Sorry, aber das ist doch echt der letzte Mist, den der DHB da mal wieder produziert hat! Dass ich die 6 Monate völlig übertrieben finde, muss ich wohl nicht nochmal groß wiederholen. Aber selbst wenn man die Höhe der Strafe jetzt mal unkommentiert so hinnimmt, ist dieses neue Urteil auch aus anderen Gründen wirklich das allerletzte! So hat es der DHB nämlich wieder einmal wunderbar hinbekommen, das "echte" Handballgeschehen hinter einer Prozessflut ins Abseits geraten zu lassen. Echt übel gelaufen, v.a. wenn man sich überlegt, dass das neueste Urteil ohne den Spielbeobachter als Zeugen gefällt wurde! Denn mit den Infos des Zeugen wurde die Sperre reduziert, aber der DHB fällt anscheinend lieber Urteile ohne zusätzliche Informationen - also entsprechend unwissend!!!
Zum Fall Wetzlar-Hamburg: Man kann nur hoffen, dass der HSV nicht auch noch Recht bekommt bei seiner Klage!
1. Chalepo hatte für das Spiel die Spielberechtigung. Also kann man der HSG die rechtmäßig erworbenen Punkte wohl kaum mehr abziehen! Wenn der DHB unfähig ist, solche Angelegenheiten rechtzeitig zu klären, dann kann das doch nicht auf Kosten der HSG gehen!
2. Was wäre, wenn Chalepo irrsinnigerweise tatsächlich noch nachträglich für das HSV-Spiel gesperrt werden sollte? Jetzt ist er bis 3.5. gesperrt. Wenn die 6-Monats-Sperre aber nun aber auf das Hamburg-Spiel ausgedehnt wird, dann würde sie auch früher enden. Damit wäre Chalepo aber am 2.5. gegen Willstätt wieder einsetzbar. Klagt dann Willstätt (genau wie Hamburg) ebenfalls beim DHB, nur weil die dann eben das Pech haben, gegen Gennadij spielen zu müssen?
Eine Sperre gegen einen Spieler stellt doch in erster Linie eine Strafe gegen diese Person dar. Und nur in zweiter Linie auch eine Strafe gegen den Verein des Spielers. Dass jetzt aber Gegner-Vereine schon klagen, nur damit die Strafe ausgerechnet im Spiel gegen sie abgesessen wird, das geht doch echt zu weit. Klagt demnächst jeder der 18 Vereine gegen den DHB, damit dieser die Spieler der Gegner immer genau für das eigene Spiel sperrt? 