegner. Michal Kraus versenkte Tempogegenstöße, Valo feuerte aus der zweiten Reihe, Petr Hazl tanzte die FAG-Deckung mit zwei kurzen Körperbewegungen auf engstem Raum aus, Sanikis schnitt mit seinen kurzen Antritten immer wieder durch die Deckung wie das berühmte Messer durch die Butter. Wären nicht trotzdem noch so viele 'leichte Fehler' gewesen, die den Gästen immer wieder ebenfalls Treffer ermöglichten, hätte es ganz bitter ausgesehen für die Schwaben. Aber auch so baute Melsungen seine Führung Tor um Tor aus, lag nach 24 Minuten beim Stand von 17:11 erstmals sechs vorn, was Göppingen bis zum Halbzeitpfiff der relativ kleinlich, aber konsequent pfeiffenden Uwe Prang / Uwe Reichl wenigstens noch zum Pausenstand von 19:14 verkürzen konnte. Das hinderte die Zuschauer jedoch nicht daran, sich nach Sanikis' Treffer zum 19:13 geschlossen von den Plätzen zu erheben. Spontane Standing Ovations hat es schon lange nicht mehr gegeben für die Melsunger Mannschaft, aber diese ersten 30 Minuten gegen Göppingen verdienten einfach die entsprechende Anerkennung auch von den Rängen.
Nach Wiederbeginn verlor die Partie zusehends an Qualität. Geschuldet war dieser Umstand nicht zuletzt den nun noch kleinlicher pfeiffenden Referees. Dabei wurde selbst in zweifelhaften und strittigen Situationen fast generell für den Angreifer entschieden, unabhängig jedoch von der Mannschaft. Ein Umstand, der zunächst den Melsungern gar nicht entgegen kam. Nur vier Minuten nach Wiederbeginn kassiert Karsten Wöhler seine dritte Bankstrafe und sieht den roten Karton. Direkt im Anschluß an den Freiwurf der Gäste geht Christian Schöne geradewegs in die Abwehr, rennt dabei Petr Hazl regelrecht über den Haufen. Hazl verletzt sich dabei, muß behandelt werden. Aber nicht sein Team bekommt Ballbesitz, sondern FAG einen Strafwurf, den Michel zum Zwischenstand von 20:16 verwandelt.
Ob es nun ausgleichende Gerechtigkeit war oder nicht, jedenfalls sah im Gegenzug nun Schöne die zwei ausgestreckten Finger der Schiedsrichter, als er gegen Sanikis weit weniger hart einstieg als noch eine Minute zuvor im Angriff gegen Hazl. Noch in der gleichen Angriffsaktion mußte auch Lars-Henrik Walther auf die Bank, als er am Kreis Petr Hruby in den Würgegriff nahm. Erneut Freiwurf für die MT, und als Sanikis sich einmal mehr durchtankt und abschließen will, reißt ihm Stelmokas den Wurfarm nach hinten weg - Strafzeit und Siebenmeter, den Kurtagic zum 21:16 verwandelt. Viel Aktion also in diesen Minuten auf dem Feld, wo bei 5 gegen 3 plötzlich sehr viel Platz war, den Radcenko zur erneuten 6-Tore-Führung nutzte. Schöne und Walther kamen wieder, Velimir Petkovic, der schon vor der Pause Gelb gesehen hatte, konnte sich an der Seitenlinie kaum beruhigen. Grund genug für die Unparteiischen, die Göppinger per Strafe gegen den Trainer wieder auf vier Feldspieler zu dezimieren.
Die Begegnung hatte nun endgültig ihre spielerische Linie verloren, und beide Teams nutzten ihre Gelegenheiten im Gleichschritt. 24:18 hieß es nach 39 Minuten, nachdem Sead Kurtagic auf Rechtsaußen mustergültig von Predrag Kontic bedient wurde. Doch plötzlich war Sand im Getriebe der MT, ausgelöst auch durch in dieser Phase wiederum etwas übertrieben penibel pfeiffender Schiedsrichter. Zunächst ging Kontic auf die Bank, gefolgt nur 30 Sekunden später von Michael Schweickardt, und weitere 40 Sekunden später von Radcenko. Volker Michel nutzte die verhängten Strafwürfe und den entstandenen Platz zu drei Treffern, und der vorher komfortabel erscheinende Vorsprung der Hausherren schmolz auf drei zusammen (25:22, 45.).
Aber jetzt, da Valo schon längst seine Munition verschossen hatte und Sanikis bei weitem nicht mehr so explosiv war wie noch vor der Pause, trat Petr Hruby auf den Plan. Unglaublich, wie er sich bei seinem Tor zum 27:23 in die FAG-Deckung eindrehte, und in ärgster Bedrängnis Martin Galia keinerlei Abwehrchance ließ. Überhaupt war der quirlige Tscheche am Kreis zu diesem Zeitpunkt an fast jedem MT-Treffer beteiligt. Entweder er vollstreckte selbst, oder er wurde strafwurfreif gefoult. Beim 31:26 schließlich zehn Minuten vor Schluß durch den mach dem Wöhler-Aus gekommenen Ivan Brouko waren es dann doch wieder fünf Tore Vorsprung, der bis zum 33:28 durch Marcus Hock in der 53. Bestand hatte.
Vielleicht wähnten sich die Rot-Weißen schon im Ziel, aber FAG fightete noch einmal zurück. Tor um Tor holte Göppingen auf, war nach 56 Minuten wieder auf zwei dran. Nachdem Oprea den mittlerweile neunten verhängten Strafwurf für den Gast vollstreckt hatte, und Christian Schöne einen Tempogegenstoß erfolgreich abschließen konnte, stand es plötzlich eineinhalb Minuten vor dem Ende nur noch 34:33. Das Publikum hatte sich längst wieder von den Plätzen erhoben, sorgte für eine Riesenstimmung in der MEIROTELS-Halle bei Ballbesitz der Hausherren. FAG hielt gegen, verhinderte aufopferungsvoll jegliche Aussicht der MT auf einen erfolgreichen Abschluß. Als die Referees zwangsläufig Zeitspiel anzeigen mußten, nahm Trainer Dr. Rastislav Trtík noch einmal eine taktische Auszeit, schwor sein Team auf die verbleibenden 21 Sekunden ein, erklärte haarklein, was nun nach dem Freiwurf zu tun sei.
Und der zurechtgelegte Plan funktionierte perfekt: Radcenko gibt auf Hazl, der spielt einen eigentlich unmöglichen Paß als Aufsetzer durch die völlig verblüffte Göppinger Deckung hindurch und quer durch den gegnerischen Torraum auf Michal Kraus, und der wiederum fliegt waagerecht in den Wurfkreis, um den Ball paßgenau in die lange Ecke zu zirkeln. Die übrig gebliebenen sechzehn Sekunden der Partie gingen unter im frenetischen Jubel der Melsunger Anhängerschaft, und schon mit der Schlußsirene lagen sich die MT-Akteure in den Armen, feierten ihren mittlerweile fünften Sieg im erst neunten Spiel. Eine fast unheimliche Bilanz für einen Neuling in dieser Liga, der nun mit positivem Punktekonto von 10:8 als bester Aufsteiger Rang 8 belegt.
Gästetrainer Velimir Petkovic blieb dann nach der Begegnung auch nichts anderes übrig, als den Gegner zum Sieg zu gratulieren. "Der Sieg der Melsunger ist verdient. Sie haben einfach längere Zeit besser gespielt als wir." Und weiter: "Wir haben die erste Halbzeit verschlafen. Wir hatten das Mittel gefunden gegen die 4-2-Deckung, sind aber an Djordjic gescheitert. Wir haben acht freie Bälle verworfen, und danach acht schnelle Tore im Gegenstoß kassiert." Zudem wies Petkovic auf die Verletztenliste seiner Mannschaft hin, in der "Souza und Manojlovic nicht zu erstzen" seien.
Nicht ganz nachzuvollziehen waren dagegen seine Ansichten zur Schiedsrichterleistung: "In der 2. Hälfte hatte Melsungen mehr Probleme. Aber immer, wenn wir einen Big Point hätten setzen können, wurden wir benachteiligt. Wir spielen eine brave 6-0-Deckung, Melsungen offensive 4-2, und trotzdem bekommen wir mehr Zeitstrafen."
Dem gegenüber zeigte sich Dr. Rastislav Trtík "zufrieden mit dem Ergebnis, aber nicht mit dem Ablauf der 2. Halbzeit". "Karsten Wöhler hat uns nach seiner dritten Zeitstrafe gefehlt. Wir wollten die rechte Seite von Frisch-Auf! mit Volker Michel abschalten, aber das hat dann nicht mehr geklappt", so der Melsunger Trainer. Etwas Trost hatte er immerhin für den Gästekeeper Martin Galia: "Es war ganz schlecht für ihn, daß sowohl ich, als auch viele Spieler von uns ihn gut kannten." Immerhin war es Trtík selbst, der den Tschechen zum Nationalspieler seines Landes berufen hatte, wo er mit einigen Melsunger Spielern schon viele gemeinsame Trainingseinheiten hinter sich hat. "Die Besucher haben heute ein tolles und dramatisches Spiel gesehen mit immerhin fast 70 Toren" bilanzierte er abschließend auch aus Zuschauersicht zutreffend.
Melsungen hat nun erst einmal eine etwas längere Pause. Für vier Akteure jedoch stehen Reisen zu ihren Nationalteams auf dem Programm, von wo sie erst zwei Tage vor der nächsten Pflichtpartie der MT, dem Pokalauftritt in Willstätt am 2. November zurückkehren. Nur weitere drei Tage nach dieser weiten Auswärtsreise geht es zum nächsten Punktspiel nach Düsseldorf, einem "Gegner unserer Kragenweite", wie es Trtík in einer Vorausschau auf die kommenden Aufgaben ausdrückte.
M. Koch, MT-Pressestelle
Statistik
MT Melsungen: Djordjic, Musil; Brouko 1, Wöhler 2, Kraus 6, Kontic, Hazl 1, Valo 5, Hruby 3, Hock 1, Sanikis 10/4, Radcenko 3, Kurtagic 3/1, Pregler (n.e.), Holl (n.e.), Hütt (n.E.), Hynek (n.e.)
GWD Minden: Galia, Shejbal; Kraus 4, Schweickardt, Baumgarten, Oprea 6/3, Schöne 5, Stelmokas 5, Garcia 4, Michel 9/5, Walther, Knezevic
SR: Uwe Prang (Bergheim) / Uwe Reichl (Hürth)
Zeitstrafen: 18 - 16
Rote Karte: Wöhler (33:16; 3 x 2 Minuten)
Strafwürfe: 6/5 - 9/8
Michel scheitert an Musil (44.)
Sanikis wirft an die Latte (51.)
Zuschauer: 2.021 in der MEIROTELS-Halle, Rotenburg/Fulda -
18.10.05 | Am Mittwoch, 19.10.05 um 19.30 Uhr tritt FRISCH AUF! beim sehr starken Aufsteiger MT Melsungen an. Die Nordhessen hatten in der vergangenen Saison überraschend Kronau/Östringen hinter sich gelassen und waren direkt aufgestiegen. Die bereits sehr gut besetzte Mannschaft wurde anschließend weiter verstärkt, so dass der gute Tabellenstand zum jetztigen Zeitpunkt nicht überrascht. Unter dem ehemaligen tschechischen Nationaltrainer Trtik spielt in Melsungen beinahe die halbe Nationalmannschaft Tschechiens. Einige Spieler der aktuellen Mannschaft sind FRISCH AUF! noch aus gemeinsamen Zweitligazeiten bekannt wie z.B. Markus Pregler und Pedrag Kontic. Neu hinzugekommen sind jetzt u.a. Torwart Djordjic und Rückraum-Shooter Sanikis. Zu beachten ist natürlich auf Rückraum Mitte auch der starke Spielmacher Hazl. Besonders auffällig ist bei den Melsungern die Abwehrarbeit. Häufig spielen sie das gesamte Spiel mit einer offensiven 4:2-Formation. Eine Warnung der besonderen Art stellt das Ergebnis des Hessen-Derbys dar, das die MT Melsungen am Sonntag in Wetzlar mit 27:24 für sich entschieden.
FRISCH AUF! fährt bereits am heutigen Dienstag nach Hessen, um sich optimal auf das Spiel vorbereiten zu können. Der Einsatz von Lars-Henrik Walther und Nikola Manojlovic klärt sich kurzfristig, ist aber eher unwahrscheinlich.
Das Spiel findet übrigens in der Meirotels-Halle in Rotenburg an der Fulda statt.
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Auswärtspresse: HSG bangt um den Einsatz von Alvanos (15.10.2005 )
Wie oft haben die Fans von Handball-Bundesligist HSG Wetzlar diese Situation schon erlebt. Ihre Mannschaft steht mit dem Rücken zur Wand, muss unbedingt gewinnen - und genau in dieser schwierigen Situation ruft sie ihre besten Leistungen ab. Steigern müssen sich die Mannen um Torwart Axel Geerken auf alle Fälle, um am Sonntag (Anwurf: 17 Uhr) in der Mittelhessen-Arena gegen Aufsteiger MT Melsungen den zweiten Saisonsieg einzufahren.
"Das Spiel in Düsseldorf war nix, das habe ich auch meinen Jungs klipp und klar erklärt. So etwas darf nicht passieren", glaubt HSG-Trainer Martin Schwalb, nach dem 24:28 der Grün-Weißen am Rhein und der damit verbundenen fünften Punktspiel-Niederlage in Folge in dieser Woche die passenden Worte an die eigenen Reihen gerichtet zu haben.
Die Anfangseuphorie nach den Sensationssieg gegen Magdeburg ist aber verflogen, die 2:10-Punkte haben die HSG nahe an die Abstiegsränge herangebracht. Und auch wenn die Lage nach wie vor ruhig ist, steht im Duell gegen die mit sechs Pluspunkten überraschend gut gestarteten Nordhessen einiges auf dem Spiel - das weiß auch Martin Schwalb. "Träume haben noch nie geholfen, es müssen Taten her. Denn die Partie gegen Melsungen ist eine, die meine Mannschaft gewinnen sollte, auch wenn dieser Gegner unangenehm zu spielen ist. Die 4:2-Abwehr der Melsunger ist gefährlich. Da darf man beispielsweise nicht zuviel eins gegen eins gehen", zeigt Schwalb durchaus Respekt vor dem kommenden Gegner. "Aber ich habe Spieler, die so eine Deckung aushebeln können." Dass er damit nicht unbedingt die Nachwuchskräfte in die Pflicht ruft, sei logisch. "Ich möchte den Jungs nichts Böses, keinen Druck aufbauen. Sie können uns helfen, aber nicht das Rückgrat bilden", stellt sich der HSG-Coach vor die junge Garde um Andreas Lex, Florian Laudt und Sebastian Roth.
Allerdings könnten dem einen oder anderen am Sonntag erneut mehr Einsatzzeiten als geplant blühen. Denn am Donnerstagabend zog sich Alexis Alvanos einen Bänderriss im rechten Sprunggelenk zu und droht auszufallen. "Ich hoffe, dass er auf die Zähne beißt. Und er selbst hat gesagt, dass er da sein wird", meint Schwalb. Doch Gesetz dem Fall, der griechische Rückraumspieler ist nicht einsatzbereit, dann würde es erneut verdammt eng. Denn die angeschlagenen Lars Kaufmann und Christian Caillat befinden sich erst seit Donnerstag wieder im Mannschaftstraining. "Lars kann noch nicht sprinten, bedeutet, er wird nur zu Kurzeinsätzen kommen", verrät Schwalb. Caillat verspürt zwar nach eigener Aussage noch "Schmerzen im Fuß. Aber ob ich laufen kann oder nicht, ich werde spielen. Wir wissen, dass Druck da ist und müssen zusammenstehen."Ein Wechsel von Gregor Werum zur HSG Wetzlar wird immer wahrscheinlicherAngesichts der angespannten Lage im ohnehin dünnen Kader (Schwalb: "Wir wussten schon vor der Saison, dass es, wenn wir Verletzte haben, eng wird") und den augenscheinlichen Defensivproblemen (Schwalb: "Uns fehlt vielleicht ein bisschen Größe, ein bisschen Körper") denkt die HSG nun intensiver über eine Verpflichtung von Gregor Werum nach. "Er wohnt ja in Oberkleen und will hier anscheinend heimisch werden. Wir wären ja blöd, nicht darüber nachzudenken", bestätigt HSG-Manager Rainer Dotzauer Gespräche mit dem Kreisläufer von Bundesliga-Konkurrent SG Kronau/Östringen. Auch Schwalb, einst Coach des 28-Jährigen bei der SG Wallau/Massenheim, würde sich über eine solche Nachbesserung im Personal freuen. "Gregor weiß genau, dass er immer hundert Prozent Einsatz zeigen muss, und das macht er auch. Außerdem ist er charakterlich ganz oben anzusiedeln." Allerdings könnte Werum laut Dotzauer erst nach dem 22. Oktober zu den Grün-Weißen wechseln. "Dann ist geklärt, wie es mit Kreisläufer Dimitri Torgowanow in Kronau weitergeht."
Auf der sicheren Seite fühlt sich momentan Mitautsteiger MT Melsungen. Trainer Dr. Rastislav Trtik hat aus der mit fünf tschechischen Landsleuten besetzten Mannschaft eine Einheit gebildet, deren erste Gehversuche in der Bundesliga als angenehme Überraschung anzusehen sind. "Wir liegen über dem Plan, die HSG steht mit dem Rücken zur Wand. Diese Situation können wir ausnutzen", freut sich der 44-jährige Pädagoge auf das Derby, dem wohl auch rund 300 MT-Fans beiwohnen werden.
Mit dem Ex-Wallauer Zoran Djordjic im Tor, den beiden "Halben" Grigorios Sanikis (links) und Daniel Valo (rechts) sind die wichtigsten Akteure des Aufsteigers genannt. "Aber man hat gegen Minden gesehen, dass die komplette Mannschaft fähig ist, in der Ersten Liga zu bestehen", sagt Trtik, der beim 35:31-Erfolg vor allem am acht Mal treffenden Rechtsaußen Sead Kurtagic seine Freude hatte.
Den Sieg wollen am Sonntag aber die Wetzlarer, die 3500 Zuschauer zum Oktoberfest (ab 12.30 Uhr) und dem anschließenden Spiel in der Arena erwarten, bejubeln. "Mit Feuer, Leidenschaft und Emotion", wie Dotzauer fordert. Diese Tugenden waren es immer, die eine mit dem Rücken zur Wand stehende HSG in die Erfolgsspur zurückgeführt haben.
(Wetzlarer Neue Zeitung, 15.10.05) -
Tja, schaun wir mal!
Vor zwei Jahren, wo Düsseldorf aufgestiegen ist hat Melsungen in Düsseldorf über 50 min. geführt und dann noch verloren... hoffe das Passiert dieses jahr nicht in Düsseldorf!
Und wetztlar, naja mal abwarten, fahre auch hin, mal schaun was da so geht! -
Mit dem Rückenwind aus dem siegreichen Spiel gegen Minden will Melsungen nun die Mittelhessen-Arena stürmen (So., 16.10., 17.00 Uhr, Wetzlar).
Dazu machen die MT-Fanclubs mobil: Ziel ist es, 300 Fans zur Unterstützung der MT zu organisieren - 220 Anmeldungen liegen bereits vor!
Nach dem 35:31-Erfolg gegen GWD Minden ist bei der MT Melsungen der Appetit auf mehr geweckt. Am kommenden Sonntag fahren die Trtik-Schützlinge (6:8 Punkte, Platz 11) mit breiter Brust zum derzeit vom Pech verfolgten Rivalen HSG Wetzlar (2:10 Punkte, Platz 15). Es ist das erste Hessenderby der beiden langjährigen Rivalen aus gemeinsamen Zweitligazeiten im Handball-Oberhaus. Eine besondere Note erfährt das Spiel auch durch das Aufeinandertreffen dreier aktueller griechischer Nationalspieler: Savas Karipidis, Alexis Alvanos (beide Wetzlar) und Gigorios Sanikis (Melsungen).
Die beiden MT-Fanclubs «Die Bartenwetzer» und «Rot-Weiss» wollen zum «Hessengipfel» Handballanhänger aus der gesamten Region mobilisieren. Dazu haben sie attraktive Angebote mit verbilligten Eintrittskarten geschnürt.
Basispaket:
Bustransfer ab Melsungen, einschließlich Imbiss, Getränk und Eintrittskarte:
18 Euro Stehplatz / 25 Euro Sitzplatz.
Fan-Paket:
Leistungen aus dem Basispaket plus MT Fan-Schal oder MT Fan-Cap: 28 / 35 EUR
Super-Fan-Paket:
Leistungen aus dem Fan-Paket plus MT Fan-Schal und MT Fan-Cap: 38 / 45 EUR
Zusätzlich werden in jedem der Fanbusse Sonderverlosungen in Zusammenhang mit den MT-Partnern durchgeführt.
Zu gewinnen sind Wochenend-Reisegutscheine, 2 Pers. HP von «kurz-mal-weg.de»,
4-Std.-Karten für die «Kurhessen-Therme in Kassel-Wilhelmshöhe» und Sitzplatz-Eintrittskarten zu einem Heimspiele der MT in der MEIROTELS-HALLE.
Besonderes Schmankerl für die Handball-Pilger ist natürlich der Besuch in einer der modernsten Hallen der Bundesliga. Die rund 5.000 Zuschauer fassende Mittelhessen-Arena in Wetzlar ist seit Anfang des Jahres der neue Publikumsmagnet - die HSG spielt dort regelmäßig vor vollen Rängen.
«Wir wollen unserem Gastgeber in Wetzlar zeigen, wie stark die nordhessischen Handballfans ihre Mannschaft auch auswärts unterstützen. Unser Ziel ist es, mindestens 300 Mitfahrer zum Hessenderby zu aktivieren», erklären die beiden Fanclub-Vorsitzenden Karin Wenderoth (Bartenwetzer) und Ralf Funtan (Rot-Weiss) unisono. Das Ziel könnte erreicht werden - 220 Anmeldungen liegen bereits vor!
Allerdings gilt: Nur wer sich bis Mittwoch, 12.10., anmeldet, kommt noch in den Genuß der Sonderkonditionen und der Fan-Pakete. Anmeldungen nehmen entgegen: Fanclub Bartenwetzer, 0173/5356682 (Karin Wenderoth) und 0171/6461959 (Marion Viereck) und Fanclub Rot-Weiss, 05661/923305 (Ralf Funtan).
Anwurf zum Hessenderby in Wetzlar ist um 17.00 Uhr, Abfahrt in Melsungen 13.30 Uhr. -
Die Punkte 5 und 6 sind eingefahren: Melsungens verdienter Sieg gegen Minden (09.10.2005 )
Viertes Heimspiel, dritter Sieg für den Neuling aus Melsungen. Mit 35:31 (17:16) wies man die Gäste aus Minden in die Schranken, und kann nun relativ ruhig an die kommenden Aufgaben in Wetzlar und gegen Göppingen gehen.
Dabei sah es in den ersten Minuten gar nicht so aus, als sollte die MT heute zwei Punkte einsammeln. Dazu waren die Gäste einfach zu quirlig, verwirrten die Melsunger 4-2-Deckung wiederholt mit Wechselspielen im Rückraum zwischen Niemeyer und Gudjonsson. Immer wieder legten sie einen Treffer vor, den die MT allerdings meist postwendend ausglich. Dabei profitierten die Hausherren von mehreren technischen Fehlern der Mindener, die zu teils herrlichen Tempogegenstößen genutzt wurden. Beiden Teams boten von Beginn an ein äußerst unterhaltsames Spiel mit vielen Treffern, was aber auch an den zu diesem frühen Zeitpunkt noch recht unglücklich agierenden Torhütern lag. Sowohl Djordjic als auch Besirevic bekamen den Ball vornehmlich in die Hände, wenn sie ihn aus den Maschen fischen mußten. Das änderte sich allerdings, als in der 11. Minute Sanikis mit seinem zweiten Strafwurf des Tages am GWD-Keeper Besirevic scheiterte. Gestützt auf dieses kleine Erfolgserlebnis bekamen die Gäste augenblicklich Vorteile im Spiel. Dabei hatte nur Sekunden zuvor Markus Pregler die MT erstmals mit 6:5 in Führung gebracht, die aber vorerst nicht ausgebaut werden konnte. Im Gegenteil! Minden bestimmte plötzlich Spiel und Gegner, zog durch Treffer von Kouzelev, Backovic, Just und Niemeyer, gestützt auf einen nun sehr gut haltenden Torhüter, auf 6:9 davon. Hazl konnte nochmal verkürzen, aber Gudjonsson stellte sofort die 3-Tore-Führung wieder her. Nach nur einer Viertelstunde Spielzeit stand die Melsunger Mannschaft mit dem Rücken zur Wand, und Trainer Trtík sah sich gezwungen einzugreifen.
Das tat er dann auch recht umfassend: Musil ersetzte den glücklosen Djordjic im Tor, Hock nahm den Platz von Sanikis ein, und die Deckung ging vom 4-2 auf ein 5-1-System über. Man erlebt oft, daß solche Radikaländerungen eher zu Unsicherheiten führen als zu Besserung, aber die Rot-Weißen setzten die Trainervorgaben heute nahezu perfekt um. Musil führte sich gleich mit einer sensationellen Parade gegen Gudjonsson ein, Hock steigerte sich von Minute zu Minute fast zu altgewohnter Form, und GWD konnte plötzlich mit dem für Melsungen ungewohnten Deckungsverhalten gar nichts mehr anfangen. Tor um Tor wurde aufgeholt, und nach nur zweieinhalb Minuten und drei Treffern von Valo, Hazl mit feiner Einzelleistung und Hruby nach tollem Anspiel von Hock blieb Gästetrainer Ratka nur das Ziehen der Notbremse in Form eines TimeOut. Just erzielte direkt im Anschluß zwar noch einmal eine Führung der Grün-Weißen, die MT ließ sich dadurch aber nicht mehr aus dem Konzept bringen. Vielleicht mit spielentscheidend war die 19. Spielminute. Auf Melsunger Seite kam Radcenko für den etwas kraftlosen, deshalb aber keinesfalls schwachen Hazl, und auf Mindener Seite verletzte sich Ognien Backovic. Er konnte zwar nach einer Behandlungspause weiterspielen, war aber nicht mehr voll belastbar. Die MT glich durch Valo aus, und Hock traf sogar von ungewohnter Linksaußenposition zum 12:11. Pech für Musil, daß seine Parade zur Abwehr eines Kouzelev-Strafwurfes nichts nutzte, denn der Russe glich mit dem Nachwurf dennoch aus (23.). Bis zur Pause gingen die Zuschauer noch einmal durch ein Wechselbad der Gefühle. Erarbeitete sich zunächst der Gastgeber durch zwei souverän verwandelete Siebenmeter von Kurtagic einen Vorteil, so konterten die Gäste durch einen Doppelschlag von Vukas und den erneuten Führungstreffer von Moritz Schäpsmeier. Wieder war der Trainer gefordert, und wieder machte er alles richtig. Dr. Trtík unterband sofort durch ein TimeOut den Spielfluß des Gastes, ermöglichte seinen Mannen, sich neu zu konzentrieren. Markus Hock glich aus, Michal Kraus per Tempogegenstoß und Karsten Wöhler stellten bei einem weiteren Gegentreffer von Vukas auf den Halbzeitstand von 17:16.
Aus der Kabine heraus schien GWD noch fast im Tiefschlaf, da überrollten die Melsunger den kurzzeitig wie konsterniert wirkenden Gast mit drei Treffern in Folge. Zuerst lief Karsten Wöhler zwei Tempogegenstöße, dann legte Alexandr Radcenko auf Kraus ab, der die erste 4-Tore-Führung des Spieles erzielte. Hock mußte für zwei Minuten auf die Bank, und Minden suchte seine Chance. Niemeyer verkürzte, aber Valo antwortete mit einem Gewaltwurf aus 10 Metern, den Besirevic vermutlich gar nicht sah. Gudjonsson verkürzte erneut, aber postwendend setzte Michal Kraus den nächsten schnellen Gegenstoß in die Maschen. Die Unterzahl schien die Bartenwetzer gar nicht zu stören. Trotz dieser Rückschläge gab Minden jedoch nie auf. Die Mannschaft litt unter ihren mangelnden Alternativen, zumal Backovic nach einem weiteren Schlag auf das Knie fast ausschließlich noch in der Defensive eingesetzt werden konnte. Trotzdem nahm der Gast den Schlagabtausch nun voll an, und kämpfte sich immer wieder in das Spiel zurück. Auf beiden Seiten gab es mehrere sehenswerte Aktionen, und ausnahmslos alle Spieler warfen sich mit vollem Einsatz mitten in's Getümmel. Das Spiel blieb dabei zwar zu jedem Zeitpunkt fair, aber dem Spielfluß war das absolut nicht zuträglich. Bei beiden Mannschaften wechselten sich gute mit schlechteren Phasen ab, das Ergebnis schwankte zwischen +4 (25:21, 41.) und +1 (29:28, 51.) hin und her, und Stürmerfouls waren fast häufiger zu sehen als Torwürfe. Dazwischen wurden den mehr als 1.800 Zuschauern in der MEIROTELS-Halle aber immer wieder Sahnestücke zum Zungeschnalzen geboten. Fantastisch dabei der Einsatz von Michal Kraus vor Valo's Tor zum 25:21, der Dreher von Stephan Just fast von der Torauslinie um Musil herum, oder die mehrfachen traumhaften Anspiele von Alex Radcenko auf Kraus und Kurtagic zu deren Tempogegenstößen. Die Krönung seines hervorragenden Spieles war aber der Zauberpaß auf Petr Hruby am Kreis, den dieser zum 28:25 in die Maschen setzte.
Es folgten die dreieinhalb Minuten des Stephan Just, wohl der einzige Mißton des gesamten Spieles. Zunächst mußte er in der 53. Minute auf die Bank, als er Sead Kurtagic bei dessen Wurf zum 30:28 recht rüde in den Wurfarm griff. Sein Glück hier vielleicht noch, daß die Schiedsrichterinnen (Ehrmann/Künzig) auf beiden Seiten sehr viel durchgehen ließen. Andere Referees hätten sicher schon hier zum roten Karton gegriffen, denn Fouls dieser "Güte" können böse Verletzungen nach sich ziehen. In seiner Abwesenheit glänzte zunächst der beste Mindener des Spieles, Arne Niemeyer, mit einem tollen Anspiel auf Andreas Simon, das dieser zum Anschlußtreffer nutzte. Kurtagic, der in der zweiten Hälfte kaum zu stoppen war, wollte dem nicht nachstehen und versenkte zunächst selbst zum 31:29, bediente anschließend bei einem gemeinsamen Tempogegenstoß Predrag Kontic per Kempa-Anspiel zum 32. MT-Treffer. Auch Djordjic, der mittlerweile Radek Musil wieder abgelöst hatte, zeichnete sich nun mit mehreren Paraden aus. Es war schon erstaunlich, wie viel Aktion allein in diesen zwei bis drei Minuten geboten wurde. Doch mitten in diese Werbung für den Handball mischte sich der mittlerweile von der Strafbank zurückgekehrte Just. Kontic lief einen weiteren Tempogegenstoß, war bereits am Mindener Kreis und in der Absprungbewegung, als ihn Just von schräg hinten brutal über den Haufen rannte. Über die zwangsläufig folgende rote Karte nach knapp 56 Minuten muß man sicherlich nicht diskutieren.
Damit war das Spiel auch praktisch entschieden, denn den Grün-Weißen fehlte die Kraft, nun in Unterzahl noch einmal zurückzukommen. Bemerkenswert noch der dem Foul folgende Strafwurf, mit dem Sead Kurtagic am eingewechselten Nachwuchstorhüter Björn Buhrmester scheiterte. Dennoch zog die MT in der Folge durch Kontic, Kurtagic und Hock auf 35:29 weg, ließ lediglich in den letzten 60 Sekunden die Zügel noch einmal schleifen, was der Gast durch zwei weitere Tore von Gudjonsson noch zur Resultatsverbesserung nutzen konnte.
In der Pressekonferenz erkannte Gästetrainer Richard Ratka den MT-Sieg an und gratulierte fair. Er wies allerdings darauf hin, daß GWD dabei nicht unwesentlich Mithilfe geleistet habe. Seine Mannschaft sei gut vorbereitet gewesen, und auch das abgelieferte Spiel sei soweit als positiv zu werten, jedoch sei man an einer Vielzahl von Kleinigkeiten gescheitert. Unnötige Fouls, Ungeduld und überhastete Aktionen haben am Ende einen GWD-Erfolg verhindert. Der ohnehin schon schmale Kader habe durch die Verletzung von Ognjen Backovic kaum noch Variationsmöglichkeiten geboten, und auch eine Entlastung für Niemeyer auf der Spielmacherposition sei so nicht mehr möglich gewesen.
Dr. Rastislav Trtík zeigte sich froh über den Erfolg seiner Mannschaft. Durch den gut auf die Melsunger 4-2-Deckung vorbereiteten Gegner war man gezwungen, auf andere Deckungssysteme auszuweichen, was sich auch als erfolgreich erwies. Wichtig seien die vielen Gegenstoßtore gewesen, die sich daraus ergaben. Bezogen auf den Gegner habe er seine Mannschaft eingehend auf die starke "linke Achse" der Mindener vorbereitet, und die habe man dann auch weitgehend im Griff gehabt. Erfreut zeigte er sich auch darüber, daß die schwächeren Vorstellungen von Sanikis und Valo, die beide nicht ihren besten Tag hatten, aufgefangen werden konnten. Gerade auf Halblinks haben die Variationen mit Hock oder Radcenko gegriffen, und auch Kontic auf Halbrechts konnte seinen Wert für die Mannschaft unter beweis stellen. Nicht zuletzt durch diese Variabilität sei man in der Lage gewesen, den Druck auf den Gegner über volle 60 Minuten aufrecht zu erhalten und das Spiel zu gewinnen.
Damit stehen für die MT Melsungen nun 6:8 Punkte zu Buche, was einen Platz im Mittelfeld bedeutet. Beruhigend scheint dabei, daß beim Neuling die Nerven mitspielen. Nach Pfullingen wurde nun auch mit Minden ein weiterer direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt niedergehalten; Punkte, die später fast doppelt wichtig sein können. In jedem Fall kann das Team von Dr. Rastislav Trtík am nächsten Wochenende ohne großen Druck nach Wetzlar reisen zum anstehenden "Hessengipfel".
Statistik
MT Melsungen: Djordjic, Musil; Pregler 1, Wöhler 4, Kraus 6, Kontic 3, Hazl 2, Valo 4, Hruby 3, Hock 3, Sanikis 1/1, Radcenko, Kurtagic 8/3, Brouko (n.e.), Holl (n.e.), Hütt (n.E.), Hynek (n.e.)
GWD Minden: Besirevic, Buhrmester; Backovic 1, Niemeyer 6, Kouzelev 4, Vukas 3, Buschmann 4, Gudjonsson 6/1, Simon, Just 5, Schäpsmeier 2, Kraft (n. e.), Kunisch (n. e.)
SR: Jutta Ehrmann (Odenthal) / Susanne Künzig (Karlsruhe)
Zeitstrafen: 6 - 8
Rote Karte: Just (55:54; grobes Foulspiel)
Strafwürfe: 6/4 - 2/1
Sanikis scheitert an Besirevic (11.)
Just scheitert an Musil (23.)
Kurtagic scheitert an Buhrmester (56.)
Spielfilm: 2:2 (5.), 6:5 (10.), 7:10 (15.), 10:10 , 14:13 (25.), 17:16 (HZ) – 22:18 (35.), 23:20 (40.), 26:23 (45.), 29:26 (50.), 32:29 (55.), 34:29, 58.), 35:31
Zuschauer: 1.835 in der MEIROTELS-Halle, Rotenburg/Fulda
Michael Koch
(MT-Pressestelle) -
Hmmm, 6.min. erst 1:1 , spielen die Fußball???
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Na Gott sei dank, wen Kronau da auch noch gewonnen hätte....Dasa wäre anhand der Hohen Niederlage von Melsungen dann ja richtig peinlich! Gut das es anderen auch so geht!
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Hey wenn ich schon 250 km fahre, dann hoffe ich doch das es relativ knapp ausgehen wird! Vielleicht geschieht ja ein Wunder!
Danach in Kiel und gegen Gummersbach wirds ja wohl auch nicht leichter!