Boesen-Transfer wird heute "eingetütet"
Handball. Lasse Boesen wird heute zum "Vertrags-Feinputz" in Flensburg erwartet.
FLENSBURG. In diesen Tagen herrscht bei der SG Flensburg-Handewitt in Sachen Personalplanungen wahre Hochkonjunktur. Kaum ist der Abschied von Blazenko Lackovic zum HSV Hamburg offziell verkündet, da klopft bereits sein potentieller Nachfolger an die Tür. Gemeint ist Lasse Boesen, der seit längerem auf der Wunschliste der SG steht.
Heute vormittag wird der dänische Europameister in Flensburg erwartet um im SG-Geschäftszimmer letzte Vertragsmodalitäten zu klären ; eben Nägel mit Köpfen machen. Boesen, derzeit von Kolding IF an den TBV Lemgo ausgeliehen, soll ab der kommenden Saison für die SG Flensburg-Handewitt auf Torejagd gehen.
"Es sind nur noch kleine Details zu klären. Wir sind uns im Großen und Ganzen ja einig", erläuterte Jens Boesen, Vater, Berater und zugleich Vorsitzender von Kolding IF in einer Person.
Und für Boesen-Senior steht außer Frage, dass man sich auch in den letzten Fragen einig werden wird. "Ich glaube nicht, dass Flensburg diesen langen Weg gegangen ist, wenn sie Lasse nicht wirklich haben wollen. Die SG hat uns von Beginn an zu verstehen gegeben, dass sie mit unseren Bedingungen einverstanden sind."
Auf Seiten der SG hielt man sich gestern dennoch sehr bedeckt. "Ich kann nicht bestätigen, dass Lasse jetzt nach Flensburg kommen wird. Ich weiß nur, dass es schön wäre, wenn wir uns einig werden könnten", erklärte Sportchef Anders Dahl-Nielsen.
Lasse Boesen hatte den Wunsch geäußert, seine Zelte wieder näher an seiner Heimatstadt Kolding aufschlagen zu dürfen, um wieder mit seiner Familie zusammen leben zu können, die nicht mit nach Lemgo umgezogen ist.
Der 28-jährige Rechtshänder gilt als im Rückraum vielseitig einsetzbar und sammelte bei Portland San Antonio und in Lemgo "internationale" Erfahrung. Während der Europameisterschaft in Norwegen bot Lasse Boesen vor allem im rechten Rückraum eine herausragende Rolle.
Volker Metzger