ZitatOriginal von maja
@ InesK
wie in einem Zeitungsartikel zu lesen war, wird er dem neuen Team beratend zur Seite stehen.Laggy
bisher klang es so, als würde die 2. Mannschaft sich auf die neue Saison vorbereitenDragunski wechselt nach Essen
wie in Bundesligathread zu lesen, wird Mark Dragunski von Gummersbach nach Essen wechseln
das klingt ja ganz danach, dass wirklich etwas passiert in Essen
Sehr schön!! Das ist ein Mann, der in Essen immer sehr beliebt war und einfach (nicht nur wegen seiner Größe) war dastellt.
Hier die Meldung von Sport1.de
Dragunski geht zu Essen
Mark Dragunski wechselt vom Bundesligisten VfL Gummersbach zum Regionalligisten TUSEM Essen.
Der 34-jährige Ex-Nationalspieler schließt sich den Essenern, die Ende Juni letztinstanzlich die Bundesliga-Lizenz verweigert bekommen hatten, trotz eines bei Gummersbach noch für ein Jahr gültigen Vertrags an. Der 2,14-m-Hüne war 2003 von Flensburg nach Gummersbach gegangen.
Dragunski gewann mit Deutschland Silber bei Olympia in Athen und bestritt insgesamt 108 Länderspiele.
und hier noch etwas aus der Presse aus Essen:
Wieder seriös werden
HANDBALL / Unter der Führung von Horst Edelmeier will der Tusem so schnell wie möglich wieder in die Bundesliga zurück.
Eigentlich ist Tante Thea an allem Schuld. Sie und ihr Sonntagsritual, um Schlag zwöf Uhr das Mittagessen auf dem Tisch zu haben. Der Cousin konnte deswegen seinen geliebten Handball vergessen. Für ihn musste Horst Edelmeier die Suppe auslöffeln und aufs Feld. 1952 war das, am Kettwiger Bahnhof. Da wartete der 1,97 Meter lange Handball-Debütant im Tusem-Trikot vergeblich auf einen Ball auf der Rechtsaußen-Position.
Schlüsselerlebnis in Kettwig
Es war trotzdem ein Schlüsselerlebnis. Der Handball ließ ihn nie mehr los. "Ich hab´ mir gesagt: Euch zeige ich es schon. Mein Ehrgeiz war geweckt." Das ist er jetzt wieder. Horst Edelmeier ist wieder für den Tusem am Ball. Doch jetzt führt kein Weg mehr an ihm vorbei.
Der 61-jährige Unternehmer will den nach dem Lizenzentzug in die Regionalliga abgestiegenen Traditionsverein wieder zurück in die Bundesliga führen. Und zwar auf direktem Weg. Der frischgebackene Großvater einer Enkeltochter stellte dafür in den letzten hektischen Wochen die Weichen.
Als entfernter Verwandter von Klaus Schorn und dessen Vertrauter fackelte der Chef einer Herstellerfirma für Tinte und Schreibmaschinenbänder nicht lange und erklärte sich bereit, dem Tusem aus dem Schlamassel zu helfen. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Die Tusem GMS Handball GmbH musste in die Insolvenz geführt und eine neue GmbH gegründet werden. Die Tusem HSB (Handball Spiel Betrieb) GmbH mit Edelmeier als Geschäftsführer und Gesellschafter machte sich im Eiltempo daran, eine Mannschaft zusammenzustellen, die das ehrgiezige Ziel Wiederaufstieg auch packen kann (siehe nebenstehenden Bericht).
Gleichzeitig musste Edelmeier schnell Gelder auftreiben, um die Regionalliga-Saison finanzieren zu können. "Es mussten Strukturen geschaffen werden, die sicherstellen, dass unsere Sponsoren nichts mit den Altlasten zu tun haben", erläutert der 61-Jährige beim Besuch in der NRZ-Lokalsportredaktion.
Unter dieser Voraussetzung machten die altbekannten Geldgeber wie die Sparkasse, RWE und DHL wieder mit, wenn auch deutlich abgespeckt. Außerdem schaffte es Edelmeier, die lange vernachlässigte Gruppe "Tusem 2000" neu zu beleben. In dieser sind Geldgeber zusammengefasst, die Beträge zwischen 2500 und 10000 Euro beisteuern.
Etat aufstocken
Fazit nach kurzer Zeit: "Mit dem, was wir jetzt zusammenhaben, ist die Regionalliga auf einem gedämpften Niveau machbar. Sollte es uns gelingen, auf Anhieb aufzusteigen, werden wir sicher aufstocken, um dann von der Zweiten zurück in die Erste Liga zu kommen", so der neue Tusem-Macher.
Der Alte-Herren-Handballer des Tusem betont gleichzeitig: "Ich bin aber nicht der Mann mit dem großen Füllhorn. Wir müssen jetzt sehr die Pfennige zusammenhalten und da sparen, wo wir sparen können." Jetzt gehe es vor allem darum, wieder eine Seriösität den Spielern und Sponsoren gegenüber zu zeigen und zu beweisen. Denn die hatte in den letzten Monaten doch mehr als nur gelitten.
Zum Sparkurs unter Edelmeier passt auch, dass es künftig keine Privilegien für Freunde des Vereins geben wird. Edelmeier selbst ging mit gutem Beispiel voran, und bestellte offiziell zwei Dauerkarten zum Preis von je 150 Euro. "Wir haben nichts zu verschenken. Ich weiß, dass wir damit den ein oder anderen verprellen. Aber darauf können wir keine Rücksicht mehr nehmen."
Der neue Macher hofft, dass die Mannschaft genügend Zugkraft besitzt, um den kalkulierten Zuschauerschnitt von 900 in der Sporthalle am Lührmannwald zu schaffen. Viel hängt jetzt von einem guten Start ab in einer Liga, die noch völlig fremd ist. Am ersten Spieltag werden deshalb "Spione" zu den künftigen Gegnern ausgesandt, um die Spielstärke zu erkunden. "Wenn wir alle Spiele gewinnen, kann uns nichts passieren", scherzt Edelmeier. Wohl wissend, dass es für den Tusem nahezu "tödlich" wäre, allzulange in der Regionalliga zu verweilen. Er werde alles tun, um das zu vermeiden, verspricht Edelmeier.
Nur eines wird er dem Verein zuliebe nicht unternehmen: Der 61-Jährige will sich bei der Jahreshauptversammlung der Tusem-Handballer am 19. August nicht für ein Amt zur Verfügung stellen. "Ich hab mit meinen Firmen schon genug zu tun".
29.07.2005 SABINE HANNEN
Chef Edelmeier sieht sich als Mannschaftsspieler
Der neue starke Mann beim Tusem heißt Horst-Gerhard Edelmeier (61). Ein Tusem-Mitglied seit dem zehnten Lebensjahr, ein langjähriger Freund von Ex-Chef Klaus Schorn und ein zielstrebiger Unternehmer.
Hat Horst-Gerhard Edelmeier mal Zeit, was in diesen Tagen der Doppelbelastung eher selten der Fall ist, lässt sich gut plaudern.Wenn er erzählt, wie er zum Handball gekommen ist, wirkt er wie ein Kumpel, der amüsante Anekdoten zum Besten gibt. Schorn und Edelmeier sind auf der Margarethenhöhe aufgewachsen, die Elternhäuser standen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. "Es war 1952, das werde ich nie vergessen. Klaus kam zu uns nach Hause und sagte: Du musst spielen." Edelmeier spielte. Das Tusem-Debüt auf dem Feld beim TV Kettwig 1860. "Ich wurde auf Rechtsaußen gestellt und habe nicht einen Ball bekommen", lacht Edelmeier. "Ich hatte gar keine Ahnung, was da vor sich geht." Aber schon damals entwickelte der 1,97 m große Debütant gehörigen Ehrgeiz. "Ich zeig´s euch schon", habe er sich gedacht und später gelegentlich sogar in der ersten Mannschaft ausgeholfen.
Dass er etwas bewegen und erreichen kann, hat dieser Mann auch im Beruf bewiesen. Er lernte bei "Goldschmidt" in Essen Industriekaufmann und blieb 28 Jahre bei dem Chemie-Unternehmen bis er sich 1993 selbstständig machte. Noch heute produziert er Schreibmaschinenbänder, obwohl er daran nun wirklich nichts mehr verdienen kann. Geld bringt die Tinte, die er in Lage bei Bielefeld für Druckerpatronen produziert, und von Hattingen aus weltweit vertreibt. 60 Leute sind in den drei Edelmeier-Firmen angestellt. Und nun ist er auch noch Chef der neuen HSB-GmbH.
Mit eingebracht hat er seinen Freund und Werbefachmann Manfred Radachowski, der wie Edelmeier 37 Prozent an der Gesellschaft hält. 26 bleiben beim Tusem e.V.
Vertrauen ist für Edelmeier ein Hauptwort. Das ganze Gerede hinterm Rücken mag er nicht, Heckenschützen merkt er sich. "Man kann mit mir reden wie mit einer Brummfliege, ich höre geduldig zu, habe aber ein gutes Gedächtnis", sagt er von sich. Was heißen soll: Wer sein Vertrauen missbraucht, wird es spüren. Egal wer es ist. Edelmeier wirkt entschlossen. Wenn er etwas entschieden habe, sei es endgültig. "Nachverhandelt wird nicht."
Der zweimalige Familienvater, der soeben zum ersten Mal Großvater geworden ist, weiß, dass die Hoffnungen der Fans auf seinen Schultern ruhen. "Wir müssen Seriosität beweisen gegenüber den Sponsoren, Spielern und Fans." Privilegien für Freunde und Gönner wird es künftig ebenso wenig geben wie Freikarten. Er selbst hat gerade zwei Dauerplätze für sich und seine Frau gekauft. "Wir haben nichts zu verschenken, auch wenn ich damit einige Leute verprelle."
Der Tusem habe einen ordentlichen Etat zur Verfügung, "aber das Füllhorn können wir nicht ausschütten. Unser Budget ist begrenzt, die Planung überschaubar. Wir sparen, wo wir können." Sicher nicht an einem Sportlichen Leiter und Manager, denn da strebt Edelmeier nicht das Ehrenamt, sondern professionelle Strukturen an. "Ich werde das Ganze sicher anders führen als Klaus Schorn."#3#238 Rolf Hantel
29.07.2005
Tusem verpflichtet Dragunski
Mark Dragunski kehrt zum Tusem zurück - wenn das keine Nachricht ist. Der lange Kreisläufer (2,14 m) und Abwehrstratege verlässt den VfL Gummersbach und wird zum Regionalliga-Auftakt am 27.August gegen VfL Gladbeck auf der Margarethenhöhe auflaufen.
Lange hat der Tusem nach dem bitteren Zwangsabstieg am 30.Juni mit seiner Personalplanung hinter dem Berg gehalten. Zumindest über das sportliche Ziel war man sich halbwegs einig: Der Europapokalsieger will auf den direkten Weg in die 2.Bundesliga, wo sich der Klub dann auch nicht lange aufhalten möchte.
Den Weg zum Erfolg haben die Essener zumindest geebnet, obwohl noch niemand so recht weiß, wie stark die neue Konkurrenz einzuschätzen ist. Doch mit seiner hochkarätigen Besetzung zählt der prominente Neuling aus Essen garantiert zu den Top-Favoriten. Denn neben dem 35-jährigen Ex-Nationalspieler Dragunski, den es zurück ins Ruhrgebiet zieht, haben aus der Mannschaft der vergangenen Saison auch Rechtsaußen Mark Schmetz (28) und der Halbrechte Evars Klesniks (25) ihre Verträge für die Regionalliga bei der neu geründeten HSB GmbH unterzeichnet.
Und die jungen Sebastian Reiners (19), Ingo Stary (20) und Dennis Tenberken (20) haben ja ebenfalls schon Erstliga-Luft unter Trainer Iouri Chevtsov gerochen.
Ein weiterer Neuzugang ist Igor Sharnikau, der zuletzt in der Regionalliga Ost für Cottbus aus dem linken Rückraum über 200 Tore warf. Der 29-jährige Weißrusse misst stattliche 2,02 Meter und gilt auch als starker Mann für die Defensive. Für Schutterwald und Wuppertal hat er schon in der 1. und 2.Liga gespielt.
"Ich weiß bisher nicht, wie stark die Konkurrenz ist" bekennt der neue Tusem-Chef Horst-Gerhard Edelmeier, "aber wir haben unser Konzept und die Vereinbarungen mit den Sponsoren auf zwei Jahre hin ausgelegt. Klappt der Aufstieg nicht auf Anhieb, werden wir die Mannschaft noch einmal ergänzen und ein Jahr dranhängen. Gelingt es dann wieder nicht aufzusteigen, ist es vorbei. Ich glaube nicht, dass der Tusem ein drittes Jahr Regionalliga spielen kann."
Die früheren Partner RWE, Stadtwerke und Sparkasse Essen werden weiterhin mit Handball werben. "Sie haben selbstverständlich ihren Beitrag etwas reduziert, aber dass sie aussteigen, stand nie zur Debatte", sagt Edelmeier. "Allerdings musste gewährleistet sein, dass sie mit den Altlasten und Schulden der alten GmbH nicht zu tun haben."
Der neue Tusem-Chef wird dazu den Sponsoren-Pool "Tusem 2000" wieder beleben. 15 mittelständische Firmen sind bereits akquiriert, die sich mit etwa 2500 bis 10 000 Euro einbringen werden. Die Essener Entsorgungsbetriebe (EBE) gehören ebenfalls zu den finanziellen Neuzugängen. Und Edelmeier selbst wird mit seiner Firma "Cartrigde World" auch den Trikots zu sehen sein.
Der finanzielle Rahmen für eine erfolgreiche Saison ist gesteckt. Der Etat des Regionalligisten befindet "deutlich im sechsstelligen Bereich", bleibt Edelmeier vage. "Aber sagt mir einer, man bekommt eine gute Regionalliga-Mannschaft für 200 000 Euro, dann glaub´ ich ihm das nicht."
Der Trainer des selbst ernannten Aufstiegsaspiranten wird Ion Bondar sein, der hauptamtlich beim Tusem angestellt ist und im vergangenen Jahr den kompletten Nachwuchs und den Oberliga-Kader trainierte. Das waren zwölf Mannschaften. Auch hier wird der Tusem nicht umhin kommen, einen Trainerstab zu formen, denn die Erste wird täglich trainieren, mitunter sogar zweimal. Und einen Sportlichen Leiter nach HaDe Schmitz gibt es auch nicht Gesucht wird aber zunächst ein gestandener Torwart und ein Mittelmann, der auf dem Parkett künftig die Fäden in der Hand hält. Auch in dieser Suche spiegeln sich die hohen Ansprüche des Traditionsklubs: So war Marcus Rominger, langjähriger Keeper bei der SG Wallau-Massenheim, ein Thema. Allerdings hat der sich für den TV Großwallstadt, den neuen Klub von Chrischa Hannawald entschieden, nachdem dort der Neuzugang Stanic wegen "gravierender Verfehlungen" entlassen worden ist.
Selbst Sergio Ruiz Casanova oder Dimitri Torgovanov, die beide nach ihren Schulteroperationen noch einige Monate ausfallen werden, sind zumindest einen Gedanken wert, wobei die Verpflichtung dieser beiden wohl doch eher ein Traum bleiben wird.
29.07.2005 Von Rolf Hantel
Frage: Kann ich Dauerkarten so in der Geschäftsstelle bestellen oder wird es ein Mailing an die alten Dauerkarteninhaber geben??