Beiträge von wmk


    Mal eben die Zahlen rausfummeln:
    - "[...] den geplanten Ausgaben von 8,1 Millionen Euro [...]"
    - "Mindestens 1,5 Millionen Euro fehlen kurzfristig, um die Saison wirtschaftlich zu überleben."
    - "[...] Verzicht [...] einen Monatslohn [...]"
    - "[...] weitere 800.000 Euro an Einlagen und damit an verfügbarem Kapital heranzuschaffen [...]"
    - "Allein bis zum Saisonende summieren sich die Forderungen aller Gläubiger auf 3,55 Millionen Euro."
    - "[...] Etat müsste von 9,6 auf etwa fünf Millionen Euro [...]"
    - "[...] Darlehensforderungen von zwei Millionen Euro [...]"

    Nun ja, sollte das alles so stimmen, ergeben sich schon ein paar kleinere Vertändnisprobleme, was die Definitionen angeht. Sollte der Etat von 9,6 sowieso auf 8,1 zurückgefahren werden? Das wären 1,5 Millionen weniger. Sieht so eine "Konsolidierung" aus, wenn man sich vom großen Gönner freischwimmen will? Wenn 1,5 Millionen fehlen, und 800.000 beigeschafft werden sollten, dann ist es mit einem Monat Gehaltsverzicht (ca. eine halbe Million) immer noch nicht erledigt.

    Zudem sind weiter einige Sachen vollkommen unklar. Beispielsweise, ob die zum Schluss erwähnten Rudolph-Darlehen beeits in irgendeiner der genannten Zahlen drinstecken oder nicht. Die Gegenrechnung zwischen Gehaltsverzicht und Insolvenzgeld ist mir auch noch nicht ganz klar, vor allem der Beisatz "plus einem individuell auszuhandelndem Aufschlag". Insolvenzgeld wären dann also knappe 18.000 Euro innerhalb drei Monaten PLUS einen individuell auszuhandelnden Betrag X. Dagegen steht der "Gewinn" aus zwei Monaten Normalverdienst, wenn auf einen verzichtet würde. Bedeutet für mich, dass der mehrheitliche Teil der Mannschaft mit zwei regulären Monatsgehältern mehr als 18.000 Euro plus X, demzufolge mehr als 9.000 Euro pro Monat verdienen müsste, weil es sonst wohl kaum zu einem geschlossenen Verzicht käme. Oder haben die Großverdiener die "kleinen Fische" dermaßen unter der Knute, dass die zum Mitziehen praktisch genötigt werden?

    Ich werde den Eindruck nicht los, als seien die wahren Einkommensverhältnisse beim HSV noch längst nicht auch nur annähernd zu erahnen. Deshalb wird für mich eigentlich eine mögliche Lizenzerteilung, egal in welcher Instanz, immer fragwürdiger.


    Ja, es hängen Plakate und über die Vereine wurde schon kräftig Werbung gemacht. Auch das vorgelagerte Jugendturnier mt 80 Mannschaften ist wohl schon voll besetzt. Da wurde schon Geld für Werbung in die Hand genommen. Aber kann man da nicht Flensburg und Kiel für spielen lassen? Wenn Balingen für den HSV drin bleibt und den Platz übernimmt wäre es natürlich nicht so prickelnd.


    Das ist relativ. Ebenso wenig "prickelnd" wäre ein HSV, der vielleicht zwangsweise mit einer Truppe antreten muss, wogegen die des HBW die wesentlich attraktivere Option darstellen würde. Wer dort hingeht nur wegen des Namens und dann eventuell von der zur Schau gestellten Qualität bitter enttäuscht wird, dürfte kaum hinterher noch der gewünschten Ziel- und Ergebnisgruppe dieses Events angehören.

    Vielleicht hab ich ja was verpasst, aber was hat die HBL-Spitze damit zu tun? Das ganze ist doch vornehmlich durch Storm und Rost entstanden.


    Dann wäre das möglicherweise ein Trugschluss meinerseits. Bisher bin ich nach allem, was ich darüber gehört und gelesen habe, davon ausgegangen, dass dieser so groß aufgehängte "Tag des Handballs" einvernehmlich mit der HBL abgesprochen und mit Teilnehmern bestückt wurde. Sollte dem nicht so sein, dann Asche über mein Haupt!

    Edit: Ja, so wie Roter Teufel hatte ich das auch herausgelesen/verstanden.

    ähm, sorry, aber könnte nicht statt der Hamburger einfach der THW Kiel zum Tag des Handballes antreten...ich verstehe ohnehin nicht warum es die Hamburger sein sollten.....logisch wären doch die beiden Tabellenersten


    Der "Tag des Handballs" ist doch Geplänkel. Nicht das Event ist Stein des Anstoßes, sondern die Hintergründe. Die Wichtigkeit ist nicht das Ereignis selbst, sondern die damit einhergehende Verschleierung, dass bei der Auswahl der Teilnehmer (nebst entsprechender Begründung dafür) ganz einfach geschlampt wurde. Nach gegenwärtig öffentlich bekanntem Stand der Dinge hätte die HBL-Spitze wissen MÜSSEN, dass der HSV Handball ein ständiger Wackelkandidat sein würde. Das Vertrauen auf eine Fortdauer der deckelnden Privat-Finanzierung des Vereins ist m.E. einfach nur amateurhaft, wenn es denn wirklich ein soooooooo wichtiges Ereignis sein sollte. Insofern hängt an dem propagierten Großereignis tatsächlich nicht der Teilnehmer HSV Handball, sondern nicht weniger als die Reputation der HBL-Spitze. Denn die ist dahin, wenn der HSV ausfällt. (Der Tag selbst fällt schon nicht aus, keine Sorge)

    Vorab: nein, ich möchte den HSV NICHT einfach so aus der Liga und dem Leistungshandball kicken!

    Aber: WENN ein Blatt wie die BILD (zugegeben: nicht die seriöseste Quelle) schon von 1,5 Millionen Etatloch für die LAUFENDE Saison schreibt, und zudem eine den Lizenzunterlagen (angeblich) beigefügte Patronatserklärung laut jüngsten Veröffentlichung über die neuen (den Vereinen seit Mitte letzten Jahres wohl BEKANNTEN!!!) Lizenzrichtlinien keine Berücksichtigung für die KOMMENDE Saison mehr findet, halte ich jegliche weitere Diskussion für überflüssig. Denn entweder es existieren damit über diese Saison hinaus ohnehin Finanzlücken, die auf "normalem" Wege nicht in der gegebenen Zeit zu schließen sind (-> Lizenzverweigerung ohne wenn und aber), oder aber die aktuellen Nöte sind die einzigen echten Sorgen, weil die Finanzen für die Zukunft bereits ohne diese ominöse Patronatserklärung belastbar eingereicht wurden (-> Lizenzerteilung, eventuell unter mehr oder weniger scharfen Auflagen).

    Meine höchst privaten und persönlichen Schlüsse daraus: jede weitere detaillierte Meldung über die offensichtlich desaströsen finanziellen Gegebenheiten beim HSV Handball, nicht nur bezogen auf Liquidität und Vefügbarkeit eingeplanter Mittel, sondern auch strukturell(!), macht die aktiven Bestrebungen der HBL und einzelner Personen aus dem Kreis der HBL immer fragwürdiger. Bei 1,5 Millionen Euro aktueller Etatlücke bewegen wir uns mit jeder weiteren vergehenden Stunde immer dichter am Rande der Insolvenzverschleppung, die seitens der HBL mittels hektischer Betriebsamkeit in der Sache (-> Flugreisen zu Sponsoren des betroffenen Vereines, "Krisensitzungen") und nicht durch harte Fakten belegte Durchhalteparolen und pseudo-positive Wasserstandsmeldungen gestützt, und damit begünstigt wird. So gesehen ist der Schaden für die HBL (und die darin befindlichen Vereine) bereits jetzt groß. Die Glaubwürdigkeit der Verantwortlichen (auch der HBL!) hat für mich schon jetzt auch juristisch zu hinterfragende Risse. Gegen die möglichen Folgen daraus war die "Lex Gummersbach" eher ein kleiner Fisch ...

    Abgesehen davon, dass ich ebenfalls einige Entscheidungen aus diesem Spiel und vor allem der Endphase als diskussionswürdig einstufe, stelle ich das nunmehr feststehende Endergebnis nicht mehr in Frage. Das hat weniger damit zu tun, dass ich Melsunger bin, als vielmehr damit, dass es mehrere unterschiedliche Ansatzpunkte einer Diskussion gibt. Aktuell (und da verweise ich mal auch auf's SCM-Forum!) werden einfach alle Sachen wild in einen Topf geworfen und aus der Vielzahl der Aspekte eine Suppe gekocht, die nach "wir Ossis sind mal wieder betrogen worden" schmeckt. Wobei ich absolut nicht glaube, dass das gewünscht ist, sondern eine Art Ohnmacht der gefühlten Ungerechtigkeit gegenüber darstellt. Ich denke, im umgekehrten Fall hätten wir Melsunger vermutlich ebenfalls Zeter und Mordio geschrien, wären damit aber ebenso gescheitert, wie es der SCM mit dem möglichen Einspruch wahrscheinlich tun wird.

    Zu bedenken gebe ich nur Folgendes: Listet man alle fraglichen Momente der letzten 70 Sekunden auf und findet man dabei den ersten, wo wirklich den Regeln entsprechend eingehakt werden könnte, dann entkräftet man damit alles, was hinterher geschah. Hat Sellin also beispielsweise tatsächlich das Feld betreten und einen Wechselfehler begangen, hätte die Zeit bei sieben oder acht Sekunden vor Ende angehalten werden müssen und die Bank hätte eine Strafe kassiert. Damit müssen wir definitiv nicht mehr über die Disqualifikation für van Olphen vier Sekunden vor Schluss reden, denn das wäre dann ja wegen zwangsweise Zeitunterbrechung bereits vorher bei Aussprechen einer Strafe keine Behinderung gewesen. Danach könnte man die Uhr, mit einem Magdeburger mehr und einem Melsunger weniger auf dem Feld, erst weiterlaufen lassen. Was unter diesen Bedingungen aus einem dann ungehinderten Pass von Sandström nach vorn mit effektiv doppelt so langer verbleibender Zeit und sofort freiem Passkorridor geworden wäre, vermag absolut niemand von uns zu sagen. Jede Diskussion darüber erübrigt sich also. Ich hoffe, man kann verstehen, worauf ich hinaus will. Natürlich kann man den letzten Siebenmeter anzweifeln, aber er hat mit allem davor prinzipiell erst einmal nichts zu tun. Also was tun? Auf komplette Spielwiederholung entscheiden? Das wäre ebenso unverhältnismäßig wie eine nachträgliche ersatzlose Streichung eines laut Spielprotokoll gewerteten Treffers unmöglich ist.

    Bemerkenswert fand ich übrigens die Aussage von Uwe Jungandreas in der Presskonferenz: "Was ist im Sport schon Gerechtigkeit?". Es gibt keine objektive Gerechtigkeit, solange von Menschen gemachte Regeln von Menschen umgesetzt und von Menschen hinterher beurteilt (und/oder revidiert) werden. Fatal ist es natürlich, wenn an einer einzigen Aktion dieser vielen, die sich in der Schlussphase am Samstag abgespielt haben, derart viele Auswirkungen aufhängen, die wir in ihrer weiteren Folge auch momentan noch gar nicht absehen können. Noch sind zwei Spieltage, und noch kann Magdeburg an Melsungen vorbeiziehen und den sechsten Platz belegen. Aber damit steht immer noch in Frage, ob es überhaupt einen Unterschied macht. Vielleicht ergibt sich die Situation, dass der Sechste eben doch nicht europäisch spielen kann. Oder aber es tritt der (zugegeben sehr unwahrscheinliche) Fall ein, dass tatsächlich sogar der Siebte noch in den EHF-Cup rutscht. Was wird aus dem HSV und damit möglicherweise seinem EC-Platz? Darf sich dann eventuell sogar Hannover wieder Hoffnungen machen? Oder etwa Lemgo, Lübbecke und Wetzlar, die alle drei theoretisch Hannover noch von diesem achten Rang verdrängen könnten?

    Leute, bitte lasst die Kirchen im Dorf. Heute verlieren wir, und morgen gewinnt der Gegner. So ist das immer irgendwie im Sport, und irgendwie erwischt es jeden mal mehr oder weniger hart. Ich fand das Spiel an sich eine absolute Werbung für unseren Sport, vielleicht gerade wegen dem Ende. Da waren Emotionen pur, da war Gemenge, Rudelbildung, kontroverse Anschreiereien ... und am Ende blieb trotzdem alles friedlich und die Spieler haben sich genauso fair die Hände geschüttelt wie niemand sich zwischen irgendwelche gewaltbereite Fans stellen musste. Genau so muss es sein, und das macht unseren Sport doch auch aus.

    Milbertshofen, Schwabing (München), Rintheim (Karlsruhe), Wellinghofen (Dortmund), Rheinhausen (Duisburg/Ruhrpott), Niederwürzbach (Saarland), Grambke (Bremen) - die Liste ist lang und ließe sich noch ein ganzes Stück verlängern. Alles Schnee von gestern, weil alle diese Vereine trotz des tollen und potentiell ergiebigen Umfeldes (Bundesliga-)Geschichte sind. Immerhin hat es Rheinhausen nach den Abstecher in die Landesliga (6. Klasse) wieder bis in die 3. Liga geschafft (übrigens zuletzt mit den ehemaligen Melsunger Jörg Förderer als Trainer) und spielt da trotz ordentlicher Leistungen nun vor wenigen hundert Zuschauern.

    Nebenbei erschließt sich mir auch überhaupt nicht, inwiefern der THW nach einer Euro-Liga schreien sollte. Das könnte irgendwann das nächste "Sorgenkind" werden, auch wenn angeblich die vorhandenen Sicherheiten allemal ausreichen (sollen), die vor nicht allzu langer Zeit öffentlich gewordenen Defizite auszugleichen. Aktuell sehe ich nur wenige wirklich "gesunde" Vereine in der ersten Liga, und das sind nicht unbedingt die, die in der Tabelle oben stehen. Doch auch bei aktuell sorgenfreien kann sich das Blatt schnell mal wenden. Insofern tut die HBL überhaupt nicht gut daran, sich jetzt in diesem Ausmaß einzumischen. Denn sie könnten in der gleichen Form schnell wieder in der Pflicht stehen, einem anderen Wackelkandidaten genauso freimütig zur Seite stehen zu müssen (oder aber sich selbst durch Untätigkeit der Parteilichkeit und direkten Einflussnahme bloßzustellen).

    Intressant, die HSG Wetzlar im Hinspiel gegen Lemgo in der Sporthalle Hüttenberg. Da werden sich alle beteiligten aber freuen :) :) :lol:


    Edit: Wobei, Lemgo darf auch das heimspiel gegen magdeburg in Hüttenberg austragen! Das ist doch mal ne Geste von den Hüttenbergern.... 8o


    Ach, das darf man alles nicht so eng sehen. Wir tragen das Hessenderby gegen die HSG am 4. Spieltag ja auch im (fast) benachbarten Wuppertal aus ... :lol:

    Klassischer Hail Mary eigentlich ohne Not noch vor der Halbzeit. Hatte schon was, auch wenn's für das "falsche" Team war ... ;(

    Egal. Dann bleiben mir die Gewissenskonflikte im NFC Championship erspart und ich kann ungeniert für die 49ers schreien. :lol:
    In der AFC dürften die Pats eigentlich durch sein. Keine Ahnung, was die doch sehr dröge und unattraktiv spielenden Ravens noch da zu suchen haben. Bis auf ihre zwei Siege gegen die Steelers für den Division-Title (sonst wären sie im Wildcard gegen die Broncos wohl geflogen), den Erfolg im Defense-Battle gegen die 49ers und ihre saubere Heim-Weste haben die nix wirklich Spektakuläres gerissen. Wohl dem, der eine Dusel-Schedule geschenkt bekommt. :wall:

    Nicht wirklich. Klar ist die Stärke der Saints die Montana-Kurzpassstärke. Aber die Pass-Offense ist schon variabel. Ohne die Fumbles hätten die 9ers keine Chance.


    Natürlich kann man's einfach darauf reduzieren, keine Frage. Andererseits hatten auch die 49ers drei Fumbles. Zeugt dann eher von a) Defensivschwäche der Saints oder b) größerem Willen der 49ers-Offense, wenn davon zwei zurückerobert werden. Macht also zwei Interceptions plus drei verlorene Fumbles der Saints, keine Int und nur ein Turnover gegenüber. Wirft man dann noch die sagenhaften 462 yards von Brees ins Rennen, war es unter dem Strich einfach eine zu schwache Vorstellung der Saints in der Offensive. Wenn ich den Sack schon voll mache, muss ich ihn auch irgendwann zubinden. Und da ändern auch mehr als 30 Punkte gegen eine der besten Defense-Lines der NFL nichts dran.
    Für mich also keineswegs "Ohne die Fumbles hätten die 9ers keine Chance.", sondern unter dem Strich ganz einfach VERDIENT! :)


    Btw: Brady hat fünf Sekunden vor der Halbzeit soeben seinen 5. TD in einer Halbzeit geworfen. Schade, dass die Fantasy-Season vorbei ist. Ich hatte Gronkowski im Team ... :D

    Schade. Wäre diesmal sehr gern wieder dabei gewesen. SAP-Arena ist allein schon wegen dem Ambiente ein Erlebnis. Muss mich aber parallel um andere Partien hier in der Gegend "kümmern". An einen Punktgewinn glaube ich auch nicht so recht. Obwohl ... vielleicht ... eventuell ... möglicherweise ... naja, warum eigentlich nicht? :smokin:

    Was ist daran verwerflich? Keine 2. Mannschaft eines Vereines kann es sich heute noch leisten, in der 2. Bundesliga zu spielen. Was hättest du denn anstelle von Trier gemacht? Versetze dich doch mal in die Lage von Trier!


    Entschuldigung vielmals. Bis jetzt dachte ich, hier geht es um den Sport. Ist ja immerhin die dritthöchste Deutsche Liga, über die wir uns hier unterhalten. Asche über mein Haupt, dass ich den "Wünsch-dir-was"-Charakter dieser Juxveranstaltung falsch interpretiert habe. :pillepalle:

    Ich erinnere da mal so nebenbei an die "verschobene" Regionalliga-Meisterschaft von vor etwas mehr als einem Jahr. Da gab die Trierer Reserve willentlich Spiele (und damit Punkte) ab, um nicht Meister werden und mit der "Zweiten" in die 2.Liga aufsteigen zu müssen. War im Netz problemlos zu recherchieren und wurde sogar noch garniert mit eindeutigen Aussagen eines Trierer Offiziellen. Für mein Verständnis unglaublich, dass diese nun schon jahrelangen Machenschaften schöngeredet werden.

    EDIT: Bevor wieder Geschrei nach Belegen kommt, hier der entsprechende Teil des Artikels aus dem Trierer Volksfreund vom 21. Mai 2010, geschrieben von Redakteur Björn Pazen:

    Zitat

    Absichtlich verloren, um nicht abzusteigen
    Sie spielten die beste Regionalliga-Saison der Vereinsgeschichte und wurden Zweiter: Die kleinen Miezen machten Furore, durften aber nicht Meister werden, weil sonst der Zwangsabstieg gedroht hätte.
    Die beste Abwehr der Liga, die beste Tordifferenz, fünftbester Angriff, nur zwei Heimniederlagen - und das als mit Abstand jüngste Mannschaft der Frauen-Regionalliga: Die kleinen Miezen haben sich als Unterbau bestens entwickelt, wurden zum erhofften Sammelbecken für Talente. Aber die Krönung, die Meisterschaft, durften sie nicht erringen, weil die Regularien einen Aufstiegsverzicht hart bestrafen.

    Absatz 18 der Spielordnung besagt: Verzichtet der Regionalliga-Meister auf den Aufstieg, muss er in die höchste Klasse des Landesverbands absteigen. Heißt: Als Regionalliga-Meister hätten die kleinen Miezen in der neuen Saison in der Rheinlandliga (fünfte Liga) spielen müssen. Und der Sprung in die 2. Liga kam für den Verein überhaupt nicht in Betracht: "Wir haben bewusst auf die Meisterschaft verzichtet. Einen Aufstieg hätten wir uns finanziell überhaupt nicht leisten können, und zudem hätte es sportlich nicht in unser Konzept gepasst", sagte MJC-Vorstand Martin Rommel dem TV.

    Somit verspielten die kleinen Miezen durch die Niederlagen gegen Neunkirchen und in Erfurt den Titel - um weiterhin drittklassig spielen zu können. Davon profitierte der FSV Mainz 05, der mit zwei Punkten Vorsprung Meister wurde. Sportlich ist MJC-Trainerin Elena Vereschako hochzufrieden: "Alle Spielerinnen haben sich enorm weiterentwickelt. Unser Ziel war der Klassenerhalt, aber ab dem Winter haben wir gemerkt, da war mehr drin - und dann haben wir sehr souverän gespielt, und dies mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 18 Jahren."

    Also erstmal vielen Dank für die Aufklärung! Beurteilen will und kann ich das natürlich nicht, ohne es gesehen zu haben. Normalerweise wäre ich auch da gewesen, Karten hatte ich (bzw. habe ich immer noch). Nur leider (oder im Nachhinein zum Glück) haben mich private Dinge auf die Fahrt verzichten lassen.

    Zwei Dinge möchte ich trotzdem noch loslassen dazu. Einerseits finde ich es fantastisch, dass sich beide Lager trotz dieser verzwickten "Beziehung" zueinander im Angesicht dieser Geschehnisse so geschlossen und einträchtig präsentieren. Das zeigt, dass der Sport trotz aller Rivalität verbindet, weil irgendwie jeder auf das "Mensch sein" reduziert wird - ungeachtet der unterstützten Farben oder umgelegten Schals. Andererseits ist es erschreckend, dass es immer wieder Schicksalsschläge im Umfeld dazu braucht, um das zu Tage zu bringen. Womit ich die Rivalität als solche auch nicht missen möchte, weil sie einen Teil des Reizes am Sport ausmacht. Ein Spiel ohne Emotionen auf und neben dem Spielfeld käme einer Partie Halma in der Gartenlaube gleich. Aber alles sollte sein Ende haben, die Grenzen der Achtung voreinander nicht überschreiten. Ich finde das Verhalten beider Lager nach diesem schlimmen Zwischenfall fast beispielhaft, wenn man die Zeit davor bedenkt und die Schärfe, mit der die Auseinandersetzungen verbal zum Teil geführt wurden.

    Was mir ebenfalls noch auf der Seele liegt nach den Schilderungen zur Disqualifikation mit Bericht:
    Es ist in gewisser Weise wieder einmal eine regeltechnische Sache, die sich kontraproduktiv zur eigentlichen Ursache der Einführung zeigt. Es war beabsichtigt, diese früher üblichen "taktischen Fouls" zum Ende einer Partie durch Verschärfung des Strafenkatalogs zu unterbinden. Was aber (zu) oft zu ungleicher Regelauslegung der Schiedsrichter führte. Denn viele Gespanne bezogen diese "letzte Minute" jeweils auf die gespielte Halbzeit. Deshalb gab es mal gar nichts (um größeren Schwierigkeiten durch die Heim-Fans aus dem Weg zu gehen), mal "nur" eine Bankstrafe, mal eine Rote Karte, mal eine DQ mit Bericht. Niemand konnte sich wirklich richtig auf diese Regeländerung einstellen. Am wenigsten scheinbar die Schiedsrichter. Gerade erst im Januar 2011 gab es vom Handball-Verband Berlin eine explizite Klarstellung (hier zu lesen), dass sich die entsprechende Regel nur und ausschließlich auf die letzte Spielminute, also die 60. bezieht. Das allein zeigt, mit welcher Unsicherheit auch Schiedsrichter an diese Neuerung herangegangen sind. Lese ich dann noch einvernehmlich aus beiden Lagern, dass die Schiris ohnehin scheinbar völlig überfordert waren, dann bekommt die Situation mit dem Klammern von Rompf gegen Schöngarth für mich eine ganz eigene Dynamik.
    Und da muss sich (wieder einmal) die HBL gründlich Gedanken machen, wie Regeländerungen ein- und durchgeführt werden. Denn rein gefühlsmäßig haben all die "richtig" gehandelt, die entsprechende Vergehen auch in der 30. Minute hart bestraft haben. Sicher sind dann immer noch 30 zu spielen, kann ein eventuell verhinderter Treffer wieder aufgeholt werden. Trotzdem bleibt es ein "gestohlenes" vermeintliches Tor, was bei der Knappheit vieler Begegnungen nicht weniger wichtig wäre wie eines aus der 60. Minute. Insofern könnte man sogar mit einer doppelten Roten Karte leben: für Rompf wegen der vereitelten Chance Sekunden vor dem Halbzeitpfiff (ich gebe zu bedenken, dass zuerst eine Wertung des Halbzeitstandes im Raume stand, und es damit dann zudem tatsächlich die letzte Minute des Spiels gewesen wäre!), für Schöngarth wegen der "Tätlichkeit" (mit aller Vorsicht als solche bezeichnet). Dass dann aber eine Rote zurückgenommen wird (regeltechnisch wie oben beschrieben sogar korrekt!), dafür die andere auf "mit Bericht" ausgeweitet wurde (eventuell vor dem emotionalen Hintergrund des Minuten vorher eingetretenen Unglücksfalles und der sicher reichlich aufgeheizten Atmosphäre?), scheint mir mehr als zweifelhaft. Und unterstützt eindrucksvoll die Auffassung, dass sich die Herren Schiedsrichter vielleicht vor allem mental etwas besser auf diese Begegnung hätten einstellen sollen - INCLUSIVE der intensiveren Auseinandersetzung mit regeltechnischen Fragen.

    Könnte eventuell mal jemand aufklären, warum (und für welche Aktion) die Disqualifikation für Jens Schöngarth "mit Bericht" erfolgte? Laut HBL-Log ausgesprochen nach 30:00 Minuten. Und wie verhält sich das mit einer Strafe? Da das Spiel nun praktisch als "nicht gespielt" mit einem torlosen Unentschieden gewertet wird, wären theoretisch auch die "statistischen Daten" hinfällig. Dagegen spricht, dass eine Disqualifikation "mit Bericht" eine persönliche Strafe ist, die demzufolge dennoch ganz normal behandelt und auch bestraft wird (Sperre). Nur wann und in welchem Rahmen? Zeitraum? Pflichtspiele? Die "Grundstrafe" sind zwei Wochen Sperre, die in diesem Falle aber ziemlich sinnlos wäre. Fragen über Fragen.

    Um es klar zu stellen: alles ist eigentlich unwichtig vor dem Hintergrund der Geschehnisse. Auch mein Beileid der engsten Familie sowie allen Angehörigen und Freunden des Verstorbenen.
    Dennoch ist in diesem Fall, ungeachtet der Dinge abseits des Spielfeldes, auch das Regelwerk strapaziert. Insofern hoffe ich auf etwas Licht im Dunkel.

    Da ist es! DAS Spiel... Morgen heißt es M Roth und BBL zu zeigen was es heisst ein Team und Fans zu haben. All das was es da oben bei den Urinbeutel Bauer nicht gibt!

    Ich würde mal sagen, die Nr. 1 in Hessen sind wir ja jetzt schon, jetzt heißt es die Ehre im letzten Spiel zu holen!

    Grün-weiß statt BRAUN-Rot(h)

    Ohne Worte ...

    Es interesiert halt einfach keinen.
    Frau Braun sollte ein paar Handballecken-Schreiber bezahlen. Dann ist auch in dem MT-Theard`s los

    Genau aus diesem Grund habe ich meine Postings hier weitgehend eingestellt. Leider wird nichts dagegen getan, also wird's wohl in MT-Spielthreads weiterhin ziemlich dünn bleiben. Denn so wie ich denken (leider) einige, die hier potentiell ihre Meinungen kundtun könnten oder würden. Wenn nur das Niveau halbwegs erträglich wäre ... :nein: