Ganz ehrlich, ich habe ein Endspiel erwartet (wie schon die gefühlten 5 Spiele davor). Ein Spiel in dem nochmal alles, wirklich alles, in die Waagschale geworfen werden würde, was irgendwie vorhanden ist. Ein Spiel voller Emotionen, voller Leidenschaft, ein Spiel in dem die Spieler, wie angekündigt (!), alles geben würden. Denn selbst mit einer Niederlage wär man unter normalen Umständen ja tendenziell nicht abgestiegen (wie man nun auch sieht), aber man hätte einen Trend aufgezeigt: der VfL ist noch nicht tot. In ihm steckt Potential und es lohnt sich in ihn zu „investieren“. Wenn man am Ende gegen eine gleichstarke Neuhausener Mannschaft mit einem Tor verloren hätte, dann wär das eben so gewesen, aber man hätte sich über 60 Minuten dagegen gestemmt.
Also, was sollte dieses große Nervenflattern am letzten Spieltag? Das hätte viel früher in der Saison kommen müssen!
Letztendlich zeigt das alles doch nur, die Spieler, ach das gesamte Team, haben bis zur letzten Spielsekunde den Abstiegskampf überhaupt nicht angenommen. Denn so unprofessionell kann eigentlich kein involvierter in der ersten Liga sein. Die Reaktionen nach Spielende waren doch eindeutig: keiner konnte sich über den Klassenerhalt freuen. Spieler nicht, Trainer nicht, Management nicht – das spricht doch Bände.
Heimatverbunden wie man nunmal ist, hoffe ich nach wie vor auf einen neuen, erfolgreicheren Anlauf in 2013/2014 und eine funktionierendere Einstellung – intern wie extern - der gesamten Bundesligamannschaft.
Rein emotional hoffe ich dagegen, wird man mit Mannschaft und Halle dermaßen auf die F. fliegen.
Im Grunde wünsche ich mir nach aktuellem Stand nächstes Jahr sehnsüchtigst den Anstieg.
Weil es so kommen wird, hätte dieser auch jetzt passieren können - eher müssen. Die Zeit, das Produkt den neuen VfL+neue Halle noch irgendwie in Gang zu bringen, ist auch nicht unendlich vorhanden.
Mit einer Zäsur zu starten ist immer erfolgsversprechender als in einem Abwärtstrend ein Fundament zu errichten.
Ein echter Fan geht trotz aller berechtigten Kritik mit seinem Verein durch dick und dünn.
Ein echter Fan sieht aber auch trotz schlechter Ausgangslage immer noch irgendwo einen Gegenwert. Das kann ich beim VfL am 9. Juni 2013 bei aller Liebe nicht entdecken.