Überaus erfolgreiches Trainingslager in der Slowakei
Bärenstarke Torleute - sichere Abwehr - sich steigernder Angriff
Die „Bienen „ der HSG Sulzbach/Leidersbach scheinen langsam in Form zu kommen. Im Trainingslager in der Slowakei gewann das Team von Trainer Peter David alle vier Testspiele, von Tag zu Tag war eine ansteigende Formkurve zu erkennen.
Am ersten Tag bekamen es Fenn & Co. mit HC Veseli zu tun. Dabei erwischte die HSG einen hervorragend Start. Eine sehr starke Abwehrarbeit und eine gut aufgelegte Torhüterin Marion Fenn waren Grundlage für eine schnelle 7:3-Führung. Einzig die Chancenauswertung lies auch in diesem Spiel wieder zu wünschen übrig. Geschwächt durch einige Zeitstrafen kam der Gegner wieder zurück ins Spiel und ging in der 25. Minute sogar mit 10:9 in Führung. Nach einer Auszeit besannen sich die "Bienen" wieder auf ihre Stärken und gingen mit einem Tor Vorsprung in die Pause.
Der zweite Abschnitt war ein Spiegelbild der ersten Halbzeit, mit dem Unterschied, dass anstelle von Marion Fenn die Schweizerin Petra Diener den HSG-Kasten hütete. Auch sie kochte ab, was die bärenstarke Abwehr durchlies. Im Angriff wurden weiterhin viele Fahrkarten geschossen, was am Ende allerdings nicht weiter tragisch war, denn wie schon eine alte Weisheit besagt: "In der Abwehr werden die Spiele gewonnen".
HSG-Tore: Wendy Smits (8/4), Raissa Tikhonovitch (4) Martina Halasova, Viktoria Grebe, Lydia Jakubisova, Katja Langkeit (je 2), Lone Bach Nielsen, Leona Lendic, Laura Schmitt, Judith Kirschig (je 1).
Am Tag darauf gastierten die „Bienen“ beim Hauptstadtclub SKP Bratislava. Auch in diesem Spiel konnte das Team von Trainer Peter David die Oberhand behalten, und am Ende mit 31:24 (15:10)-Sieg das Parkett verlassen. Im Vergleich zum Vortag gab es nur kleine Änderungen. Erneut glänzte die Abwehrreihe, sowie die beiden Torhüterinnen Fenn (1. Hz) und Diener (2. Hz), jedoch konnte gegen den SKP die Chancenverwertung erheblich verbessert werden. Schnell stand eine 4:0-Führung zu Buche. Die HSG spielte ihr Spiel konsequent weiter und so wurde beim Stande von 15:10 die Seiten gewechselt.
Auch in der zweite Halbzeit hatten die Slowaken nicht den Hauch einer Chance. Selbst acht Zeitstrafen brachten den Bundesliga-Aufsteiger vom Untermain nicht aus dem Konzept. In der Abwehr wurde gekämpft und geschoben was das Zeug hielt und im Angriff spielte man sich in einen wahren Rausch. Im Angriff überraschte in diesem Spiel insbesondere Abwehrspezialistin Judith Kirschig. Sie trug vier Treffer zum Sieg bei.
HSG-Tore: Wendy Smits (7/4), Katja Langkeit, Raissa Tikhonovitch (je 5), Judith Kirschig (4), Viktoria Grebe, Lone Bach Nielsen, Lydia Jakubisova, Christin Wörner (je 2), Martina Halasova, Leona Lendic (je 1)
Am letzten Tag gab es dann noch einmal einen Doppelpack. Gegen den slowakische Erstligisten setzte man sich klar mit 30:18 (16:7) durch und gegen den tschechischen Erstligisten HK Nitra konnte man noch eine Schaufel drauf legen und gar mit 35:19 (16:9) gewinnen.
Über beide Partien ist schnell berichtet: Die beiden Torhüterinnen bestätigten ihre Galaform der vergangenen Spiel und vereitelten massenweise frei Bälle sowie den ein oder anderen Siebenmeter. Auch die Abwehr steht weiterhin sehr sattelfest. Im Angriff konnte man heute auch erstmals eine sehr gute Chancenverwertung attestieren, was sich am Ende auch in den deutlichen Endergebnissen widerspiegelte.
Besonders bemerkenswert ist, dass die "Bienen" in der zweiten Begegnung aufgrund von leichten Blessuren auf gleich fünf Spielerinnen verzichten mussten und trotzdem zum Ende des Trainingslagers nie eine Schwäche gezeigt haben.
HSG-Tore gegen Zlin: Wendy Smits (9), Martina (4), Raissa Tikhonovitch (1), Katja Langkeit (3), Viktoria Grebe (2), Judith Kirschig (2), Laura Schmitt(3), Lydia Jakubisova (1), Leona Lendic (4)
HSG-Tore gegen Nitra: Wendy Smits (13), Martina Halasova (6), Leona Lendic (1), Raissa Tikhonovitch (6), Lydia Jakubisova (4), Judith Kirschig (2), Laura Schmitt (2);
Peter David zeigt sich mit den gezeigten Leistungen in der Slowakei hochzufrieden: „So langsam kann die Runde losgehen. Die Abwehr ist sehr stark, unsere Torhüterinnen befinden sich in bestechender Form und im Angriff zeigen wir auch so langsam gute Leistungen. Ich hoffe, dass wir diesen Trend im nächsten Testspiel am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg bestätigen können. Sollte das der Fall sein, können wir guten Mutes in die Bundesliga-Saison gehen.“