Zitat
Original von noch ein trainer
ist doch egal, wo die Talente her sind - gerlach hjat noch nie mit junegn deutschen spielerinnen was gerissen, oder?
Aus dem Giessener Anzeiger von heute:
Linda Wenzl behält die Nerven
Lützellinden steht im Endspiel um deutsche Meisterschaft
LEIPZIG (vk). Unglaublich. Die weibliche Handball-Jugend A des TV Lützellinden steht im Endspiel um die deutsche Meisterschaft. Die Mittelhessinnen verloren zwar beim leicht favorisierten HC Leipzig mit 26:28 (13:12) das Halbfinal-Rückspiel, hatten aber bei Punkt- und Torgleichheit mehr Auswärtstore erzielt, denn das Hinspiel war mit 25:23 an Lützellinden gegangen. "Wir schaffen das, weil wir wissen, was der Gegner vor hat", war Gäste-Trainer Jürgen Gerlach optimistisch gewesen. In der Leipziger Ernst-Grube-Halle fiel die Entscheidung in einer zuweilen sehr hart geführten Partie 15 Sekunden vor Ende. Linda Wenzl nahm beherzt den Ball und verwandelte ihren dritten Siebenmeter zum 26. Treffer des TVL, der zum Finaleinzug reichte. So durfte Lützellinden jubeln und tritt am kommenden Wochenende im Final-Hinspiel bei der HSG Blomberg-Lippe an, ehe das Rückspiel am Wochenende 24./25. Juni in Lützellinden oder Hüttenberg stattfindet. "Wir denken darüber nach, nach Hüttenberg umzuziehen, weil wir dort mehr Zuschauer unterbringen", erklärte Gerlach.
Dem Spiel drückte eine überragende Olivia Reeh den Stempel auf. Sie spielte in einer wahren Galaform, erzielte elf Tore und eröffnete den Torreigen mit der Gästeführung. Dies gelang Reeh beim 4:5 erneut, ehe sich Leipzig beim 7:5 (13.) erstmals auf eine Zwei-Tore-Führung absetzte. Den 11:10-Vorsprung des HCL wandelte Reeh mit zwei Siebenmetertoren in eine Lützellindener 13:12-Pausenführung um.
HC Leipzig -
TV Lützellinden 28:26
Nach dem Wechsel übernahm Leipzig beim 16:15 (36.) wieder die Führung. Beim Stand von 18:17 ließ Lützellinden zwei Siebenmeter aus, schaffte aber dennoch durch Anna-Lena Leib das 18:18 (41.). Beim 25:22 (55.) war Leipzig in der Addition beider Spiele erstmals für das Endspiel qualifiziert. Und beim 27:23 zwei Minuten vor Ende schien Lützellinden am Boden, doch die Mittelhessinnen kämpften sich auf 27:25 heran. Sie waren beim 28:25 wieder ausgeschieden, ehe Linda Wenzl auf den 28:26-Endstand verkürzte und die Lützellindener Anhänger jubeln konnten.
Im Stenogramm Leipzig: Nagel, Kurzke; Hesse (1), Renner (1), Müller (7/4), Schaarschmidt (9), Cichy (1), Uhlig (4), Zeise (2), Kiedrowsky, Poth, Gärtner (3), Belkner, Urbannek.
Lützellinden: Rotter, Tornow, Weiss; Klein, Reeh (11/6), Wenzl (4/3), Deuster, Bepler (2), Jänicke (3), Schödl, Rühl (1), Euler (1), Leib (4).
Schiedsrichter: Mahlich/Harms (Magdeburg/Stendal). - Zuschauer: 140. - Zeitstrafen: 12:8 Min. - Siebenm.: 5/4:11/9.