Beiträge von Gottfried

    Was heißt eigentlich "Kontoauszüge"? Wenn einer bestechen will, dann doch sicher nicht von seinem eigenen Konto, wenn ich mich nicht ein Leben lang erpreßbar machen will. Schließlich erscheint mein Name ja auf dem Konto des Empfängers. Alles andere wäre nicht nur Bestechung, sondern auch noch dumme Bestechung.

    Da werden dann eher Gelder auf andere Konteninhaber umgeleitet und von dort fließt das Geld. Noch eher fließt Bargeld.

    Zitat

    Original von Handba11
    Und ich finde es extrem überheblich und arrogant sich hier hinzustellen und das genaue Gegenteil der Ausgangsthese zu vertreten. Buff und nun?

    Wer hier arrogant und selbstherrlich auftritt, sei einmal dahingestellt. Ich habe da einen anderen Verdacht, der unter anderem darauf basiert:

    Zitat

    Original von Handba11
    Gesetzt dem Fall die Beteiligung an den Spaßtagen - jetzt klammern wir mal aus, dass dort nicht das kirchliche im Vordergrund steht sondern ein Massenvolksfest abgehalten wird, dass dort nicht nur Bundesbürger sondern sogar ein Großteil an Opfern der Kreuzzüge sich genötigt sieht zu partizipieren -

    oder:

    Zitat

    Original von Handba11
    Das Stichwort Säkularität des Staates ist bereits oben gefallen.

    Stimmt. Von Dir. Oder:

    Zitat

    Original von Handba11
    Wer sind denn die vielen jedes Wochenende? Wir sprechen hier in erster Linie von der älteren Menschen, die einen ganz anderen Bezug zur Religion ob der Zeit in der sie aufwuchsen haben, von Menschen denen es gesundheitlich oder wirtschaftlich schlecht geht und von Menschen in bestimmten Regionen der Bundesrepublik.

    Wir sprechen? Ich bin in den 70ern und 80ern aufgefwachsen, mir geht es - außer Rückenschmerzen - nicht schlecht und ob Hessen die von Dir "bestimmte" Region ist, frage ich mich auch. Aber ich glaube, Dein selbstherrliches "laizistisches", "aufgeklärtes" und "nachdenkende" Weltbild, daß Du bedauerlicherweise als "wir" zum Maßstab allen Denken machst, scheinst Du Du aus Deiner Egozentrie zu holen. Die einen glauben an Gott, die anderen eben an sich.

    Oder halten die Politik für den Maßstab, oder den Staat (von dem sie leben - wes Brot ich eß, des Lied ich sing).

    Zitat

    Original von Handba11
    Wie unwichtig aus rationalen Beweggründen der Glaube für die Politik ist ...

    Wie wichtig ist denn die Politik für den Glauben? Von daher ist es eben auch gerade nicht so, wie Du meinst:

    Zitat

    Original von Handba11
    Bitte nicht gänzlich falsch verstehen. Ich möchte hier nicht die Menschen die Glauben oder die Kirche als Institution generell angreifen.

    Doch, das tust Du. Und das eben genau in der seltsamen Denkweise, die Du den Kirchen vorwirfst. Sich in Dinge einzumischen, die sie nichts angehen. Oder doch?

    Zitat

    Original von Handba11
    Ich habe auch kein Problem damit, wenn die Kirche ihre Sprache für sozial benachteiligte erhebt und in der Hinsicht Partei für gewisse Ideen ergreift. Warum sollte man hier verurteilen, wenn schon die Delegierten im Plenum mit ihrer Aufgabe überfordert erscheinen. ... Da stößt es mir aufgrund der Trennung von Staat und Kirche jedes mal übel auf.

    Was denn nun?

    Zitat

    Original von Handba11

    Die Hoffnung in der politik- und kirchenverdrossenen Jugend doch den ein oder anderen als Mitglied zu halten. Das hat nicht nur den finanziellen Hintergedanken der Kirchensteuer, sondern auch viel banaler das "Mitspracherecht".
    Der kulturelle Einfluss der Kirche auf die Gesellschaft wird immer geringer. Hallo Säkularität ;)
    So behält man sich wenigstens noch das letzte bisschen Daseinsberechtigung. Ich denke die Kirche versucht so ihr mittlerweile fehlendes Mandat zu retten/kompensieren.
    Selbst Gewerkschaften geben ihren Senf zum Thema Umweltschutz und allerlei Dingen hinzu, was sie die Belange des Vereins gar nicht tangiert. Das zieht sich durch sämtliche Verbände in unserer Gesellschaft. Einzig die Kirche verliert langsam aber sicher ihr Mandat überhaupt mitreden zu dürfen. Abgesehen von Ausnahmen und der älteren Bevölkerungsschicht "glaubt" doch heute niemand mehr jeden Sonntag.

    Abgesehen davon, daß Du natürlich bestimmt definieren kannst, wer Ausnahmen sind, kennst Du den Unterschied zwischen Kirche und Gewerkschaften aber noch, oder? Wieso hat denn die Kirche kein Mandat? Für was denn nicht?

    Respekt, Ihr beiden Schwaben :hi:

    Zitat

    There are a few experiences in Tasmania which people say you just can't afford to miss. This is one of the edible ones! Crepes, otherwise known as pancakes. The king-sized, drape-off- the-plate type of pancake served in Europe. Both savoury (main course) and sweet(dessert)ones filled with your choice of fresh fruit, chocolate or other delectables. One recent diner pronounced them: "Best pancakes in the Universe!" She may have been understating things a bit, but you probably get the idea.

    Spain Park Library, Giancar It Mazzanti

    Zitat

    The mountain edge of the city of Santo Domingo, Columbia is made up of an intricate network of footpaths and isolated green spaces. Whilst being a by-product of the fact that it is too difficult to develop these areas, they also serve as small places of encounter and experience.

    weiter

    So, mal was anderes: Wo steht dieses Schild?

    Ich glaube, über die Neid-Latte sind wir schon hinüber gesprungen, Meikel.

    Mir geht es so, daß ich das Image des kleinen Dorfvereins, der wunderbaren Systemfußball spielt und von lauter Saubermännern betrieben wird, satt habe, wenn ich gleichzeitig sehe, wie diese feinen Fußballspieler da hinlangen wie gestern im Spiel beim VfB.

    Hoffenheim wird in letzter Zeit für meinen Geschmack noch zu sehr geschont. Cottbus hätte für gleiches Auftreten zwei rote Karten bekommen. Das nennt man wohl Welpenschutz.

    Zitat

    Original von Dickmann
    [quote]Original von OsloStar
    und eventuell eine schwere Verletzung. Ich stimme da eher dem DSF-Reporter von heute morgen zu, der sagt, dass Obasi sich hier selbst geschützt hat, indem er zuvor abgeknickt ist, um eben nicht voll getroffen zu werden. Sieht halt nur extrem dämlich aus. Ausgleichende Gerechtigkeit war dann vielleicht, dass das Hoffenheimer Tor eigentlich Abseits war.

    Den Unfug des DSF-Reporters habe ich mit Schrecken gehört. "Er knickt ein, um sich selbst vor einer Verletzung zu schützen." Da kommt mir das kalte Grausen.

    Indem Obasi überhaupt einknickt, nimmt er eine eigene (Knie-) Verletzung in Kauf, denn ansonsten kann er den hereingleitenden Abwehrspieler einfach überspringen und dem Ball folgen.

    Denjenigen, der von den Linken zur FDP wechselt, möchte ich mal kennenlernen. ;)


    Zitat

    Original von Lord Vader
    Das ist eine mögliche Sicht der Dinge

    Für mich sieht es so aus

    Koch wollten weiterhin nur die "echten Schwarzen", daher dort kein Zuwachs

    Die enttäuschten der Mitte haben sich von der SPD hälftig an Grüne und Besserverdienenden Partei orientiert, weil die Linke für sie nicht wählbar erscheint.

    Ich schlließe mich dem Mit-Brot an. ;)

    Ich habe noch schon oft die Mär gelesen, daß die FDP Ansichten vertrete, die zur Finanzkrise geführt hätten. Fakt ist, daß die Weichen für solchen Kapitalismus (ist es überhaupt noch Kapitalismus, oder einfach Schneeballismus) in den Zeiten einer rot-grünen Bundesregierung gestellt wurden.

    Der gemeine Liberale, oder auch Besserverdienende, wie ich ihn kenne, hat auch erhebliche ethische Probleme mit den Vorgängen, die zur Finanzkrise geführt haben.

    Verbriefte Rechte an überteuerten US-Immobilien, die mit der Hoffnung auf 80-fache Wertsteigerung derselben durch x-Hände gingen und dabei immer mehr wert wurden, bis sie irgendwann eben keinen Abnehmer mehr fanden, wodurch die Blase geplatzt ist.

    Ist es nicht merkwürdig, daß sich in einem großen Maße daran auch bundesdeutsche Landesbanken beteiligt haben, deren Zweck doch ein ganz anderer sein sollte? Außer gescheiterten Landes- und Bundespolitiker ein eintragliches Gnadenbrot einzubringen natürlich...

    "Heuschrecken" oder wie auch immer man diese "Eigenkapitalgeber" nennen mag, die sich als "Eigenkapitalnehmer" herausstellen, indem sie gesunde Unternehmen erwerben, den Kauf durch Schulden auf diese Unternehmen finanzieren, die vorher vorhandenen liquiden Mittel und dazu auch Teile dieser durch Schuldenaufnahme hereingekommenen Geldbestände als Dividende ausschütten.

    Ja - das geht zu einem sehr großen Maß zu Lasten der jeweiligen Arbeitnehmer solcher Unternehmen! Und später auch irgendwann einmal zu Lasten der Kunden des Unternehmens, die dann feststellen, daß der böse Kostendruck des internationalen Wettbewerb, selbstverständlich auch die Globalisierung und die globale Erwärmung dazu führt, daß die Produkte nur noch aus Plastikteilen bestehen und nicht mehr aus solidem Keramik, um sich einen Badeinrichtungshersteller einmal herauszupicken.

    Das hat für mich nichts mit liberaler Einstellung oder gar Wirtschaftspolitik zu tun, sondern einfach nur mit niederen Instinkten der Beteiligten. Ich bin grundsätzlich immer gegen staatliche Eingriffe, aber hier hätte man eingreifen müssen und nicht darauf pochen, der Markt regele das schon.

    Es ist ein wenig zu kurz gesprungen, wenn nun SPD- oder CDU-Politiker, die die Regeln hätten ändern können, mit dem Finger auf eine Partei zeigen, deren vermeintliches Prinzip sie hier angewandt hätten "und nun schaut mal, daß Liberalismus nichts taugt". Das ist schon reichlich infam - wie derjenige, der auf eine öffentliche Toilette geht, leise furzt und vorwurfsvoll schnüffelnd seinen Nebenmann anschaut.

    Das nur am Rande zu den nichthessischen Einflüssen dieser Wahl.

    Mein Eindruck der Wahl ist eher der, daß der gemeine Hesse eben nicht die Mähr der Ypsitruppe aufgeschnappt hat, daß die FDP sich ihrer "staatsbürgerlichen Pflicht" einer Ampelkoalition versagt habe, wodurch sie erst in die Bredouille gekommen sei, mit den Linken koalieren bzw. sich den denen dulden lassen zu müssen. Denn die landespolitischen Ziele von FDP und den Teilen der SPD, die dort am Ruder waren (und noch immer sind, denn Sid Schäfer-Gümbel war einer der hauptsächlichen Macher im Hintergrund, wobei er sich in letzter Zeit davon wieder distanziert hat), waren zu 100% diametral. Da standen sich sogar die CDU und SPD näher.

    Ein weiteres teilweise nichthessisches Faktum ist für mich die Tatsache, daß sich der gemeine Hesse, wohl aber auch der gemeine Deutsche, von der ehemaligen eher wirtschaftsgfreundlichen CDU nicht mehr vertreten fühlt. Man mag von ihm halten, was man will, aber wenn ein Friedrich Merz und andere wirtschaftspolitische Sprecher so ausgebremst werden und nun das Handtuch hinwerfen, dann treibt man dieses Klientel eben zur FDP.

    Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, daß in der letzten Zeit die politische Diskussion immer mehr beherrscht wurde von sozialem Dies und Das. Am sinnbildlichsten dafür steht doch die Aussage, die Konjunktur ließe sich über die Einkommensteuer kaum ankurbeln, denn 50% der Leute zahlen ja keine. Wenn aber 50% keine Steuern zahlen und - wie der Stammtisch es ja meint - "der Reiche auch nicht" - wer denn dann?

    Die FDP zieht eben solche Leute des Mittelstands an, die in dieser Interpretationsfalle sitzen. Was hier in der Finanzkrise alles falsch gelaufen ist, ist aber bestimmt nicht im Mittelstand entstanden.

    Im übrigen bin ich auch für strenge Managerhaftung und ein strikter Gegner von Versicherungen, die die Konzerne für die Haftung ihrer Manager bezahlen (müssen). Das ist nichts anderes als Vollkaskomentalität auf höchster Ebene, hat aber mit Hessen nichts zu tun.

    Schäfer-Gümbel - das noch als letztes hessisches Faktum - hat sich früh als Bayern Münschen-Fan geoutet. Das hat ihm sicherlich den Rest zu den 25% gekostet. :D