Beiträge von Marc

    Kann es sein, dass Lichtlein / Puhle von Aussen keinen Ball weggenommen haben?

    Das kommt hin. Lichtlein hat von Aussen kein Bundesliganiveau. Noch nie gehabt. Spiele mit starken Aussen wurden und werden regelmäßig zum Problem.

    Kann man wirklich von Glück sagen, dass das Aussenspiel aus dem Positionsangriff in der HBL von den meisten Mannschaften eher stiefmütterlich praktiziert wird. :rolleyes:

    Interessante Info. Das heißt seine Zeit beim THW endet diese Saison und im Sommer beendet er seine Karriere oder wechselt nochmal irgendwo hin.

    Klar ist er 37 aber Verletzungen hatte er zuletzt auch nicht wirklich. Letzte Saison 31 Spiele dabei, diese Saison alle. Und das mit Ende 30. Wenn ich da an Hens Abgang von der Handballbühne denke... :rolleyes:
    Für den ein oder anderen Club wäre er mit seiner Erfahrung noch 1, 2 Jährchen durchaus eine sehr gute Verstärkung.

    Die loyalste Aktion wäre es gewesen, wenn man verkündet hätte: Heinl verlässt die SG und wechselt nach xyz. So schätze ich Flensburg auch durchaus ein, einem verdienten Eigengewächs einen solchen Abgang zuzustehen.
    Ich vermute, darauf hat man auch insgeheim gewartet dies so verkünden zu können, aber dann begann der Zug mit Melsungen, Golla zu rollen und für Heinl gibt es tatsächlich noch keinen neuen Verein und Flensburg konnten es verständlicherweise nicht noch ewig unkommentiert lassen.

    Da hat (mal wieder) vollkommen die Einstellung gefehlt.
    Klar, Testspiel hin oder her, aber dann braucht man sowas nicht öffentlich austragen, sondern kann sich auch zum lockeren Trainingsspielchen treffen.

    Schindler verfolgt ja konsequent den Plan, dass nur noch Spieler verpflichtet werden, die der Mannschaft nachhaltig weiterhelfen werden. Ansich eine gesunde Einstellung.
    Wenn man also ab nächster Saison mit Baumgärtner und Martinovic auf RR plant, wird da kurzfristig halt keiner mehr verpflichtet, auch wenn durchaus großer Bedarf bestünde. Zumal die wenigsten, nicht vereinslosen, Interesse haben dürften nur bis Saisonende zu kommen.

    Aber, wenn Baumgärtner in dem jungen Alter immer wieder so große Probleme hat, wie soll das denn dann bitte erst in der Zukunft werden? Er ist ja jetzt nicht vollkommen verheizt worden und bräuchte eher noch deutlich mehr Spielpraxis.
    Martinovic ist zwar ein großes Talent, ist aber neu in Liga und Land. Der kann gut einschlagen, oder auch nicht. Aber mehr als Köpp Niveau erwarte ich erstmal nicht.
    Ich habe ehrlich gesagt meine Zweifel, dass mit den derzeitigen Vorzeichen, die Position RR zufriedenstellend geklärt sein dürfte...
    Notfalls geht man auf die Suche nach einem Spielstarken Linkshänder der sowohl RA als auch RR spielen kann. Einen neuen RA braucht man ja eh.

    Das heutige Testspiel gegen Wetzlar hat mich von seiten des VfL nicht vom Hocker gehauen.

    Wer erwartet hat, nach der Winterpause mit Simon Ernst dann endlich einen anderen VfL zu erleben, sollte seine Hoffnungen besser deutlich zurückschrauben.
    Ohne einen einsatzfähigen Halbrechten mit Bundesligaformat wird das nach wie vor ein sehr zäher Kampf gegen Windmühlen werden.

    ...und direkte Konkurrenten verpflichten noch kurzerhand einen dritten Mann mit Format auf dieser Position dazu. :rolleyes:

    Die derzeitige Situation ist für alle Parteien die denkbar schwierigste:

    Der DHB hat 500k für Prokop berappt und zahlt obendrein ein durchaus üppiges Trainergehalt. Die Leistungen, gemessen am Auftritt und Abschneiden v.a. aber der medial negativen Schwingungen der Investition nicht würdig. Man sieht sich also zu einer Handlung (welche auch immer) gefordert. Normales Vorgehen im Profisport.

    Würde man Prokop jetzt entlassen, dann würde man seitens des DHB als sportlich wie auch wirtschaftlich gescheitert da stehen. Mit den Plänen und der Investition keine gute Quote.
    Würde man ihn halten, würde der Druck bis zur Heim-WM immens sein (und sich noch wesentlich steigern als ohnehin schon) und die Angelegenheit im Falle eines nochmaligen Scheiterns, mehr als nur laut auf die Füße fallen. Das wäre der Super Gau.
    Sollte sich das gesamte Gebilde aber trotz allem positiv entwickeln und durchaus tollen Handball (gemessen am vorhandenen Spielermaterial in D) aufbieten, dann hätte man genau das erreicht was viele fordern: Lernfähigkeit des ausführenden Personals, aber auch Geduld von aussen. Die Wahrscheinlichkeit dürfte aber bei bestenfalls 50:50 liegen.
    Kann man sich das leisten? Schwierig.

    Aus Prokops-Sicht ist die Lage nicht minder einfacher.
    Macht er weiter, wird er sich einem enormen Druck, als ohnehin schon, aussetzen.
    Liefert er zukünftig ab, wird ihn das pushen. Liefert er nicht, ist er für wirklich alle Zeiten als "schwierig und gescheitert" abgestempelt.
    Selbst aktuell wird sich kein Erst- und Zweitligist - der nicht einen kompletten Neuanfang ohne Druck von aussen sowie ohne Zielvorgabe anstrebt - um ihn reißen.

    Zieht er sich jetzt zurück, könnte er neue Projekte wie ehemals Leipzig oder Hüttenberg beginnen. Wäre dann erstmal aus der Schussbahn der Öffentlichkeit.
    ...oder bei Leipzig nach Bieglers Entlassung wiedereinsteigen. :smokin:

    Den Ausgangspunkt für den langfristigen Vertrag schätze ich im Übrigen nicht so ein, dass er ein uneingeschränkter Vertrauensbeweis des DHB gegenüber Prokop war, sondern die von Prokop verlangte Lebensversicherung, sollte er scheitern.
    Mit erst 38 in einer durchaus soliden Position als anerkannt und gefeierter sowie ausgezeichneter ("Trainer des Jahres") Trainer eines Bundesligisten kann der Schritt zum Nationaltrainer schon eine Art do or die für die zukünftige Laufbahn sein.

    Auch wenn ich ihn als Mensch nicht mag und seine Philosophie überwiegend nicht mitgehe, so habe ich dennoch großen Respekt davor, dass er sich für den BT Job entschieden hat. Ich hätte es wohl nicht gemacht, zumindest nicht in der Konsequenz und meinen Ligajob (vor allem diesen in Leipzig!) aufgegeben.


    Das Einklinken und den Druckaufbau der HBL finde ich im Übrigen so konkret formuliert ziemlich schwach. Zeigt aber nur, welch Druck mittlerweile auf der heimischen Liga lastet.
    Die stärkste Liga der Welt fürchtet in Zeiten von CL-Platz-Reduzierung, vermehrt Spielerabgängen ins Ausland, zurückgehende Erfolge von deutschen Teams auf CL-Ebene ganz eindeutig um ihren Stellenwert. Wenn jetzt auch noch die verbliebenen einheimischen Top-Spieler der Liga auf Nationalmannschaftsebene weit unter den Erwartungen zurückbleiben.

    Hut ab Schweden! Mit drei Niederlagen ins Finale. 8o
    Das muss man erstmal nachmachen. Eigentlich müsste jetzt der Titel her. :head:

    Hat das überhaupt schon wer mal wer bei WM/Olympia geschafft? ?(

    Bei einer EM ist Dänemark 2012 mal mit zwei Niederlagen ins Finale und hat dann den Titel gewonnen.
    Davor im alten Modus ohne Hauptrunde war das ja praktisch noch unwahrscheinlicher.
    Ich meine mich zu erinnern, dass da Kroatien mal mit zwei Niederlagen Bronze geholt hat- Selbst das war damals eigentlich schon so gut wie unmöglich machbar.
    Und jetzt Schweden mit drei ins Finale. :respekt:

    Hat da irgendwer irgendwelche Infos? Vielleicht auch wer der dort gewesen ist und was mitbekommen hat.


    Offensichtlich.

    Noch ganz kurz vor Anpfiff des Spanien-Spiels live im ZDF in seiner gewohnt lockeren, süffisanten Art: Deutschland sei Turniermannschaft, jetzt quasi Viertelfinale und das sie das heute schaffen werden, er habe ein sehr gutes Gefühl.


    Und man sollte nicht vergessen dass Prokop ja ursprünglich beim DHB schon abgesagt hatte und sich am Ende überreden lies.Es muss ihm also durchaus klar gewesen sein dass der Job kein Zuckerlecken werden würde.

    Und genau deswegen unverständlich, wie man als Neuling so mit der Tür ins Haus fallen muss. Es dürfte ihm doch klar gewesen sein, dass er unter enormem öffentlichen Druck stehen würde, erst recht wenn es nur ein wenig schlechter als rund laufen würde. Oder etwa nicht?

    Auf der anderen Seite: wenn man persönlich wie auch medial in ein Amt gedrängt wird, dann geht man selbst schon davon aus, dass man auch einen enormen Kredit haben würde und gerade wegen seiner Art gefragt sei. Die dann auch in aller Konsequenz anzuwenden legitim sei.

    Ich mag Wandschneider und seine Art. Sehe ihn aber durchaus ähnlich konstituiert wie Prokop: aus einer Durchschnittstruppe das Maximum rauszuholen, denn aus einer Mannschaft aus Spitzenspielern das Potential zu bestätigen.

    Ich würde ihn gerne mal in einer Mannschaft mit einem Top3-Kader sehen und ob er dort mehrere Saisons am Stück, ohne Einbruch, um die Meisterschaft spielen würde können.

    Diese "an Prokop lag es nicht"-Aussagen einzelner Spieler die jetzt durch die Medien geistern, sind für mich bloße Loyalitätsbekundungen der nicht unbedingt unangefochtenen Spieler auf ihrer Position, zumal ja offensichtlich andere Leistungsträger das anders sehen. :rolleyes:
    Man weiß dass man den Trainer sehr wahrscheinlich noch 4,5 Jahre an der Backe haben wird und Nationalmannschaft durchaus ein Marktwertpusher ist.
    Wenn man als Spieler also nicht gerade sportlich schlecht während dieser EM aufgefallen ist, dann wird man einen Teufel tun und gegen den Trainer austeilen.

    Hmja, ich möchte nochmal an den quasi Weber-Rauswurf in Leipzig durch Prokop erinnern - hat zumindest hier kein Mensch verstanden, mag sein, dass er nicht in das Spielsystem passte, das prokop so vorschwebte....

    Was Weber wohl über Prokop denkt... (grenzenloses Vertrauen und das Gefühl von Rückhalt durch ihn wird es wohl kaum sein)

    Offiziell wollte man durch eine Klimaveränderung die Entwicklung des Spielers unterstützen und hat das Vertragsverhältnis relativ frühzeitig als nicht verlängert bestätigt.

    Objektiv hat die Zeit in Wetzlar ihm sportlich sehr, sehr gut getan.
    Ob Weber das allerdings nicht nur rational-sportlich bewertet!?

    Meine persönliche Meinung: mit Prokop als Leipziger Trainer, würde Weber dort aktuell nicht wieder spielen.

    In der Tat..dfas Team benötigt einne international erfahrenen Trainer...ohne den wird man auch in Zukunft Schiffbruch erleiden


    Ich halte Prokop schon für durchaus lernwillig und auf längere Sicht anpassungs- und optimierungsbereit. Das steht ja eigentlich auch nicht zur Diskussion.

    Die Frage ist halt, ob der DHB und Handballdeutschland ihm die Zeit geben (können), im Zweifel die aktuelle Spielergeneration für diesen Lernprozess des Trainers zu opfern.
    In meinen Augen wäre dies reine Selbstzerstörung des Potentials, denn 2, 3 Großturniere bräuchte das Minimum um dann vielleicht noch 4, 5 Großturniere Medaillen zu erreichen.
    Danach würde er ja eh nach Japan gehen. :rolleyes:

    IMHO macht das nur Sinn, wenn man derzeit bei quasi null stünde, sich also derzeit auf Niveau 2014 befinden würde und eine Erfolgs-Epoche wie Frankreich unter Onesta anpeilen würde.

    Man kann das Ergebnis auch anders bewerten: die Mannschaft hat immerhin das "Viertelfinale" erreicht, weil sie trotz aller konzeptionellen Konzeptlosigkeit aus individuell sehr guten Spielern besteht, deren Minimum wir in diesem Turnier erlebt haben.


    Prokop gilt als extrem akribischer Taktiker mit ausgeprägtem Hang zur Videoanalyse. Wie taktisch versiert er sein kann, zeigten Leipzigs Bundesliga-Handballer unter seiner Verantwortung in verlässlicher Regelmäßigkeit. Beim SC DHfK schaffte es Prokop, eine Mannschaft zu formen, die meistens besser war als die Summe ihrer Einzelspieler – ein Grund dafür, dass sich der DHB nach Sigurdssons plötzlichem Wechsel nach Japan um die Dienste des gebürtigen Kötheners bemühte."[/i]


    Und genau das ist für die vom Spielermaterial beste deutsche Mannschaft ever der vollkommen falsche Ansatz gewesen.

    Somit hat sich eigentlich der DHB verzockt, weniger Prokop, indem das eigentliche Anforderungsprofi für die vorhandenen Spielerl ignoriert wurde.
    Ein sehr erfahrener Mann wäre hier das Mittel der Wahl gewesen.

    In jeder anderen Mannschaft würde man sich bei solchen Fehleranhäufungen auch mal gegenseitig ins Gebet nehmen. Hier kann also irgendwie die Chemie nicht hundertprozentig gestimmt haben. Hier stimmte was nicht!!!

    Natürlich stimmt da was nicht!

    Und die bis dato gemachten Aussagen der Spieler sind gut gemeint und absolut loyal wie man es für einen Profi - gerade auf Nationalmannschaftsebene - erwartet, aber beim besten Willen können das nicht beide Seiten der Medaille sein.

    Hier wurde doch immer mal wieder aus wohl internen Kanälen eingestreut, dass das Verhältnis Spieler-Trainer durchaus ein bisschen schwierig sei!? Kann ich mir jedenfalls absolut vorstellen und würde mir wohl auch nicht anders gehen.

    Man braucht sich ja nur mal die Auszeiten des gesamten Turniers anschauen und auch das muntere Durchwechseln analysieren, das fast schon Testspiel-/Lehrgangscharakter hatte.

    Ganz offensichtlich, hat da jemand ein glasklares Konzept vor Augen, da will es jemand sehr, sehr gut machen. Nur leider auch einen ganz schönen Tunnelblick, der in vielen Momenten des Turniers den Fokus auf das Wesentliche, das Einfache klar vermissen lies.
    Und das merken die Spieler und quittieren es, absolut verständlicherweise, mit einer Unsicherheit nach der anderen.

    Ich würde mich auch nicht wundern, wenn der Erfolgstrainer Prokop aus Leipzig ein anderer ist, als der BT Prokop. Anders kann ich mir auch nicht das Kollektivversagen seiner Leipziger Jungs erklären, die ja trotz allem keine unterirdischen Handballer sind. Jedenfalls bei weitem nicht so schwach, wie sie sich die meiste Zeit in Kroatien präsentiert haben.

    Das Konzept der "Leipziger Achse" ist in diesem Turnier gnadenlos gescheitert und zog sich durch das gesamte Turnier wie ein roter Faden. Selbst bis zur allerletzten Spielszene.
    Viel mehr gibt es zu diesem Turnier eigentlich nicht zu sagen.

    Ich hoffe die Verantwortlichen werden die richtigen Lehren aus diesem gescheiterten Experiment ziehen.