Leider verliert auch der andere Verein vom bayrischen Untermain. Die TuSpo verliert gegen MÜnster mit 29:34.
Zum Spitzenspiel:
ZitatAlles anzeigenSpitzenspiel der zweiten Liga erfüllt Erwartungen
Im Spitzenspiel der zweiten Liga Süd trennten sich die HG Oftersheim/Schwetzingen und der TV Hüttenberg mit einem 28:28 unentschieden. 900 Zuschauer sahen eine Begegnung, die den Erwartungen gerecht wurde. Damit bleibt der TV Hüttenberg in der Zweiten Liga weiter ungeschlagen, beide Teams behalten ihre Spitzenplätze in der Tabelle.
Jürgen Pfliegensdörfer Schon früh zeichnete sich ab, dass Hüttenberg in der Schwetzinger Nordstadthalle etwas reißen kann. Doch nach dem 4:2 durch Thomas Schäfer aus Minute sechs machte die Gästeoffensive eine kurze Pause. Jetzt kam der Auftritt von Axel Buschsieper: Der Oftersheimer Linksaußen traf vier Mal in Folge. Doch mit dem 5:7-Anschlusstreffer machte Tomasz Jezewski dem Spuk ein Ende. Die 5:0-Serie der Hausherren war nach zwölf Minuten gestoppt.
Die entscheidende Umstellung zog Gästecoach Jan Gorr aber erst nach 20 Minuten aus dem Ärmel: Jetzt wechselte Mario Weber auf die Mitte. Von der Oftersheimer 3:2:1-Deckung war der wendige Hüttenberger Spielmacher kaum in den Griff zu bekommen. Mit einem flachen und festen Wurf erhöhte Sebastian Roth auf 16:13. So lautete auch der Halbzeitstand. Hüttenberg obenauf. Die Arme der Gästespieler gingen Richtung Hallendecke, als Buschsieper den letzten Angriff der Gastgeber am Tor vorbeizimmerte.
Und die Roth-Show war noch nicht zu Ende: In der 34. Minute erhöhte der Rechtshänder aus 13 Metern auf fünf Tore. Wenige Sekunden später fischte TVH-Keeper Waldemar Strzelec einen zu laschen Versuch von Axel Wilbrandt aus dem Winkel. Im Gegenzug stockte Roth zum 20:14 auf. Doch nach seinem sechsten erfolgreichen Distanzknaller in Folge zum 22:18 (39.) war auch für ihn Schluss. Den Gästen ging die Munition aus. Christian Stelzenbachs Treffer zum 25:20 aus der 43. Minute sollte für 14 lange Minuten der letzte Gästetreffer bleiben. Mit der Halle im Rücken zogen die Oftersheimer auf 27:25 vorbei. Erst ein eiskalt verwandelter Siebenmeter von Mario Weber brachte den TVH drei Minuten vor dem Ende ins Spiel zurück. „Die Zuschauer haben ein tolles Handballspiel gesehen“, meinte Hüttenbergs Trainer Jan Gorr. 25 Sekunden vor Schluss lag sein Team noch zurück, da Tobias Job den Gastgeber ein letztes Mal in Führung geworfen hatte.
Aber Hüttenberg war kalt wie Hundeschnauze: Florian Laudt suchte eine Anspielstation. Da er keine fand, suchte er sich selbst eine Lücke und ließ die Gästemannschaft dank seines Tores zum 28:28-Endstand tanzen. In den turbulenten Schlussszenen sah Tomek Jezewski noch die rote Karte und HG-Coach Wilfried Job forderte vehement einen Siebenmeter, als Jens Zwißler in allerletzter Sekunde an Strzelec scheiterte. Dennoch sprach auch er von „einem gerechten Unentschieden. Auch wenn es bitter, ist wenn du so kurz vor Schluss noch führst.“ Sieben Spiele ist Hüttenberg nun ohne Niederlage. „Dass wir trotz eines 25:27-Rückstandes weiter unseren Stiefel runtergespielt haben – und das vor diesem Publikum – ist eine tolle Leistung meiner Mannschaft“, bejubelte Gorr den „eindeutigen Punktgewinn“ des weiter ungeschlagenen TVH.
Quelle: http://www.handball-welt.de/o.red.c/news.php?auswahl=5848