Hier nochmal etwas ausführlicher das Noka Interview:
Es geht einfach nicht: Zvonimir Serdarusic im Interview
Zvonimir Serdarusic
Foto: Michael HeubergerTagelang trug er die Zweifel und quälenden Gedanken mit sich herum. Genauso wie die Schmerzen, die nicht verschwinden wollten. Seinem Gemütszustand war das nicht zuträglich. Im Gegenteil. Noka Serdarusic, der – ob man ihn und seinen „Harten-Hund-Stil“ mag oder nicht – als unerschütterlicher Charismatiker gilt, musste dieser Tage vor allem feststellen und sich eingestehen: Auch er ist nicht unverwundbar.
Mit acht Feldspielern, darunter ein „Handball-Rentner“ (Andrej Xepkin) drei Titel holen wie im heißen Frühling 2007 – so etwas schaffte er. Nun aber stößt er an (seine) persönlichen Grenzen. Bis zuletzt fühlte er sich verpflichtet, sich einmal mehr durchzubeißen, die Heilungsprozesse nach seinen beiden schweren Operationen voran zu treiben, Geduld hinter Ambition und Vertrag zurückzustellen und seinen neuen Job anzutreten. Dann aber wurde aus seiner sich Anfang Februar einschleichenden Befürchtung zunehmend die Einsicht, dass er es nicht rechtzeitig schafft, fit zu werden. Die neuerlichen gesundheitlichen Rückschläge veranlassten ihn schließlich zur Aufgabe – wenngleich Serdarusic mit diesem Entschluss letztlich nur eines ist: Einmal mehr konsequent. Das Interview zu einem der größten Einschnitte in die Handballszene seit Jahren:
Herr Serdarusic – Ihr Engagement bei den Rhein Neckar-Löwen kommt nicht zustande. Hinter dieser Erdrutsch-Nachricht stehen gesundheitliche Probleme, die Sie doch im Griff zu haben schienen ...
Serdarusic: Ja, das dachte ich auch in den ersten Wochen des neuen Jahres und vor allen im Dezember 2008 – als ich in Mannheim zugesagt habe, war ich optimistisch, ja sogar sicher, im Sommer fit genug zu sein für meine neue Aufgabe. Aber ich muss nun schlicht und ergreifend feststellen: Ich bin es nicht. Ich habe einen schweren Rückschlag erlitten, bin noch lange nicht gesund und habe nicht genug Fantasie, mir vorzustellen, dass ich bald voller Elan und ohne große Einschränkungen als Löwen-Coach neu angreife. Mir geht es zur Stunde so dreckig, dass ich nicht weiß, ob ich überhaupt noch mal als Trainer arbeite, oder ob ich mich gezwungenermaßen zurückziehen werde.
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*edit: Interview gekürzt ! Jenny