Lemgo deklassiert Kiel mit 34:27 und holt zum 3. Mal den Supercup
Der TBV Lemgo hat als erste Mannschaft zum 3. Mal den Supercup gewonnen und damit einen perfekten Einstand in die neue Handball-Saison gefeiert. Zwei Tage vor dem Start der Bundesliga deklassierten die Ostwestfalen am Mittwochabend im Duell zwischen dem DHB-Pokalsieger und dem deutschen Meister den THW Kiel mit 34:27 (16:14). 3800 Zuschauer in der Stadionsporthalle von Hannover feierten die Lemgoer als Nachfolger des SC Magdeburg und Markus Baur (8/5) beim Sieger sowie Johann Pettersson (6/3) für Kiel als beste Torschützen.
"Wenn ich wüsste, dass wir am Samstag gewinnen und heute verlieren, wäre das auch okay", bekannte Kiels Manager Uwe Schwenker vor dem Prestige-Duell. Zum Saison-Auftakt muss der Titelverteidiger zum Aufsteiger TuS-N-Lübbecke. Die vermeintlich schwerere Aufgabe steht dagegen dem TBV Lemgo bevor, der am gleichen Tag den Champions- League-Sieger SC Magdeburg zum Richtung weisenden ersten Spiel empfängt. "Wir starten, um einen Titel zu holen. Ich glaube, dass der Schlüssel zum Erfolg in den Heimspielen liegt. Da darf man nicht schwächeln. Der Supercup ist ein willkommener Test für den Samstag", erklärte TBV-Manager Fynn Holpert.
Diesen bestanden seine Mannen über weite Strecken bravourös und hatten lediglich eine rund zehnminütige Schwächeperiode zu überstehen. In den ersten 15 Minuten bestimmten die Ostwestfalen das Geschehen und führten schon 3:0 (4.). Doch nach dem Anschlusstreffer der Kieler zum 5:6 (12.) schien die Lemgoer der Mut zu verlassen. Die Kieler hingegen, denen in ihrem ersten Pflichtspiel ohne Jahrhundert- Handballer Magnus Wislander in der Startphase das Fehlen des Schweden anzumerken war, wirkten wie beflügelt. Matthias Andersson und Henning Fritz parierten reihenweise schwere Würfe und brachten so ihre Feldspieler immer wieder in Ballbesitz. Von 7:6 (17.) setzten sie sich bis auf 10:7 (20.) ab.
Mit starken fünf Schlussminuten aber rissen die Lemgoer das Spiel wieder herum. Dem 10:12 (25.) von Volker Zerbe folgten weitere drei Tore zur 13:12-Führung (27.), die der DHB-Pokalsieger bis zur Pause auf 16:14 ausbaute. Im zweiten Durchgang startete Lemgo erneut furios und vergrößerte seinen Vorsprung auf 23:19 (42.). Danach brachen die Kieler vollkommen ein, leisteten sich technische Fehler und verstrickten sich zunehmend in Einzelaktionen. Nationalspieler Florian Kehrmann markierte mit seinem sechsten Treffer das 28:20 (46.) gegen den resignierenden deutschen Meister. In der Schlussminute gelang sogar Torhüter Christian Ramota mit einem Wurf über das gesamte Spielfeld ein Treffer zum 33:26.
Statistik: THW Kiel - TBV Lemgo 27:34 (14:16)
THW Kiel:
Pettersson (6/3), Lövgren (5/1), Przybecki (4), Petersen (4), Olsson (4), Scheffler (2), Dominikovic (1), Bjerre (1)
TBV Lemgo:
Baur (8/5), Kehrmann (6), Zerbe (5), Stephan (4/1), Baumgartner (4), Lima (3), Schwarzer (2), Tempelmeier (1), Christian Ramota (1)
Zuschauer: 3.800
Strafminuten: 2 / 8
Quelle: Handball-World