vielleicht kriegt er ja dann angst und haut endlich ab??? dann hätte ich mein ziel erreicht!

hier ein paar artikel:
Verzweiflung kriecht hoch
HANDBALL. Beim Schicksalsspiel gegen HSG Wetzlar ging zu viel schief. Tusem-Torhüter nach der 27:34-Pleite in der Kritik.
Alles war auf dieses Spiel ausgerichtet worden - Training, Taktik, Talk. Nachher verschlug es fast allen die Sprache vor Wut, Enttäuschung oder der verzweifelten Anstrengung, nicht zu viele sentimentale Gefühle preisgeben zu müssen. Die 27:34 (15:16)-Heimniederlage gegen die HSG Wetzlar am Hallo vor 1600 Zuschauern setzte im Tusem-Lager allen mächtig zu, ließ niemanden kalt. Auch nicht die altgedienten Tusemer wie Peter Quarti und Stefan Hecker. "Was ist nur aus unserem Tusem geworden?" Das zum "Schicksalsspiel" deklarierte Unternehmen zur Rettung der Moral und des sportlichen Überlebens ging so gründlich schief, dass für die meisten der Abstieg des Traditionsvereins in die Zweitklassigkeit jetzt so gut wie besiegelt scheint. Dieser erneute Tiefschlag wiegt sicher noch weit schwerer als alle anderen zuvor und dürfte dementsprechend noch schwerer zu verdauen sein.
Bei Trainer Jens Pfänder schimmerte erstmals echte Verzweiflung durch. "Nie passen bei uns alle Komponenten zusammen. Immer bricht ein Teil weg."(erstmals??? was war das denn in den letzten spielen?? kontrolle sieht bei mir anders aus, jetzt ist die mannschaft auch noch schuld...)
Diesmal waren es die beiden Torhüter Torsten Friedrich und Gerrie Eijlers, die dem unglaublichen Druck, der auf diesem Spiel lastete, schlicht nicht gewachsen waren. Schlimmer noch, Pfänder vermutet sogar, dass einige Spieler in seinem ausgedünnten Kader vor heimischer Kulisse derartig verkrampfen, dass sie gar nichts mehr zustande bringen. Und dass wohl eher auswärts mit dem berühmten Befreiungsschlag zu rechnen sei als am Hallo, der eigentlich zu einer Festung ausgebaut werden sollte.
Nerven liegen blank
Gemeint waren in erster Linie Torwart Friedrich und Regisseur Siniak, die mit den zunehmend persönlicher und hämischer werdenden Kommentaren von den Rängen kaum klar kommen. (warum geben wir wohl kommentare ab???erst sind sie die verstärkung und dann spielen sie schlechter als unsere a-jugend!) Profis (das sie welche sein sollen haben sie noch in keinem spiel gezeigt) hin oder her - die Nerven liegen bei allen augenscheinlich doch so blank, wie man es nach den turbulenten letzten Wochen mit der Kündigung des Managers Jens Wachowitz und der Ankündigung des Wechsels von Kapitän Mark Schmetz wohl stark vermuten musste, sich aber nicht wirklich eingestehen wollte. Jetzt musste man. "Mit unserer Psyche stand es nicht zum Besten", gestand Jens Pfänder (ach auf einmal?? freitag war doch alles friede freude eierkuchen), der nun auf die Hilfe (hat er aber früh erkannt, das er es nicht alleine schafft) der älteren und erfahrenen Spieler angewiesen ist, die Mannschaft bis zum Spiel in Melsungen wieder aufzurichten. In der Kabine gab es bereits die ersten Ansätze dazu, die signalisieren, dass sich die Truppe doch noch nicht ganz aufgeben hat.
Der Spanier Sergio Casanova, nach seiner Schulterverletzung und gerade erst überstandenen Darmgrippe lange nicht im Vollbesitz aller Kräfte, machte sich schon positive Gedanken trotz der erneuten Enttäuschung. "Wir müssen weiter auf ein Spiel hoffen. Irgendwann werden wir auch gewinnen. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. So bin ich nun mal."
Der Rückraumregisseur stellte klar, dass er die beiden Torhüterkollegen nicht an den Pranger stellen wolle. Aber einen guten Tag hatten sie nicht erwischt, so Sergio. Er beteuerte, dass keiner den anderen im Stich lassen werde. Aber der Frust sei schon groß, wenn es "von hinten nicht klappt".
Casanova vermisste den allerletzten Biss und die Aggressivität, die in einem Spiel der "Alles-oder-Nichts-Kategorie" unbedingte Voraussetzung sein sollte. Nicht nur er hatte nach entsprechenden Signalen in der Schlussphase vergeblich gesucht. Dabei schien alles noch einmal für den Tusem zu sprechen, der nach einer Auszeit beim Stande von 20:25 (45.) zwar noch ein weiteres Tor kassierte, dann aber durch drei Treffer in Folge von Rückraumspieler David Katzirz und dem starken Vaclaw Vrany noch einmal ins Geschäft kam. Beim 25:27 stand auch die Halle geschlossen hinter dem Tusem, der jedoch durch Fehlversuche und leicht kassierte schnelle Treffer der Hessen wieder umgehend auf die Verliererstraße geschickt wurde.
Keine glückliche Figur
In dieser Phase machte erneut Siniak (wer denn sonst) keine glückliche Figur. Es schien, als ob er wie gelähmt war. Statt Tempo und Dampf zu machen, sah alles nur zögerlich und zaghaft aus, irgendwie fast feige. Sein Frustfoul nach einer unfairen Attacke und die - noch gnädige - Zwei-Minuten-Strafe taten ein Übriges. Es waren genau die falschen Zeichen, die auch die eingefleischten Tusem-Fans so richtig auf die Palme brachten. "Wollt Ihr denn unbedingt verlieren?" hieß noch einer der friedlichsten Kommentare.
Auf der Wetzlarer Bank klatschte der ehemalige Essener Volker Michel vorzeitig die Kollegen ab, vollkommen siegessicher und weihnachtsfeiergelaunt. Er hatte genau das Spiel aufziehen können, das ihm liegt. Mit viel Platz und kaum nennenswerter Gegenwehr. So konnte er auch seine Teamkollegen prächtig in Szene setzen. Nach ihrem Sieg gaben Michel und Co. mit ihren rund 150 Fans auf dem Spielfeld so richtig Gas. "Auswärtssieg, Auswärtssieg" jubelten die in grün und weiß verkleideten HSG-Anhänger. Sie müssen sich um den Klassenerhalt wohl kaum noch Sorgen machen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist...
Quelle.der westen.de
Hade Schmitz sieht die Felle wegschwimmen / nrz
Stephan Krebietke umarmte seinen alten Kumpel Volker Michel und gratulierte ihm zum Sieg. So gehört sich das nun einmal unter guten Kollegen. ...
... Da sollte man Privates vom Beruflichen unterscheiden können, auch wenn es dem ehemaligen National-Linksaußen nach der sechsten Heimniederlage sichtlich schwer fiel. Zumal er immer häufiger mit dem Wunsch aus dem Umfeld konfrontiert wird, entweder wieder das Trikot anzuziehen wie im Vorjahr oder doch auf der Bank für neue Impulse zu sorgen. Der Blondschopf schweigt dazu. Noch. * Linkshänder Michel bedauerte denn auch, dass ausgerechnet er und die HSG Wetzlar es sein sollten, die im sogenannten Schicksalsspiel den Tusem Richtung Zweitklassigkeit schubsen mussten. "Da gibt es ja immer noch dieses Tusem-Gefühl. Man kennt hier eine Menge Leute, mit denen man sich prima verstanden hat", so der ehemalige Nationalspieler.
* Freilich machte er einen großen Unterschied zu den alten Zeiten aus: "Es ist nicht mehr die Grugahölle mit Klaus Schorn." Und darüber war er doch schon ein bisschen froh. "Denn wir wollten hier unbedingt unseren Punkt von Hamburg bestätigen. Wir haben mannschaftlich unglaublich gut zusammengespielt", lobte der 34-jährige den Teamgeist der Hessen.
* Auch Wetzlars Trainer Volker Mudrow war sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft den Sieg herausgespielt hatte. "Es war auch für uns ein Schlüsselspiel."
* Hans-Dieter Schmitz, ehemaliger Sportlicher Leiter beim Tusem und auch Ex-Trainer der Essener, schüttelte angesichts der für ihn fast blutleeren Schlussphase den Kopf: "Da muss ich doch ganz anders draufgehen. Man weiß doch, was ein Volker Michel mag und was er nicht ausstehen kann. Da muss ich schon in den ersten Minuten so aggressiv decken, dass der gar keine Lust mehr hat." --seh ich auch so und der mann hat wohl ahnung!
* Die HSG Wetzlar habe auch nur bescheidene sportliche Mittel. "Aber die haben im Rückraum ein Konzept. Das ist der große Unterschied." Er sieht für den Tusem die Felle wegschwimmen. "Da ist zu wenig Tempo im Spiel vorne und zu wenig Druck aus dem Rückraum."
* Die Nachrichten aus den anderen Hallen stimmte auch nicht gerade froh: Nettelstedt-Lübbecke setzte sich gegen Minden mit 33:25 durch, und der nächste Gegner Melsungen verlor beim Abstiegskonkurrenten Balingen mit 28:29. Die Zeit läuft den Margarethenhöhern weg.
* Im nächsten Heimspiel ist Magdeburg der Gegner. Eine völlig unberechenbare Größe nach dem vorzeitigen Aderlass und den sich überschlagenden Ereignissen rund um den ehemaligen Manager Hildebrandt. Da klingt es nach Beschwörung, wenn Tusem-Trainer Jens Pfänder wenigstens diese beiden Punkte vor dem Start der Rückrunde irgendwie noch verbuchen will. Die Frage ist nur, wie?
Quelle.nrz.de