Beiträge von siebenberger

    dass die müllers für erfolg und einiges anderes positives stehen ist ja selbst bei aller kritik unumstritten. für eines stehen sie aber nun mal nicht: nachhaltigkeit.

    um einen kern an internationalen topspielerinnen, die man bei einer sekte wohl als müller-jüngerinnen bezeichnen würde, wird ein austauschbarer trainingskader aufgebaut, der aber eben auch meist nach einer saison wieder ausgetauscht werden MUSS.

    klar habe ich damit eine eingespielte erste sechs, die für ihren trainer durchs feuer geht und auch in der lage ist 60 minuten zu spielen, weil sies einfach gewöhnt ist und durch das vertrauen des trainers auch ein entsprechendes selbstbewusstsein hat. aber es darf sich in diesem konzept definitiv keiner verletzen, der zu diesem kern gehört...

    Was meinst Du mit Nachhaltigkeit? Wenn es um Erfolg geht, sind die Müller-Brüder schon nachhaltig (4x deutscher Meister, 3x DHB-Pokalsieger). Ich kenne einige deutsche Spielerinnen, die in jungem Alter zu den Müller-Brüder gekommen sind und Nationalspielerinnen geworden sind. Helfried trainiert die österreichischen Juniorinnen und Herbert die erste österreichische Mannschaft. Was findest Du da nicht nachhaltig? Beim THC ist Helfried auch für die gesamte Jugend verantwortlich. Was ist da nicht nachhaltig?

    Wenn es um Erfolg geht, werden sich die beiden Trainer sicherlich nicht nach anderen richten, sondern auf ihre eigene Stimmen hören. Bis jetzt sind sie gut damit gefahren.

    Zu Troya.
    Natürlich stelle ich mir auch die Frage: warum die ein oder andere Spielerin geht? Die Presse schreibt nicht immer die ganze Wahrheit. Zumindest empfinde ich das so. Wahrscheinlich wollen die betroffenen auch nicht, dass die Wahrheit öffentlich wird. Van der Wissel konnte nicht so viel spielen, weil sie viel verletzt war. Na gut, es ist halt so im Handball und anderswo, dass Spielrinnen kommen und gehen.

    Zu Stainar.
    Ich kann mich an Situationen in Riesa erinnern, als sich der FCN am ersten Spieltag so verausgabte, dass am zweiten Tag beim Finale die Luft raus war. Das war mindestens zweimal der Fall. Wahrscheinlich liegt es auch an den Gegnern. Ich stimme Dir zu, dass es nicht immer von Vorteil sein muss, eine längere Pause vor einem Spiel/Turnier zu haben. Da ist aber auch die Motivationskunst des Trainers gefragt. Minevskaja durfte sich dafür im Halbfinale gegen Oldenburg austoben (Verschoss dort 3x7m). Wenn die Gerüchteküche stimmt, sollten die Namen Schröder und Jurack auch aussprechbar sein und aus Deutschland kommen. Von einer Torhüterin weiss ich noch nichts. Vielleicht hilfst Du uns auf die Sprünge.

    Trotz Kritik und Unbeliebtheit haben der THC mit den Müller-Brüdern alles richtig gemacht. Nicht umsonst haben sie Meisterschaft und DHB-Pokal gewonnen.

    Wie es dann ausgegangen wäre steht auf einem anderen Blatt, aber mich persönlich beeindrucken geschlossene Mannschaftsleistungen eigentlich immer mehr, als die mit einer "Sieben" erlangten. Ja klar denkt jeder zunächst an die mögliche Erschöpfung, aber zwei Partien am Wochenende durchzustehen ist leichter, als 14 Spieler auf ein gleiches Niveau zu haben. Das war auch das beeindruckende bei Barcelona und Ciudad Real. Wie die da am Wochenende durchwechselten, teilweise nur für einen Angriff - schon bemerkenswert.

    Um 14 Spielerinnen durchzuwechseln, müssten alle etwa auf dem gleichen Niveau sein. Die Trainer wissen welche Spielerinnen sie haben und wechseln in der Regel mit einer pragmatischen Einstellung. Am Beispiel Wohlbold/Van der Vissel sieht man, dass Herbert/Helfried Müller sich nicht gescheut haben zu wechseln(in der Meisterschaft). Van der Vissel und Knytlova sassen verletzt auf der Tribüne, sonst wären sie höchstwahrscheinlich auch zum Einsatz gekommen.

    Was ist denn bei dem Kader des THC daran beeindruckend?? Dass der Rest der Mannschaft erst zum Saisonende geht?

    Worauf willst Du hinaus? wenn ich mir die Fakten anschaue, kann ich dich nicht verstehen. Z.B. stelle ich fest, dass nicht der gesamte REST der Mannschaft geht. Ausserdem kamen auch Spielerinnen zum Einsatz die auch gehen (Subke, Blazek) ?(

    Stainar: "Beeindruckend wäre wohl gewesen, wenn man alle 14 mit einigermaßen gleichverteilten Spielanteilen gesehen hätte."

    netter59 hat es auf den Punkt gebracht. Es gab nur 13 Spielerinnen beim THC. Ein Schlüssel zum Erfolg ist es wohl auch: die richtigen Spielerinnen zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen. Beeindruckend fand ich, dass relativ wenige Spielerinnen des THC konditionell gut mitgehalten haben und sich im Spiel gegen Leipzig sogar gegen Ende entscheidend abgesetzt hatten. Dabei hatte Leipzig viel mehr Zeit sich auf die Pokalspiele vorzubereiten. An diesem Beispiel sieht man, dass Handballspiele "im Kopf" gewonnen werden.

    Interessanter Artikel. Unbeliebt ist natürlich relativ. Es liegt am Betrachter.

    http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,765947,00.html

    Damit ist man auf linksaußen wirklich stark besetzt. Und ich sehe Borges nicht zwangsweise als klare Nummer eins, aber das wird die Zukunft zeigen. Da kann man dem THC nur gratulieren.

    Borges war in der ablaufenden Saison tragende Säule des THC. Im Finale des DHB-Pokals machte sie die spektakulärsten Tore. Da ich Stuparicova nicht kenne, vermute ich, dass beide Linksaussen etwa gleichstark sind. Da der THC kommende Saison in drei Wettbewerben mitspielt (Meisterschaft, DHB-Pokal, CL), werden wohl beide Spielerinnen Anteile bekommen. Was mich beim Final-4 in Göppingen beeindruckt hat, war die Tatsache, dass der THC sowohl Halbfinale als auch Finale mit nur 7 Feldspielerinnen absolviert hat. "Reservistin" war Steffi Subke(Ofenböck), die am Ende zur besten Spielerin des Turniers gekürt wurde. Die Müller-Brüder (Trainer des THC) haben allerdings sehr geschickt gewechselt, jede Spielerin bekam ihre benötigten Pausen - abgesehen davon dass diese Pausen manchmal durch 2-Minuten-Strafen "erzwungen" wurden.

    Da weiß auch jeder, dass es nur SHow ist. Er macht das gut, keine Frage. ;)

    Oft bekommt er dafür auch hervorragende Noten von den Schiedsrichtern: 1 oder 2.

    1=Gelbe Karte
    2=Zwei Minuten

    In Göppingen ist auch aufgefallen, wer von den Spielerinnen den Ton beim Feiern angibt. Na wer denn? Na klar: Idalina aus Brasilien. Wobei sie sich auch bei jedem erzielten Tor freut und brasilianisch jubelt.

    Das ist aber in der CL in Podgorica auch schon passiert.... Wäre mir nicht aufgefallen, dass die gesperrt wurden.

    Wenn solche Vorfälle mal passieren und niemand kommt zu Schaden, oder das Spielergebniss wird dadurch nicht beeinflusst, muss es keine Sperre geben. Bei Wiederholungen werden höchstwahrscheinlich Massnahmen eingeleitet.

    Zu den THC-Fans in Göppingen muss man sagen, dass sie die grösste Fraktion waren und ihre Mannschaft am kräftigsten unterstützt haben. Und wenn jeder auf seinem Platz bleibt-auch dann wenn er mit den Schiedsrichter-Entscheidungen nicht einverstanden ist- gibt es keine Probleme. Es reicht völlig aus, wenn ein Herbert Müller am Spielfeld klarmacht, was er von den Entscheidungen hält.

    Ich stimme dir zu, dass es der grösste Blödsinn wäre, den Handballfans zu verbieten, Emotionen zu zeigen. Stell Dir vor, dass bei jeder umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung die Fans an den Spielfeldrand laufen, den Schiri anschreien und wild gestikulieren würden, so dass sich dieser bedroht fühlt und das Spiel unterbricht. Er ruft die Ordner, diese kommen herbeigelaufen und versuchen die Gemüter zu beruhigen. So war es in Göppingen passiert. Wenn das öfter passieren sollte kann ich nur sagen: Gute Nacht Frauenhandball in Deutschland. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verantwortlichen von DHB oder EHF das Äussern von Emotionen auf diese Weise tolerieren würden.

    Alles in Allem war das Final-4 des DHB Pokals der Frauen eine gelungene Veranstaltung. Göppingen ist auf jeden Fall eine bessere und passendere Spielstätte als Riesa. Die Stimmung war gut, zumindest bei den THC-Anhängern. Wenn sich die FAG-Damen auch fürs Turnier qualifiziert hätten, wäre zuschauermässig auch mehr losgewesen. Aber auch so war es OK. Die Mehrheit der THC-Fans sind ohne Zweifel in Ordnung. Leider hat sich im Finale gezeigt, dass meine schon geäusserte Kritik an einigen THC-Anhängern berechtigt war. Wenn der Typ mit dem Piraten-Aussehen bei einer Entscheidung des Schiedsrichters an den Spielfeldrand geht und den Unparteiischen anschreit, ist dass einfach nicht OK. Wenn sich das wiederholen sollte, befürchte ich, dass der DHB oder die EHF dem Verein eine Geldstrafe aufbrummen oder den Verein suspendieren werden. Wenn die THC-Fans dem Verein und der Mannschaft helfen und nicht schaden wollen, wären sie gut beraten nachzudenken, ob solche Aktionen angebracht sind.

    Als ich noch als FC Nürnberg Fan in Bad Langensalza unterwegs war, konnte ich feststellen, dass die THC-Fans die unsportlichsten der Liga waren. Damals gab es keinen Grund auf den THC neidisch zu sein. Wenn sich die Einstellung der THC-Fans nicht geändert hat, wäre es höchste Eisenbahn, dass Vostand, Trainer und Spielerinnen etwas an der Fankultur in Thüringen ändern. Handball ist Sport und dabei sollte es bleiben: man respektiert die Handballregeln, den Gegner, die Schiedsrichter und vor allem sich selbst. Ich möchte nicht falsch verstanden werden: die fanatische , frenetische Unterstützung der Mannschaft ist absolut in Ordnung. Wenn allerdings die Grenzen der Sportlichkeit überschritten werden, wirkt das Ganze absurd. An die THC-Fans: Ihr habt jetz eine tolle Mannschaft und ich hoffe es gelingt, Euch auf das gleiche Niveau wie sie zu heben, auf allen Ebenen. Ich möchte nicht den Lehrmeister spielen. Macht was ihr wollt. Ich habe bloos meine Gedanken geäussert. Es liegt an Euch, die Eindrücke die Ihr hinterlasst zu bearbeiten.

    Glückwunsch an den ersten Finalisten: THC. Die 'Niederlage hat sich für die Thüringer in Grenzen gehalten. Wahrscheinlich hat es die Mannschaft auch nicht mehr darauf angelegt das Match noch zu gewinnen.

    Sehe es auch so. Leipzig-Buxtehude ist offen. Der Thc sollte nach dem Rückspiel gegen Oldenburg schon ins Finale einziehen, alles andere wäre eine Sensation. Schön dass wir Frauenhandballfans LIVE die Spiele im Internet verfolgen konnten, wobei sicherlich von Vorteil gewesen wäre, wenn die Spiele Zeitlich minsestens etwas versetzt stattgefunden hätten. Aber auch so war es toll. Die Rückspiele sind dann sowieso an zwei verschiedenen Tagen.

    Bis auf die Französinnen waren alle Mannschaften mit Handicap, auch die deutsche. Es waren einige Rückkehrerinnen dabei, es waren absolute Neulinge, es war keine etablierte Kreisläuferin, die deutsche Nationalmannschaft ist nicht wirklich eingespielt...trotzdem sollte wenigstens das Unentschieden gegen Frankreich Hoffnung machen. Und die Norwegerinnen haben ja sowieso gute Spielerinnen, auch wenn sie jung sind. Sicherlich wäre gegen die B-Spanierinnen wahrscheinlich mehr drin gewesen, aber dafür dass es für Deutschland das erste Spiel in dieser Konstellation war, sollten wir das gesamte Turnier als positiv bewerten. Was am Ende gegen Ungarn heraus kommt, wird man sehen. Wichtig ist aber, dass die Spielerinnen wieder Spass haben, miteinander Handball zu spielen, die Ergebnisse sind aus meiner Sicht zweitrangig.

    Beim Vier-Länder Turnier in Völklingen hat die deutsche Nationalmannschaft besser abgeschnitten als ich erwartet hätte. Der Schulterschluss der vier Bundesliga-Trainer hat sich gelohnt und auch die Einberufung eines erweiterten Kaders. Kerstin Wohbold hat bewiesen, dass sie dazu gehört und Nadja Nadgornaja dürfte nicht erst für die Perspektive sondern für das Hier und Jetzt in Frage kommen. Ich drücke unseren Mädels und den gesamten Betreungsstab viel Glück in den Spielen gegen Ungarn.

    Sehe wie netter dieselben Mannschaften im Halbfinale: THC-Lev und Le-FFO, wobei Frankfurt nach der Hinrunde am eindeutigsten vorgelegt hat. Es ist noch alles offen und Überraschungen sind nicht ausgeschlosseen. Auch FFO ist noch nicht sicher durch...

    Es war ja auch überraschend, dass Trier am letzten Spieltag gegen FFO gewonnen hatte und sich so in letzter Sekunde vor dem Abstieg gerettet hatte. Und der Sieg Sindelfingens gegen den THC war auch nicht unbedingt vorhersehbar. Eins ist Sicher: ES BLEIBT SPANNEND !

    Heine Jensen soll mit Wolf, Leun und Schmidt zusammenarbeiten. Ob die drei es ehrlich meinen, wird er schnell herausfinden. Gegebenenfalls wird er notfalls auf ihre "guten" Ratschläge verzichten. Wir sollten erstmals das Gute und Positive voraussetzen.