Beiträge von Lord Helmchen

    Noch ein Artikel über meinen Lieblings-Aufstiegs-Aspiranten zur Zeit. Stralsund möchte nicht vorübergehend nach Rostock umziehen, sondern tatsächlich alle Spiele in der kleinen Vogelsanghalle austragen. Man wünscht sich in 2 Jahren eine neue Halle in Stralsund. Der Etat soll kaum erhöht werden.

    (Hannover, wie wär's?) :(

    Zitat


    NDR: Der Tritt auf die Euphoriebremse ist das eine, konkrete Planungen für die Zukunft das andere. Was muss sich ändern, damit der SHV in der Eliteliga eine Überlebenschance hat bezüglich der Halle, der Mannschaft und des Budgets?
    Henke: Letztendlich werden wir das Hallenproblem bis zum Saisonbeginn nicht lösen können, egal in welcher Liga. Ich glaube aber, dass unsere Stadtväter in der Lage sind, uns innerhalb kürzester Zeit - also anderthalb bis zwei Jahre - eine Stadthalle in Stralsund hinzuzaubern. Es haben genügend Leute hier bewiesen, dass sie in der Lage sind, für uns etwas zu tun und sich auch voll einzubringen. Aber das wird zur nächsten Saison natürlich nichts.

    NDR: Stichwort Vogelsanghalle. Mit 1.050 Zuschauern im Heimschnitt kann man wohl rein ökonomisch kaum über die Runden kommen. Wäre ein vorübergehender Umzug nach Rostock eine Alternative?
    Henke: Nein, eigentlich nicht. Ich glaube, dann hätten wir auch das falsche Signal gesetzt. Denn wir sind nun mal Stralsunder und keine Rostocker. Wer gibt uns denn die Garantie, dass die Rostocker Halle jedes Mal ausverkauft sein wird, dass wirklich 4.000 Zuschauer kommen? Für Stralsund wäre es ein Riesenaufwand, da herüber zu fahren und letztendlich ist es dann auch kein Heimspiel mehr. Wenn man in der Ersten Liga überhaupt eine Chance haben will, Spiele zu gewinnen, dann muss man das zu Hause tun. Und wenn man das zu Hause schaffen will, dann muss man das mit einer tollen Halle und einer klasse Atmosphäre für die eigene Mannschaft kombinieren. Das geht nur in Stralsund.

    NDR: Wo benötigen Sie personelle Verstärkungen im Team und wen haben Sie da etwaig im Auge?
    Henke: Ich habe überhaupt noch keinen im Auge. Wir haben uns über Verstärkungen noch gar nicht verständigt. Wir haben eine funktionierende, intakte und starke Mannschaft. Was wir für die Erste Liga benötigen, das ist natürlich eine längere Geschichte. Ich denke, drei, vier erfahrene Erstligaspieler müssten hinzukommen. Mit unseren eigenen Spielern, die keine längeren Verträge hatten, haben wie bereits verlängert. Es gibt einen Spieler mit Benny Lindt, der gesagt hat, dass er sich verändern möchte. Das ist legitim. Allerdings werden wir mit Titel Raduta auf der halbrechten Position einen Mann verlieren, der ja nur aushilfsweise für den verletzten Krisztian Szep Kis zu uns kam. Das sind die einzigen zwei Positionen, die zurzeit vakant sind und die auch nur mit neuen Spielern besetzt werden könnten. Das muss dann aber das Präsidium entscheiden.

    NDR: Sie müssen etwa mit einem Drittel des Budgets zurechtkommen, was beispielsweise Post SV Schwerin zur Verfügung steht. Sind in Stralsund potentielle Sponsoren überhaupt in Sicht, dass man mit etwas mehr in der Hinterhand kalkulieren könnte?
    Henke: Es gibt natürlich Bestrebungen unserer wirtschaftlichen Führung, also der Gesellschafter der Marketing GmbH und der Führung des Vereins, mit größeren Sponsoren zu sprechen, um somit einen größeren Etat zusammenzubekommen. Aber mein Präsident hatte ja bereits in einem Zeitungsinterview gesagt, dass wir den Etat nicht wesentlich erhöhen können. Damit habe ich eine klare Vorgabe und weiß, was ungefähr auf mich zukommen wird.

    Zitat

    Original von kleener312
    Die Arena muss gefüllt werden, Handball stark im kommen und Hannover ist "ausgehungert". Also einen Erstligisten einkaufen. Wer kommt in Frage? Wenn man genau drüber nachdenkt, bleibt leider fast nur Nordhorn.

    Also, auch wenn Matz das Gegenteil behauptet, eines ist jetzt klar: Die Meldung war nicht als Aprilscherz gedacht. In der HAZ wurden heute die Aprilscherze aufgeklärt - dieses war keiner. Ausserdem hat sich auch der Umzug der Scorpions nach Mellendorf und die Suche nach neuen Nutzern der Arena in weiteren Meldungen bestätigt.

    Aber ich denke nicht, dass es wirklich unbedingt Nordhorn treffen muss. Zu so einem Umzug gehören immer noch zwei Partner - auch die Nordhorner Verantwortlichen müssten mitmachen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese sich wirklich eine solche Unverschämtheit erlauben würden - solange der Etat auch in NOH irgendwie auf die Beine gestellt werden kann. Höchstens bei größten Finanzproblemen könnte ein Umzug die letzte Chance sein (Lotto will ja abspringen..?).

    kleener312: Ausser Nordhorn gibt es noch 17 weitere Erstligisten. Eisenach steht vor der Pleite. Meinst Du, die kommen nicht in Frage, weil sie zu weit weg sind von Hannover? Die München Barons (Eishockey) sind letzte Saison nach Hamburg umgezogen, das ist noch weiter...

    Also: Vorsicht ist überall geboten. Jeder Fan sollte alarmiert sein, denn der Kommerz ist im Aufwind.

    Zitat

    Original von Evander
    Wäre doch seltsam, wenn zwischen Essen und Wetzlar kein Zündstoff mehr drin wär. :P


    Ja, Essen-Wetzlar ist immer gut für ne Runde Adrenalin. Ausser diesmal. Ich denke, das wird das langweiligste Spiel der Saison: Essen ist ziemlich gut drauf und die HSG wird sich vom schweren GM-Spiel ausruhen. Die Punkte gegen den Abstieg holen wir dann woanders.
    Eigentlich könnten die beiden Mannschaften auch einen trinken gehn und dem DHB erzählen, Essen hätte gewonnen. Dann gibts wenigstens für beide keine Verletzten...

    Zitat

    Original von HSG-Wetzlar-Fan
    Am 31.3. in der Zeitung zu lesen, oder Stichmarke 31.3. ?


    Andere Passagen der obigen Meldung (Scorpions ziehen um nach Mellendorf) wurden schon am 31.3. mittags im Radio gemeldet. Wie gesagt, der Artikel ist kein Aprilscherz.

    Zitat

    Original von Svenska
    Also ich kann diese Meldung nicht bestätigen!!! Ich glaube auch nicht das ein Herr Rigterink sowas zulassen würde. ;) Aber die Idee dieses Aprilscherzes war ja nicht schlecht.


    Das ist kein Aprilscherz. Das geht doch aus dem Artikel ganz deutlich hervor. Ausserdem ist er tatsächlich schon am 31.3. veröffentlicht worden.
    Wenn die Infos falsch sind, dann ist es höchstens eine Ente, wie Kent-Harry schon sagte.

    Klingt tatsächlich nicht nach einem Aprilscherz!!!
    HSG-Fans, seid wachsam. Ich möchte keinen zweiten Fall Schwartau erleben!

    Zitat

    Original von HSG-Wetzlar-Fan
    Möglicherweise wäre Stralsund gut beraten, wenn sie trotz des sportlichen Aufstiegs freiwillig weiter in der 2. Liga blieben...


    Pfullingen hat's auch gewagt. Und es hat sich gelohnt, wie ich finde...
    Und als unsere HSG vor einigen Jahren aufgestiegen ist, da hätte ihr auch kaum jemand BL-Tauglichkeit zugetraut!

    Nach dem Sieg im Spitzenspiel ist Stralsund fast schon durch, denke ich - vor allem weil ihre Super-Vorstellung gegen Schwerin voll überzeugt hat!

    Hier noch ein Bericht der Berliner Zeitung

    ----------------------------------------------
    Reif für die erste Liga
    Stralsunds Handballer besiegen Post Schwerin

    STRALSUND, 30. März. Das alte Fotoalbum kündet von großen Geschichten. Es zeigt einen Mann, der den forschen Einpeitscher mimt. Nico Kibat, damals noch keine 20 Jahre alt, steht bierbeseelt auf einem Stuhl und jubelt. Zeiten, in denen er immer prächtig feierte. Kein Wunder, war sein Team, der THW Kiel, doch auf Titel abonniert. Experten prophezeiten dem begabten Spielmacher eine glanzvolle Karriere, die Berufung in die Handball-Nationalmannschaft war eine Frage der Zeit. Wie bei den Gefährten von einst, Pascal Hens und Christian Zeitz, die bei der WM in Portugal vor acht Wochen die Silbermedaille gewannen
    Drei Jahre später durchlebt Kibat, inzwischen 23, eine Festtags-Reihe der anderen Art. Nicht beim Serienmeister der neunziger Jahre, sondern in der verschlafenen Küstenstadt Stralsund, im Osten Mecklenburg-Vorpommerns. Am Sonnabend besiegte sein neuer Verein, der Stralsunder HV, mal eben Post Schwerin, immerhin mit der Referenz des Erstliga-Absteigers angereist. 32:24 lautete das Resultat einer berauschenden und befreienden Darbietung.

    Überragender Levchine

    Die zu Hause ungeschlagenen Stralsunder hatten schnell 3:0 geführt, ehe der frühere Nationalspieler und Bundesliga-Routinier Mattias Hahn den ersten Treffer für Post erzielte. Näher als zwei Tore konnten die Gäste im Verlauf der sechzig Minuten nie heranrücken. Vor allem weil Torhüter Igor Levchine Glanzparaden in Serie zeigte. Post-Trainer Holger Schneider anerkannte dann auch die Leistung des russischen Junioren-Weltmeisters: "Levchine ist einfach über sich hinausgewachsen."

    Fünf Spieltage vor Saisonende liegt Stralsund nun drei Punkte vor Schwerin in der Nord-Staffel der zweiten Liga. Und Kibat, mit 153 Toren treffsicherster Teilhaber im Ensemble der Namenlosen, schlussfolgert: "In dieser Form sind wir reif für die erste Liga." So richtig glauben an das Mirakel vom Sund will allerdings derzeit niemand. Norbert Henke, seit 16 Jahren Trainer der Mannschaft in der 60 000-Einwohner-Stadt, fordert indes Zurückhaltung und Bescheidenheit: "Jetzt werde ich alle anbrüllen, damit es hier wieder leise wird."

    1995 stapfte er in das Büro des stellvertretenden Oberbürgermeisters Hans-Jörg Vellguth. Die Quintessenz seines Vortrages: "Ich brauche Geld und fähige Leute." Es folgte eine minutiös geplante Sanierung. 1998 stieg der stolpernde Regionalligist in Liga zwei auf. Und jetzt? "Jetzt stehen wir dort, wo wir immer hinwollten. Eine gesunde Entwicklung", berichtet Präsident Vellguth, 60, in der Besessenheits-Skala ebenso hoch angesiedelt wie Norbert Henke. Einmal, so erinnert sich der Trainer, habe ihm das reflexartige Aufspringen beim Jubeln eine Achillessehne gekostet.

    Nicht die besten Vorzeichen

    Doch hinter dem Projekt Gipfelsturm verbirgt sich so manches Problem. Der diesjährige Saisonetat von 500 000 Euro, ein Zehntel der Kieler Finanzen, lässt sich kaum steigern. Zwar zählt der Klub inzwischen 100 Sponsoren, auf großen Zuwachs könne man in der Stralsunder Diaspora, wo lediglich Gewichtheben und Speedway für Abwechslung sorgen, nicht hoffen. "Das sind nicht die besten Vorzeichen. Aber was sollen wir machen? Freiwillig verlieren? Niemals! Das sind wir unseren Fans schuldig", sagt Vizepräsident Dieter Vetter.

    Auch der vom Globalisierungstrend verwöhnte Deutsche Handball-Bund wird im Zeitalter der großen Arenen nicht viel vom Rückschritt ins Dörfliche halten. "Das ist uns egal", sagt Spielmacher Kibat, "wir stecken noch in den Kinderschuhen. Nicht alles läuft professionell. Gerade das weckt Sympathien. Da bin ich mir sicher." Die Jahre in Kiel, als Kibat nur als Komparse beschäftigt war, sind passé. "In Stralsund fühle ich mich wohler. Beim THW wird Handball gespielt, hier wird er geatmet."

    4. April 2003, Fr.:
    HSG D/M Wetzlar - VfL Gummersbach
    HSV Hamburg - TuS N-Lübbecke

    5. April 2003, Sa.:
    THW Kiel - SC Magdeburg (Nachholspiel)
    TV Großwallstadt - SG Willstätt/Schutterwald

    6. April 2003, So.
    TUSEM Essen - HSG D/M Wetzlar (Nachholspiel)
    GWD Minden - SG Wallau-Massenheim

    9. April 2003, Mi.:
    SC Magdeburg - VfL Pfullingen
    SG Flensburg-Handewitt - ThSV Eisenach
    TUSEM Essen - THW Kiel
    FA Göppingen - HSG Nordhorn
    TBV Lemgo - Wilhelmshavener HV

    ---------------------------

    Die Ansetzung der Wetzlar-Spiele ist echt der Hammer: Freitag abends (20.00) und direkt Sonntags schon 16.00 - da wird dem Tusem der Sieg wohl geschenkt.

    Zitat

    Original von Evander
    Na siehst du, da kann man mal sehen, was unserem Verein die Fans wert sind. :)
    Ist doch toll wenn die Moskitos kommen, die unterstützen bestimmt TUSEM und nicht Wetzlar.


    Weil ihr auch soviel Unterstützung braucht gegen die HSG. Die hat nämlich zwei BL-Spiele am gleichen Wochenende innerhalb weniger Stunden. Ich halte das für Wettbewerbsverzerrung!

    Wichtige Personalentscheidungen finden zur Zeit bei der HSG D/M Wetzlar statt. Bjarnasson wird aus privaten Gründen leider zurück in seine Heimat Island gehen. Dafür hat nach Golic und Chalepo nun auch Robert Sighvatsson ("unser Weltklasse-Kreisläufer") den Vertrag für die nächsten 2 Jahre verlängert!

    Damit steht nun schon das Grundgerüst für die nächste Saison. So kann's weitergehen!

    Schade natürlich, dass Siggi geht... Der wird kaum zu ersetzen sein.

    Wie immer in solchen Fällen sieht diese Einschätzung auf beiden Seiten völlig anders aus. Die Wetzlarer Neue Zeitung schreibt:

    -----------
    "Wir hatten ganz klar zwei Punkte verdient, aber die Schiedsrichter wollten uns offensichtlich nicht gewinnen lassen", machte Umberto Brajkovic seinem Unmut Luft. Und auch Rainer Dotzauer hatte erkannt: "Die Unparteiischen haben dem Druck der Zuschauer nicht bis zum Ende Stand gehalten."
    -----------

    Also: Bitte keine neue Schiri-Diskussion. Wie Du selbst sagst, die haben nen schweren Job. Durch die jeweilige Vereinsbrille ist dann jedesmal mit Protesten zu rechnen. Wie man sieht: von beiden Seiten. Ich möchte kein Schiri sein...

    Hat Lemgo eine "Mini-Krise"? Erst Niederlage in Eisenach, jetzt in Schweden. Ist man garnicht mehr gewohnt...
    Wenn das so weiter geht - vielleicht kann Flensburg ja doch noch mal rankommen.