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Original von namehase
Ja. Ich denke, die Ausländerquote ist schon ein wenig heftig. Von der MSG Tschechien zur MT SKandinavien/International. 
Lieber schlechtere Ergebnisse, und dafür auf mehr junge deutsche Spieler setzten wie zB Wetzlar. Ich könnte mir vorstellen, dass hierin auch ein Grund liegt, dass die Zuschauerzahlen so schlacht waren in letzter Zeit.
Liebe Freunde: Das soll kein Rassismus sein. Ich bin links und habe eine ausländische Partnerin......
Genau über dieses Thema haben wir letzte Nacht noch länger diskutiert. Es gibt dabei aber nunmal keine alleingültige Ansicht. Jeder Club geht seinen eigenen Weg, und muß sich am Ende auch mit dessen Ergebnis kritisch auseinandersetzen. Und das geschieht ganz sicher auch in Melsungen, da kannst Du sicher sein.
Ich selbst gehöre zu denen, die in irgendwelchen Nationalitätszugehörigkeiten keine so riesengroße Problematik sehen. Mich interessiert der Sport auf dem Parkett, und wie die Spieler sich für meinen Verein einbringen. Wieso sollte ich mir in der Vergangenheit über die Nationalität eines Predrag Kontic Gedanken machen, der der MT länger die Treue hielt und viel mehr Herzblut an der Fulda gelassen hat, als das viele "einheimische" Spieler vorher taten? Wieso sollte ich die Motivation eines Savas Karipidis in Frage stellen, der den Handball jetzt in Melsungen in jeder Minute für seine Mannschaft lebt wie kaum ein anderer?
Es gibt eben viele Aspekte, die Berücksichtigung finden sollten, und es gibt ebenso viele Ansatzpunkte, an dieses "Problem" heranzugehen. Eine Garantie für irgendetwas wird es dennoch nie gegen - schon gar nicht für den Erfolg.
Was die Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen angeht: ebenfalls ein zweischneidiges Schwert. Kommen mehr, wenn "Deutsche" Jahr für Jahr knallhart gegen den Abstieg spielen und Niederlage auf Niederlage einfahren, oder kommen mehr, wenn "Ausländer" den Club sportlich nach vorn bringen? Da kann man endlos diskutieren, ohne zu einem wirklichen Ergebnis zu kommen.
Eines aber ist absolut Fakt, und das zieht sich auch abseits der Handball-Bundesliga durch den ganzen Sport: das Geld im Portemonnaie wird weniger, die reale Lohnentwicklung ist negativ. Gleichzeitig werden die Angebote mehr, es sind Entscheidungen für oder gegen den Besuch von "Events" gefragt. Dieses Ergebnis nun ist glasklar abzulesen an sämtlichen Statistiken: kaum ein Verein abseits des Fussballs (und auch da sieht es nicht überall rosig aus), der nicht über einen Zuschauerrückgang klagt. Allein in der Handball-Bundesliga kommt im Schnitt eine vierstellige Anzahl Besucher im Schnitt weniger als noch letzte Saison. Wieso bitte sollte sich ausgerechnet die MT Melsungen entgegen dem allgemeinen Trend entwickeln? Mehr als im Moment kann die Mannschaft doch kaum machen, um ihr volles Engagement zu demonstrieren, oder?
Die Statistik allein in Magdeburg spricht ebenfalls Bände (gelistet im dortigen Forum). Dort spielen mit Theuerkauf, Heinevetter, Grafenhorst, Sprenger, Wiegert und noch einigen jungen Leuten mehr nun wirklich auch deutsche Sympathieträger, doch die Gründe für ausbleibende Zuschauer liegen an einer ganz anderen Stelle - nicht etwa an der Verpflichtungen eines Erevik (NOR) für Bitter (D), um es mal an einem Beispiel fest zu machen.
Was man daran klar sieht: mangelnden Zuschauerzuspruch an der Herkunft der Aktiven festzumachen ist zu einfach und viel zu blauäugig. Diskussionen über Nationalitäten mögen Heiner Brand zustehen, der nunmal allein deutsche Spieler berufen darf, in den einzelnen Vereinen jedoch sind andere Dinge ausschlaggebend. Und mir ist ein Thomas Klitgaard am Kreis - zumal in gestriger Verfassung - tausendmal lieber als so mancher deutsche Kreiskläufer in der (Zweitliga-)Vergangenheit der MT, der schon durch seine Körpersprache 60 Minuten signalisiert hat: "Spielt mich bloß nicht auch noch an!" ...
scm_joeey:
Heinevetter war in der Bewegung, also ist Rot allein durch das Regelwerk nicht abgedeckt, denn dort ist die zwingende Disqualifikation nur festgelegt, wenn sich der Keeper (wie z.B. bei einem Strafwurf) nicht bewegt. Also war es allein Ermessenssache der Schiedsrichter, und die haben nunmal diese Entscheidung getroffen. Heinevetter muß froh sein, daß er selbst für seine spontane Reaktion nicht auch den knallroten Karon gesehen hat. Da waren die Jungs in Gelb reichlich überfordert, wie man deutlich sehen konnte.
Übrigens nicht die einzige Situation, in der sie den Überblick verloren haben. Der Theuerkauf-Wurf vor Halbzeit war meiner Meinung nach auch noch im Kasten, bevor die Sirene ertönte. Das Gegenstoßtor von Tellander nach der Pause war nie im Leben "Schrittfehler" - ein Unding, das abzupfeiffen. Und was diverse Strafen auf beiden Seiten angeht, da kann ich Dir nur Recht geben. Da gab es andere Szenen, wo die Bank angebrachter gewesen wäre. Aber am Ende hat das nicht den Ausschlag gegeben. Es waren zu viele Szenen auf beiden Seiten wo die zwei daneben lagen, als daß man nun zwei oder drei davon für Sieg/Niederlage veantwortlich machen könnte.