Beiträge von wmk

    Was soll mit denen los gewesen sein? Sie haben knallhart gepfiffen, und dabei allenfalls einen einzigen "Fehler" gemacht - bei der Verletzung von Balomenos. Ansonsten waren die abgepfiffenen Vorteile aus Melsunger Sicht natürlich "ärgerlich", um es mal ganz milde auszudrücken. Andere Schiris lassen sowas meist laufen, die zwei haben eben ihre Linie durchgezogen; übrigens auf beiden Seiten. Klar war Melsungen dadurch unter'm Strich benachteiligt, wenn man die Häufung Mitte und Ende der zweiten Hälfte sah, aber das lag nicht an den beiden Referees.

    Kann mich übrigens nur anschließen: nix von wegen "ohne Abwehrreihen". Bestimmt hatten die jeweils nicht ihren besten Tag. Trotzdem gab es auf beiden Seiten doch sehr viele erzwungene Ballverluste. Das war einfach eins der intensivsten Spiele, die ich bisher überhaupt gesehen habe. Unglaubliches Tempo, phasenweise traumhafte Treffsicherheit der Schützen, kaum mal vergebene Tempogegenstöße. Da kam eben vieles an einem Tag zusammen, was dem Zuschauer ein echtes Highlight bescherte.

    Bini81 trifft's schon recht gut. Wenn die Konzentration der MT noch die letzten Minuten gehalten hätte, und das Duo Lijewski/Lackovic hätte neutralisiert werden können - ein 45:45 wäre am Ende vielleicht ein nicht unrealistisches Ergebnis gewesen. "Heimlicher Matchwinner" für mich vielleicht doch der zuerst schwache Dan Beutler, der in den letzten Minuten aus nordhessischer Sicht die Finger zu oft an die Bälle brachte.

    Schade, daß ausgerechnet dieses Spiel nicht übertragen wurde. Für mich war das absolute Werbung für den Handball - von beiden Teams, wie auch dem Schiri-Gespann! Dazu über weite Strecken bombige Stimmung und ein Publikum, das am Ende trotz deftiger Niederlage begeistert standing ovations gab. Wer da noch irgendwas zum Meckern findet (außer den zwei verlorenen Punkten natürlich :D) ist selbst Schuld!

    Edit: Sch... Teppfihler! :wall: ;(

    Zitat

    Original von hummel / GWD
    Dummes Geschwätz. Ich bin weder unsachlich geworden, noch ziehe ich
    oft über andere Teams her. Und aus meiner Aussage ein politische Gesinnung
    zumindest unterschwellig herzuleiten, finde ich schon reichlich dreist.

    Wie auch immer - ich beende diese sinnleere "Diskussion" mit Dir hier, ist
    ohnehin zweckfrei.

    Stefan

    Jau, passt schon ...

    @kampfchwein:
    Mit "Meinung sagen" habe ich kein Problem, Warum man bei Bekanntgabe eines Vertragsabschlusses aber einen dermaßen anmaßenden und völlig unpassenden Kommentar hier reinstellen muß, das verschließt sich meines Verständnisses komplett. Wenn unser lieber Freund unbedingt Kader diskutieren und fachlich hochkompetent kommentieren möchte, kann er das gern in einem anderen Thread tun. Hier geht's um Verträge und deren Bekanntmachungen, aber nicht um anmaßende, pseudo-sarkastische Seitenhiebe auf andere Vereine. Deshalb meine entsprechend deftige Reaktion.

    Zitat

    Original von hummel / GWD
    Und selbst - Niederlage noch nicht verdaut? Ein einziger deutscher
    Spieler stand bei der MT am Freitag auf dem Bogen, und wenn ich
    micht nicht irre, hat der nicht einmal gespielt. Da ist der Kommentar
    durchaus relevant: eine Multi-Kulti-Truppe, mit der ich als Fan nicht
    ohne Weiteres etwas anfagngen könnte
    .

    Stefan


    Fordert und erwartet ja auch niemand von Dir. Was kümmert's Dich eigentlich, wer bei welcher Mannschaft auf dem Bogen steht? Mir fällt eben auf, daß Du (zu) oft in reichlich unsachlicher Manier über andere Mannschaften herziehst. Keine Ahnung, woher Du dieses "Recht" nimmst. Etwas mehr Respekt wäre schon angebracht - auch und gerade vor "Nicht-Deutschen". Weiter möchte ich das Thema hier nicht ausführen, denn sonst werde ich am Ende noch unsachlich bei so viel Fachkompetenz in Sachen "Kaderzusammenstellung unter nationalpopulistischen Gesichtspunkten" ...

    Zitat

    Original von hummel / GWD
    Aaah, endlich mal ein deutscher Spieler bei der MT... ;) :rolleyes:


    Interessant, wer da mal wieder mit einem völlig sachlichen und garantiert relevanten Spontankommentar positiv auffällt ...
    Sag' mal, gibt's bei euch nicht selbst Baustellen genug? Sieg von letztem Freitag noch nicht verkraftet? Sorry, aber so ein Kommentar ist leider hoffnungslos daneben - Smileys hin oder her.

    Solche Statements sind auch nicht unbedingt bierernst zu nehmen (bzw. eigentlich nur durch selbiges Gesöff in Übermaßen zu erklären). Siege gegen Lemgo, Magdeburg, Kronau sind sicher eine tolle Sache, der zwischenzeitliche 5.Rang einfach was für das Repertoire an Geschichten für küftige Enkel. Trotzdem keinerlei Grund abzuheben, wie man heute (resp. gestern) deutlich gesehen hat. Bis jetzt sind das schlicht und einfach 14 Punkte für das Saisonziel "mindestens 11. Platz", alles andere sehen wir, wenn es so weit ist Bilanz zu ziehen.

    Bin gerade erst wieder daheim eingetrofen nach noch einigen netten Gesprächen in der Halle und im Fankeller. Ist eben trotz der Niederlagen einfach schön in Minden ... :hi:
    Die Niederlage ist im Prinzip auch schon verdaut, denn GWD war ganz einfach diesen kleinen Tick besser. Buhrmester hatte natürlich einen genialen Abend, wurde aber auch anfangs vom MT-Angriff richtig schön warm geschossen. Gleiches galt auch für Mario Kelentric. Die beiden haben sich in Durchgang eins nichts geschenkt, hatten je 13 gehaltene Bälle auf dem Zettel. Den Ausschlag gab da die Abwehr davor, und die war bei Minden aktiver. Klasseleistung übrigens vom Ex-Melsunger Jiri Hynek im Zentrum! Er gehört zu den Spielern, die in der Berichterstattung immer zu kurz kommen, weil Defensivarbeit nunmal nicht so publikumswirksam ist wie Torerfolge. Aber ohne ihn (in Zusammenarbeit mit Niemeyer im Innenblock) wäre das Spiel trotz Buhrmester anders ausgegangen - da bin ich mir ziemlich sicher.

    Auf Melsunger Seite ging von Außen leider fast gar nichts. Diese Tore haben gerade vor der Pause gefehlt, um die Partie offen zu halten. In de zweiten Hälfte mußte Valo ersetzt werden, was Andrej Kurtchev prinzipiell auch ganz ordentlich gelang. Aber es fehlte einfach die latente Gefahr, die von einem Daniel Valo in den letzten Spielen ausging.

    Da sollen aber alles keine halbherzigen Entschuldigungen sein. Minden war an diesem Abend die bessere, aktivere Mannschaft, und hat völlig verdient die Punkte behalten. Glückwunsch zurück nach Ostwestfalen. Freue mich schon auf die nächste Fahrt zu euch, und glaube fest daran, daß das schon in der nächsten Saison sein wird. Mit der gezeigten Leistung (und vor allem Einstellung) sollte es in jedem Fall drei Mannschaften geben, die am Ende weniger Punkte eingefahren haben. Ich drück' euch jedenfalls sämtliche verfügbaren Daumen ...

    Zum Thema passend hier mal ein Text, der im April 2006 aus aktuellem Anlaß auf rtl.de zu finden war:

    Handball kurios in Hamburg: Beim 35:34-Sieg des HSV gegen die MT Melsungen standen die Gäste für wenige Sekunden nur noch mit einem Feldspieler und dem Torwart auf dem Parkett.

    'Fünf Zeitstrafen in zwei Minuten - so etwas habe ich noch nie erlebt', sagte der Spielleiter der Bundesliga, Uwe Stemberg, zu dem Novum in der Color-Line-Arena. Und beinahe wäre es noch verrückter geworden: Ein Wechselfehler in der 16. Minute hätte den Gästen eigentlich eine weitere Zeitstrafe einbringen müssen.

    Doch die Schiedsrichter, Bernd und Harald Andler (Remseck/Stuttgart), drückten ein Auge zu - wohl auch, weil die Konsequenzen unklar gewesen wären. 'In den Regeln steht dazu nichts', sagte Stemberg. Lediglich zu Spielbeginn sei eine Mindestanzahl von Spielern (drei Feldspieler und ein Torwart) vorgeschrieben. HSV- Präsident Andreas Rudolph meinte: 'Ich denke, das Spiel wäre dann abgebrochen worden.' So dachten wohl auch die meisten der 5500 Zuschauer der hart geführten Partie mit insgesamt 36 Strafminuten.

    Doch Laut Stemberg hätten die Unparteiischen durchaus einen Ermessensspielraum gehabt und die Partie weiterlaufen lassen können. 'Sie hätten abbrechen können, aber nicht müssen.' Er gab allerdings auch zu bedenken: 'Es ist dann kein Handballspiel mehr. Es hat keinen sportlichen Wert.' Bei einem Abbruch wäre die Partie zu Gunsten der Hamburger gewertet worden. Der Pokalsieger setzte sich am Ende äußerst knapp mit 35:34 gegen den Aufsteiger durch. Den Siegtreffer erzielte Roman Pungartnik erst 14 Sekunden vor der Schlusssirene.

    Zitat

    Original von TLpz
    wmk


    Technische Delegierte unterbrechen das Spiel nur, wenn Verstöße gegen das Auswechsel- und Bankreglement vorliegen. Sie können nie eine Tatsachenendscheidung zu Geschehnissen auf dem Feld treffen. Wäre ja noch schöner, wenn die Spielaufsicht von der Mitte der Seitenlinie aus mal eben einen 7m gibt.

    Jaja ... so weit die graue Theorie ... :lol:

    Zur Praxis frag' mal verschiedene Clubs der 2.Liga ... :P

    Zitat

    Original von Olaf
    immerhin war nach meiner Beobachtung bei HBL.tv SR-Lehrwart Peter Rauchfuß als Spielaufsicht in der Halle, der nach dem Kopftreffer sogar aufs Spielfeld gegangen war. Zur Not hätten die beiden SR also den Blickkontakt oder ein kurzes Gespräch herstellen können, um ihre Entscheidung abzusichern. Oder ist das nicht statthaft?


    Ob das nicht eventuell sogar geschehen ist, kann ich nicht sagen. Ich habe ihn auch auf dem Feld gesehen, aber nicht in der Nähe der Unparteiischen, die sich zur Beratung etwas "zurückgezogen" hatten. Das schließt aber einen wie-auch-immer-gearteten Kontakt nicht aus, da ich eher die Schlichtungsbemühungen der Spieler untereinander am Ort des Geschehens beobachtet habe.
    Übrigens auch eine interessante Geschichte, denn die Aktiven haben das gewissermaßen weitgehend "unter sich" geregelt, und das sah mir unter dem Strich wesentlich ungefährlicher aus, als wenn da noch Gelbhemden herumgefuchtelt und für zusätzliche Emotionen gesorgt hätten. Ist zwar mit Sicherheit keine Garantie, aber vielleicht sollten sich ein paar Referees das mal als positives Beispiel merken, daß Zurückhaltung manchmal auch Vorteile hat! ;)

    Bilbo: Ich habe es schon live erlebt, daß die "Spielaufsicht" vom Zeitnehmertisch aus das laufende Spiel unterbrochen hat, um eine Entscheidung zu treffen, und mal eben die verdatterten Schiris auf dem Feld "einzunorden". DAS empfinde ich als nicht unbedingt statthaft. Gegen die unabhängige Meinung eines anwesenden Offiziellen in einer solchen Situation bei angehaltener Uhr habe ich nichts, und das halte ich auch eher für positiv und vertrauensbildend denn als unstatthafte Einmischung in die Entscheidungshoheit der Schiris. Nur wenn es sich dan am Ende um eine aufoktruierte Entscheidung dieses Offiziellen gegen die Einschätzung beider Schiedsrichter handeln sollte, ist es wieder bedenklich.

    Zitat

    Original von eisbeer

    Sorry, aber eine Tätlichkeit ist m.E.n. nie nachvollziehbar. Wenn man es nicht verkraftet, dann soll man sich nicht ins Tor stellen.

    Immerhin handelt es sich da auf dem Feld immer noch um Menschen, nicht um Roboter. Insofern unterscheide ich durchaus zwischen "emotional nachvollziehbar" und "vorsätzlich". Genau darum geht es nämlich hier im Grunde. Nur kurioserweise fallen die Konsequenzen völlig widersprüchlich aus.

    Während die eine Aktion als "Vorsatz" gewertet und abgestraft wurde, die aus dem nicht völlig aufzulösenden laufenden Spielgeschehen heraus kam und sich regeltechnisch als zweifelhaft darstellt, fällt die, die zwangsweise bestraft werden müßte, komplett unter den Tisch. Für mich ein Paradoxum, aber eben wie schon weiter oben beschrieben eine Tatsachenentscheidung zweier Schiedsrichter, die damit blöderweise den Schwarzen Peter halten.

    Wohlgemerkt: ich kritisiere die beiden hier nicht deswegen, denn das war eine dieser saublöden Begebenheiten, die wohl jedem Schiri in seiner Laufbahn mehrfach unterkommen, nur daß es hier in der Bundesliga vor laufenden Kameras war. Dumm gelaufeneben. Nur gut, daß aich alle Akteure auf dem Feld und auf den Bänken unter Kontrolle hatten - und das trotz des engen Spieles. Könnte mir vorstellen, daß daraus bei anderen Protagonisten ein recht übles "Rudel" mit weiteren nachfolgenden Aktionen hätte folgen können ... :rolleyes:

    Ich kann die Aussagen ebenfalls bestätigen, daß Savas Karipidis während seiner Bewegung zum Tor bedrängt wurde. Ob noch im Moment, als der Ball die Hand verließ, ist dabei für mich weniger wesentlich. Ausschlaggebend ist für mich die vorliegende Beeinträchtigung während des schon angestzten Sprunges in den Kreis, was dem folgenden Wurf fast zwangsläufig einen Teil der Kontrolle nimmt.

    Was noch dazu kommt, sind zwei Dinge: eine sachliche, eine sportliche. Rein sachlich war auch Heinevetter in einer Bewegung nach schräg unten, wohl um die lange untere Ecke "dicht zu machen". Für einen so exakten "Treffer" wie dann gesehen hätte Savas vermutlich in der Luft noch den Taschenrechner zücken müssen, um aus eigener Bewegung, Gegnerbewegung, Fallgeschwindigkeit und geplanter Wurfenergie den korrekten Winkel zu berechnen.
    Sportlich ist die Frage, ob ein in seiner Einstellung zum ausgeübten Sport untadeliger Akteur wie Savas Karipidis beim Stand von 9:10, bei eigener Überzahl, auf dem Weg zum Ausgleich auswärts beim Favoriten tatsächlich freiwillig so "offensichtlich" auf einen Torerfolg verzichtet, und sich zum Buhmnn der Halle macht. Für meine Begriffe gibt's da ein glasklares "nein"!

    Bezeichnend für mich auch die endlose "Beratungszeit" der Schiedsrichter, die dann zudem zunächst nicht eindeutig zu verstehen gaben, wer denn nun das Feld verlassen sollte. Zuerst schienen sie ja den völlig fassungslosen, weil gänzlich unbeteiligten Thomas Klitgaard als Sünder ausgemacht zu haben. Selbst der Hallensprecher gab ja unseren Kreisläufer als disqualifizierten Spieler an, weil kein Mensch wirklich durchblickte, was Immel/Klein da warum und gegen wen entschieden hatten. Kein Wunder, daß dabei die Tätlichkeit von Heinevetter gegen Karipidis (menschlich nachzuvollziehen, sportlich aber eindeutig zu bestrafen!) vollkommen im Chaos unterging.

    Zitat

    Original von Bilbo

    edit: wmk: die Zuschauerzahlen sind im Schnitt vierstellig zurückgegangen? Laut wikipedia war letzte Saison der Schnitt 4585, laut handball-world.com sind es diese Saison bisher 4451,75, für mich ist das niedrig dreistellig ;)

    OK, einverstanden, war ein gefühlter Wert. Hier mal die "harten Daten" laut gut geführter Stats-Corner von C.Delitzsch:


    Nicht berücksichtigt habe ich Ab- und Aufsteiger.

    Zitat

    Original von namehase
    Ja. Ich denke, die Ausländerquote ist schon ein wenig heftig. Von der MSG Tschechien zur MT SKandinavien/International. :unschuldig:

    Lieber schlechtere Ergebnisse, und dafür auf mehr junge deutsche Spieler setzten wie zB Wetzlar. Ich könnte mir vorstellen, dass hierin auch ein Grund liegt, dass die Zuschauerzahlen so schlacht waren in letzter Zeit.

    Liebe Freunde: Das soll kein Rassismus sein. Ich bin links und habe eine ausländische Partnerin......


    Genau über dieses Thema haben wir letzte Nacht noch länger diskutiert. Es gibt dabei aber nunmal keine alleingültige Ansicht. Jeder Club geht seinen eigenen Weg, und muß sich am Ende auch mit dessen Ergebnis kritisch auseinandersetzen. Und das geschieht ganz sicher auch in Melsungen, da kannst Du sicher sein.

    Ich selbst gehöre zu denen, die in irgendwelchen Nationalitätszugehörigkeiten keine so riesengroße Problematik sehen. Mich interessiert der Sport auf dem Parkett, und wie die Spieler sich für meinen Verein einbringen. Wieso sollte ich mir in der Vergangenheit über die Nationalität eines Predrag Kontic Gedanken machen, der der MT länger die Treue hielt und viel mehr Herzblut an der Fulda gelassen hat, als das viele "einheimische" Spieler vorher taten? Wieso sollte ich die Motivation eines Savas Karipidis in Frage stellen, der den Handball jetzt in Melsungen in jeder Minute für seine Mannschaft lebt wie kaum ein anderer?
    Es gibt eben viele Aspekte, die Berücksichtigung finden sollten, und es gibt ebenso viele Ansatzpunkte, an dieses "Problem" heranzugehen. Eine Garantie für irgendetwas wird es dennoch nie gegen - schon gar nicht für den Erfolg.

    Was die Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen angeht: ebenfalls ein zweischneidiges Schwert. Kommen mehr, wenn "Deutsche" Jahr für Jahr knallhart gegen den Abstieg spielen und Niederlage auf Niederlage einfahren, oder kommen mehr, wenn "Ausländer" den Club sportlich nach vorn bringen? Da kann man endlos diskutieren, ohne zu einem wirklichen Ergebnis zu kommen.
    Eines aber ist absolut Fakt, und das zieht sich auch abseits der Handball-Bundesliga durch den ganzen Sport: das Geld im Portemonnaie wird weniger, die reale Lohnentwicklung ist negativ. Gleichzeitig werden die Angebote mehr, es sind Entscheidungen für oder gegen den Besuch von "Events" gefragt. Dieses Ergebnis nun ist glasklar abzulesen an sämtlichen Statistiken: kaum ein Verein abseits des Fussballs (und auch da sieht es nicht überall rosig aus), der nicht über einen Zuschauerrückgang klagt. Allein in der Handball-Bundesliga kommt im Schnitt eine vierstellige Anzahl Besucher im Schnitt weniger als noch letzte Saison. Wieso bitte sollte sich ausgerechnet die MT Melsungen entgegen dem allgemeinen Trend entwickeln? Mehr als im Moment kann die Mannschaft doch kaum machen, um ihr volles Engagement zu demonstrieren, oder?
    Die Statistik allein in Magdeburg spricht ebenfalls Bände (gelistet im dortigen Forum). Dort spielen mit Theuerkauf, Heinevetter, Grafenhorst, Sprenger, Wiegert und noch einigen jungen Leuten mehr nun wirklich auch deutsche Sympathieträger, doch die Gründe für ausbleibende Zuschauer liegen an einer ganz anderen Stelle - nicht etwa an der Verpflichtungen eines Erevik (NOR) für Bitter (D), um es mal an einem Beispiel fest zu machen.

    Was man daran klar sieht: mangelnden Zuschauerzuspruch an der Herkunft der Aktiven festzumachen ist zu einfach und viel zu blauäugig. Diskussionen über Nationalitäten mögen Heiner Brand zustehen, der nunmal allein deutsche Spieler berufen darf, in den einzelnen Vereinen jedoch sind andere Dinge ausschlaggebend. Und mir ist ein Thomas Klitgaard am Kreis - zumal in gestriger Verfassung - tausendmal lieber als so mancher deutsche Kreiskläufer in der (Zweitliga-)Vergangenheit der MT, der schon durch seine Körpersprache 60 Minuten signalisiert hat: "Spielt mich bloß nicht auch noch an!" ...


    scm_joeey:
    Heinevetter war in der Bewegung, also ist Rot allein durch das Regelwerk nicht abgedeckt, denn dort ist die zwingende Disqualifikation nur festgelegt, wenn sich der Keeper (wie z.B. bei einem Strafwurf) nicht bewegt. Also war es allein Ermessenssache der Schiedsrichter, und die haben nunmal diese Entscheidung getroffen. Heinevetter muß froh sein, daß er selbst für seine spontane Reaktion nicht auch den knallroten Karon gesehen hat. Da waren die Jungs in Gelb reichlich überfordert, wie man deutlich sehen konnte.
    Übrigens nicht die einzige Situation, in der sie den Überblick verloren haben. Der Theuerkauf-Wurf vor Halbzeit war meiner Meinung nach auch noch im Kasten, bevor die Sirene ertönte. Das Gegenstoßtor von Tellander nach der Pause war nie im Leben "Schrittfehler" - ein Unding, das abzupfeiffen. Und was diverse Strafen auf beiden Seiten angeht, da kann ich Dir nur Recht geben. Da gab es andere Szenen, wo die Bank angebrachter gewesen wäre. Aber am Ende hat das nicht den Ausschlag gegeben. Es waren zu viele Szenen auf beiden Seiten wo die zwei daneben lagen, als daß man nun zwei oder drei davon für Sieg/Niederlage veantwortlich machen könnte.

    So, auch wieder daheim. War wie immer bisher ein Erlebnis in einer der schönsten Handballhallen Deutschlands, die ich bisher gesehen habe, und das absolut unabhängig vom Ergebnis.

    Gleich zum Thema "Rot": Dummfug! Absolut klar und verständlich, daß sich Heinevetter nach dem Treffer aufregt, wohl auch weil er vorher schonmal von Klitgaard einen abbekommen hatte. Nur war es für Karipidis sicher schwerer, den sich heftig nach unten bewegenden Keeper zu treffen als das Tor. Kann mir keiner erzählen, daß jemand wie Savas bei 9:10, eigener Überzahl und frei vor'm Tor nicht versucht, die Murmel zu versenken. Rotverdächtig war eher die direkt folgende Tätlichkeit von Heinevetter an unserem Griechen, die jedoch unverständlicherweise völlig ungeahndet blieb. War zwar eindeutig im Affekt, aber das rettet normalerweise auch nicht ... Nun denn, Schwamm drüber.

    Imponiert hat mir, daß trotz der kontroversen Diskussionen im Vorfeld die Halle Mitte der 2.Hälfte, als es immer wieder auf unentschieden ging, lautstark hinter ihrer Mannschaft stand. So muß das sein, und nicht nur, wenn man sowieso hoch führt. Daran könnten sich viele andere ein Beispiel nehmen.
    Was mir auch imponiert hat: die Offenheit, mit der nach dem Spiel von vielen Seiten freimütig zum Sieg gratuliert wurde. Da war keine Verbissenheit, kein Nachkarten, keine Mißtöne. Fairer kann man sich auf Verliererseite kaum verhalten. Super Einstellung zum Sport!
    Und was am meisten imponiert hat: die fantastische Leistung der MT. Absolut gleichwertig über volle 60 Minuten, ohne jede "Kunstpause", diesmal auch ohne den schon so oft gesehenen Blackout. Bewundernswert "Matchwinner" Spyros Balomenos, der sich von mehreren Fahrkarten und Ballverlusten nie aus der Bahn bringen ließ, und auch unter Berücksichtigung seiner Abwehrarbeit heute der wohl beste Melsunger war.

    Wer nach dieser Leistung im nächsten Heimspiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen nicht in die Halle kommt, ist selbst Schuld. Selbst wenn mit absoluter Sicherheit auch wieder Rückschläge kommen werden (die Mannschaft ist noch längst nicht so weit, wie es die 12:8 Punkte Glauben machen!), hat die Truppe spätestens jetzt einfach volle Rückendeckung in voller Halle verdient! Die Mannschaft hat vorgelegt - weit mehr als alle sich hätten erträumen dürfen, und jetzt muß die Region endlich nachziehen!

    Zitat

    Original von K.-C.
    Pflichtsieg

    Für wen? :D :lol:


    Im Ernst: "Pflichtsiege" scheint es in dieser Saison nicht wirklich zu geben. Man spricht zwar davon, aber sicher sein darf sich niemand bei den teils "seltsamen" Ergebnissen, die wir schon gesehen haben. Ich sehe der Partie jedenfalls äußerst entspannt entgegen, denn 10:10 Punkte (im schlechtesten Fall) sind mehr, als man sich vor der Saison hätte erträumen können. Der SCM scheint mir da wesentlich stärker unter Druck. Ich freue mich jedenfalls schon auf eine der schönsten Hallen, die ich bisher in der BuLi gesehen habe. Aber ich werde das inbrünstige "Schooooooääääääähllllllllllllllllllllllllllllllll" des Hallensprechers vermissen ... :rolleyes:

    Zitat

    Original von B.Onkel
    Tja, die letzten 2 jahre hatten wir glaube Nie unter 1900 zuschauer, waren immer so 2000-2100, dieses Jahr waren es noch keine 1900 und es wird immer weniger,jedes Spiel! 1700 z.b. sowas gabs noch nie vorher,es geht eben bergab, und wenn das spiel Online übertragen wird,sind es einige die dann auchnoch zuhause bleiben,ich alleine kenne 12 leute die das heute tuen! Ist ja auch ne kostenfrage, 100 km fahren,2 mann eintritt sind mal locker 50 euro, so kommen 22 freunde, zahlen wir nur 2,99

    So langsam solltest Du den Eintrag links hinter "Fan von:" mal wegeditieren. Kritik ist vollkommen in Ordnung und in vielen Fällen auch konstruktiv. Aber wenn seit Wochen und Monaten von Dir permanent nur Negatives, Häme und teils unsachliches Gemecker kommt, ist mir der Zusammenhang zu "Fan von:" ziemlich unverständlich. Das sollte man dann vielleicht ändern in "Wohne unglücklicherweise in der Nähe von:" ...

    Wünsche euch viel Spaß bei der Inet-Party (ehrlich gemeint).

    Zitat

    Original von sgz
    ... wenn in kassel die multifunktionshalle mal gebaut werden würde, was mittlerweile aber ja sehr unwahrscheinlich ist, ...


    Lies mal bitte eingehender die heimische Presse. Die Halle in der Aue ist wohl endgültig vom Tisch, aber dafür liegt KS-Bettenhausen sehr gut im Rennen.

    Vor dem Spiel hatte ich nach den gelesenen Spielberichten dieser Saison eigentlich eine bissige und aggressive TuS-Truppe erwartet. Aber das Häufchen Elend da auf dem Feld war zahnloser als ein Prothesenträger ohne eingelegte "Werkzeuge". Kaum vorstellbar, daß mit einer so desolaten Mannschaft der Klassenerhalt geschafft werden soll, auch wenn "Der Unabsteigbare" auf der Bank sitzt.
    Selten habe ich in einer Pressekonferenz einen Trainer so hilflos erlebt. Man hatte den Eindruck, als schwanke Klajic übergangslos zwischen Hoffnungslosigkeit, Zorn, Frustration und Wut hin und her. Sinngemäßer O-Ton: "Ohne Blazicko im Tor hätten wir heute locker 40 oder mehr bekommen". Dazu noch redselig wie selten gesehen, so als wolle er über reden, reden, reden das Erlebte für sich selbst irgendwie erklären, so daß er es auch versteht.

    Was der TuS da heute abgeliefert hat, das war unterirdisch. Der Nettelstedter Kollege neben mir meinte kurz nach Halbzeit ziemlich desillusioniert, daß das nicht einmal Regionalliga-Niveau sei. Recht hatte er irgendwo ...

    Melsungen "ohne 4" mußte nicht überdurchschnittlich gut spielen gegen den Gegner, hat aber trotzdem eine sehr ansprechende Leistung gezeigt. Nicht wiederzuerkennen war der Angriff. Größtenteils sicher laufende Bälle, auch wenn vor der Pause der Positionsangriff noch hakte. Dafür war die zweite Hälfte nahezu fehlerlos. Ohne den überragenden Blazicko wäre die Partie vermutlich zu einem denkwürdigen Debakel für die Gäste geraten. Da tun einem dann die mitgereisten treuen Fans schon richtig leid, die vom eigenen Team mit einer solchen (Nicht-)Leistung sogar bei Sonnenschein im sprichwörtlichen Regen stehen gelassen werden. Hut ab vor dem Häuflein Unentwegter, die trotzdem noch versucht haben, das Beste für ihre Farben zu geben. Das war in jedem Fall mehr, als auf dem Feld dazu beigesteuert wurde.

    Thema "Spielereinzelkritik" bei der MT: da kann ich dem Onkelchen nicht zustimmen. Kelentric mag nicht gerade der sprühende Stimmungsvulkan sein, aber deswegen hat er noch lange nicht "null gebracht". Man muß dabei auch beachten, daß die Keeper bei der Mt mehrfach übelst allein gelassen wurden von der Deckung, und da ist es für jeden Torhüter schwer zu glänzen. Mehr gehaltene Strafwürfe als Mario Kelentric (7) hatte bis vor diesem Spieltag z.B. kein anderer Torhüter.
    Hruby ist eine echte Alternative (vielleicht auch mehr) gegen eher offene Deckungen, weil er beweglicher ist. Klitgaard hat seine Stärken eher bei 6-0 des Gegners, und in Sachen Abwehrleistung steht er definitiv außerhalb jeder Diskussion.
    Andrej hat nach seiner schweren Verletzung noch lange nicht wieder die alte Sicherheit. Er braucht einfach mal ein Spiel, in dem der Knoten platzt. Das ist aber schwer, wenn die Einsatzzeiten knapp bemessen bleiben. Heute hat er als Karipidis-Backup sofort Räume für Valo geschaffen, die der wiederum in Tore umgemünzt hat. Vielleicht sollte man Andrej mal nicht nur an Toren messen. Unter Druck setzt er sich schon ganz allein, das muß man nicht von außen auch noch machen ...
    Jacobson hat immer noch mit seinem lädierten Finger zu kämpfen. Nach außen sieht alles wieder toll und gesund aus, aber die zwischenzeitliche Kapselreizung durch die Schiene wird geflissentlich übersehen. Es war super, daß er sich trotz Problemen in den Dienst der Mannschaft gestellt hat!
    Sanikis ist - wie Stojanovic - gesondert zu betrachten. Einerseits sind Operationen am Gelenk generell keine einfache Sache. Schnelle Wunderheilung ist da sehr, sehr selten. Zudem haben beide keinerlei Vorbereitung mit der Mannschaft gehabt, besetzen aber Schlüsselpositionen. Daß Sanikis in Wetzlar wieder eine auf's operierte Knie bekommen hat, kommt erschwerend hinzu. Genaueren Aufschluß über die Schwere der neuerlichen Verletzung wird erst die kommende Woche bringen. Da ist also Abwarten angesagt ... leider!
    Balomenos hatte heute tatsächlich nicht seinen besten Tag, hat gerade nach vorn in der ersten Halbzeit einige "Böcke geschossen" und Bälle leichtfertig vertändelt. Trifft er die ersten zwei Würfe, ist er kaum zu halten. Versemmelt er sie, gönnt man ihm besser Pause auf der Bank. Mag nicht toll sein für die Galerie, aber das sind Spieler, die eine Partie auch mal ganz allein gewinnen können. Er hat auch schon richtig gute Spiele abgeliefert und ist im Deckungszentrum mit Thoms Klitgaard fast eine Bank. Auch da gilt: seine momentanen Stärken liegen nicht im publikumswirksamen Bereich, sind aber für den Erfolg der ganzen Mannschaft nicht unwesentlich.

    Es wäre schön, die Spieler etwas differenzierter zu betrachten, und nicht gleich draufzuhauen. Mir hat schon die völlig unpassende Pauschalkritik an "den Neuen" letztens mißfallen. Das wird den Spielern einfach nicht gerecht, und trifft auch bestimmt nicht den Kern solcher Debakel wie in Wetzlar.

    Zitat

    Original von mikato
    Da frage ich mich nur, was die Neuen so hoch gelobten Spieler wie z.B. Jacobsen, Klitgaard und Tellander bisher gebracht haben ? ? ?

    N i x !!!

    Na, dann wollen wir mal hoffen, dass der Knoten bei denen bald platzt !!


    Nun laß' die Wumme aber bitte mal im Holster. Daß das heute keine Meisterleistung war, das wissen die Jungs auch so. Es stehen immerhin auch schon Siege in Lemgo und gegen Göppingen zu Buche, also durchaus höher eingeschätzte Teams. Ich habe bestimmt nicht vor, irgendetwas schönzureden, aber jetzt planlos einfach mal so auf "die Neuen" einzuprügeln ist daneben. Auch Klockmann wäre noch "neu", ebenso Kelentric, Blank und ... Karipidis. Alles Flaschen, und die namentlich genannten drei hebt man heraus? Neee, Jung', so einfach kann man sich das nicht machen. Karipidis steht in der Torjägerliste ganz weit oben, Kelentric liegt bei den gehaltenen 7m ganz weit vorn, Klockmann hatte riesigen Anteil am hauchdünnen Sieg gegen Berlin, Tellander hat Göppingen mit 7 Toren "erlegt", Klitgaard hat seine Stärken bisher eben weitgehend publikumsunwirksam in der Defensive, Jacobson quält sich seit der Vorbereitung mit einem kaputten und geschienten Finger. So what?

    Ich verstehe den Frust wirklich, und war selbst garantiert auch nicht bester Laune auf der Heimfahrt. Trotzdem ist es der falsche Weg, jetzt verallgemeinernd auf alles einzuprügeln, was sich gerade anbietet. Melsungen ist bisher eben die Wundertüte der Saison, und die Chancen stehen gar nicht einmal schlecht, daß wir uns weiter in Schlangenlinien durch die Saison bewegen - mit Highlights und mit Enttäuschungen. Ich hoffe nur, daß sich nach guten Spielen und unverhofft geholten Punkten jemand ebenso positiv hier äußert, wie aktuell negativ draufgehauen wird.

    Fakt ist, daß die Höhe der Niederlagen nicht unbedingt in Ordnung geht. Fakt ist, daß unerwarteten Punktgewinnen in Lemgo und gegen Göppingen nun zwei entgangene vermeintlich "leichte" Punkte stehen. Fakt ist, daß auch ein Team wie Wetzlar Handball spielen kann, und das gar nicht schlecht.
    Woher also nimmt man sich jetzt das Recht, in dieser Form auf einige Spieler einzuprügeln?

    Ich habe jetzt bis auf Lemgo und Korschenbroich alle Partien gesehen, und teile die Weltuntergangsstimmung in keinster Weise. die MT hat in den verlorenen Partien jeweils deutlich mehr als 50% der Zeit einen adäquaten Gegner abgegeben. Wenn wir dann wirklich mal irgendwann über volle 60 Minuten in Kiel so mitspielen wie die erste Halbzeit, wenn nicht gegen Vizemeister HSV binnen 10 Minuten die anderen 50 zur Makulatur werden, dann stehen wir vielleicht selbst mal ganz da oben. Aber bis dahin ist es ein ganz, ganz, ganz weiter Weg, und bis dahin ist die MT eben nicht das Überteam, das viele gern sehen würden. Mit 6 Punkten können wir ebenso zufrieden sein wie Wetzlar momentan, nur daß die HSG den direkten Vergleich heute eben deutlich für sich entschieden hat.

    Der Sieg für Wetzlar war (auch in dieser Höhe) vollkommen verdient, Prang/Reichel hatten definitiv keine Schuld, die rote Karte ging in Ordnung, und auf Melsunger Seite war kein Leistungsgefälle zwischen "alten" und "neuen" Spielern erkennbar. Heute waren bis auf Musil (alt) und Karipidis (neu) alle neben der Spur.

    Mit der Leistung der ersten Hälfte spielt man bis zur letzten Sekunde der Saison um den Klassenerhalt, mit der Leistung der ersten Viertelstunde nach der Pause steigt man punktlos ab. So hart muß man die Berliner Leistung gestern leider sehen. Außer Stochl und Kern hatte eigentlich niemand Bundesligaformat.
    Nimmt man aber die letzten knapp 20 Minuten als Referenz, dann sollte eigentlich nichts schief gehen in der Bundeshauptstadt. Schon klasse, wie die Truppe sich zurückgekämpft hat - die Umstände mal völlig außer Acht gelassen. Auch wenn man manchmal "das Glück" auf seiner Seite hat, muß man nach acht Toren Rückstand erstmal zurück kommen. Jörn-Uwe Lommel hatte in der PK irgendwo schon Recht: Berlin ist näher dran, als es die Tabelle aussagt. Nur müßte sich das die Mannschaft von der ersten Minute an vor Augen halten und von Beginn an so selbstbewußt und geradlinig spielen wie zum Ende hin. An Kraft und Kondition scheint es ja augenscheinlich nicht zu fehlen.
    Aber das sind eben die "Kleinigkeiten", an denen es einem Aufsteiger fehlt - die MT kann da ein Liedchen von singen, wenn ich zwei Jahre zurückdenke. Gebt der Truppe Zeit, laßt Marc Bult zurückkommen, dann werden sicher noch einige Punkte auf dem Konto landen. Ob's am Ende reicht ... naja, siehe weiter oben: viel Kopfsache!