Beiträge von Gottfried

    Zitat

    Original von Ronaldo
    Gottfried, Du hast ja meine grundsätzliche Zustimmung.

    Aber wenn ich ein Auto bestelle, dann hat es der Händler auch nicht vorrätig. Wenn ich ein Fertighaus kaufe, dann ist das auch noch nicht produziert, wenn ich es kaufe. Lieschen Meier macht so etwas, nur nicht an der Börse ;)

    Der Händler kauft sich dann aber ein Auto nach Bestellung, um es weiterzuverkaufen, und leiht es sich nicht beim Nachbarautohaus. Ich sehe nicht, daß es an der Börse anders zugehen soll, als im prallen Leben. Ob als Suchtrupp im Outback oder Lieschen Maier :lol:

    Noch mal: Ich wollte mir gerade einen Fisch holen. Der Fischhändler meines Vertrauens bietet mir frische Scholle an. Saibling gab es nicht. Den wollte ich haben, er hat ihn aber nicht, also bietet er mir den auch nicht an.

    Mal abgesehen davon, daß Fische verderblich sind (und bei meinem Hunger sowieso nicht den nächsten Tag erleben) und der Vergleich deswegen ein wenig hinken könnte, macht es für mich keinerlei Sinn, solche Geschäfte zu tätigen. Und überhaupt zuzulassen.

    Soll ich als Händler einen Fisch verkaufen, den ich nicht habe und soll ich als Käufer Geld für etwas hinterlegen, was ich vielleicht oder auch nicht bekomme? Welches Lieschen Meier macht solche Geschäfte?

    Die Tragik für mich besteht darin, daß "die Märkte" deswegen versagt haben, weil man sie hat davon galoppieren lassen. Der Aktienmarkt hatte doch eigentlich einen ganz anderen Sinn als Taschenspielern die Boni-Tüten vollzumachen. Wieso scheut man sich da vor Regulierung, verprellt ernsthafte Anleger und spielt auch noch den Markthassern in die Hände? Das sage ich als überzeugter Marktwirtschaftler, weil das eben kein Markt mehr ist.

    Nein, das sollte nicht verharmlosend sein. Abgesehen von Haider und seiner geschichtlichen Einschätzung habe ich Bezug nehmen wollen auf diese Aussage:

    Zitat

    Original von Zwetschge
    Meine Aussagen bezogen sich bisher auch nur auf seine Unfähigkeit, sicher Auto zu fahren.

    Egal ob es sich nun Herrn Maier, Müller oder Schulz handelt, ist mir das zu allgemein gehalten und ich habe mich gefragt, ob ich denn immer von mir sagen könnte, stets sicher unterwegs zu sein. Es gab auch in meinem Autofahrerleben die eine oder andere Situation, in der ich schlicht und ergreifend Glück hatte, weil ich einmal versehentlich in den Graben gelenkt hatte und dann kein Auto entgegen kam, als mein eigenes Auto beim Rücklenken auf die Gegenfahrbahn geraten war. Ich bin auch oft zu schnell gefahren und muß für mich in Anspruch nehmen, das Glück gehabt zu haben, daß da nie etwas passiert ist. Ich würde für mich schon in Anspruch nehmen wollen, sicher Auto zu fahren, aber bestimmt nicht immer nach den Vorschriften. Wer kann das schon von sich behaupten?

    Vielleicht hat Zwetschge ja auch ein wenig übers Ziel hinausgeschossen mit der allgemeinen Aussage, "sicher Auto zu fahren". Ein 58-jähriger Mann wird wohl schon die grundlegenden Autofahrkünste beherrschen. Aber in diesem einen Moment hat er nicht aufgepaßt, sich überschätzt, was auch immer und diese Sekunden reichen ja, um das Leben zu beenden.

    Natürlich kommt mir auch immer wieder der Gedanke, wenn ich lese "Wegen zu hoher Geschwindigkeit in den Graben gestürzt und sofort tot", daß er/sie es nicht besser verdient habe. Aber das ist eigentlich auch eine sehr unmenschliche Haltung.

    Persönlich ist die Bemerkung hinsichtlich Kauleiste und kein Mitleid. Aber egal.
    Ich habe eigentlich gar keine Lust, mich mit Dir herumzustreiten.
    Tut mir ja leid, wenn ich Dir mal auf den Nerv gegangen bin und Du nun meinen Beitrag sinnentfremden mußt. Vor mir hast Du Deine Ruhe.
    Such Dir nen Nadiner. ;)

    Meine Kauleiste!

    Wer von uns ist nicht einmal so unvorsichtig Auto gefahren, vielleicht in einen Rinnstein aus Unachtsamkeit geraten und hat schlicht und ergreifend Glück gehabt, daß ihm und andern nichts passiert ist?

    Jetzt laß mal die Kernfrüchte am Baum.

    Die Medienlandschaft ist schon ein wenig verwirrend mittlerweile. Als ein Effe 1994 seinen Mittelfinger nur mal in der Sonne Amerikas bräunen wollte, gab es nicht so einen Hype. So what?

    Der Junge ist enttäuscht nach Hause gefahren, hat sicher nach einem Tag sich ausrechnen können, daß seine Karriere in der Nati beendet sein würde. Löw blieb da doch keine andere Wahl, wenn er nicht total führungslos dastehen wollte.

    Kuranyi spielt weiter auf Schalke und Deutschland ohne ihn. Haben wir keine anderen Sorgen in diesem Land?

    Zitat

    Original von Felix0711
    Ne passt schon, solche "Vor-Ort-Bilder" kannten wir halt vorher nur vom Wombat, der hier aber nicht mehr mitmacht...

    Erstens war er auf Heimaturlaub und zweitens suche ich verzweifelt nach Lösungen, die Arcosh immer nach 2 Minuten hat. Mitmachen tue ich ja schon noch, aber lösen geht nix mehr... ;(

    Schon tragisch, daß große Männer der Gegenwart so lange auf einen Brotaufstrich verzichten mußten.


    Kuranyi hatte ja nicht nur in der Nationalmannschaft einen schweren Stand. Wenn etwas in Schalke schlecht läuft, dann ist er in der Regel immer wieder der am meisten von den eigenen Fans angegangene Spieler. Es ist sicher richtig, daß er momentan von den Stürmern in der Nationalmannschaft die Nummer 5 war. Poldi und Klose haben zwar bei den Bayern auch ihre Probleme, aber blühen im Nationaldress immer wieder auf. Gomez war vor der WM klar schlechter als Kuranyi, ist aber technisch beschlagener, und für Helmes spricht die derzeitige Formkurve.

    Es wird für ihn sicherlich sehr bitter gewesen sein, daß er nicht im Kader stehen würde, da wird auch die Ausbootung vor der WM eine Rolle spielen.

    Aber seinen Rücktritt erklärt man dann mit Anstand und läßt - oberste Bundeswehrregel - erst einmal eine Nacht darüber vergehen. So hat er sich natürlich auf lange Sicht die Nationalmannschaftskarriere verbaut, wahrscheinlich sogar für immer.

    Man sollte aber nicht vergessen, daß Bundesligaspieler wie Kuranyi trotz 50 Länderspielen und einer schon recht langen Fußballerkarriere doch erst Buben von 25 Jahren sind, die in einer solchen Situation - egal wieviel Geld sie verdienen - unter dem Druck und vor Enttäuschung zusammenbrechen können.