Beiträge von Lord Helmchen


    Nein, denn es hätte nicht den geltenden Regeln entsprochen.


    Ich sprach von "fair" im Sinne des gesunden Menschenverstands, nicht von "korrekt im juristischen Sinne". Das die geltenden Regeln hier nicht wirklich glücklich formuliert wurden, darin sind sich doch wohl alle einig. Oder fändest du es richtig, wenn dein HSV aufgrund einer Entscheidung am grünen Tisch womöglich absteigen müsste, nur weil ein Spieler dem Verein nicht die Wahrheit gesagt hat?


    Was wäre aber denn wenn Klimovets' Vergehen erst nach 14 Spielen aufgefallen wäre (von denen Wetzlar vielleicht ca. die Hälfte gewonnen hätte) und nicht bereits nach seinem ersten Spiel? Willst Du ggf. all diese gewonnenen Spiele in der Sommerpause nachholen lassen? Die Gegner-Teams würden sich bedanken.


    Sollten dann etwa dem unschuldigen Verein 14 Punkte abgezogen werden? Nur weil die Verbände keine Verknüpfung ihrer Datenbanken hinbekommen?


    Du darfst Dich gern mal an einer Formulierung versuchen, die alle möglichen Konstellationen berücksichtigt.


    So schwer ist das nicht. Im Fußball ist es in vielen Ligen üblich, dass Spiele am grünen Tisch mit 3 Punkten und 3:0 Toren gewertet werden. Habe noch nie gehört, dass sich eine Mannschaft beschwert hätte, "nee, wir hätten aber mit 4:0 gewonnen"! Beim Handball wäre ein 10:0 ein vergleichbares Standard-Ergebnis.

    Im Falle Klimovets hingegen wäre wahrscheinlich ein Wiederholungsspiel die fairste Lösung gewesen. Die Liga-Regularien sollten meines Erachtens entsprechend geändert werden: Wenn ein Verein eine Spielberechtigung für einen Spieler erhalten hat - und diese nachträglich revidiert wird, dann ist das Spiel neu anzusetzen.

    Ähhh, ich meinte, sie hätten aus den übrigen 33 Spielen genügend Punkte sammeln können, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben.


    Das ist Unfug, denn auch die anderen Mannschaften, die unten drin hängen (BHC und TVH) haben in sogar 34 Spielen nicht mehr Punkte geholt. Warum sollten die also drinbleiben?

    Auszüge aus einem Interview der WNZ mit Michael Müller:

    Zitat

    Michael Müller: ... Ich habe die Mannschaft (RNL) schon mehrfach darauf eingeschworen, weiter Vollgas zu geben. Natürlich auch für mich. Denn ich will, obwohl ich auch einen Vertrag für die zweite Liga bei der HSG habe, kommende Saison mit Wetzlar in der ersten Bundesliga spielen.

    Sie stehen sicher in Kontakt mit Ihrem Bruder Philipp. Da geht es auch nur um ein Thema, oder?

    Müller: Wir telefonieren täglich und reden natürlich über alles. Bei ihm ist die Tabellensituation noch mehr ein Thema. Und ich versuche ihn aufzubauen. Aber auch ich stecke gedanklich mitten im Abstiegskampf und fiebere mit. So wie am Samstag beim Spiel zwischen dem Bergischen HC und Hüttenberg. Ich bin überzeugt, dass es für Wetzlar gut ausgeht. Die Mannschaft hat mit diesem Kader da unten eigentlich nichts zu suchen.

    Was auch das mit Abstand beste Torverhältnis der Abstiegskandidaten belegt. Was sagen Sie dazu, dass der HSG dieser Vorteil aufgrund der Geschichte um Andrej Klimovets möglicherweise genommen wird?

    Müller: Ich halte das für eine Farce. Wie oft soll eine Mannschaft denn noch bestraft werden für einen Fehler, den sie selbst gar nicht begangen hat. Die Geschichte zieht sich jetzt seit Februar hin, das geht doch allen auf den Zeiger. Und es führt dazu, dass Philipp und die anderen Wetzlarer Spieler über Monate nicht genau wissen, woran sie sind. Kommt dann doch ein Relegationsspiel oder nicht? Eine schwierige Situation und meiner Meinung nach reine Willkür. Auch dieses Thema verfolge ich mit einer gewissen Anspannung.

    http://www.handball-world.com/o.red.c/news-1-1-1-38858.html

    Damit wird Wetzlar wohl absteigen, denke ich!

    Es ist so dermaßen ungerecht, dass Ganze, für den Verein und für die Fans der HSG.
    Da wird ein Spieler verpflichtet, reinen Gewissens eine Spielberechtigung beantragt. Die Spielberechtigung wird erteilt, der Spieler folglich eingesetzt. Und hinterher heisst es plötzlich: Punktabzug!

    Das ganze ist so ein Skandal, ich habe überhaupt keine Lust mehr, mich weiter mit dieser eigentlich wunderschönen Sportart zu beschäftigen. Vor allem nicht mit dieser sogenannten Profi-Liga!!

    So jetzt gehe ich mich erstmal besaufen... AUF nimmer WIEDERSEHEN!

    Der ganze Thread bisher ohne Wetzlarer Beitrag - das zeigt die Schockstarre, in der wir uns alle in den letzten Tagen befanden. So jetzt können wir erstmal wieder etwas durchatmen.

    Dank Valo, Weber und Fäth lebt Wetzlar wieder. Das war ganz wichtig, dass solch ein knappes Spiel endlich auch mal gut endet!!

    Hannover-Burgdorf wird seine Punkte sicher noch holen: Göppingen, Gummersbach, Nettelstedt, Hildesheim, Hüttenberg stehen noch auf dem Programm, da geht einiges! Ab jetzt drücke ich Euch wieder fest die Daumen!

    Ein deutlicher Sieg der RNL ist nach dem letzten Auftreten der HSG zu erwarten.

    Unsere Mannschaft und Kai Wandschneider können im Grunde ganz entspannt nach Mannheim reisen, denn diesmal erwartet wirklich niemand einen Punktgewinn. Das Spiel wird einzig dazu dienen, dass der Trainer seine neue Mannschaft unter Wettkampfbedingungen kennenlernt und die Mannschaft seine Vorgaben erstmals im Ernstfall umsetzt. Dabei wird mit Sicherheit noch viel Abstimmungsbedarf zu Tage treten, denke ich.

    Krokodilstränen der WNZ!
    Kommentar von Thomas Hain:

    Zitat

    (...) Gennadij Chalepo geriet völlig unschuldig zwischen die Fronten hinter den Kulissen. Der ausgewiesene Fachmann, grundehrliche Arbeiter und harte Trainer ist nun mal kein Sonnyboy à la Martin Schwalb. Und auch keiner wie sein charismatischer Vorgänger Michael Roth, der es stets versteht, die Werbetrommel in eigener Sache ordentlich zu rühren. Gennadij Chalepo gehört zur scheinbar aussterbenden Spezies, für die Sein mehr zählt als Schein.
    Oft in sich gekehrt, nachdenklich und zuweilen gar von Selbstzweifeln geplagt, hätte der Trainer und Mensch gerade in den kritischen Wochen öffentliche Unterstützung durch die HSG-Führung gebraucht. Statt den Profis ins Gewissen zu reden, demontierte die Chefetage den Trainer und trägt damit eine Mitverantwortung an den letzten beiden bitteren Niederlagen. Schon vor dem Spiel in Balingen hatte die bevorstehende Entlassung die Runde gemacht.
    Einem wie Gennadij Chalepo werden sie bei der HSG Wetzlar vielleicht noch schmerzlich nachtrauern.


    Dabei hatte gerade die WNZ ihr Scherflein zur Demontage beigetragen! Die WNZ war es, die Entscheidungen des Trainers anprangerte und Namen wie Mudrow und Hasanefendic ins Spiel brachte. Jetzt plötzlich, wo Jimmy weg ist, wird also "nachgetrauert"...

    Wird Chalepo jetzt wieder Chef des LZMH (Leistungszentrum Mittelhessen)? Immerhin wird er ja weiterhin von der HSG bezahlt.

    Oder trainiert er künftig bestimmte Amateur-/Jugendmannschaften der HSG? Eine Aufgabe wird sich da sicherlich finden...

    Die WNZ hat ausgerechnet, dass Chalepo einer der erfolgreichsten Trainer der Wetzlarer Bundesliga-Geschichte war, mit 0,84 Punkten pro Spiel knapp hinter Petkovic mit 0,86 Punkten. Die "rote Laterne" hält übrigens Martin Schwalb mit 0,28 Punkten pro Spiel.