Beiträge von Gottfried

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    Original von jochenj
    Eine Konsequenz der HBL könnte sein, daß man nicht jeden beliebigen Wirtschaftsprüfer zulässt. Zwar ist die Anforderung ja eigentlich schon hoch (Wirtschafts- oder Steuerprüfer wird man ja nicht nach einem 6-Wochen-Crashkurs), aber die vorgeworfenen Verstöße sind ja nicht unbedingt trickreiche Finten, sondern dürften bei einer normalen Plausibilätskontrolle schon auffallen.

    Eben darum sollte das jeder WP auch entdecken, wenn das Gegenstand der von der HBL erwarteten Prüfungshandlungen ist. Vielleicht sind die ja einfach nur nicht ausreichend?

    [URL=http://www.spiegel.de/politik/deutsc…,591274,00.html]Zum Wählen nicht in der Lage, zum Abwählen auch nicht... [/URL]

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    Ypsilanti-Rebellen könnten Neuwahlen anfechten

    Sie verweigerten der Spitzenkandidatin in letzter Minute die Stimme für die Wahl zur Ministerpräsidentin: Ausgerechnet die Abgeordneten, die Andrea Ypsilanti stürzten, könnten Neuwahlen in Hessen nun vereiteln. Verfassungsexperten sehen Gründe für eine Anfechtung - und die Landes-SPD ist überrumpelt. ...

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    Original von Diddi
    Die einzige die da Rückrad bewiesen hat ist Frau Metzger vor der ich den Hut ziehe! Die anderen waren sauer, dass sie, und hier besonders Walter, kein Pöstchen bekommen haben! Ist natürlich auch doof von ihr gewesen, von Kohl muss man eins gelernt haben in der Politik, die ärgsten Feinde immer mit involvieren! Und warum man nach mehreren Monaten der Diskussion und nach dem Samstag, an dem der Parteitag war, sich immer noch nicht äußert, der macht kein "split second" wie du das nennst, der will Ypsilanti in den Rücken fallen! Was immer man davon halten will, eine Gewissensentscheidigung ist das nicht und Parteischädigend in jedem Fall!

    Welchen Posten hätten denn Everts und Tesch bekommen sollen? Vielleicht hast Du die Pressekonferenz nicht gesehen. Aus SPD-internen Kreisen hört man immer wieder, daß die Bedenken, die immer bestanden, nie ernst genommen oder ausgeräumt wurden. Und das es nicht nur vier, sondern deutlich mehr Abgeordnete waren, die sich wahrscheinlich auch so entschieden hätten, sich aber nun nicht mehr aus der Deckung heraustrauien. Von daher waren es keine parteischädigenden, sondern Ypsilantischädigenden Taten.

    Aber egal. Die Tatsache, wie die SPD mit den vier Personen umgeht, macht sie zumindest zur größten ehemaligen Volkspartei in Hessen bei der nächsten Wahl. Daran kann der CDU auch nicht viel gelegen sein. Ich denke, die bundesdeutsche Demokratie benötigt zwei starke Volksparteien. Vielleicht lassen sie Koch auch nur vorne, damit die CDU nicht wieder zu viele Stimmen erhält.

    Es sind nur knapp 2 Monate bis zur nächsten Wahl, da sollte die SPD besser wieder Themen besetzen und sich nicht noch mehr selbst massakrieren.

    Daß sie ihr Gewissen erst auf den letzten Drücker entdeckt hätten, ist eine der vielen Urban Legends, die sich die Clique um Ypsi so ausgedacht hat. Sie wird durch ständiges Wiederholen auch nicht wahrer.

    Wer mir erklären will, daß er noch nie eine Entscheidung in einer "split second" gemacht hat, dem glaube ich nicht. Vor einer Abstimmung ist es immer noch möglich, seine Meinung zu ändern. Und zumindest die beiden Damen haben doch schon lange ihre Zweifel geäußert. Und Walter auf der Sitzung vorher auch. Was soll dieses Festhalten an irgendwelchen Probeabstimmungen? Sind wir hier im ZK der SED oder der SPD? Da können die Parteien auch irgendwelche Kartoffelsäcke aufstellen.

    Aber auch hier gilt: Ypsi und ihre Schergen hatten vorher die Scheuklappen auf und haben sie jetzt auch noch nicht abgelegt.

    Die Bestechungsvorwürfe sind übrigens der größte geistige Abschaum, den ich in den letzten 38 Jahren gehört habe.

    Sein Werdegang läßt doch einiges erhoffen. Der Mann kennt sich in der Arbeitswelt aus und weiß, wovon er spricht:

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    Ausbildung und Beruf

    Nach dem Abitur im Jahr 1989 studierte Schäfer-Gümbel Politikwissenschaften und schloss das Studium mit dem Magister Artium ab. Nach einer Zwischenstation als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Europäische Integration am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen war er von 1998 bis 2001 Referent des Sozial- und Jugenddezernenten der Stadt Gießen und nahm seit 03/2002 Beratertätigkeit für die SPD-Landtagsfraktion Hessen war. Seit 2002 arbeitete er erneut als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Dezernat II der Stadt Gießen.

    Quelle Wikipedia


    Es ist doch nicht nur das Problem der SPD, daß sie ihre Parteigenossen zunehmend nicht mehr "aus dem Volk", sondern einem Bruchteil davon rekrutieren. Kein vernünftiger Mensch würde sich doch noch durch die Tretmühle der bundesdeutschen Politik quälen, angefangen von Ortsbeiratssitzungen, in denen sich alte Herrschaften 2 Stunden um Blumenkübeln herumzanken und endend bei Anne Will, wo man als Zuschauer immer wieder bewundern kann, wie nichtsagendes Gelalle mit Sendezeit belohnt wird. Unsereins, der es gewohnt ist, schnelle Entscheidungen im Einzelfall zu treffen, nimmt das nicht auf sich. Natürlich trifft mich auch der Vorwurf, wer nicht mitmacht, der darf sich nicht beschweren.

    Aber wer sieht, mit welchen Mitteln die vier Aufrechten in der SPD angegangen werden, der wendet sich mit Grausen ab. Nicht sie sind es, die Politikverdrossenheit erzeugen, sondern diejenigen, die solchen Mut mit Bestechlichkeit verleumden.