Beiträge von Marc

    Was eine desolate Heimleistung des VfL.
    Null Emotionen, null Spaß am Spiel, null Konzentration, null Beweglichkeit, null Biss.
    Das Ergebnis ist noch geschönt und täuscht über ein absolut einseitiges Spiel hinweg, in dem auch Flensburg mMn keine Glanzleistungen vollbringen musste. Am Anfang war das regelrecht Not gegen Elend. 6 Tore insgesamt nach 12 Minuten sprechen da eine Sprache. Zu dieser Zeit war das Spiel ergebnistechnisch noch längst nicht verloren, aber jeder wusste was an diesem Abend blühen wird.

    Schade dass Ljubo nicht nach 25. Minuten auf offene Deckung ging oder den 7. Feldspieler gebracht hat. Das hätte ich zu gern noch erlebt. :baeh:

    Frage mich ernsthaft was die im Training Woche für Woche machen!? Und dann mit solchen Kampfesparolen im Voraus einen heißen Tanz mit Flensburg ankündigen. Lächerlich.
    Wann, wenn nicht mit so einer jungen & flinken Truppe spielt man den schnellen Ball. Was müssen wir Woche für Woche sehen, Altherren Standhandball :lol: und dennoch technische Fehler, einer nach dem anderen.
    Dass auch im Nachhinein das schlechte Abschneiden mit der tollen Abwehr der Flensburger entschuldigt wird, grenzt schon fast an Realitätsverlust. Am Ende haben die einfachsten Dinge wie Passen, Fangen, Werfen das Spiel entschieden.
    1:2 Zeitstrafen - Pokalfight, ja nee, iss klar. :lol:

    Klasse auch :rolleyes: : Gelb gegen Kurtagic und Lützelberger heizt das Publikum an. :pillepalle: Unsportlicher gehts kaum. :wall:

    Das einzig gute des Abends:
    Schindler schnell von der Platte und von Gruchalla nach der ersten grottigen Aktion direkt vom Feld. :head::klatschen:

    Elahmar hat mir bei den Gästen in der 2. Halbzeit gut gefallen. Schöne Zweikämpfe mit Übersicht geführt, technisch 1a. Und immer eine leicht provokante, aber vollkommen unaufgeregte Note. Genau das richtige um ein Spiel wie dieses zu ziehen. Bin sehr gespannt, wie er sich in der BL noch entwickeln wird. :bier:

    Ich frage mich was man in Erlangen für Ansprüche hat, um in dieser Situation einen so verdienten Mann auszusortieren...

    Das ist mir auch völlig unverständlich. Erlangen steht nach Punkten besser als erwartet werden durfte.


    Sehe ich ganz genau so. Wie lange war er in Erlangen, 7 Jahre!?
    Für mich absolut unverständlich mit welchen Ansprüchen man da scheinbar in Erlangen hantiert. 8o
    Bei Brack in Balingen z.B. war die Situation ja schon ein wenig anders.
    Aber gerade als Aufsteiger und Liga-Neuling sollte man doch im Zweifel mit dem Trainer wieder absteigen und einen neuen Anlauf wagen - scheitert dieser dann, kann man sich immer noch trennen.

    Wenn dieser Abschied rein sportliche Gründe hat, dann :pillepalle:
    Schaut fast so aus, als wären die Erlangen auf den Verbleib in Liga 1 regelrecht angewiesen.

    Erlangen, Bietigheim, BHC, Balingen und Minden hätte man im direkten Restprogramm schlagen müssen.
    Die Aussicht, dass es ab dem 28.03. durchaus nur zu 0:16 Punkten reichen könnte, ist realistisch nicht von der Hand zu weisen.

    Ich finde es schade, dass man solche "Chancen" wie gegen Bietigheim leichtfertig wegschenkt. Sie haben einfach desolat gespielt.
    Ausser bei einer Spitzenmannschaft, sollte der Fokus immer ganz klar auf der Liga liegen.

    Ich seh´s schon... Mittwoch wird bis zum Umfallen gekämpft und Samstag wieder verloren.
    Sollte es so kommen, dann :wall::pillepalle:


    Ich habe tobi_m und Marc eigentlich so verstanden, dass den von Ihnen genannten Beispielen die zeitweise Verpflichtung in Kiel auf ihrem Entwicklungsweg eher geholfen hat, aber da liest wohl jeder was er lesen will. ;)

    Genau das wollte ich damit sagen. Und Bilbos Aussage verstehe ich als ebensolche. Es kommt wie gesagt auf den Charakter an. Den einen versaut es, den anderen spornt es noch viel mehr an. Klar, jeder Profisportler ist zielstrebig, aber an einem gewissen Punkt merkt jeder selbst, dass es für ganz oben nicht mehr reichen wird. Dann kann man, wenn man sich nicht ganz unmotiviert anstellt, die zwei, drei Jahre bei einem Spitzenclub auf Nr.2/3 sehr viel mitnehmen.

    Ich möchte ihm da nicht unrecht tun, aber ein von Gruchalla zum Beispiel, hätte ich niemals als Nr.1 auf seiner Position bei einem Club des (oberen-) Mittelfelds gesehen, bevor er (wenn auch nur kurz) nach Flensburg gewechselt ist. Die 5 Jahre Düsseldorf davor habe ich miterlebt.

    die genannten Spieler haben dann eben ein paarJahre als Nummer zwei auf ihrer Position beim THW gespielt, große Erfolge gehabt, einiges gelernt und sind dann gewechselt und bei etwas schwächeren Vereinen Leistungsträger geworden. Klingt für mich jetzt nicht unbedingt nach einer schlechten Karriereplanung bzw. -entwicklung...


    Wie gesagt, sehe ich genau so.

    Kommt auch ein bisschen auf den Charakter eines Spielers an. Die einen scheitern bei Vereinen wie dem THW für den Rest ihrer Karriere, wenn sie es über zwei, drei Jahre nicht schaffen zumindest solide Nr.2 auf ihrer Position zu werden, anderen verlassen den Verein nach zwei, drei Jahren als Nr. 2 und werden dann bei einem ambitionierten Mittelfeldverein zur Nr.1 - und das mMn oftmals stärker als sie sich über ein, zwei Mittelfeldverein-Stationen (statt THW) hätten erarbeitet können. Beispiele etwa Mattias Andersson, Adrian Wagner, Sebastian Preiss.


    @Marc
    Eine Zeitstrafe wegen Meckers habe ich bei Christoph Schindler nicht gesehen.

    Seine Zweite, 53:28. Muss mich schon schwer täuschen dass das wegen dieses Fouls gewesen sein soll. Die wurde ja praktisch auf dem Weg zum Freiwurf der Erlanger "nachgelegt" als er das lamentieren nicht sein lassen wollte. Er reklamierte selbst gefoult worden zu sein. Im gleichen Zug gab es dann Gelb für Kurtagic der ebenfalls seinen Unmut äußerte.

    Am Ende hat ein gut aufgelegter Puhle einem extrem nachlässigen VfL schlichtweg den Arsch gerettet.

    Als Erlanger Trainer hätte ich mal mehr aus dem Positionsangriff auf Aussen gesetzt. Rahmel stand fast jeden Angriff vor dem offenen Scheunentor. Ich glaube er hat aus dem Angriffsspiel keinen (einen ganz am Anfang der dann gegen das Aussennetz ging?) Ball bekommen, alles andere war 2. Welle oder 7m.


    Erkenntnisse des Spiels:

    der VfL hat gegen eine plötzliche offensive Deckungsumstellung ein großes Problem. Da kann man mit 4 Toren in Führung liegen, fortan verliert man sofort den Faden.

    Schindler ist einfach kein Captain und auch kein Spielmacher. Das was er in der Offensive in spielentscheidenden Szenen an Unsicherheit ins Spiel gebracht hat, ging mal gar nicht.
    Zudem reibt er sich regelmäßig in Kleinigkeiten und Einzelaktionen auf. "Kämpfen" (was ihm ja immer von allen Seiten bescheinigt wird) ist für mich was anderes.
    Erntet obendrein in einer extrem wichtigen Phase des Spiels sogar 2 Minuten wegen Meckerns – sorry, aber das ist kein Kapitän einer Mannschaft – das ist ein Hitzkopf.
    Als kurz vor Schluß Erlangen auf offene Manndeckung umgestellt hat, war auch er es, der vollkommen unnötige Unruhe ins Spiel gebracht hat.

    Erlangen ist genau so wie Balingen und der BHC eine Mannschaft, gegen die man auch als Team des oberen Mittelfelds durchaus zweimal in der Saison verlieren kann.

    Die nächsten vier BL-Spiele (allesamt gegen schlagbare Gegner) werden zwischen top-Saison oder evtl. doch nochmal Abstiegsangst entscheiden.


    Außerdem wird "der Ostfriese" in der "alten Heimat" bestimmt hochmotiviert sein ;)

    Hoffentlich ähnlich übermotiviert wie der andere "Legionär" vor paar Wochen. ;)

    Es waren einige Aktionen dabei, die in Gummersbach anders gepfiffen worden wären. Jedenfalls hätte ich mich geärgert, wenn sie das nicht wären. So ists geschenkt. Jede Mannschaft spielt eben gegen jeden mal zu Hause mit Heimbonus und Auswärts mit eben diesem für den Gegner.

    Ich fand Wiegert zu pro Magdeburg, aber das ist nur verständlich, wenn man einen aktiven Angestellten eines Protagonisten wählt. Ich bin der Meinung man solle das zukünftig unterlassen, die Expertenposition aus Reihen des spielenden Vereins zu besetzten.

    Dass Semrau neuerdings pro Gummersbach wäre, ist aber was ganz neues. 8o
    Vielmehr hat er ganz objektiv und richtig beobachtet, dass da heute nicht gerade Auswärtsschiedsrichter gepfiffen haben. ;)

    Ein lamentierender und zudem offensiv extrem schwacher Schindler bringt dem VfL überhaupt nichts.

    Leider wie häufig das gleiche Bild: der VfL legt sich eine durchaus erfolgsversprechende Taktik zurecht, spielt diese auch konsequent und solide runter, bevor der Gegner diese kurz vor der Halbzeitpause knackt und dann noch schnell zwei, drei Buden Abstand auftürmt. Auch in Hälfte 2 folgt dann zwar eine durchaus erkennbare Umstellung, die aber meist konzept- und ideenlos vorgetragen wird.

    Anscheinend kann man von dieser Mannschaft (noch) nicht verlangen, zwei, drei Taktiken pro Spiel anwenden zu können und erfolgreich auf die Platte zu bringen. Scheitert Taktik 1, geht das Heft eigentlich immer aus der Hand oder der Gegner bricht physisch und psychisch ein (Lemgo Spiel). Ansonsten geht das Spiel eigentlich regelmäßig in diesen o.g. Phasen verloren.

    Meiner Meinung nach ist ein Schindler, in solchen Spielen wie heute, nicht der richtige Mann, der auf der Mitte durch taktische Finessen das Spiel lenken kann. Ernst noch nicht reif genug offensiv Verantwortung zu übernehmen und Jonsson in der Bundesliga noch nicht angekommen.


    Das finde ich als Beispiel nicht wirklich gut gewählt, denn die Regel gibt es ja nunmal. Nur weil es sonst quasi nie abgepfiffen wird, heißt das ja nicht, dass es falsch ist, wenn auf einmal regelgerecht gepfiffen wird. Überspitzt gesagt: die WM-Schiris können ja nichts dafür, wenn das in der Bundesliga (und in vielen anderen Ligen) nicht geahndet wird.
    (...)
    bei vielen Spielen dieses Turniers, bei denen wir neutral waren, nur mal auf die Außen geschaut. In fast jeder zweiten Szene müsste gefühlt "abgestanden" gepfiffen werden.

    Natürlich sind mMn auch mehr als 50% der Würfe von Aussen abgestanden. Darüber brauchen wir nicht diskutieren.
    Aber wenn ich bei einer WM die nationale und internationale Linie verlasse der sich die Jungs 95% ihres "Arbeitsalltages" unterwerfen, weiß ich nicht, was damit bezweckt werden soll!? Verwirrung? Spannung? Chancen für Aussenseiternationen(-Kontinente) die eben mehr technischen Handball spielen?

    Wenn ich immer vor einem Großturnier höre "diesmal wurden die Schiris angehalten, besonders auf xyz zu achten" Was soll das? :pillepalle: Klare Linie ja gerne, aber nicht fernab jeglichem gesunden Mittel.
    Das soll nicht überheblich klingen, aber BL und CL gehören nunmal mitunter zu den anspruchsvollsten "Ligen" im Profihandball-Alltagsbetrieb.
    Handball auf Spitzenniveau bedeutet für mich nicht die WM als Maßstab und somit kein Freifahrtschein zum Braten von Extrawürsten.

    Für mich ist und bleibt die Europameisterschaft das ganz klar höherwertige Turnier. Was sich mal wieder, auch nach einer Nacht drüber schlafen, am gestrigen Tage für mich bestätigt hat.
    Wenn gestandene Spieler die jahrelang EHF Championsleague spielen und eine gewisse gesunde Härte und Linie gewohnt sind, bei einer WM vor plötzlich neue Aufgaben gestellt werden was Situationsauslegungen betrifft, ist das für mich nicht nachvollziehbar und eine Farce. Und es ist ja nicht das erste Turnier auf IHF Ebene, das seltsame Linien der Unparteiischen ans Licht bringt.
    Wenn ich mir alleine überlege, wie viele abgestandene Bälle in diesem Turnier gepfiffen wurden. :pillepalle: Soviel wie in 350 BL Spielen einer Saison nicht zusammen - und dennoch sind die Situationen und Spielweisen ja absolut identisch.
    Vielleicht sollte man einfach mal anerkennen, dass das Sahnehäubchen des Profihandballs nicht bei einer WM stattfindet und somit auch keiner besonders extravaganten Linie bedarf.

    Wie oft muss man das eigentlich sagen? Da deutsche Team ist wesentlich weiter gekommen als JEDER das erwartet hat. Wer hier behauptet, er hätte uns im Viertelfinale gesehen, lügt.

    Sehe ich nicht so. Ob auf sportlichem Wege qualifiziert oder nicht. Deutschland war schon immer eine Turniermannschaft und wie sie sich ab der Vorrunde finden, daran sollte man die Ambitionen dann schon messen. Und diese Vorzeichen waren diesmal richtig, richtig gut!
    Besser als im Jahr 2009 und mMn auch besser als 2013.

    Und nicht zu vergessen, bei der letzten WM-Teilnahme (2013!), waren sie trotz Umbruch 5.! 2009 ebenso.

    Ich weiß auch gar nicht, wann Deutschland mal so eine durchweg (spielerisch) gute Vorrunde gespielt hat!? 2009 und 2013 jedenfalls nicht.
    Daran gemessen ist das Ausscheiden bereits im Halbfinale mehr als enttäuschend.
    Und wenn ich ehrlich bin, alles andere als Platz 5 wäre dies nun ebenso.