Die HSG hält weiter Ausschau nach einem Torwart
Handball Interesse bekräftigt – Forsberg, Erevik oder der große Unbekannte aus der Bundesliga
Nordhorn/fh – Was die Personalplanung für die kommende Saison angeht, liegen Ola Lindgren vor allem zwei Positionen am Herzen. Der Trainer der HSG Nordhorn möchte den Handball-Bundesligisten mit einem Linksaußen und einem Torhüter verstärken. Auf dem Flügel bahnt sich beim Tabellenzehnten (22:28 Punkte), der am Sonntag (16 Uhr, Euregium) mit der HSG D/M Wetzlar (22:30) den Elften erwartet, die Verpflichtung des schwedischen Nationalspielers Mathias Franzén vom FC Barcelona an (GN berichteten).
Bei den Torhütern ist Manager Bernd Rigterink noch nicht ganz so weit, doch drängen sich mehrere Namen auf, die dafür in Frage kommen, Peter Gentzel im Gehäuse der HSG auch mal eine Verschnaufpause zu verschaffen. Zum einen sind mit dem Norweger Ole Erevik aus Stavanger und dem Schweden Thomas Forsberg von Djurgarden IF Stockholm, zu denen die HSG – wie berichtet – schon vor Ende der Wechselfrist am 15. Januar intensive Kontakte unterhielt, zwei 23 Jahre alte Torhüter mit Perspektive im Gespräch; zum anderen flirtet die HSG auch mit einem arrivierten Bundesliga-Keeper, dessen Namen sie noch nicht preis geben möchte.
Eine der Lehren, die Lindgren aus dieser Saison gezogen hat, lautet: "Die Belastung für Peter war zu groß. So haben wir von ihm nicht das bekommen, was er leisten kann." Der Abstand vom schwedischen Welt- und Europameister zu Helge Rigterink war einfach zu groß, wenngleich Lindgren dem 23-jährigen Eigengewächs, das seit dem Wechsel von Jesper Larsson 2002 zu TuSEM Essen zur Nummer zwei im Bundesliga-Team der HSG aufgerückt ist, bescheinigt: "Er hat sich gut entwickelt und in dieser Saison einen großen Schritt nach vorn gemacht."
Peter Gentzel wartet gelassen ab, mit wem er in der kommenden Saison ein Gespann zwischen den Pfosten bilden wird. "Egal, wer kommt, es wird gut gehen", sagt der 35-Jährige, der betont: "Es sind so viele Spiele in einer Saison. Da muss man zwei gute Torhüter haben, wenn man um einen Europacup-Platz mitspielen will." Gentzel, der nach der Statistik der Handballwoche mit 413 Paraden in 26 Spielen zwar die meisten Bälle in der Liga abgewehrt hat, konnte in seiner dritten Spielzeit in Nordhorn seine Form jedoch nicht stabilisieren. "Irgendwann kommt immer mal eine Schwächephase", sagt Gentzel, der hofft, sein Tief mit der guten Leistung beim 29:31 in Kiel endgültug durchschritten zu haben.
Auf einen Favoriten lässt sich Lindgren bei den Torhütern nicht festlegen. Mit Erevik, der auch aus Dänemark Anfragen haben soll, und Forsberg, der bei Djurgarden zwar bis 2005 unter Vertrag ist, aber gegenüber schwedischen Zeitungen bekräftigte, dass er gerne nach Nordhorn wechseln würde, habe man, so Lindgren, "erneut gesprochen und signalisiert, dass wir weiter Interesse haben". Allerdings: Auch der große Unbekannte aus der Bundesliga scheint bei der HSG gute Karten zu haben.
Doch nicht nur externe Verstärkungen bestimmen die Planspiele von Rigterink und und Lindgren. Auch im bestehenden Kader sind noch Fragen zu lösen, zum Beispiel die nach der Zukunft von Bostjan Ficko. Der slowenische Vize-Europameister, der nach der EM von Prule 67 Ljubljana geholt worden war, um die Verletzungen von Ljubomir Vranjes und Maik Machulla zu kompensieren, steht nur bis Ende dieser Saison in Nordhorn unter Vertrag. Im April müssen sich die Grafschafter entscheiden, ob sie den 29-Jährigen weiter verpflichten wollen.
Quelle: gnonline.de
Wer könnte wohl dieser "GROßE UNBEKANNTE AUS DER BULI" sein?