Beiträge von Gottfried

    Lahm auf links hat der Jogi ausgeschlossen. Schmelzer hat der Jogi wieder heim geschickt. Jansen hatte mit dem HSV eine schlechte Saison.
    Aogo einen Kreuzbandriß.

    Ich schätze mal, daß der Jogi dem Durm eine unbekümmerte Leistung zutraut und damit quasi fast alleine auf ihn auf der LV-Position setzt, denn doppelt ist die Position ja eigentlich nicht besetzt. Hinzu kommt, daß vor ihm dann Reus und damit eine eingespielte Dortmunder Seite spielen kann / wird. Und daß er eine doch sehr offensive Rolle einnimmt und offensiv will der Jogi ja spielen lassen.

    Abgesehen davon: Boateng auf rechts hat sich mit seiner gruseligen Leistung gegen Kamerum selbst ausgeschlossen. Den hielt ich damals bei der U21 für einen richtig guten Abwehrspieler. Seit er beim FCB spielt, halte ich ihn für den überschätztesten, weil pomadigsten, Abwehrspieler.

    Und das muß ich auch noch sagen: Weidenfeller ist für mich der bessere Torwart. Und ich bin beileibe kein BVB-Fan. :)


    Spannend dürfte noch das steuerrechtliche Verfahren werden, also wie hoch die nachzuzahlende Steuerschuld letztlich ist. So wie ich das verstanden habe, ist die Schätzung der Steuerprüferin mit den 27,2 Mio. € bzw die vom Gericht genannten 28,5 Mio. € an hinterzogenen Steuern noch lange nicht das letzte Wort. Diese zigtausend Dokumente mit den diversen Kauf- und Verkauf-Anweisungen durchzugehen, wird einige Zeit dauern.

    Richtig. Die Ermittlung der steuerlichen Einkünfte kann da abweichen. Es gibt sogar Fälle, bei denen Steuerpflichtige strafrechtlich verurteilt wurden, wo aber der Steuerbescheid aufgehoben oder zugunsten des Steuerpflichtigen deutlich niedriger als angeklagt war. Oder eben auch deutlich höher. Strafverfahren ist nicht gleich Veranlagung.

    Der Richter hat - so wie ich es einem Artikel aus dem aktuellen SPIEGEL entnehme - 10 Tage vor dem Verfahren einen richterlichen Hinweis erteilt, daß Hoeneß doch nun endlich mal alle Unterlagen rausrücken solle. Was er dann auch tat. Viele Pressemitarbeiter taten ja reichlich verwundert, weil erst 3,5 Mio angeklagt wurden, dann waren es nach Aussage von Hoeneß 15 Mio und schließlich nach Meinung der Anklage 27,2 Mio, die Hoeneß auch in dieser Höhe akzeptierte. Diese Summe konnte aufgrund der Masse an - in der Kürze der Zeit - nicht auswertbaren Unterlagen nur eine Schätzung sein.

    Mit dem Finanzamt kann man zunächst einmal eine solche Schätzerei nicht veranstalten. Da ist der Sachverhalt aufzuklären und die Steuern in der richtigen Höhe festzusetzen. Allerdings gibt es dann einen § 162 I AO, der sagt: "1) Soweit die Finanzbehörde die Besteuerungsgrundlagen nicht ermitteln oder berechnen kann, hat sie sie zu schätzen. Dabei sind alle Umstände zu berücksichtigen, die für die Schätzung von Bedeutung sind." http://siehe%20hier.

    Zwar trifft den Steuerpflichtigen die Erklärungspflicht, aber in der Praxis wird § 162 AO sehr oft einvernehmlich zwischen Finanzamt und Steuerpflichtigem angewandt, wenn - wie hier - die Ermittlung des Sachverhaltes im Einzelfall mit vernünftigem Aufwand kaum noch möglich ist. Dann schätzt man - zum Beispiel - so: Depotbestand zum 01.01.2003 50 Mio, davon 20% Aktien und 80% Anleihen. 6% durschnittliche Rendite auf Anleihen und 5% auf Aktien macht 2,4 Mio Zinseinnahmen und 0,5 Mio Dividenden (Halbeinkünfte). Von den Aktien wurden 50% mit 20% Gewinn verkauft, davon 40% innerhalb der Spekulationsfrist und 60% außerhalb...... und so weiter und so fort. Will man keine 20 Buchhalter und 15 Veranlagungsbeamte beim Finanzamt für 2 Jahre beschäftigen, kann man m.E. nur eine solche Lösung finden.


    Der Rechtsmittelverzicht von Hoeneß überrascht mich allerdings dann doch - mal sehen was die Staatsanwaltschaft macht

    Die wird, wenn sie schlau ist, auch Rechtsmittelverzicht erklären.

    Denn so unbefleckt ist die Anklägerseite auch nicht, wenn man mal daran denkt, welche Information unter Verletzung des Steuergeheimnisses in die Öffentlichkeit kam.

    Was mich auch wundert - Dich vielleicht auch: Wieso hat das Finanzamt mehrfach Unterlagen angefordert und keine erhalten? Wurde dann keine Schätzungsbescheide erstellt?

    Um mal einen neuen Aspekt in die Diskussion einzubeziehen: warum gibt es überhaupt Freiheitsstrafe für Steuersünder? Freiheitsstrafe ist dazu da, die Gesellschaft vor dieser Person zu schützen (bspw bei einem Mord oder einer Vergewaltigung). Wo hat ein Steuerhinterzieher der Gesellschaft irreversibel geschadet? Der Staat zieht sich doch damit einen Schuh an, den man nicht braucht. Durch den Knast entstehen noch mehr Kosten für den Steuerzahler. Viel besser wäre es doch, ein recht hohes Vielfaches der Summe zurückzahlen zu müssen - dann hätte man eine gerechte Strafe für die Straftat, nicht eine willkürliche.

    Naja, wenn Du es so siehst, dann schützt der Staat sich für 3 1/2 Jahre mal vor einem, der seine Steuern nicht richtig gezahlt hat.

    Nicht der Uli hat das zugegeben, sondern sein Staranwalt! Laut Welt-Artikel könnte man auf den ersten Blick meinen, er will seinen Mandanten in die Pfanne hauen, weil er ja wohl noch weitere Dinger losgelassen und Hoeneß damit zeitweise ziemlich irritiert hat.
    Vielleicht soll da wirklich von etwas abgelenkt werden, aber unauffällig wirkt das nicht. Bin wirklich gespannt, worauf der Anwalt hinwirken will. Der Hoeneß hat heute jedenfalls bei mir verloren - Spekulationsgewinne aus der Schweiz hier nicht zu versteuern ist für mich das Eine (auch nicht in Ordnung), aber die Verluste aus diesen Geschäften dann hier als Verlustvortrag eintragen zu lassen, um Steuern auf sein normales Einkommen zu sparen, das finde ich noch 'ne ganze Stufe gieriger. :mad:

    Das ist leider zwei Mal falsch.

    Zum einen hat Feigen - der Anwalt - vollkommen berufstypisch eine Erklärung für seinen Mandanten abgegeben. Kein Anwalt gibt mal so eine eigene Erklärung ab, ohne diese mit dem Mandanten abzusprechen.

    Dann hat Hoeneß auch nicht Verlustvorträge aus der Schweiz mit seinen anderen Einkünften hier verrechnet. Die Einkunftsquelle in der Schweiz war dem Finanzamt vollkommen unbekannt. Was meinst Du denn, wie das in der Praxis läuft? Geht da einer zum Finanzamt und sagt: "Hallo, ich habe hier 100 Mio zu verrechnen aus einem Wertpapierdepot, aber Zinseinnahmen habe ich da keine gehabt" und das Finanzamt sagt "Kein Problem, tragen wir mal so ein"?

    Das Geld kam auch nicht von Rudolf Dassler, sondern von Robert Louis Dreyfus.

    @ Geraldo

    Wie kam es zu solchen Summen? Wenn Du Powertrading machst, wie Hoeneß, dann kommst Du auf solche Beträge. Angeblich hat Hoeneß ja 20 Mio bekommen und mit diesem Betrag herumgezockt. Da flossen - nach dem was bekannt ist - ja auch keine anderen Beträge aus seinem sonstigen Vermögen ein. Da können ja auch noch steuerfreie Spekulationsgewinne entstanden sein (Verkauf nach einem Jahr, Rechtslage bis 2008). Grob gerechnet:

    Anfangsbestand 20 Mio
    Spekulationsgewinne steuerfrei + 50 Mio
    Zins- und andere Einnahmen (in Deutschland leider vergessen anzugeben) + 40 Mio
    Spekulationsverluste innerhalb eines Jahres (in Folgejahren verrechenbar) - 105 Mio
    = Endbestand 5 Mio

    Die Frage nach anderen Verbrechen und deren Bestrafung stellt sich nicht. Da müßte man dem Stammtisch dann die Rechtsgewalt überlassen. Da würden dann Kinderschänder, sofern sie keine Politiker sind, die leider ihren Laptop im Zug verloren haben, aufgehängt. Solange das Volk nicht einmal unfallfrei "Diebstahl" definieren kann, sollte man es so lassen wie es ist.

    So unerträglich manche Sichtweise auch sein mag, so erträglich sollte es doch sein, daß wir hier auch vermeintlich Unerträgliches stehen lassen können. Das nennt sich dann Meinungsfreiheit und alles andere ist ja auch doof. Bevor man dann noch aus dem Nick des unerträglich Schreibenden eine unerträgliche Gesinnung herleiten mag, ohne genauer auf das Anmeldedatum zu schauen (wobei der NSU ja schon vor 2007 unerträglich tätig war, aber das soll hier nicht zur Debatte stehen), sollte man das Sprichwort walten lassen: "Jedem Narr sei Kapp" (hessisch).

    Ich persönlich denke nicht so vermeintlich unerträglich, und halte Politiker auch nicht für den Weltuntergang verantwortlich, der durch Homosexualität vermeintlich kurz bevor steht.

    Man mag vielleicht festhalten, daß die Evolution (ich bin zwar gläubig, aber die Evolution halte ich schon für realistischer als die Genesis) vielleicht beim Menschen die Fortpflanzung zwischen Mann und Frau vorgesehen hat. Sonst wären wir ja Schnecken. Für Beziehungen und das Zusammenleben von Menschen hat sich aber die Menschheit das Recht herausgenommen, dies auch gleichgeschlechtlich zu tun. Und da kommt nun mal meistens kein Nachwuchs bei rum, zumindest nicht auf natürliche Weise. Der Rest ist dann einfach menschengewollt. Manch einer will halt so und manch einer so. Und es ist immer doof, wenn der eine doof findet was der andere macht, nur weil der etwas macht, was der eine eben nicht machen würde.

    "Normal" ist ein Begriff, den jeder für sich anders beschreibt. Die Zeiten ändern sich, aber homosexuell zu sein, findet eben (noch?) nicht jeder normal. Manch einer findet auch Patchworkfamilien nicht normal, also die mit Mann, Frau und Kindern, zu denen andere Männer und Frauen gehören. Manche Dinge ändern sich einfach durch den Zeitablauf und entsprechend auch das Empfinden, was "normal" ist.

    Die mediale Präsenz mag man vielleicht auf das Winterloch schieben. Zwischen Bundesligaspieltag 19 und 20 wäre das Thema halt in 7 Tagen schon wieder vergessen gewesen.

    Der Gute braucht wohl dringend Kohle und wird jetzt natürlich von Talkshow zu Talkshow gereicht. Vielleicht noch ein Buch?
    Da zahlt sich das Schwulsein in barer Münze aus!

    Zum Kotzen!

    Mir ist egal ob jemand auf vorne oder hinten steht, es ist Privatsache! Aber man sollte die Öffentlichkleit davon verschonen.

    Ach so, ein pensionierter Fußballspieler mit 31 Jahren ist auf das Geld angewiesen, daß er nach seinem Outing bekommen wird?

    Schon mal daran gedacht, daß "die Öffentlichkeit" sowieso nur darauf wartet, bis sie den einen oder anderen als schwul "überführen" kann? Wenn Du vor Deiner Haustüre immer aufpassen mußt, daß niemand Deinen Partner entdeckt, weil "die Öffentlichkeit" ja informiert werden muß, wenn ein Fußballspieler schwul ist? Den Shitstorm, der dann folgt - "zu feige, sich zu outen" - möchtest Du gar nicht erleben. Dann doch lieber selbst an die Öffentlichkeit und seine persönliche Freiheit bekommen.

    Ich bin weit davon entfernt, ein Gutmensch zu sein und hier gleich die Toleranzmußsein-Keule zu schwingen. Aber wenn man teilweise in Foren nachliest, bin ich schon erschrocken. "Zum Kotzen" scheint noch harmlos zu sein. Oftmals hat man das Gefühl, daß Schwulsein bei einigen Mitmenschen eine Neigung darzustellen scheint wie Pädophilie.

    Auch bei Energieversorgern sehe ich Unterschiede: befinden sie sich doch mehrheitlich in kommunaler Hand. Somit wird man schon von Amtswegen "gezwungen" in diese Unternehmen zu gehen und sitzt dann automatisch im Aufsichtsrat. Bei Aggerenergie im Oberbergischen teiln sich mehrere Kommunen die Posten, beim Gemeindewerk Nümbrecht setzt sich der Aufsichtsrat anhand der Sitzverteilung des Rates zusammen.
    Aber es ist ein Unterschied auch, ob ich in meiner aktiven politischen Karriere im Aufsichtsrat eines Kommunalen/Staatlichen Unternehmens sitze, oder nach einem einflussreichen politischen Posten direkt zu einem Wirtschaftsunternehmen in den Vorstand wechsel. Wobei dies jeden Bundestagsabgeordneten betreffen würde.

    Nein. Aufsichtsrat von mir aus. Das ist bei Kreiswerken, wenn es da einen gibt, ein Grüß-August-Posten, den sogar Popofaller hinbekommen würde. Nicht aber Geschäftsführer, der eigentlich ein Geschäft führen und Ahnung haben sollte.

    Bei Popofaller kommt mir immer der hier in den Sinn.

    Ich schlage nur mal vor, daß sich jeder hier mal die Vorstände der örtlichen Strom-, Gas- oder Wasserversorger anschaut. Verkehrsverbünde sind auch sehr begehrt.

    Zwar nicht bei ehemaligen Bundespolitikern, sondern bei örtlicher Parteiprominenz, mit überwiegendem Mangel an Fachkenntnis des Unternehmens. Der Gipfel hier war einmal eine Aussage eines hiesigen Kreiswerke-Geschäftsführers mit Parteibuch (die Farbe des Buches ist eigentlich egal), nachdem sein Unternehmen eine haarsträubende unternehmerische Entscheidung getroffen hatte, daß er als Geschäftsführer ja nichts zu entscheiden, sondern nur zu repräsentieren habe.

    @ Gottfried
    In dem Schlager vermisse ich eine Feststellung, obwohl der Zug nach Nirgendwo fährt, fährt er doch immer bergauf. :hi:

    Stimmt. Vielleicht ist das hier besser.



    Das ist der Nachteil einer Demokratie, dass der letzte Pöbel wählen darf, aber bisher hat noch niemand eine bessere Statsform gefunden. Schade eigentlich.

    Du wirst uns sicherlich informieren, wenn Du eine gefunden hast.
    Bis dahin mußt Du Dich leider mit dem Pöbel abgeben. Ich ja auch.