Michael Müller: ... Ich habe die Mannschaft (RNL) schon mehrfach darauf eingeschworen, weiter Vollgas zu geben. Natürlich auch für mich. Denn ich will, obwohl ich auch einen Vertrag für die zweite Liga bei der HSG habe, kommende Saison mit Wetzlar in der ersten Bundesliga spielen.
Sie stehen sicher in Kontakt mit Ihrem Bruder Philipp. Da geht es auch nur um ein Thema, oder?
Müller: Wir telefonieren täglich und reden natürlich über alles. Bei ihm ist die Tabellensituation noch mehr ein Thema. Und ich versuche ihn aufzubauen. Aber auch ich stecke gedanklich mitten im Abstiegskampf und fiebere mit. So wie am Samstag beim Spiel zwischen dem Bergischen HC und Hüttenberg. Ich bin überzeugt, dass es für Wetzlar gut ausgeht. Die Mannschaft hat mit diesem Kader da unten eigentlich nichts zu suchen.
Was auch das mit Abstand beste Torverhältnis der Abstiegskandidaten belegt. Was sagen Sie dazu, dass der HSG dieser Vorteil aufgrund der Geschichte um Andrej Klimovets möglicherweise genommen wird?
Müller: Ich halte das für eine Farce. Wie oft soll eine Mannschaft denn noch bestraft werden für einen Fehler, den sie selbst gar nicht begangen hat. Die Geschichte zieht sich jetzt seit Februar hin, das geht doch allen auf den Zeiger. Und es führt dazu, dass Philipp und die anderen Wetzlarer Spieler über Monate nicht genau wissen, woran sie sind. Kommt dann doch ein Relegationsspiel oder nicht? Eine schwierige Situation und meiner Meinung nach reine Willkür. Auch dieses Thema verfolge ich mit einer gewissen Anspannung.