Nun hackt nun mal nicht alle so auf dem Guido herum, auch wenn er bisweilen in seiner Tonart die höfische Etikette vermissen läßt....
@ Gudio,
ich schließe mich der Meinung von Wielandt an: Ich finde es gut, wenn die Jugend heute sich überhaupt noch irgendwelche Gedanken über das Gemeinwohl macht, und ich persönlich finde es auch einmal sehr erfrischend, daß nicht jeder, der sich in Deinem Alter als politisch vollumfassend interessiert ansieht, erst einmal in früher Jugend zum Kommunisten oder Sozialisten mutiert, bis er - nachdem er sein erstes eigenes Geld verdient - seine soziale Gesinnung über Bord wirft. Solche Leute hatte ich früher oft um mich herum und wenn ich sie heute ansehe... Naja.
Du und Deine Freunde, Ihr seid wohl zum Entschluß gekommen, daß Euch die Monarchie als staatstragende Institution am meisten zusagt. Nun, der Status Quo in dieser Gesellschaft ist nun auch von Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit geprägt. Ich kann sicher auch manche Eurer Argumente nachvollziehen und finde diese bisweilen auch nicht abwegig.
Du hast sicher recht, daß die bestehende Bundesrepublik unbestreitbar ihre Macken hat. Manch einer meint vielleicht, in einer Demokratie zu leben; ich sehe eher eine Parteiendiktatur in einem Bevormundungsstaat, die sich das Volk aber scheinbar wünscht (ansonsten kann sich niemand einen Seehofer
als Minister wünschen).
Ob das unter einem Monarchen anders werden würde, davon bin ich allerdings nicht sehr überzeugt. Denn in der von Dir geschilderten Wunschvorstellung hat der Monarch kaum mehr zu sagen als die Institution unseres Bundespräsidenten. Und gerade an den Menschen, die dieses Amt in den vergangenen Jahren in der Bundesrepublik ausgefüllt haben, habe ich am wenigsten auszusetzen, sieht man vielleicht einmal an dem Skatspieler aus Wuppertal ab. Aber grundsätzlich besteht hier eine neutrale Einrichtung, die meiner Meinung nach allen Respekt verdient und sich diesen auch verdient hat.
@ alle anderen
Ich vermisse in der Diskussion (so ich sie denn noch als berufstätiger Mensch in aller Einzelheit verfolgen kann) nicht nur von Guido Gegenargumente auf die Thesen des jeweiligen Gegenübers. Man macht es sich zu einfach, die Thesen des anderen nur als Unfug abzutun oder outsider: Das ist ja nicht das erste Mal, daß Dein letzter Diskussionsbeitrag darin besteht, den Kopf an die Wand zu hämmern, insbesondere bei einem Thema, in dem man die Position des anderen ja überhaupt nicht annehmen muß. Ich für meinen Teil habe die Diskussion schon als interessant empfunden, auch wenn ich das eine oder andere Mal einen spöttischen Einwand gebracht habe.
Und ich finde es bedauerlich, daß man nicht einfach akzeptieren kann und will, daß der andere eben anders ist und eine andere Meinung hat. In der Masse einen anderen zu beschimpfen ist übrigens auch eine tolle Leistung...