Dr. Hauke Mommsen: „Wenn Handball einfach wäre, würde man ihn Fußball nennen“
16.08.2007 08:23 -
Die Damp Gruppe ist seit 2003 der Medical Partner der SG Flensburg-Handewitt. Durch dieses Sponsoring wird eine medizinische Versorgung ermöglicht, die in der Handball-Bundesliga seines gleichen sucht. Das SG Medical Team betreut die Mannschaft ganzheitlich, von der Prävention über notwendige Operationen bis hin zur Rehabilitation. Für dieses Sponsoring steht seit Jahren der Name Dr. Hauke Mommsen. Er ist SG-Mannschaftsarzt und leitet das fünfköpfige Medical Team, das zusätzlich von mehreren Physiotherapeuten unterstützt wird.
Dr. Hauke Mommsen ist Arzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Professor für Physiotherapie an der Fachhochschule Kiel und Fachbereichsleiter für Sportmedizin und Physiotherapie an der Damp Akademie.
Prof. Dr. Hauke Mommsen, Sie sind ein viel beschäftigter Mann, all diese Aufgaben passen kaum auf eine Visitenkarte. Warum ist Ihnen Ihre Tätigkeit als Mannschaftsarzt so wichtig?
Dr. Hauke Mommsen: Handball ist Leidenschaft. Seit ich ein kleiner Junge bin, habe ich die Spiele der SG Weiche-Handewitt schon im Geräteraum der Wikinghalle mit Begeisterung verfolgt. Ich bin in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Hier dreht sich alles um diesen Sport. Als Mannschaftsarzt ist man ein Teil einer wunderbaren, leistungsstarken Gemeinschaft. Es gibt den Spruch „wenn Handball einfach wäre, würde man ihn Fußball nennen“. Es ist einfach der komplexeste und beste Sport.
Und wieso passt die Damp Gruppe so gut zu diesem Sport?
Dr. Hauke Mommsen: Die Ostseeklinik Damp hat eine gewachsene sportmedizinische Tradition. (…) Mit dem Aufbau der medizinischen Partnerschaft zwischen der Damp Gruppe und der SG Flensburg-Handewitt hat die Ostseeklinik Damp unter der Leitung des jetzigen Ärztlichen Direktors, Dr. Otto Kloppenburg seinen sportmedizinischen Ruf spürbar ausgebaut. Internationale Spitzensportler, nicht nur aus dem Handball, wählen zunehmend die Ostseeklinik Damp, wenn eine Verletzung eine Operation erforderlich macht. (…)
Dr. Mommsen, sie gehen der SG häufig „fremd“, indem sie sich andere Mannschaften oder Sportarten ausleihen.
Dr. Hauke Mommsen: Ja. Ich tue das sehr gerne, weil nicht nur ich persönlich, sondern wir als medizinisches Team davon profitieren. Letztes Jahr habe ich paar Tage die Deutsche Football Nationalmannschaft betreut. Während der Handball Weltmeisterschaft die Ungarische Nationalmannschaft der Herren und jetzt die Deutsche Wasserball Nationalmannschaft der Damen in Portugal.
Warum sind diese Erfahrungen für Sie wichtig?
Dr. Hauke Mommsen: Ich lerne kompetente Kollegen kennen, die mein medizinisches Wissen bereichern. Man sieht andere Verletzungen, die unterschiedliche therapeutische Maßnahmen erfordern. Ich lerne neue medizinische Geräte kennen, die wir auch im Handball erfolgreich einsetzen können.
Also doch Handball. Die SG muss keine Angst haben, dass Sie endgültig „abtrünnig“ werden?
Dr. Hauke Mommsen: Ganz bestimmt nicht. Ich kenne keine bessere Sportart. Die Dynamik, die Athletik und die Atmosphäre sind einmalig. Hier im Norden tummelt sich die Elite des Welthandballs. Durch die Nähe habe ich auch eine emotionale Bindung zu den Spielern aufgebaut. Die Arbeit macht Spaß, man „leitet und leidet“ gleichzeitig. (…)
Das Interview in voller Länge können Sie am Freitag im SG-Magazin lesen. Das SG –Magazin wird vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag präsentiert.