Beiträge von siebenberger

    Es ist nicht böse gemeint

    Aber wenn ein Trainer die Saison so absolvieren lässt, dass die Damen bei den Saisonhöhepunkten keine Kraft mehr haben , der hat in der Saison alles falsch gemacht , was man falsch machen kann !

    Naja. "...alles falsch gemacht...". Inzwischen ist es nicht überraschend wenn solche Übertreibungen von Dir kommen. Ist nicht böse gemeint. Jeder hat halt so seine Gewohnheiten. Ich finde es nicht so schlimm.

    Herbert Müller hat halt seine Prioritäten die er verfolgt und hat seine Gewohnheiten und Vorstellungen vom Handball die nicht immer mit denen von anderen Menschen übereinstimmen. Er betont immer wieder, dass die Meisterschaft das Wichtigste ist. Wahrscheinlich ist ihm ein europäischer Titel nicht so wichtig. Wenn Annika Lott nicht so viel gespielt hätte, wer weiß ob sie die Auszeichnung "Beste Torschützin" bekommen hätte. Auch ich empfinde manchmal die Einsatzstrategie der THC-Spielerinnen von Herbert Müller etwas unausgewogen. Die einen spielen zu viel die anderen zu wenig und die letzteren kommen dann aus der Übung während die ersteren "auf dem Zahnfleisch" gehen. Manchmal fehlt mir diese harmonische Ausgewogenheit. Und trotzdem würde ich nicht behaupten, dass er alles falsch gemacht hat weil niemand von uns genau weiß warum er die Entscheidungen so trifft wie er sie trifft.

    Von Hilby hat man in letzte Zeit gar nichts mehr gesehen und gehört.

    Dortmund macht in letzter Zeit mit Henk Groener wieder einen ausgeglichenen, harmonischen Eindruck. Aber auch dort gab es Tiefpunkte die man gut überwunden hat.

    Das mit dem "viele Tore werfen" ist oft zweischneidig. Spielerinnen aus weniger guten Mannschaften machen oft mehr Tore weil ihre Kolleginnen nicht so dafür ausgestattet sind. In guten Mannschaften verteilen sich die Tore auf viele Torschützinnen. Wobei ich im Fall Oldenburg erkennen kann, dass sowohl individuell als auch mannschaftlich inzwischen beides hervorragend funktioniert.

    Glückwunsch an Ikast zum Pokalgewinn.

    Der Favorit hat es mit 0 Verlustpunkten in der Spielzeit 22/23 geschafft die EL zu dominieren.

    Am Ende waren die Vorstellungen vom THC ernüchternd. Sehe ich auch so: es war keine Werbung für die Liga der Meister (CL). Die Frage die ich mir stelle: war Yara ten Holte so gut oder waren die THC-Spielerinnen beim Werfen so schlecht? Yuki Tanabe war vor nicht sehr langer Zeit eine treffsichere Schützin. Momentan ist sie total aus der Spur geraten. Das ist nur ein Beispiel von mehreren. Es ist der Mannschaft nicht gelungen beim Höhepunkt der Spielzeit 22/23 in Topform zu sein. Trotzdem sollte man realistisch sein und das Ganze sehen: Der THC ist in der EL von ganz unten gekommen und hat es bis unter die besten Vier geschafft. Etwas muss man auch anerkennen: die dänische Liga ist besser als die deutsche Bundesliga. Die spektakulärsten Spiele in der EL 22/23 dürfte Dortmund gelungen sein. Mal mit Gutem Ende -gegen Nantes- und einmal ohne Erfolg gegen Nykobing. Alles in allem war es eine erfolgreiche Spielzeit in der European League für den deutschen Frauenhandball.

    Zumindest auf Einzelebene konnte Annika Lott vom THC den Pokal für die erfolgreichste Torschützin der EL 22/23 mitnehmen. Glückwunsch.

    Glückwunsch nach Dortmund. Die Dortmunderinnen scheinen das Tor besser treffen zu können als die THC-Spielerinnen. Habe das Spiel nur am Ticker verfolgt.

    Trefferquote Dortmund: ..............62%

    Trefferquote THC: .........................43%

    Vielleicht ist der THC mit dem Motto nach Graz gefahren: "Dabei sein ist alles."

    Konnte das Spiel Dortmund - Nykobing nicht sehen, ehftv lässt noch auf sich warten mit den European Legue Spielen der Frauen im Finale der letzten/besten Vier. Habe allerdings die Zusammenfassung gesehen und musste feststellen, dass es extrem unglücklich für den BVB gelaufen ist. Schade. Nach einer ziemlich konfortabelen Führung in die Verlängerung zu gehen und letztendlich im 7-M-Krimi zu verlieren ist nur bitter. Jetzt kommt es zum ersehnten deutsch-deutschen Endspiel aber es ist halt das kleine Finale um die Ananas.

    Glückwunsch an Ikast. Mit einer mittelmässigen Leistung kann der THC die dänische Mannschaft nicht bezwingen. Es wurde hier schon alles gesagt. Habe die erste Halbzeit (noch) nicht gesehen. In der 2.HZ hat sich der THC mehr oder weniger selbst geschlagen. Die Klasse hat einfach gefehlt: vorne zu viele klare Gelegenheiten nicht verwertet und hinten nicht konsequent genug verteidigt. Nicole Roth hat leider keine große Rolle spielen können.

    Sehr passend, weil das gut in unser Thema passt kann ich den Podcast hier enpfehlen:

    Podcast We talking about Practice

    In Folge 82 des We Talking About Practice Podcast's dreht sich alles um Kinderhandball! Deshalb haben wir Markus Scherbaum eingeladen.

    Markus ist einer der Macher von JANO Filder, die sich auf die Fahne geschrieben haben Bundesligaspieler (nur im männlichen Bereich) ohne Internatsstruktur zu entwickeln. Sehr hörenswert was er zu erzählen hat, gerade auch in Bezug auf die Schwierigkeiten bei der Zusanmenarbeit mit den Verbänden....

    Interessantes Gespräch und interessantes Projekt. Es wird ein Weg gezeigt bei dem die Kinder/Jugendlichen ihre Heimat nicht verlassen müssen um eine Akademie oder ein Internat zu besuchen. Sie werden von zu Hause aus in den Leistungssport geführt. Warum nicht? Das ist eine gute Alternative.

    "Wir müssen andere Wege bei der Entwicklung der Talente gehen, die Ausbildung
    stärker zentralisieren", nannte DHB-Präsident Andreas Michelmann nur einen Punkt, der am Wochenende parallel zum Final Four auf einer Klausurtagung des Verbandes diskutiert werden soll."

    Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-2-11-48145.html

    ...und wie hier schon die Mehrheit der Foristen erkannt hat sollte die Talentförderung bei den Kleinsten durch mehrere und besser ausgebildete Trainer stattfinden.

    So langsam setzt sich offenbar auch hier die Erkenntnis durch, dass der ganze Bohei um die "Eliteförderung" kalter Kaffee ist, wenn der Unterbau (Breiten- und Nachwuchssport) in Agonie liegt und der Zustrom potentieller/tatsächlicher Ausnahmetalente aus diesem Bereich in die Spitzenvereine immer mehr versiegt. Ich predige das in diesem Forum schon seit Jahren.

    Ich glaube schon dass die Verantwortlichen des DHB -zumindest Markus Gaugisch-sich bewusst sind, dass der Unterbau noch Baustellen hat. Siehe Beitrag #119:

    ...Man müsse an vielen Stellen "in den

    weiblichen Bereich investieren, das fängt im Jugendbereich an. Wir

    brauchen zum Beispiel mehr Trainer, damit wir eine höhere

    Trainingsdichte bekommen", sagte Gaugisch...

    https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-2-1-48081.html

    Ich würde ergänzen: nicht nur mehr Trainer sondern auch besser ausgebildete Trainer.

    Schauen wir uns Leipzig als zukünftiges Leistungszentrum an.

    Gerne können hier auch Leipziger Fans ihre Meinung schreiben.

    Auch für die Frauen besitzt Leipzig einen DHB-Stützpunkt. Tragender Verein ist der Handballclub Leipzig e. V. in seiner Trainingsstätte Sporthalle Brüderstraße.

    Die Sportschulen sind das Landesgymnasium für Sport Leipzig und die Sportoberschule Leipzig.

    Eliteschulen - Olympiastuetzpunkt Sachsen e.V. - Offizielle Website