Hier die Berichte zum letzten Testspiel des Tusem:
Letzter Test war ein Kinderspiel
HANDBALL / 32:18-Sieg gegen Aalsmeer. Hammerlos im Pokal. In der zweiten Runde muss der Tusem nach Gummersbach.
Hammerlos im Pokal: In der zweiten Runde des DHB-Pokalwettbewerbs muss der Essener Handball-Bundesligist Tusem zum VfL Gummersbach. Der Termin wird der 29. September sein.
Es gab nur zwei weitere reine Bundesliga-Paarungen, die gestern in der DHB-Geschäftsstelle in Dortmund ausgelost wurden: Göppingen gegen Großwallstadt und Flensburg gegen Wilhelmshaven.
Der letzte Test vor dem Bundesliga-Auftakt am Sonntag (16 Uhr, Grugahalle) gegen Aalsmer war ein Kinderspiel für den Tusem. Der Fototermin wenige Stunden zuvor schien strapaziöser gewesen zu sein. Gegen den holländischen Meister und Pokalsieger feierte die Mannschaft von Trainer Iouri Chevtsov mit 32:18 (18:6) ein Tore-Festival, bei dem sich vor allem der elffache Torschütze Michael Haaß auszeichnen konnte.
Vor 1200 Zuschauern waren die einen Kopf kleiner gewachsenen Gäste dem Tusem in keiner Form gewachsen. Tusems strapazierte Stammspieler konnten sich zurücklehnen und dem Nachwuchs dabei zuschauen, wie er sich profilierte. Angeführt von "Allrounder" Michael Haaß zeigten Ingo Stray, Dennis Tenberken, Sebastian Reiners und Torhüter Mike Zidorn, was schon in ihnen steckt.
Gegen die Essener Abwehrrecken wussten die Gäste zuweilen nicht wohin mit dem Ball. Und im Tusem-Torwirbel verlor selbst der holländische Torhüter des Jahres, Jeffrey Groeneveld, den Überblick. Nach zehn Minuten führten die Gastgeberr mit 7:1. Die Essener zauberten für die Kulisse, überzeugten mit kompromisslosem Tordrang und Spielwitz. So ein leichtes Spiel dürften sie für längere Zeit nicht mehr haben.
Wegen einer leichten Lendenwirbelvereltzung musste Rückraumspieler Sergio Casanova sein Debüt vor Essener Publikum noch verschieben. Gegen Göppingen soll das nachgeholt werden.
Die Neuen im Tusem-Trikot begeisterten, auch wenn Linkshänder Evars Klesniks das pech an den Händen klebte und ihm einfach kein Treffer bei seiner Premiere gelingen wollte. Szeneapplaus verdiente sich der neue Torhüter mario Kelentric, der im ersten Durchgang nur sechs Feldtreffer zugelassen hatte.
Die Tusem-Tore: Haaß 11/1, Stary 4, Tenberken 4, Reiners 3, Schmetz 3/2, Sigurdsson 2, Torgovanov 2, Szilaygi 2, Velyky 1.
Quelle NRZ
Holländer fordern Tusem kaum
Im Saisoneröffnungsspiel besiegte Handball-Bundesligist Tusem gestern Abend vor 1500 Zuschauern in der Grugahalle den holländischen Meister HV Aalsmeer locker mit 32:18 (18:6).
Der Gegner war vom Papier her eigentlich kein schlechter. Zwar feierte die Niederlande im Handball in den vergangenen Jahren bestenfalls bescheidene Erfolge, ihr Vorzeigeklub ist auf dem europäischen Parkett freilich kein Unbekannter. Der HV Fiqas Aalsmeer spielt seit Anfang der 90er Jahre fast ununterbrochen im kontinentalen Pokalgeschäft mit und erreichte zweimal das Achtelfinale der Meisterklasse.
Demnächst trifft der aktuelle holländische Meister und Pokalsieger in der Champions-League-Qualifikation zudem auf den litauischen Meister Granitas Kaukas. Gleichwohl waren die Holländer gestern für den Tusem sportlich kein Prüfstein. Obgleich den Jungs von Trainer Iouri Chevtsov noch der Bundesliga-Cup vom Wochenende in den Knochen steckte, legten die Essener gestern Abend munter los und zeigten den Niederländern im Angriff zumeist ihre Rückennummern.
Bereits nach sechs Minuten führten die Gastgeber mit 6:1 und hatten sich dabei irgendwie noch nicht einmal richtig anstrengen müssen. Vor allem die vorzügliche Deckung und ein ebenso vorzüglicher Torwart, stellte die Niederländer vor arge Probleme. Olympiasieger Mario Kelentric wehrte nicht nur mehrere schwere Würfe ab, sondern spielte auch mit Köpfchen.
Als es die Niederländer nämlich in der zehnten Minute einmal mit einem Gegenstoßpass versuchten, war Super-Mario längst zur Stelle und fing den Ball kurz hinter der Mittelinie ab. Unterdessen nutzte Chevtsov die Gelegenheit seine Jungspunde ein bisschen internationale Handball-Luft schnuppern zu lassen.
Dennis Tenberken, Sebastian Reiners und Ingo Stary fügten sich in der Tat nahtlos ein und standen den "Etablierten" in nichts nach. Über 8:2, 12:2 ging es schließlich mit einer 18:6-Führung in die Kabine. Viel Spaß bereitete das Tusem-Team seinem Publikum auch im zweiten Durchgang.
Während die körperlich, aber auch technisch unterlegenen Niederländer mit ihren wenigen Würfen nun an Keeper Chrischa Hannawald verzweifelten, glänzte der Tusem weiterhin mit variablem und intelligentem Spiel. Erst Mitte der zweiten Habzeit ließen es die Essener ein bisschen ruhiger angehen und die Gäste aus Aalsmeer wieder zu Atem kommen. Starke Leistung.
Tusem: Kelentric, Zidorn, Hannawald; Velyky (1), Stary (3), Rose, Schmetz (3), Tenberken (4), Klesniks, Sigurdsson (2), Torgovanov (2), Reiners (3), Haaß (11/2) Sergio Ruiz Casanova (n.E.), Viktor Szlagyi (2).
Quelle WAZ