Laut MT-Bericht vom 08.09.05 ein sehr gutes Spiel des TUS:
Gäste zeigen in Schlussphase ihre Extra-Klasse
TuS N-Lübbecke bietet Titelanwärter Flensburg bei 30:33 lange Paroli / Entlastung im Rückraum fehlte
Lübbecke (oe). Zur ganz großen Überraschung hat es nicht gereicht, aber dennoch durften die Bundesliga-Handballer vom TuS N-Lübbecke erhobenen Hauptes die Lübbecker Kreissporthalle verlassen.
Von Christian Oestreich
Zwar kassierten die Schwarz-Roten die erwartete 30:33 (16:18)-Heimniederlage gegen den SG Flensburg-Handewitt, doch die TuS-Fans quittierten die starke Vorstellung ihrer Mannschaft mit stehenden Ovationen.
Bis Mitte der zweiten Hälfte durften die Zuschauer sogar von einem Ausrutscher des Meisterschaftsanwärters aus Flensburg hoffen. Gestützt auf einen überragenden Keeper Torsten Friedrich gestalteten die Hausherren nicht nur die ersten 30 Minuten ausgeglichen, sondern machten nach dem Wechsel aus einem Zwei-Tore-Rückstand (17:19) sogar eine Zwei-Tore-Führung (23:21 und 24:22).
In dieser Phase verpasste das Team von Trainer Jens Pfänder sogar einen durchaus möglichen höheren Vorsprung. Bis zum 26:25 in der 49. Minute blieben die Hausherren am Drücker, doch danach stellten die Gäste ihre Extra-Klasse unter Beweis. SG-Keeper Jan Holpert, der in der Hälfte noch entnervt von den Würfen von Jan Thomas Lauritzen und Tobias Schröder den Kasten für Dan Beutler geräumt hatte, steigerte sich nun ebenso wie der Flensburger Abwehrblock. Die nun häufiger werdenden Ballverluste der Nettelstedter Angreifer nutzte die SG zu leichten Gegenstoßtoren. Binnen sechs Minuten zog Flensburg entscheidend auf 32:27 (55.) davon und geriet in den letzten Minuten nicht mehr in Bedrängnis.
Den TuS-Akteuren fehlte in der Schlussphase dagegen die nötige Kraft für einen erneuten Umschwung. Vor allem im Rückraum waren Schröder und Lauritzen zu sehr auf sich allein gestellt, denn Rolf Hermann fand nach zwei technischen Fehlern und zwei Wurffehlern in der Anfangsphase nicht mehr ins Spiel und blieb ohne Treffer. Dagegen empfahl sich Rechtsaußen Dirk Hartmann nachdrücklich für einen Platz in der Startformation. Hartmann ersetzte im ersten Abschnitt den völlig wirkungslosen Thorir Olafsson und gehörte als sicherer Schütze zu den Gewinnern des Spiels.
TuS-Coach Pfänder war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, trauerte aber den vergebenen Möglichkeiten hinterher: "Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht und Flensburg damit zu Kontertoren eingeladen. Ansonsten kann ich meiner Mannschaft kaum Vorwürfe machen."