Beiträge von Gottfried

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    Original von Teddy
    Vielleicht haben es aber auch einfach die Politiker nicht geschafft, vor der Wahl dem volk zu vermitteln, was an Reformen wirklich erforderlich ist - und das sich diese Reformen nicht alleine darim beschränken, "dem Volk" in die Tasche zu greifen ... diesen Eindruck bekommt man nämlich schon manchmal!

    Es ist eine ganz einfache Rechnung, daß es immer weniger Leistungen für das Volk geben wird. Und das liegt nicht an den Staatseinnahmen, die steigen nämlich, sondern an den Ausgaben. Von daher wird dieser Eindruck wohl oder übel auch Realität werden, es sei denn man versucht es über immer höhere Neuschulden zu kompensieren. Was Steinbrück ja wohl nicht will, aber Eichels Hans hat ja auch als Sparhans angefangen....

    Richtig ist, daß es im Volk den verständlichen Wunsch nach Festhalten am Status Quo gibt (das hat Schröder verstanden, als er Kirchhof als Schwachpunkt der Union geiselte). Weil die Union schlußendlich darüber gestolpert ist, mache ich mir so meine Gedanken über die angebliche Reformwilligkeit meiner Mitbürger. Es ist eben doch leichter, Sonntagsreden zuzuhören und zu träumen, derjenige, der sie von sich gibt, würde auch daran glauben.

    @ meteokoebes

    Seehofer :pillepalle: ist genau die Rolle rückwärts, die der Union den Anstrich der im Wahlkampf so vermissten "Volksnähe" geben soll und dem immer noch vorherrschenden Konsensbedürfnis dieser Gesellschaft geben soll. Der in der glänzenden Tradition des Norbert Blüm steht, der als einer der größten Volksverblender die Renten für den "kleinen Mann" ja ach so sischäh gemacht hat.

    Bedenklich, daß so ein Mensch wie Seehofer wieder aus der Klamottenkiste geholt wird um als Marionette herumzutanzen, dafür aber auf den Platz des Agrarministers geschoben wird, wo er wenigstens nicht noch mehr Chaos anrichten kann, wie er als Sozialpolitiker schon getan hat.

    Ich lasse mich gerne Lügen strafen, aber diese große Koalition wird Deutschland kein Stück weiterbringen. Weder Konzepte noch Personen sind dafür geeignet. Allerdings verstehen auch ca. 80% des Volks Reformen noch immer als Griff in den Geldbeutel des jeweils anderen. Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient...

    @ vorlaut

    Solange Du Dich nachhaltig, mit Gewinnerzielungsabsicht und unter Teilnahme am allgemeinen Wirtschaftsverkehr an der Ecke zum Betteln aufstellst, mußt Du Deine - gewerblichen - Einkünfte dem Finanzamt erklären! Kein Steuerbescheid -> Steuerhinterziehung!

    Nun zur Vollständigkeit die wahrscheinlichen CDU/CSU Minister:

    Stoiber (Wirtschaft)
    Seehofer (Agrar)
    Wolfgang Schäuble (Innen)
    Franz Josef Jung (Verteidigung)
    Ursula von der Leyen (Familie)
    Annette Schavan (Bildung/Forschung)
    Kanzleramtschef: Norbert Röttgen

    Seehofer braucht keine Sau! Und ausgerechnet Minister für Sauereien wird er... Stoiber kennt sich in der Wirtschaft ja wenigstens aus...

    Füge ich als Schalker Mitglied mal hinzu, daß Herr Weiner in den letzten Minuten wohl einiges gutzumachen versuchte... Wobei die Abseitsstellung von Ze Roberto auch nicht so einfach zu erkennen war, m.E. haben nicht einmal Schalker Spieler protestiert.

    Van der Vaart und Franz haben vielleicht beide Rot wegen Rudelbildung gesehen, denn das Schubsen von ersterem fand ich eigentlich auch nicht rotwürdig.

    Am rotwürdigsten ist für mich allerdings immer wieder der Aushilfsjournalist Beckmann, der Woche für Woche seine Interviewpartner mit "knallharten" Fragen nervt. Heute z.B. Jürgen Klinsmann mit der Frage, wieso er denn nicht in Deutschland, sondern in L.A. aufs Klo geht. Mannomann, ich dachte, daß Thema sei durch. Schiebt Beckmann wieder Montags auf 23.00 Uhr. :pillepalle:

    @ Vorlaut

    Ich habe mir den Link einmal angeschaut. Ich muß eher über Deine Interpretation lachen und werde dazu auch nichts mehr sagen.

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    ...Ein Angebot, für das Ministerium für Staatssicherheit zu arbeiten, lehnte sie 1978 ab. In ihrer Stasi-Opferakte werden ihre kritische Haltung gegenüber der DDR und dem Kommunismus ("politisch-ideologische Diversion") und ihre Zustimmung zur polnischen Gewerkschaft Solidarnosc vermerkt...

    Wenn Du schon selbst nicht lesen kannst, werde ich es Dir auch nicht mehr beibringen können. :wall:

    @ vorlaut

    Um das ganze mal abzukürzen: Herr Heilmann war bei der Stasi, hat dort aber nicht gespitzelt. Na gut, dann war er wahrscheinlich nur Küchenhilfe oder Hausmeister :wall: und hat auch gar keine Ahnung gehabt, was man so bei der Stasi (also alle anderen, nur er nicht...) gemacht hat... Bestimmt... Weltklasse, solche Menschen in den Bundestag zu wählen und nun sag mir bitte keiner, daß er bei der Stimmabgabe für die "SED/Die Frustrierten" nicht gewußt hat, was er da ankreuzt... :lol:

    Das Ergebnis haben wir heute: Eine große Koalition, die - so ist meine Vermutung schon heute - auch in den nächsten vier Jahren nicht viel ändern wird und von Bürokratieabbau und Steuervereinfachung faseln und ihre Staatsdiener wieder mit mehr Kompetenzen ausstatten und den Bürger noch mehr aushorchen und auspressen wird. Das haben wir bei der "Gesundheitsreform" von Ullahorst Seeschmidthofer bestaunen dürfen.

    Im übrigen halte ich den SPIEGEL nun nicht gerade für ein voreingenommenes Medium. Aber das nur am Rande.

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    Original von vorlaut
    Wo ist denn von Erinnerungslücken die Rede ?

    Wollen wir es mal gemeinsam durchlesen, vorlaut?

    Zitat

    Lutz Heilmann, frisch gewählter Abgeordneter der Linkspartei.PDS, hat offenbar Erinnerungslücken: Auf seiner Website gibt er an, er habe von 1985 bis 1990 Wehrdienst geleistet. Tatsächlich war er hauptamtlich bei der Staatssicherheit... - In den nach dem Fall der Mauer von Bürgerrechtlern gesicherten Gehaltslisten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) ist Heilmann 1989 als hauptamtlicher Mitarbeiter des DDR-Geheimdienstes registriert.

    Was hat das denn mit "Bond" zu tun? :pillepalle:

    Zitat

    Linkspartei-Mann arbeitete für die Stasi

    Lutz Heilmann, frisch gewählter Abgeordneter der Linkspartei.PDS, hat offenbar Erinnerungslücken: Auf seiner Website gibt er an, er habe von 1985 bis 1990 Wehrdienst geleistet. Tatsächlich war er hauptamtlich bei der Staatssicherheit.

    Hamburg - In den nach dem Fall der Mauer von Bürgerrechtlern gesicherten Gehaltslisten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) ist Heilmann 1989 als hauptamtlicher Mitarbeiter des DDR-Geheimdienstes registriert. Nach Aktenlage war er in der Hauptabteilung Personenschutz tätig, die für die Sicherung und Versorgung der Partei- und Staatsführung zuständig war.

    Eine Verwechslung mit einer anderen Person gleichen Namens ist ausgeschlossen: Sowohl das in den MfS-Unterlagen vermerkte Geburtsdatum, der 7. September 1966, als auch der Meldeort, Zittau in Sachsen, stimmen mit den Daten im Lebenslauf des Bundestagsneulings überein.

    Vom SPIEGEL konfrontiert, gab Heilmann seine MfS-Tätigkeit gestern zu. Er habe aber seine Lübecker Genossen vor seiner Kandidatur informiert und so "die entsprechenden Regelungen der Linkspartei" erfüllt. Ein Sprecher der Bundespartei erklärte, er sehe in dem Vorgang "kein großes Problem". Heilmann ist der erste hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter, der jetzt als Abgeordneter im Deutschen Bundestag sitzt.

    Quelle: SPIEGEL ONLINE

    @ Micha

    Ja, aber vielleicht stört es Schäfer Bruno, daß es mit "RL Süd" überschrieben wurde. Kirchzell spielt nämlich nach einem einjährigen Abstecher wieder in der RL Südwest.

    Von mir ganz besonders viel Anteilnahme an meinen Namensgeber und sein Team. Gottfried wird es schon richten! :hi:

    So ähnlich wie der Leserbrief von gestern liest sich auch die Kritik an Kirchhof von Seiten der SPD:

    Angesichts des Rückstands in den Umfragen wird der Ton bei der SPD schriller. Der Sprecher der Parlamentarischen Linken, Michael Müller, nannte Kirchhof in der Zeitung "Die Welt" heute "erzreaktionär" und verglich ihn mit amerikanischen Neokonservativen wie US-Vizepräsident Dick Cheney. Natürlich gebe es Unterschiede, räumte Müller gegenüber SPIEGEL ONLINE ein: "Aber die Kreuzzugsmentalität ist die gleiche". Kirchhof sei nicht bloß wirtschaftsliberal wie die FDP, sondern verfolge mit seinem "Marktradikalismus" das gesellschaftspolitische Ziel, Familie und Nation zu stärken.

    "Familie und Nation zu stärken". Pfui, das macht man doch nicht.

    Die Art und Weise, wie sich die SPD gerade auf Kirchhof einschießt, stellt nur unter Beweis, daß sie nichts - aber auch gar nichts - von seinem Konzept verstanden hat. Man führe sich nur mal die Berechnungen im aktuellen SPIEGEL zu Gemüte. Ist da die arme Krankenschwester oder der arme Facharbeiter der Verlierer, oder nicht doch der Spitzenverdiener :pillepalle:

    Aber dieser Herr Müller hat bei mir eigentlich immer nur dann gut ausgesehen, wenn ich rechtzeitig die "Mute" Taste gedrückt habe.

    @ vorlaut

    Der Name ist Programm, oder?

    Meiner Freundin geht es genau so. Es wird eine 37 Stundenwoche vereinbart, wobei Arbeit für 42 Stunden da ist. Zum Glück kann sie Überstunden noch abfeiern - ich kenne immer weniger Arbeitgeber, die Überstunden bezahlen. Außer größeren Unternehmen und denen ist es - wie Waldorf sagt - vollkommen egal, ob Du zum Arbeitsgericht gehst. Das ist bei denen ein Routinevorgang. "Was wollen Sie? 3.000 Euro. Hier, danke, auf Wiedersehen. Nächster bitte".

    Aber ich wollte mit diesem Leserbrief - die Verfasserin scheint mir nicht geistig verwirrt, sondern total verbittert zu sein - keine Diskussion über Arbeitszeit beginnen. Tatsache ist wohl, daß die Verkürzung von Arbeitszeiten kaum neue Arbeitsplätze geschaffen hat, sondern Überstunden. Auch eine Leistung - wir haben in der letzten Legislaturperiode 1.800.000.000 Überstunden geschaffen :jump:

    @ jhl

    Du hast recht. Die CDU betreibt wirklich den Wahlkampf nach Linksaußen, den eigentlich Schröder führen müßte. Wenigstens sollte Merz seine Spesen noch von der SPD bezahlt bekommen. Damit meine ich weniger seine Aussage mit den 345 Euro sondern die Tatsache, daß ein Hans Eichel diesem komplett verwirrten Saarland-Napoleon niemals argumentativ beikommen würde.

    Ich wundere mich in diesem Thread eigentlich die ganze Zeit schon, daß es einige Stimmen für die Linkspartei gibt, aber kaum einer bekennt sich dazu. Was ja auch genug aussagt über Motive und Argumente....