Beiträge von Gottfried

    Nun Sepp,

    vorher war Dir "Copy and Paste" nicht zuviel Arbeit.

    Ich kann nicht verneinen, daß mir Dein Diskussionstil bisweilen auch nicht gefällt, weil er teilweise ebenso herablassend ist. Drum werfe den ersten Stein, wer unschuldig ist. Damit müssen und können wir sicher beide leben.

    Es ist auch nicht richtig, daß es nicht meine Sicht der Dinge ist, das Verfahren wegen mangelnden öffentlichen Interesse einzustellen, das hast Du vielleicht im Ärger überlesen. Daß jeder von unserem Rechtssytem auch andere Sichtweisen haben kann, liegt in der Natur der Dinge.

    Daß das Rechtsempfinden mancher auf Neid fußt, willst Du sicherlich auch nicht generell verneinen. Im übrigen sind - um auf das Thema zurückzukommen - solche "Prämien" im internationalen Vergleich nicht unüblich, was auch erklärt, daß man es in England bei der beteiligten Vodaphone durchaus entspannter sieht als bei dem unbeteiligten Sepp in Deutschland.

    Von daher brauchst Du mir keinen Erfolg auf der Suche nach dem Neidfaktor wünschen. Den hatte ich nie, habe ich nicht und will ihn auch nie haben. Ich will nicht mit Herrn Esser tauschen.

    Zitat

    Original von Lord Vader
    Im Übrigen gibt es hier geschädigte Anteilseigner der ehemaligen Mannesmann AG.... Zum Thema Schadenersatz noch etwas: Auch wenn die Vodafone als anschließender Anteilseigner diese Zahlungen "genehmigt" findet eine objektive Entreicherung der juristischen Person Mannesmann AG statt. Und dafür besteht sehr wohl die Möglichkeit auf Schadenersatz

    Gelesen?

    Zitat

    Original von Gottfried
    Und der Schadenersatz ginge nur Mannesmann oder Vodaphone etwas an...

    Wenn Vodaphone sich an den Prämien gestört hätte, hätten die nicht sofort danach Schadenersatz gefordert? Vielleicht hat man es ja auch, es entzieht sich meiner Kenntnis. Es gibt im übrigen auch Stimmen, die sagen, daß Esser durchaus im Interesse seiner Aktionäte gehandelt habe, als der Aktienkurs in Folge der Übernahmeverhandlungen eklatant angestiegen ist. Bevor Du jetzt wieder unfundiert auf mich einschlägst - ich sage nicht, daß es meine Meinung ist.

    Im übrigen habe ich nicht gesagt, daß ich kein öffentliches Interesse sehe. Das habe ich aber nicht zu entscheiden, sondern die Staatsanwaltschaft und nicht die "billig und gerecht denkenden" (was für ein toller gutmenschelnder Begriff...). Ich finde es nur mal wieder sehr bedenklich, wenn Leute hier Dinge fordern, die sie nichts angehen.

    Es ist das Wesen des öffentlichen Rechts, daß der Bürger aus dem (vermeintlichen) Unrecht, das andere begehen, keine Ansprüche für sich selbst herleiten können. Aber das weißt Du ja sicher von Berufs wegen selbst.

    Zitat

    Original von Sepp
    Das Zauberwort ist "Strafe". Ich kann beim jetzigen Ausgang des Prozesses keine erkennen. Das zweite Zauberwort wäre übrigens "Schadensersatz"...

    Wie gesagt: Die Strafe geht Dich nichts an. Und der Schadenersatz ginge nur Mannesmann oder Vodaphone etwas an und der wird schon einmal gar nicht in einem Strafverfahren verhandelt.

    Zitat

    Original von Sepp
    Das im vorliegenden Fall ein öffentliches Interesse besteht steht ja wohl außer Zweifel...

    Auch wie gesagt: Dein Interesse ist kein öffentliches.

    Zitat

    Original von Sepp
    Übrigens: Soweit ich weiß wurde keine "Geldbuße" verhängt, weil diese eine Strafe ist und damit einen erfüllten Tatbetand voraussetzt, den die Staatsanwaltschaft ja nicht sehen wollte. Was Esser, Ackermann Co. zahlen müssen ist m.E. eine Geldauflage

    Ist richtig. Ich habe das unscharf ausgedrückt. Soll Leute geben, die mit "Geldbuße" mehr anfangen können als mit "Auflage".

    Zitat

    Original von Sepp
    Nun, die Folgen sind offensichtlich: Wer in entsprechenden Positionen sitzt und sieht, wie man damit durchkommt, könnte versucht sein, es ebenfalls so zu machen. Die geplante, und inzwischen obsoleten, Gehaltserhöhung im Siemens-Vorstand um 30 Prozent bei gleichzeitgem Auflegen eines "rigiden" Sparkurses sind ein Beispiel. Geld verführt - das weiß so ziemlich jeder. Und mehr Geld verführt noch mehr ...

    Bei solchen Beiträgen verstehe ich immer nie, wieso der Verfasser nicht auch einmal versucht hat, in die entsprechenden Positionen zu kommen, wenn es so einfach und leicht wäre. Ich kann damit nichts anfangen, es ist mir zu platt und außerdem ein völlige verfehlter Vergleich, da es sich bei Siemens um Gehälter handelt und bei Mannesmann um Abfindungen. Im übrigen sind die Siemens-Gehaltserhöhungen nicht obsolet, sondern nur um ein Jahr aufgeschoben und ich finde sie ebenso bedenklich. Aber darum geht es hier nicht.

    Tatsache ist, daß in der Fachwelt und in Fachzeitschriften durchaus eindeutig über die Rechtmäßigkeit und ethische Rechtfertigung solcher Abfindungsprämien diskutiert werden; eine Frage, der sich das Gericht hinsichtlich der Rechtmäßigkeit im übrigen verschlossen hat und deren höchstrichterliche Klärung mich auch interessiert hätte. So wurde das Verfahren ja auch unter dem Gesichtspunkt eingestellt, es gebe noch keine höchstrichterlichen Vergleichsfälle - wenn man diese auch nicht anstrebt, wird es auch weiterhin keine geben...

    Zitat

    Original von vorlaut
    Hinzu kommt,als Plus für die Angeklagten,daß keiner der hochkarätigen Rechtsberater und Wirtschaftsprüfer ausdrücklich von der Prämienregelung abgeraten haben.

    Nun, das stimmt ganz und gar nicht. Die mit der Prüfung beauftragte Gesellschaft KPMG hatte ganz erhebliche Bedenken.

    Quelle: Manager-Magazin

    KPMG: "Wir haben schwere Bedenken"

    9.00 - 9.20 Uhr: Im Mannesmann-Prozess sollen heute mehrere Wirtschaftsprüfer als Zeugen aussagen. Die Mitarbeiter der Gesellschaft KPMG hatten Einwände gegen die umstrittenen Millionenprämien erhoben, die im Jahr 2000 im Zuge der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone an Manager ausgeschüttet wurden.

    Die Prüfer hatten das Fehlen einer Rechtsgrundlage bemängelt und auch die Höhe der ausgemachten Summen kritisiert. Im ersten Mannesmann-Prozess, der mit Freisprüchen für alle Angeklagten endete, kam unter anderem zutage, dass ein KPMG-Prüfer die bereits angewiesene Überweisung der Millionenprämie an den damaligen Konzernchef Klaus Esser verhindert hatte. Zudem wurde publik, dass der erforderliche Stempel, mit dem die KPMG-Prüfer ihr Einverständnis zu den Zahlungen auf den entscheidenden Papieren hätten bestätigen sollen, nie gesetzt wurde.

    Zur Sprache kommen dürfte dabei auch ein Brief von KPMG an Mannesmann, der nach den Erkenntnissen aus der ersten Prozessrunde zwar nicht abgeschickt, aber einigen Topmanagern und Entscheidern bei Mannesmann vorgelegt worden war. Darin heißt es:

    "Wir haben schwere Bedenken, ob die vorgenannten Zahlungen mit Recht und Gesetz vereinbar sind ... Die Zahlungen an die genannten Herren des Vorstandes können nicht aus den bestehenden Anstellungsverträgen abgeleitet werden. Sie beruhen vielmehr auf gesonderten Beschlüssen des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten ... Es sprechen gewichtige Gründe dafür, dass die Gesamtbezüge der Vorstände nicht in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitgliedes und zur Lage der Gesellschaft stehen und damit eine Pflichtverletzung des Aufsichtsrates ... vorliegt."

    Erst einmal kann man kaum davon reden kann, "einen Großen laufen zu lassen", wenn dieser überhaupt angeklagt wird. Noch weniger kann man davon reden, wenn sein Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt wird.

    Worum geht es also? Ackermann zahlt drei Monatsgehälter. 90 Tagessätze und ist damit nicht vorbestraft. Damit ist nach Meinung des Staatsanwalts dem öffentlichen Interesse Rechnung getragen. Der ganze Fall und die Begleitumstände sind mir genauso zuwider wie den meisten, die sich mal mit der Materie beschäftigt haben, nämlich der Selbstbedienungsmentalität einiger Manager, unterstützt von allen - Arbeitgebervertretern und Arbeitnehmervertretern - zulasten der Aktionäre und niemanden sonst. Wer von den hier Anwesenden hatte Aktien von Mannesmann bzw. Vodaphone?

    Wer sich damit ein wenig beschäftigt hat und nicht nur zur üblichen unfundierten Managerschelte ausholen will, der wird gemerkt haben, daß der Mannesmann-Prozeß in Wirtschaftskreisen durchaus seine Folgen hatte. Aber da gehört schon ein wenig mehr Farbschärfe in die Sichtweise außer schwarz und weiß.

    Jetzt sollte man langsam mal die Kirche im Dorf und den Vergleich von Äpfeln und Birnen lassen.

    Das Ende des Mannesmann-Prozesses war eine "Einstellung wegen Geringfügigkeit". Das ist auch in der Wirtschaft mit sehr deutlichen Worten kritisiert worden. Da sollte man sich mal besser informieren, wenn man als Rentner schon genug Zeit dazu hat.

    Die Ergebnisse von vorgestern und gestern, die die beiden Damen auch mal hätten einstellen können :hi: ;)

    TV Willstätt-Ortenau - SG Bietigheim-Metterzimmern 35:30
    Bergischer HC - TSG Münster 34:22
    HSG Gensungen-Felsberg - TSG Friesenheim 32:37
    SG HBR Ludwigsburg - 1. SV Concordia Delitzsch 34:32
    TV Gelnhausen - TV Kirchzell 29:29
    TV 05/07 Hüttenberg - TSV Bayer Dormagen 28:31

    Zitat

    Original von Ex-HVS-SR
    Machts das besser ?

    Müssen wir jetzt aufatmen, dass "nur" die SR als "Schwarze Sau" betitelt wurden ?

    Nein, ich denke, Maik wollte nur auf Unterstellung eines verbalen rassistischen Angriffs hinaus, dabei aber nicht den Angriff auf den Schiedsrichter als hinnehmbar hinstellen.

    Als Doppelnamen-Beauftragter habe ich am Montag bei Günter Jauch die Kandidatin Adelheid Herzig-Zug aus Hirrlingen bewundert, die voller Leidenschaftslosigkeit den Saal zum Schlafen gebracht hat.

    [Blockierte Grafik: http://bilder.rtl.de/p2/2006-11/2453570/2441380.jpg]

    Sie ist übrigens an der schwierigen Frage gescheitert:

    “Was gehört nicht zur japanischen Küche, sondern in den Wellnessbereich?“

    A: Shiatsu / B: Shitake / C: Sashimi / D: Sake

    Als sie B einloggte, hat Jauch sie aber auch gar nicht verbessern wollen... :lol:

    Zitat

    Original von TimoBeil
    Habs halt mit Gelnhausen geografisch vertauscht.Weißt Du denn auf Anhieb, wo Russland liegt ?(

    Gelnhausen liegt in Rußland? Nein, Gelnhausen liegt im östlichen Rhein-Main-Gebiet und mitnichten in Südhessen. Nur verwaltungstechnisch gehört Gelnhausen zum Regierungsbezirk Darmstadt und Darmstadt liegt in Südhessen. Aber Essen liegt ja auch im Ruhrgebiet mit den dampfenden Schloten. :baeh:

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    Original von Lothar Frohwein
    Ein Anwalt des Manns erklärte jetzt: Sein Mandant habe sich während des Fluges unwohl gefühlt und deshalb seinen Kopf auf die Knie seiner Begleiterin gelegt.

    Kommt ja ganz auf die Duftnote des "Knies" an, ob es ihm danach besser oder schlechter ging. Von daher müßten die Geschworenen auch alle einmal riechen.

    Zitat

    Original von Ché Guevara
    jetzt bleibt nur noch der Massenmörder Bush auf freiem Fuss.

    Mein Gott, Junge. Kannst Du nicht einfach mal die Sabbel halten? Dein pubertäres Geseier ist so was von daneben. Hast Du kein Malbuch zur Beschäftigung?

    Cetero Censeo: Ich bin auch gegen die Todesstrafe.