ZitatOriginal von Moose
Auch das zweite Spiel gewonnen:31:25 (14:13)
hier kommen ein paar Infos zum Spiel. Da hat Oleg ja mal gezeig, wo der Hammer hängt...
Olympia-Zweiter Deutschland feiert zweiten Sieg gegen die Schweiz
Die deutschen Handballer haben zwei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft in Tunesien auch das zweite Länderspiel gegen die Schweiz gewonnen. Einen Tag nach dem 28:20-Erfolg in Konstanz bezwang der Olympia-Zweite die Eidgenossen am Sonntag in Winterthur mit 31:25 (14:13). Vor 2.180 Zuschauern in der Eulachhalle war der Essener Oleg Velyky (6/1) bei seinem zweiten Einsatz bester Werfer beim Europameister, der die WM-Vorbereitung am kommenden Wochenende mit zwei Spielen beim EM-Zweiten Slowenien fortsetzt.
Oleg Velyky - Photo: Michael Heuberger (http://www.pressefoto-heuberger.de)
dpa (09.01.2005) - von Thomas Lipiz
Mit einem starken Debüt hat der an Hautkrebs erkrankte Oleg Velyky die deutsche Handball-Nationalmannschaft zu zwei Siegen in der WM-Vorbereitung geführt und einen perfekten Einstand gefeiert. Der Essener Rückraumspieler steuerte am Sonntag vor 2180 Zuschauern in Winterthur sechs Treffer zum 31:25 (14:13)- Sieg des Olympia-Zweiten gegen die Schweiz bei. Dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit feierte der WM-Zweite 23 Stunden nach dem 28:20 (11:9) in Konstanz den zweiten Erfolg gegen die schwachen Eidgenossen binnen 23 Stunden, ohne jedoch zu überzeugen.
Zwei Wochen vor dem ersten Spiel bei der Weltmeisterschaft in Tunesien am 23. Januar gegen Ägypten war Bundestrainer Heiner Brand trotz der Siege unzufrieden. «Ich habe sehr viele Fehler gesehen. Die gilt es abzustellen in den nächsten zwei Wochen. Das würde zu weit führen, wenn ich die alle aufzählen würde», monierte Brand, «es gibt noch viel zu tun.»
Die knappe Vorbereitungszeit bis zur Abreise zum WM-Turnier am 21. Januar ist noch voll gepackt mit vier Länderspielen. Am kommenden Wochenende setzt der Europameister seine WM-Vorbereitung mit zwei Partien beim EM-Zweiten Slowenien fort sowie am 19. Januar in Rotenburg/Fulda und am 20. Januar in Berlin jeweils auf Tschechien. «Das war nicht überragend, aber darauf kann man aufbauen», befand der Hamburger Pascal Hens.
Wegen des Ausfalls der Leistungsträger Markus Baur (Fußverletzung) und Daniel Stephan (Ellenbogenverletzung) sowie Torhüter Henning Fritz (Ellenbogenoperation) und Jan-Olaf Immel (Schulterverletzung) hatte Brand seine Mannschaft stärker umstellen müssen als geplant. «Das ist für alle Beteiligten eine große Aufgabe», meinte der Bundestrainer, der zudem noch auf den Wallauer Heiko Grimm wegen eines Pferdekusses verzichten musste. Neuer Kapitän in Vertretung von Stephan und Baur ist deren Lemgoer Clubkollege Florian Kehrmann, der beim Sieg am Samstag mit vier Toren die meisten Treffer markierte.
Der gebürtige Ukrainer Velyky rechtfertigte seine Nominierung mit gekonnten Anspielen und gelungenen Aktionen. Seine Premiere im deutschen Nationaldress hatte der Rückraumspieler am Samstag in der 18. Spielminute gefeiert. «Oleg Velyky ist ein ausgezeichneter Spieler. Er wird mit zunehmender Vorbereitungszeit auch eine Führungsrolle übernehmen», urteilte Brand über den 27-jährigen Torschützenkönig der EM 2000. Dessen am Donnerstag öffentlich gemachte Hautkrebserkrankung «wird für mich und das Team kaum Auswirkungen haben», sagte der Bundestrainer.
Dass Velyky künftig eine der Stützen in der Nationalmannschaft sein kann, bewies der Essener am Sonntag, als er sein Team mit 2:0 in Führung brachte. Allerdings entwickelte sich im Anschluss wie schon am Vortag eine zerfahrene Partie. Die allenfalls zweitklassigen Schweizer glichen zum 4:4 (9.) aus und gingen mit 8:6 (18.) in Führung. Schon früh nahm Brand eine Auszeit, um mehr Ordnung und Konzentration ins deutsche Spiel zu bringen. Erst mit dem Magdeburger Yves Grafenhorst auf der vorgezogenen Position der 5:1- Abwehrformation, die bereits am Samstag erfolgreich praktiziert wurde, erkämpfte sich der WM-Zweite mehr Bälle.
Doch die eigentlich beruhigende 13:7-Führung (26.) schmolz durch Fahrlässigkeiten bis zum 14:13-Pausenstand wieder. Auch im zweiten Durchgang geriet die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) zunächst mit 16:17 (37.) in Rückstand, ehe sie sich auf 25:17 (50.) vorentscheidend absetzen konnte.
Schweiz - Deutschland 25 : 31 (13:14)
Schweiz:
Liniger 6/4, Joder 4, Furer 4, Schmid 4/3, Kurth 3, Staudenmann 2, Stettler 1, Gautschi 1
Deutschland:
Bitter, Lichtlein
Hens (1), von Behren, Roggisch, Sprenger (2), Theuerkauf (1), Glandorf (1), Weber (3), Preiß (5), Hegemann (1), Grafenhorst (4), Zeitz (2), Jansen (3/1), Velyky (6/1), Kehrmann (2)
Zuschauer: 2.180 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Wakula / Ljudowik (UKR)
Strafminuten: 2 / 10