Zwei Neue, ein Ziel
In eigener Sache
geändert am 20.07.2007 von
20.07.2007 - 09:02
Kaminski und Skenderovic sind ehrgeizig
Artikel vom Freitag 20.07.2007 aus SÜDWEST AKTIV
>>> Metzinger-Uracher Volksblatt/Der Ermstalbote / <<<
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FRAUENHANDBALL / Metzingen bleibt Zweitligist
Zwei Neue, ein Ziel
Kaminski und Skenderovic sind ehrgeizig
Alle rechtlichen Möglichkeiten sind jetzt ausgelutscht. Und nun steht verbindlich fest, dass die TuS Metzingen ein Frauenhandball-Zweitligist bleibt. Die Neuzugänge Nadine Kaminski und Steffi Skenderovic sind dennoch optimistisch und voll motiviert für die neue Runde.
YVONNE ACKERMANN / ANTJE SCHNIZLER
"Wir haben hier eine motivierte Mannschaft, die in der bevorstehenden Zweitliga-Spielzeit weit kommen kann", äußert sich die neue Kreisläuferin Steffi Skenderovic zu ihrem neuen Team (wir berichteten bereits vom Vereinswechsel der beiden Spielerinnen Kaminski und Skenderovic vom VfL Sindelfingen ins Ermstal). Klar ist ihr jedoch, dass es dabei auf jede einzelne Spielerin ankommt und sich eigentlich keine verletzen darf, weil der Kader momentan nur zwölf "TuSsies" umfasst. Als Favoriten auf die Meisterschaft sieht sie die Truppe von Frisch Auf Göppingen, die als Absteiger aus der 1. Liga ein starkes Team zusammen hat. Vor allem die Neuzugänge Alexandra Gräfer (Torhüterin) und Femke Verboven (Rechtsaußen von der TuS Metzingen) schätzt Skenderovic stark ein. Mit 31 Jahren ist die Frau, die in Zukunft am Kreis wirbelt, die älteste Spielerin bei den "TuSsies".
Für ihren Ex-Verein, den VfL Sindelfingen, spielte sie nur ein Jahr und wollte dort ursprünglich auch bleiben. "Es war für mich jedoch befremdend, dass ich erst vor etwa zwei Wochen einen Vertrag vorgelegt bekam. Es war mir nicht so recht klar, warum damit so lange gewartet wurde", zählt sie einen der Gründe auf, warum sie sich doch für einen Wechsel entschieden hat.
Wichtig bei dieser Entscheidung war auch, dass mit Jochen Griesmeier ein fachlich kompetenter Trainer gefunden wurde und alle im TuS-Team an einem Strang ziehen.
Ins Training ist sie allerdings erst diese Woche eingestiegen, weil Skenderovic letzte Woche als Gymnasiallehrerin mit im Schullandheim dabei war. Sie unterrichtet derzeit am Otto-Hahn-Gymnasium in Ostfildern-Nellingen die Fächer Mathematik und Sport. In ihrer Freizeit fährt sie Snowboard und geht gern mit Freunden weg. "Aber mehr Zeit für andere Hobbies bleibt neben Beruf und Handball nicht", erklärt die sympathische Rückkehrerin. Denn ganz neu ist Kreisläuferin Skenderovic in der Kelternstadt nicht, weil sie das gelb-schwarze TuS-Trikot bereits bis April 2002 für drei Jahre getragen hat.
Kaminski kennt Team gut
Neu hingegen in der Öschhalle ist Nadine Kaminski, die vorzugsweise im rechten Rückraum spielt, aber auch auf der linken Seite einsetzbar ist. Da sie ebenfalls vom VfL Sindelfingen kommt, kennt sie Steffi Skenderovic natürlich gut. "Ich kenne darüber hinaus aber bereits ungefähr die halbe Mannschaft, manche auch privat. Es passt hier für mich sowohl menschlich als auch sportlich. Dadurch, dass auch Steffi Skenderovic gewechselt hat, ist mir die Entscheidung leichter gefallen", verrät die Rückraumspielerin Kaminski ihre Beweggründe zum Vereinswechsel.
Früher hat die neue Metzingerin bei der SG Ober-/Unterhausen und bei der SG Tübingen gespielt. Die letzten zweieinhalb Jahre war sie in Sindelfingen aktiv.
Die letzte Saison empfand sie als eines ihrer erfolgreichsten Jahre. Sindelfingen beendete die Saison in der Aufstiegsrunde auf Platz zwei und verfehlte damit etwas unglücklich den Zweitliga-Aufstieg. "Ich sehe in Metzingen bessere Perspektiven für mich, damit ich mich weiterentwickeln kann. Die Sindelfinger Philosophie hat mir nicht mehr zugesagt.
Der Wechsel hatte allerdings nichts mit der Personalie des Trainers Jörg Plankenhorn, der von der Metzinger Nachwuchsabteilung zum VfL Sindelfingen gestoßen war, zu tun", äußert sich die 28-jährige Ingenieurin der Luft- und Raumfahrttechnik weiter. Sie hofft, bei den Gelb-Schwarzen gut integriert zu werden, und weiterhin viel Spaß am Handball zu haben.
"Das Tolle am Handball ist, dass man als Mannschaft auftritt und gemeinsam mit Teamgeist viel erreichen kann", erläutert sie ihre Motivation für den Ballsport.
"Wenn wir uns gut einspielen werden, werden wir schon Richtung Meisterschaft blicken und wenn möglich auf einem der Plätze eins bis vier abschließen", erklärt Nadine Kaminski ihre persönliche Zielsetzung.
Neben Handball ist der Rückraumspielerin vor allem ihr Beruf sehr wichtig und ihr Freund, der sie zum Glück immer unterstützt.
Falls doch noch etwas Zeit übrig bleibt, macht Nadine Kaminski auch andere Sportarten gern, insbesondere Snowboard fahren. Zunächst aber gilt ihr Augenmerk voll und ganz dem Zweitliga-Handball in der Sieben-Keltern-Stadt.
INFO
Realisten und Handball-Kenner haben ohnehin mit keiner Wende im juristischen Streit der TuS Metzingen mit der Handball-Bundesliga-Vereinigung Frauen (HBVF) gerechnet. Und genauso ist es nun auch gekommen. Die TuS Metzingen spielt verbindlich und definitiv in der 2. Bundesliga Süd im bevorstehenden Spieljahr 2007/2008. Der Abzug von sechs Punkten durch die HBVF und die Neuansetzung der Aufstiegsplayoffs ohne Metzingen behält juristische Gültigkeit. Denn nachdem das Bundessportgericht in erster Instanz den Metzinger Einspruch gegen das Urteil abgewiesen hatte, zog nun auch das Bundesgericht des Deutschen Handballbundes (DHB) in Husum nach und wies die TuS-Revision ebenfalls zurück.
Realisten und Handballkenner, da zähl ich mal die Mehrheit derer die hier gepostet haben dazu!!!! 