Beiträge von Muravej

    das meinst du aber vielleicht auch deswegen, weil du mehr spiele der ungarinnen oder györ gesehen hast als die der russinnen. ich habe bodnieva jetzt seit 2000 bei jeder großveranstaltung mehrfach live gesehen. selbst in den jahren, wo russland sich selbst rausgekickt hat durch schwache gesamteistungen (2003 und 2004 vor allem) war sie mit abstand die beste und wichtigste spielerin.

    in der 2. liga ist ja richtig was los auf den trainerpositionen.....


    Allensbach und Trainer Georg Fitz gehen getrennte Wege

    „Mit Beginn der Rückrunde haben der HSA Allensbach und Trainer Georg
    Fitz mit sofortiger Wirkung und einvernehmlich ihre Zusammenarbeit beendet. Beide Seiten sehen keine Basis für einen weiteren gemeinsamen Weg. Der Verein kam dem Wunsch des Trainers nach, der um den vorzeitigen Ausstieg gebeten hat. Wir werden bei der Neuverpflichtung keinen panikartigen Schnellschuss vornehmen, hoffen aber im Laufe der nächsten Woche einen prädestinierten Nachfolger gefunden und auch präsentieren zu können“ so der Kommentar der Vorstandschaft des Zweitligisten SV Allensbach.

    Die Trainingseinheiten am Mittwoch und Donnerstag wurden von der Cotrainerin Jenny Wiedenmaier geleitet.

    Die IHF läßt mal wieder wählen!!!! wer folgt auf anita kulcsar und henning fritz? http://www.ihf.info

    vorgeschlagen sind:

    bei den frauen das komplette allstar-team der wm 2005:

    luminita dinu (rumänien) torfrau
    grit jurack (deutschland) rückraum
    pearl van der wissel (niederlande) rückraum
    anita görbicz (ungarn) rückraum
    sun-hee woo (korea) außen
    valentina neli ardean lisei (rumänien) außen
    liudmila bodnieva (russland) kreis


    männer:

    eduard kokcharov (russland)
    ivano balic (kroatien)
    matteo garralda (spanien)
    mirza dzomba (kroatien)
    david juricek (tschechien)
    arpad sterbic (serbien und montenegro)

    24.01.2006 - Holger Riegel
    FAG: Heike Kemmner tritt zurück


    Ein Paukenschlag erschüttert derzeit das Frauenteam von Frisch Auf Göppingen in der 2. Bundesliga Süd der Frauen. Nach der Niederlage in Metzingen am vergangenen Samstag bat Trainerin Heike Kemmner die Verantwortlichen von Frisch Auf Göppingen um ein Gespräch, in dem sie ihren Rücktritt erklärte. Die 41-jährige liegt mit ihrer Mannschaft derzeit auf dem achten Tabellenplatz, aufgrund des Rückstands von drei Punkten auf Platz Vier bestehen aber noch Chancen das anvisierte Ziel, die Play-offs, zu erreichen.

    Unmittelbar nach der neuerlichen Niederlage am Samstag in Metzingen erklärte Heike Kemmner den anwesenden Frisch Auf Verantwortlichen und ihrem Co-Trainer ihren Rücktritt. Grund hierfür ist nicht allein die momentane Tabellensituation und die Niederlage im Derby, sondern ausschließlich die unterschiedliche Zielsetzung mit Teilen ihrer Spielerinnen und ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen. Für die 41-jährige Kemmner gibt es nur ein Ziel und das heißt Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse innerhalb der nächsten beiden Jahren. Diesem Ziel ordnet sie vieles unter.

    Mit unglaublichem Fleiß und Engagement arbeitet sie darauf hin und genau diesen Einsatz und Willen sich ständig zu verbessern vermißt sie bei einigen ihrer Spielerinnen. Auch das Management der Frisch Auf Frauen träumt von der Eliteklasse, doch nicht um jeden Preis. Dass mit dieser Einstellung Erfolge erreicht werden können, bewiesen die Frisch Auf Frauen in der letzten Saison, als sie Meister in der Südstaffel wurden und erst im Playoff-Endspiel an der TSG Ketsch scheiterten.

    Nach ziemlich genau drei Jahren Frisch Auf verläßt nun Heike Kemmner die Grün-Weißen auf eigenen Wunsch. Sie kam im Dezember 2002 als Co-Trainerin von Günther Schweizer. Nachdem der Klassenerhalt am letzten Spieltag geschafft wurde, übernahm sie das Team ab der Saison 2003/2004 als hauptverantwortliche Trainerin. Nach einem hervorragenden sechsten Platz in ihrer ersten Saison folgte dann das Highlight mit den Playoff-Spielen vor über 2000 bzw. 3000 Zuschauern in der Hohenstaufenhalle. Auch für die laufende Saison hat man sich im Lager der Frisch Auf Frauen viel vorgenommen.

    Zum bestehenden Kader wurden vier weitere Spielerinnen verpflichtet. Darunter zwei ausländische Nationalspielerinnen und Christine Maric vom Erstligaabsteiger Mainzlar. Trotzdem konnte das Team nicht an die begeisternde Spielweise der Vorsaison anknüpfen und unerklärliche Leistungsschwankungen und Aussetzer brachten das Team zu häufig auf die Verliererstraße.

    Wie es in Göppingen weitergeht, wußte Frisch Auf Geschäftsführer Thomas Pientka gestern auch noch nicht. Er hatte im November noch die Vertragsverlängerung mit Heike Kemmner bekannt gegeben und muß sich nun um einen neuen Trainer bemühen. "Ich war noch geschockt vom Spielverlauf in Metzingen, als nach Spielende mein sportlicher Leiter kam und mir mitteilte, dass Heike Kemmner uns sofort nach der Pressekonferenz zu sprechen wünschte. Da ahnte ich schon Ungemach. Sie erklärte uns ganz sachlich die Situation, doch jeder der sie kennt, weiß, wie sehr sie an Göppingen hängt und wie schwer ihr dieser Entschluß sicher gefallen ist", so Pientka.

    Er unterrichtete am Sonntag abend die Mannschaft und die anderen Mitglieder des Managements. Bis ein Nachfolger gefunden wird, übernimmt der bisherige Co-Trainer, Hagen Gunzenhauser in enger Absprache mit dem sportlichen Leiter, Karl-Fred Hoss, die Verantwortung für die Mannschaft. Thomas Pientka ist sich bewußt, dass möglichwerweise erst zur Vorbereitung auf die Saison 2006/2007 ein neuer Trainer verpflichtet werden kann. "Das Angebot an geeigneten Trainern ist hier in der Region nicht gerade üppig und dazu haben die meisten eine Anstellung. Wir werden deshalb sehr besonnen an die Sache herangehen und dann entscheiden". Für Pientka stehen jetzt erst mal die Vertragsgespräche mit den Spielerinnen im Vordergrund, denn das vereinfacht ihm auch sicher die Suche nach einem Nachfolger, wenn dieser einen schlagkräftigen Kader zur Verfügung hat.

    Zitat

    Original von Matza


    Was Leverkusen betrifft. Ich denke auch, dass da zum Ende hinsichtlich der Platzierung wieder ganz schön gepokert wird. Das kommt mir doch aus dem letzten Jahr noch sehr bekannt vor... Allerdings und da muss ich auch mal wieder einen "Fünf-Mark-Phrasen-Schwein-Spruch" rausholen: "Wer Meister werden will, muss jeden schlagen" :)


    nun ja, in diesem jahr sind ja die play-offs ein enig anders geregelt. letztes jahr hat pokern um die besten play-off-plätze ja noch sinn gemacht. da waren ja 8 mannschaften beteiligt. in diesem jahr könnte das pokern schön nach hinten losgehen.....wie schnell hat man sich verpokert und ist plötzlich nur fünfter...

    ja, ich fahre nämlich am 22.5. in urlaub und wenn einer der dm-finalisten auch im ec-finale steht, dann verpasse ích das finale...das geht natürlich nicht!!! also bitte: entweder das eine oder das andere...double-versuche hat´s einfach nicht zu geben dieses jahr!! :)

    Gut eine Woche nach dem Trainerwechsel können die Verantwortlichen des Zweitbundesligisten TV Mainzlar bereits die ersten Neuzugänge verkünden. Seit dem 20.01.2006 sind die ehemaligen Lützellindener Spielerinnen Miroslava Ritskiavicius und Anja Groschopp (geborene Unger) für die Staufenbergerinnen spielberechtigt. Während Ritskiavicius bereits beim heutigen Auswärtsspiel in Zwickau dabei sein wird, ist noch unklar, ob Anja Groschopp die Fahrt nach Zwickau antreten wird. Spätestens aber zum nächsten Spiel wird auch Groschopp einsatzbereit sein.


    Am gestrigen Abend fand in der Stadthalle Staufenberg die öffentliche Vorstellung des neuen Trainers Dr. Jürgen Gerlach statt. Gerlach präsentierte sein Konzept und beantwortete im Anschluß ausführlich die Fragen der Anwesenden. Für Gerlach gab es zwei Gründe, als Trainer beim TVM zu arbeiten: "Zum einen wäre es schade, wenn der Frauenhandball in Mittelhessen verschwinden würde und zum anderen habe ich in Lützellinden wohl die letzten Talente im hessischen Handball. Davon sind bestimmt acht Spielerinnen, die ohne weiteres 2. Liga spielen können."
    Gerlach sieht erhebliche Defizite seiner Mannschaft im konditionellen Bereich, hier könne aber durch intensive Arbeit 20-30 % zugelegt werden. Die Mannschaft hat sich bereiterklärt, öfter zu trainieren und wird nach Gerlachs Ansicht durch die Arbeit den Spaß wiedergewinnen und dadurch besser spielen und auch wieder erfolgreich sein. "Wir müssen ganz einfach die Klasse halten". An diesem Ziel arbeiten neben der Mannschaft und dem Trainer auch alle Verantwortlichen und Helfer des TV Mainzlar. "Das Umfeld stimmt hier in Mainzlar. Hier gibt es so viele ehrenamtliche Helfer, ohne die das alles nicht möglich wäre", sagte Gerlach. Auch bedankte er sich nochmals bei allen dafür, dass er sehr fair aufgenommen wurde.


    handball-world

    Vom Feindbild zum Feuerwehrmann

    Jürgen Gerlach soll die Mainzlarer Handballerinnen vor dem drohenden Abstieg retten

    VON ANNETTE SEITZ


    Die Mimik, die Gestik, die Wutausbrüche - alles ist so, wie es immer war. Jürgen Gerlach tobt, Jürgen Gerlach schimpft, Jürgen Gerlach leidet - so, wie er das stets getan hat, wenn er als Trainer des TV Lützellinden an der Seite stand. Nur dass der einstige Handball-Meistercoach nicht mehr die Gießenerinnen coacht, sondern am Samstag als neuer Trainer des mittelhessischen Erzrivalen TV Mainzlar sein Debüt in der Zweiten Bundesliga gab.

    Zahlreiche nationale und europäische Titel hat der 59-Jährige mit Lützellinden geholt. Die Mittelhessinnen waren die Nummer eins, bis sie 2004 aus finanziellen Gründen die Bundesliga-Lizenz nicht mehr erhielten und mittlerweile sogar aus der Bezirksoberliga zurückgezogen haben. Jetzt, nachdem er zuletzt unter anderem die A-Jugend des TV Lützellinden gecoacht hatte, ist Gerlach wieder da. Dass er seine Bundesliga-Rückkehr aber ausgerechnet als Trainer des TV Mainzlar feiert, ist eine Sensation.

    Ausgerechnet Mainzlar, der ungeliebte Nachbar, der in Lollar residiert, nur ein paar Kilometer von der Gießener Sporthalle Ost entfernt, der Heimstätte des TV Lützellinden, holte den Orthopäden als Nachfolger für den unter der Woche geschassten Iljo Duketis. Ausgerechnet jenen Klub soll Gerlach vor dem drohenden Abstieg in die Drittklassigkeit retten, für den er selbst nie mehr als ein spöttisches Lächeln übrig hatte. Das, was noch vor einigen Jahren als undenkbar galt, wurde am Samstag Wirklichkeit. Und als ob die versammelte mittelhessische Handballgemeinde sich mit eigenen Augen überzeugen wollte, ob das Unmögliche wirklich möglich ist, strömten die Massen zum Spiel gegen die TuS Metzingen in die Halle und ließen keinen Sitzplatz mehr frei. 400 Zuschauer zählte der ehemalige langjährige Vorsitzende Karl-Friedrich Zecher - Saisonrekord. "Die Reizfigur Gerlach hat uns die Halle gefüllt", so Zecher.

    Die Zuschauer mussten allerdings erleben, dass der Doc, wie der Orthopäde Gerlach auch genannt wird, kein Wunderheiler ist. Hielten die Mainzlarerinnen am Anfang noch gut mit, ging ihnen später die Puste aus. Mit 27:37 (16:14) verloren sie das Spiel. Gerlach, so viel ist klar, steht noch eine Menge Arbeit ins Haus, möglich, dass der eine oder andere Neuzugang noch geholt wird.


    "Mir war vorher sicherlich mulmig"

    "Wir haben enorme Defizite in Deckung und Konterspiel, aber die Mannschaft hat Charakter bewiesen", sagte der Coach, der sich vor der sportlichen Analyse übers Hallenmikro in hoher Diplomatie versuchte: "Ich möchte mich bedanken, dass Sie mich so freundlich aufgenommen haben, das war sehr fair vom Publikum. Mir war vorher sicherlich mulmig." Das ist freilich nur zu verständlich. Galt doch der Trainer, fachlich unumstritten, menschlich aber nicht, als Feindbild Nummer eins in Mainzlar. Für viele Anhänger wird er das auch bleiben. So sollen nach Bekanntgabe der Verpflichtung vereinzelt Dauerkarten zurück gegeben worden sein. Die Diskussionen, ob der einstige Lieblingsfeind angesichts der desolaten Lage der Mainzlarerinnen verpflichtet werden soll, seien auch hart geführt worden, bestätigt Zecher: "Jeder von uns musste bis zu einem gewissen Grad über seinen Schatten springen. Die einen mehr, die anderen weniger." Am Ende haben wohl die Stimmen überwogen, die Gerlach als Einzigen sahen, der die Karre noch aus dem Dreck ziehen kann. Wobei die Mainzlarer Entscheidungsträger bei einem Engagement Gerlachs, neben der Sicherung des mittelhessischen Handball-Standortes, auch die Möglichkeit im Blick hatten, den Kader mit Talenten aus der A-Jugend des TV Lützellinden zu ergänzen.


    Quelle: Frankfurter Rundschau